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Für mich nur noch Saft!? – Was das Juicing bringt und welche Gefahren es birgt

Juicing ist der neue Trend, um sich gesund zu ernähren. Ein angenehmer Nebeneffekt der täglichen Saftkur soll die Verminderung des Körpergewichtes sein.

Was ist an Juicing dran?

Strahlende Augen, ein klares und gesundes Hautbild, mehr Energie und Leistungsfähigkeit durch innere Reinigung verspricht der neue Trend. Statt mehrere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, wird nun Saft getrunken und auf feste Nahrung verzichtet. Um die positiven Effekte für Deinen Körper nutzen zu können, genügt es nach der Meinung der Erfinder des Juicings jedoch nicht, irgendein Fertigprodukt aus dem Tetrapack zu trinken. Noch nicht einmal ein selbst hergestellter Smoothie genügt den Anforderungen des richtigen Juicings. Es müssen Saftmischungen sein, die aus hochwertigem Bioobst und Biogemüse in Läden angeboten werden, die die frisch gepressten Säfte nach Rezepten von Ernährungsexperten zusammenstellen.

Der neue Hype der gesunden Ernährung kommt wie so oft aus Amerika. Die Stars und Sternchen in Hollywood schwören bereits seit geraumer Zeit auf das Trinken der gesunden Säfte. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Büchern, die das Detox-Juicing, also die Ernährung mit Säften, die gleichzeitig den Organismus entgiften, auch zu Hause möglich machen. Wichtig ist dabei nur, dass Du über entsprechende Einkaufsquellen für eine breite Palette von Bioobst und Biogemüse verfügst. Denn wer so viel pflanzliche Nahrung zu sich nimmt, möchte keineswegs den gesundheitlichen Effekt durch konventionelle Ware, die eventuell Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten kann, aufs Spiel setzen.

Bei uns in Deutschland empfiehlt die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu verzehren. Das Ziel dieses Ratschlags ist, die Menschen gesund und fit zu erhalten und den zahlreichen Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Herz- und Kreislauferkrankungen oder Diabetes mellitus vorzubeugen. Die Mengen an Obst und Gemüse, die beim Juicing verarbeitet werden, sind erheblich größer als die Portionen, zu denen die Kampagne der DGE rät. Da viele Menschen in ihrem oft stressigen Alltag gern auf Fast Food und Fertigprodukte im Supermarktregal zurückgreifen, sieht die Verzehrbilanz von frischen und vitaminreichen Nahrungsmitteln in der Realität oft traurig aus. Deshalb ist das Juicing für Dich durchaus eine Möglichkeit, die gesundheitlichen Vorteile von Obst und Gemüse durch das Trinken von frisch gepressten Säften zu nutzen.

Flüssige Nährstoffe und Vitamine

Für unser Wohlergehen ist der Verzehr von Obst und Gemüse unverzichtbar. Die Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien sind ebenso wie die sekundären Pflanzenstoffe für eine gute Verdauung, eine optimale Versorgung unserer Körper- und Nervenzellen und die Funktion unseres Immunsystems notwendig. Die in den sekundären Pflanzenstoffen enthaltenen Antioxidantien machen freie Radikale unschädlich und senken damit das Risiko einer Tumorerkrankung. Für die alleinige Behandlung von Krebs im Rahmen einer Ernährungstherapie ist das Detox-Juicing jedoch ungeeignet. Eine positive Auswirkung des Saftfastens auf das Körpergewicht zeigt sich bereits nach kurzer Zeit, denn die Garten- und Feldfrüchte sind kalorienarm. Sie füllen Dir den Magen, ohne dass die Gefahr einer Gewichtszunahme. Das trifft natürlich nur zu, wenn Du die pflanzliche Nahrung möglichst roh oder zumindest ohne die Zugabe von Zucker, Sahne und anderen hochkalorischen Zutaten entsaftest und zubereitest.

Wer das Juicing ausprobieren möchte und keinen Laden in der Nähe hat, der die frisch gepressten Säfte zum Sofortverzehr anbietet, muss kiloweise Bioobst und Biogemüse in die heimische Küche transportieren. Wenn Du die Früchte und Gemüse selbst entsaftest, kannst Du sicher sein, dass keine unerwünschten Zusatzstoffe im Saft enthalten sind. Außer Bananen und Ananas sind alle Obstsorten für das Entsaften geeignet. Die beiden erwähnten Südfrüchte enthalten nach den Empfehlungen der Juicing-Ernährungsberater zu viel Zucker, als dass sie für das Aufräumprogramm im Körper geeignet wären. Ob Grünkohl, Sellerie, Spinat, Rosenkohl oder Rote Beete – bei Gemüse kannst Du alle Sorten entsaften und genießen.

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Tipps zum Entsaften

Für das regelmäßige Auspressen von Obst und Gemüse in größeren Mengen lohnt sich die Anschaffung eines leistungsstarken Gerätes, da die Saftausbeute meist größer ist als bei Standardentsaftern. Damit Du effektiv Gräser, Blattgemüse und Kräuter entsaften kannst, solltest Du auf ein Presswalzenwerk statt einer Zentrifuge Wert legen. Die frisch gepressten Säfte reagieren sehr schnell durch die enthaltenen Antioxidantien mit dem Sauerstoff in der Atemluft. Dadurch werden die Säfte entwertet. Der gesundheitliche Effekt ist am größten, wenn die Säfte direkt nach dem Pressen getrunken werden. Natürliche pflanzliche Öle liefern die wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Wenn Du das möchtest, kannst Du den Saft pro Glas mit einem Teelöffel Leinöl anreichern.

Gefahren der flüssigen Ernährung mit Obst- und Gemüsesäften

In der Ernährung frische Obst- und Gemüsesäfte zur Entschlackung, Gewichtsreduzierung und zur begleitenden Behandlung von Krankheiten einzusetzen, ist nicht ganz neu. Bereits vor dem Juicing gab es immer wieder ähnliche Empfehlungen. Schon vor 100 Jahren eröffnete in Kalifornien eine Saftbar der Natural-Hygiene-Bewegung, die als Serviceangebot auch frisch gepresste Säfte nach Hause lieferte. Die Anhänger des Trinkens von Frischsäften und des Verzehrs von Rohkost waren bereits damals davon überzeugt, dass nur diese Ernährung den Menschen auf Dauer gesund erhält.
Gegen eine Saftkur, die sich über einige Tage erstreckt und bei der eine breite Vielfalt von Obst und Gemüse zum Einsatz kommt, ist nichts einzuwenden. Die kalorienarmen Säfte mit ihren bioaktiven Wirkstoffen kurbeln die Verdauung und die Ausscheidung an. Das wirkt sich positiv auf das Körpergewicht aus. Auch ist die Phase sehr gut für Geist und Körper, da man bewusst etwas für die Gesundheit tut – vor allem, wenn der Betroffene in dieser Zeit auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin verzichtet oder es sogar schafft, sich ganz von diesen giftigen Substanzen zu verabschieden. Über eine längere Periode ist jedoch von der einseitigen Ernährung des Juicings abzuraten.

Unser Organismus benötigt Nahrung, die Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate enthält. Außerdem müssen lebensnotwendige Mineralien, Vitamine und Spurenelemente zugeführt werden. Vor allem der Mangel an Eiweiß macht sich bei einer längeren Dauer des Juicings zuerst bemerkbar. Die Gefahr ist, dass sich der Organismus das benötigte Eiweiß aus den körpereigenen Speichern holt. Das bedeutet in erster Linie, dass Muskeln abgebaut werden, um den Eiweißbedarf zu decken. Empfehlungen, den Mangel durch Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Protein-Pulver zu decken, können den Muskelabbau nicht ganz verhindern. Besonders bei Menschen, die unter schweren Erkrankungen leiden, kann sich die Mangelernährung negativ auf den Gesundheitszustand auswirken. Bei Diabetikern kann der konzentrierte Saft von zuckerhaltigen Früchten zu einem ungewollten Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Patienten mit Nierenproblemen müssen darauf achten, sich über die Säfte nicht zu große Dosen an Kalium zuzuführen.
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Fazit

Juicing ist eine gute Möglichkeit, für wenige Tage Deinen Verdauungstrakt zu entlasten und den alltäglichen Lebens- und Ernährungsstil zu reflektieren. Das sich in den Tagen, an denen Du nur frisch gepresste Säfte zu Dir nimmst, das Gewicht reduzieren kann, ist sicher ein guter Zusatzeffekt. Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte jedoch auf Dauer eine Ernährungsform wählen, bei der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße in optimalen Anteilen enthalten sind. Nur dann kommt es auf lange Sicht zu keinen Mangelerscheinungen. Ein Glas frisch gepressten Saft pro Tag kannst Du zusätzlich genießen.

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