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Wertvolle Entlastung: Diese Hilfsmittel erleichtern den Pflegealltag

Wird ein Mensch pflegebedürftig, stellt dies sowohl ihn als auch seine Umgebung vor große Herausforderungen. Viele damit verbundene Belastungen lassen sich jedoch verringern. Anbei eine Auswahl von Hilfsmitteln, die vieles leichter machen.

Pflegebedürftigkeit und ihre Herausforderungen

Der Begriff Pflegebedürftigkeit umschreibt Situationen, in denen ein Mensch alltägliche Dinge nicht mehr oder nur noch eingeschränkt bewerkstelligen kann. Dazu zählt beispielsweise die Nahrungsaufnahme. Auch die Körperpflege fällt darunter. Ist die Fähigkeit zur Fortbewegung eingeschränkt, spricht man ebenfalls von Pflegebedürftigkeit. Neben körperlichen Defiziten können auch geistige Einschränkungen eine Pflegesituation hervorrufen. In allen Fällen ist der betroffene Mensch von fremder Hilfe abhängig.


Je nach Art und Aufwand wird diese entweder von Pflegediensten oder Angehörigen geleistet. Schwere Pflegebedürftigkeit muss also nicht zwangsweise in einem Heimplatz resultieren. Das Problem dabei: Pflegende Angehörige müssen sich irgendwie mit der Situation arrangieren, ohne dabei auf die Ausrüstung eines Pflegeheimes zurückgreifen zu können.

Eine Belastung für die körperliche Gesundheit ist dann vorprogrammiert. Aber auch der pflegebedürftige Mensch leidet unter den Problemen, die sich aus seinen Mankos ergeben. Die gute Nachricht: Es gibt eine Reihe von Hilfsmitteln, die als nützliche Helferlein vieles erleichtern. Für die zu pflegende Person wie auch den Menschen, der sich um sie kümmert. Anbei eine Auswahl kleiner und großer Hilfsmittel für den Pflegealltag.

Trinkbecher mit Nasenausschnitt

Haben Sie schon einmal versucht, einen Becher leer zu trinken, ohne den Kopf zurückzulegen? Es klappt einfach nicht. Als Gesunder kann man über solche Dinge hinwegsehen. Für pflegebedürftige Menschen stellt es jedoch oft ein großes Problem dar. Aus diesem Grund gibt es Trinkbecher mit Nasenausschnitt. Eine einfache Lösung mit großem Effekt!

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Gebogenes Besteck

Ist die Bewegungsfähigkeit der Hände und Gelenke eingeschränkt, wird das Essen schnell zur unangenehmen Herausforderung. Gebogene Löffel, Messer und Gabeln verschaffen hier eine deutliche Erleichterung.

Schnabeltassen mit zwei Henkeln

Wenn die Hände nicht mehr so kräftig oder gar zittrig sind, ist diese Art von Tasse eine große Erleichterung. Abgesehen davon, dass Saubermachen erspart bleibt, erhöht es auch das Selbstwertgefühl, wenn man sich nicht ständig beim Kleckern beobachtet.

Der Badewannenlift

Im Gegensatz zu gesunden Menschen ist es für Pflegebedürftige oft eine Tortur in die Wanne zu steigen. Hier ist oft körperliche Hilfe notwendig. Da Badewannen nicht dafür konstruiert wurden, körperschonende Hilfe zu leisten, stellt es für die Helfer oft eine große Belastung dar. Ist der Gegenüber zudem deutlich kräftiger gebaut als man selbst, sind Rückenbeschwerden vorprogrammiert.

Ein Badewannenlift hingegen ermöglicht ein reibungsloses Ein- und Aussteigen. Das schont den Rücken und ist auch der Intimsphäre förderlich. Immerhin ist es nicht jedermanns Sache, sich nackt von einer anderen Person anfassen zu lassen. Im besten Fall lässt sich der Gang ins Bad nahezu autark erledigen.

Pflegebetten ‒ praktisch und gesund

Pflegekräfte, die ihre Patienten in deren vier Wänden betreuen, klagen oft über die schlechte Situation mit den Betten. Stellen Sie sich einen Menschen vor, der 100 kg wiegt und aus einem Bett gehoben werden muss, das 10 cm hoch ist. Auch hier treten schneller Rückenprobleme auf, als es einem lieb sein kann. Ein Pflegebett löst nicht nur dieses Problem. Tatsächlich lassen sich damit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

1) Die Gewährleistung einer körperschonenden Arbeitshöhe

Durch die richtige Höhe kann die pflegende Person aufrecht stehend arbeiten. Das ist deutlich angenehmer und gesünder, als die ganze Zeit gebückt am Bett zu stehen.

2) Schutz vor Dekubitus

Menschen, die ihr Bett nicht mehr verlassen können, sind ständig in Gefahr, sich wund zu liegen. Da Druckgeschwüre einen verheerenden Verlauf nehmen können, muss dies unbedingt verhindert werden. Wechseldruckmatratzen lösen das Problem auf elegante Weise und verhindern so manches Drama.

3) Hilfe beim Aufrichten

Man kennt es aus dem Krankenhaus: Ein Knopfdruck und der Oberkörper wird aufgerichtet. Das ist nicht nur komfortabel, sondern äußerst hilfreich: Wird die zu pflegende Person aus dem Bett geholt, entfällt der anstrengende Versuch, diesen Menschen per Muskelkraft hochzuheben.

Aufsteh- und Umsetzhilfen

Ist der Angehörige erst mal aufgerichtet, beginnt der nächste Teil der Hilfe: die Bewegung aus dem Bett in den Rollstuhl. Oder aus dem Rollstuhl in einen Sessel. Es wird oft unterschätzt, wie oft ein Umsetzen notwendig ist. Mit den entsprechenden Hilfen gewinnt die pflegebedürftige Person ein Stück Selbstständigkeit zurück.

Der Rücken der Pflegerin oder des Pflegers freut sich ebenfalls.
Ähnliche Dienste leistet der Drehsitz. Er erleichtert das Aufstehen und/oder Umsteigen enorm. Neben dem Verlassen des Bettes sorgt er gerade beim Aussteigen aus dem Auto für eine große Erleichterung.

Der Nässeschutz ‒ einfach und sehr hilfreich

Sie können sich nur eingeschränkt waschen. Wenn der Verband weg ist, können Sie auch wieder duschen. ‒ Zwei Sätze, die nicht nur dauerhaft Pflegedürftigen keine Freude machen. Abgesehen davon, dass Einschränkungen in der Körperpflege auch unter hygienischen Gesichtspunkten keine Freude machen.

Der Nässeschutz leistet Hilfe bei Stoff- und Gipsverbänden. Er besteht aus wasserdichtem Material und wird einfach über den Verband gezogen. Als Resultat kann kein Wasser mehr eindringen. Nach dem Baden oder Duschen nimmt man ihn einfach wieder ab. Dieses praktische Helferlein wird in verschiedenen Varianten angeboten: für Arm, Unterschenkel oder auch das komplette Bein. Da zudem verschiedene Größen angeboten werden, sollte es kein Problem darstellen, künftig wieder baden zu können.

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Spezialshampoos für Pflegebedürftige

Wie wäscht man einem Menschen im Bett die Haare? Erfahrene Pflegekräfte haben diesen Vorgang zu einer Kunstform entwickelt, der bestens funktioniert. Vorausgesetzt, man hat den Dreh raus. Aber auch dann artet es in Arbeit aus. Abhilfe ermöglicht ein Produkt, das für genau diese Situation entwickelt wurde.

Dabei handelt es sich um eine Art Badehaube, in der das Shampoo bereits enthalten ist. Man setzt sie dem Gegenüber auf und wäscht dann die Haare durch kreisende Handbewegungen. Anschließend wird die Haube abgenommen. Ein Ausspülen entfällt. Ein weiterer Vorteil: Das Haare waschen im Bett dauert nur noch rund 5 Minuten. Die herkömmliche Methode hingegen nimmt 20 bis 25 Minuten in Anspruch.

Fazit

Einen Menschen zu pflegen ist mit hoher Verantwortung verbunden. Gegenüber der Person, die gepflegt wird, aber auch gegenüber sich selbst. Der Versuch, alltägliche Dinge wieder möglich zu machen, kann schnell für beide Beteiligten zur Tortur werden. Angefangen bei der Nahrungsaufnahme bis zum Umsetzen oder Verlassen des Bettes. Pflegehilfsmittel erweisen sich hier als Segen.

Sie ermöglichen und unterstützen ein menschenwürdiges Dasein. Zugleich schonen sie die Helfer. Diese bringen oft große Opfer an ihrer eigenen Gesundheit, um eine liebevolle Unterstützung zu gewährleisten. Durch den Einsatz der richtigen Hilfsmittel lassen sich diese Opfer in vielen Bereichen reduzieren oder sogar verhindern.

Da die meisten Hilfsmittel preislich erschwinglich sind, steht ihrer Nutzung auch in finanzieller Hinsicht nichts im Wege. Sicherlich sind nicht alle Lösungen aus der Haushaltskasse finanzierbar. Allerdings werden die Kosten in vielen Fällen von den Pflegekassen übernommen. Hier macht es wirklich Sinn, sich von einem Profi beraten zu lassen.



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