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Traumberuf Mode-Designer: Wie komme ich da hin?

Der Beruf des Modedesigners zählt zu den absoluten Traumjobs. Nur wenige Berufe versprechen so viel Glamour, Einkommen und kreative Erfüllung. Doch wie kommt man dorthin? Der folgende Artikel zeigt den Weg!

Die Sache mit der Ausbildung

Die gute Nachricht vorweg: Als Modedesigner übst Du einen künstlerischen Beruf aus. Da sich Kreativität nur bedingt auf der Schulbank lernen lässt, gibt es keinerlei schulische Hürden. Auch eine spezielle Ausbildung wird nicht benötigt. Was zählt, sind Talent, Fleiß und Hingabe. Nichtsdestotrotz hat der Beruf auch seine handwerklichen Aspekte.

Es gibt Dinge, die man wissen muss. Fähigkeiten, die erworben und vertieft werden müssen. Ob dies nun im Rahmen einer Ausbildung oder autodidaktisch erfolgt, ist zweitrangig. Dennoch haben geregelte Ausbildungen Ihre Vorteile: Du erhältst das notwendige Wissen in strukturierter Form und kannst Fragen stellen. Aktuell gibt es eine steigende Zahl von privaten Einrichtungen, die solche Ausbildungen anbieten. Wenn Du diesen Weg einschlagen möchtest, solltest Du sie in Ruhe vergleichen.

Dazu ein paar Überlegungen:

– Fernkurse bieten ein Höchstmaß an zeitlicher und räumlicher Flexibilität.

– Präsenzkurse bieten direkten Kontakt zu Dozenten und Mitschülern.

– Manche Einrichtungen bringen Ihre Schüler regelmäßig in Kontakt mit dem „echten Leben“. Dazu gehören Projektarbeiten sowie die Mitarbeit bei erfahrenen Designern. Betrachte sie als Praktika, von denen Du langfristig profitieren kannst.

In manchen Fällen ist eine Ausbildung nicht möglich. Nicht alle Talente sind in der Lage, die entsprechenden Schulungsmaßnahmen zu bezahlen. Auch gibt es Menschen, die lieber auf eigene Faust lernen. Solltest Du dazugehören, findest Du im Folgenden eine hilfreiche Übersicht.

Talente erkennen und ausbauen


Modedesign ist mit Näharbeiten verbunden, entsprechend solltest Du diese Fähigkeit beherrschen.
Übe auch mit schwierigen Stoffen – Deine späteren Kreationen werden davon profitieren. Dein wichtigstes Werkzeug dabei ist eine Nähmaschine. Trainiere den Umgang mit ihr, bis Du es zur Meisterschaft gebracht hast. Verlass Dich aber nicht auf sie: Auch das Nähen von Hand will gelernt sein.

Studiere verschiedene Stile und was Sie ausmacht. Danach übst Du Dich im Erstellen von Schnittmustern. Hier treffen Kunst und Handwerk aufeinander. Halte Dir stets vor Augen, dass Ideen nicht von selbst Form annehmen. Du wirst beide Hände (und mehrere Werkzeuge) brauchen, um Deinen Schöpfungen Gestalt zu verleihen. Vor allem aber übe Dich in Geduld: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aufgeben ist einfach, bringt Dich aber nicht ans Ziel!

Befasse Dich mit den verschiedenen Stoffen. Wie fühlen Sie sich auf der Haut an? Wie reagieren Sie, wenn man Sie am Körper trägt? Manche Stoffe sind steifer als andere. An welchen Körperstellen sollten Sie nicht verwendet werden? Werde zum Stoffexperten!

Beobachte aktuelle Entwicklungen. Was sind die Markenzeichen der modernen Mode? Studiere auch die Stile vergangener Tage. Möglicherweise wirst Du Deine Karriere darauf aufbauen, den Look der Fünfziger Jahre mit späteren Trends zu kombinieren. Dazu musst Du aber wissen, was die Merkmale der jeweiligen Zeit waren.

Nimm Dir einzelne Produktlinien vor und studiere sie. Was haben sie gemeinsam? Das wird Dir dabei helfen, später eigene Produktlinien zu entwerfen. Befasse Dich mit dem Schaffen einzelner Designer und finde heraus, was sie ausmacht.

Finde Deine Favoriten

Während Deiner Auseinandersetzung mit der Thematik wirst Du feststellen, dass Dir manche Dinge besonders liegen. Der Weg zum Erfolg ist nicht leicht. Von daher hilft es enorm, Deine Favoriten zu finden. Wenn Du beispielsweise von Jeans begeistert bist, wird es Dir leichter fallen, Zeit und Energie darin zu investieren. Letztlich werden die Ergebnisse für sich sprechen. Dazu musst Du aber erst wissen, wo Du „zu Hause“ bist. Werde zum Experten!

Ein paar typische Bereiche wären:

– Bademode
– Strickware
– Hochzeitsmode
– Abendkleidung für Damen oder Herren
– Gehobene Freizeitkleidung
– Sportbekleidung
– Jugendmode

Nicht minder spannend ist ein Job in der Filmindustrie. Wenn Alltagskleidung Dich weniger reizt, kann es spannend sein, fantasievolle Gewänder für Darsteller zu designen.

Prüfe Dich selbst!

Vielleicht hat man Dir gesagt, dass es hart ist, in dieser Branche Erfolg zu haben und dass es viele Menschen gibt, die dort ihren Platz finden wollen. Dies ist zweifellos wahr. Bist Du deshalb enormer Konkurrenz ausgesetzt? Die Antwort lautet überraschenderweise: nein. Wenn alle bisher genannten Voraussetzungen passen, ist dies dennoch zu wenig und hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Nur wenige sind bereit oder in der Lage, die restlichen Eigenschaften zu erfüllen.

Diese bestehen in:

– der Bereitschaft zu großem Fleiß
– Kritikfähigkeit
– der Kunst, mit Stress umzugehen
– Offenheit gegenüber Kunden und Geschäftspartnern
– Disziplin
– Organisation

Hier kommt die oft zitierte Berufung ins Spiel. Wenn Du liebst, was Du tust, werden Dich Überstunden nicht stören. Was gäbe es Schöneres zu tun, als an spannender Mode zu arbeiten? Disziplin und Organisation entwickeln sich spätestens dann, wenn man sie braucht. Kurzum: Wenn Mode für Dich Berufung statt Beruf ist, wird das, was andere als Hindernis betrachten, für Dich zum Vergnügen werden.

Für wen arbeitest Du?

Natürlich für Deine Kunden! Mach Dich mit Ihnen vertraut. Definiere Deinen idealen Kunden. Welches Geschlecht hat er? Wie alt ist er? Wie viel verdient er? Was sind seine möglichen Hobbys? Wie sehen seine Bedürfnisse aus? Die Beantwortung dieser Fragen hilft Dir auf dem Weg, deine Zielgruppe auszumachen, die Du dann entsprechend umwerben musst.

Knüpfe Kontakte

Wenn Du Deinen Idealkunden definiert hast, solltest Du ihn finden. Fachmessen können eine gute Anlaufstelle sein. Vergiss nicht, ein paar gute Freunde zu Testpersonen zu machen, denn Du wirst Feedback benötigen. In den USA gab es einen Fernsehtechniker, der zum erfolgreichsten Gitarrenbauer der jüngeren Geschichte wurde. Sein Erfolgsrezept: Testpersonen! Er gab seine Prototypen Musikern in die Hand, die sie dann live testeten. Ihr Feedback half ihm, seine Schöpfungen zu optimieren. Am Ende waren sie perfekt.

Bau Dir ein Team aus Testpersonen und Unterstützern auf. Lerne spannende Leute aus der Branche kennen, aber vergiss auch die Presse nicht. Vor allem solltest Du nicht davor zurückscheuen, Leute zu finden, die dort stark sind, wo Du es nicht bist. Henry Ford, ein legendärer Autobauer, wurde einst kritisiert, weil er kein Ingenieur war. Er antwortete, dass er die fähigsten Spezialisten des Landes in seiner Firma hatte. „Weshalb muss ich alles wissen, wenn die Antwort nur ein Telefonat (oder einen kurzen Fußmarsch) entfernt ist?“

Auch Marketing beruht auf der Kunst, Menschen zu verstehen. Betrachte Dich als Dienstleister. Du erschaffst Dinge, die andere benötigen. Aber sie müssen wissen, dass Du existierst. Der Gang zum Marketingprofi kann die wichtigste Handlung in Deiner Karriere werden. Es sei denn, Du bist so gut darin, dass Du niemanden mehr brauchst. Kenne Deine Stärken und die Deiner Mitstreiter!

Fazit

Modedesign ist eine künstlerische Tätigkeit. Da man Kunst nur bedingt lernen kann, ist keine spezielle Ausbildung notwendig, um diesen Beruf auszuüben. Neben der mitgebrachten Kreativität gibt es viele zusätzliche Dinge, die Du beherrschen solltest: Das beginnt beim Umgang mit Nadel und Faden und endet beim Marketing. Eine gute Ausbildung vermittelt Dir alles Notwendige in gut organisierter Form.

Dabei genießt Du große Flexibilität: Wenn Du nicht regelmäßig vor Ort anwesend sein kannst, gibt es Fernkurse. Präsenzkurse unterscheiden sich oft in manchen Inhalten. So kann ein Anbieter mehr Wert auf handwerkliches Geschick legen, während der andere Marketing fokussiert. Vergleiche Anbieter und Kurse, um die perfekte Lösung für Dich zu finden.

Sollte eine Ausbildung für Dich nicht infrage kommen, ist auch ein autodidaktischer Weg denkbar. Viele legendäre Modedesigner haben ihre Karrieren gestartet, ohne jemals eine entsprechende Schule von innen gesehen zu haben. Dennoch müssen die gleichen Fähigkeiten lückenlos erworben werden. Dies mag ein großer Aufwand sein, doch wenn Du Mode Deine Berufung ist, wirst Du alle Hürden überwinden.



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