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Hightech-Stoffe: Was moderne Textilien alles können

Kleidung schützt vor widriger Witterung und fungiert als schmückendes Element. Moderne Textilien hingegen bestehen immer öfter aus Hightech-Stoffen und leisten noch viel mehr.

Effektive Klimaregulierung: Der Clou mit dem Schweiß

Funktionskleidung ist bisher dafür bekannt, den Schweiß beim Sport vom Körper wegzuleiten. Entsprechende Oberteile und Hosen verhindern, dass sie sich mit Feuchtigkeit vollsaugen. Neuartige Textilien setzen bei diesem Gedanken an, schlagen aber einen anderen Weg ein. Die Entwickler derartiger funktioneller Kleidung behalten die Hauptaufgabe Schweiß im Blick. Jene liegt darin, den Organismus zu kühlen und den Körper nicht überhitzen zu lassen. Intelligente Textilien leiten den Schweiß demnach nicht vollständig nach außen ab, sondern setzen auf ein gleichmäßiges Verteilen. Der menschliche Körper schwitzt nämlich nicht an jeder Stelle gleichstark, sodass manche Regionen – wie jene unter den Achseln – besonders viel Schweiß absondern.

Andere Bereiche wiederum schwitzen kaum. Diese breitflächige Verteilung funktioniert mit kleinsten Kanälen, die die Hersteller mit einem besonderen Garn einbauen. Dies sorgt dafür, dass etwas Feuchtigkeit auf der Haut verbleibt, die klassisch verdampft und dadurch den Körper kühlt. Ein Zuviel davon leiten die Stoffe nach außen ab. Toller Nebeneffekt: In den Kanälchen eingeschlossene warme Luft wirkt wie eine isolierende Schicht, wenn Träger der Kleidung beim Sport nicht schwitzen. Skifahren ist hierfür eine mögliche Situation. Durch den geringeren Temperaturanstieg bildet Ihr Körper übrigens weniger Laktat. Dies lässt Sie schneller regenerieren. Moderne Textilien mit gleichmäßiger Feuchtigkeitsverteilung wirken sich also auch positiv auf Ihre Leistung aus.

Unter Strom stehende Textilien: Schmerzen ade?

Nicht ganz. So intelligent Textilien im 21. Jahrhundert auch sind: Schmerzen komplett zu vertreiben, das leisten sie nicht. Es gibt aber Möglichkeiten, diese zumindest zu dämpfen. Dies gelingt mit der Hilfe von Strom, der durch einen Gürtel fließt. Insbesondere unter Rückenschmerzen Leidende profitieren von diesem Accessoire, das die deutsche Firma Bomedus vertreibt. Im Textilband sind Elektroden enthalten, die aus Kunstfaser-Garn bestehen. Jene sind mit Silber beschichtet, wodurch das Weiterleiten elektrischer Impulse zu den Nerven funktioniert. Dadurch entsteht für Ihr Gehirn ein neuartiger Reiz und Ihre Schmerzen, beispielsweise in der Bandscheibenregion, schwächen sich ab. Dazu legen Betroffene den Gürtel auf die schmerzende Stelle, um die für die Schmerzen verantwortlichen Nerven zu erreichen. Derartige Erfindungen weisen ihre Wirkung bereits erfolgreich nach, stecken aber noch in den Kinderschuhen. So bedarf es breit angelegter Studien, um die Effekte wissenschaftlich abzusichern. Ein unter Strom stehender Gürtel ist erst der Anfang.

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Natur am Leib

Wie in so vielen anderen Bereichen des Lebens bahnt sich die Natur auch bei der Kleidung ihren Weg. Ein gutes Beispiel für den Rückgriff auf natürliche Stoffe ist Merinowolle anstelle des ausschließlichen Verwendens von Kunstfasern. Die größten Vorteile dieser feinen Wolle liegen auf der Hand: Sie ist geruchsneutral und wärmt besser als viele andere Materialien. Die Merinowolle nervt ihren Träger nicht mit lästigem Kratzen und reguliert die Temperatur sehr gut. Sie ist atmungsaktiv und überzeugt sicher auch Sie damit, dass sie schnell trocknet. Vor allem beim Sport bewährt sich Merinowolle daher immer wieder. Dies bedeutet aber nicht, dass derartige intelligente Textilien aus der Natur zu 100 Prozent in Socken, Hosen und anderen Kleidungsstücken vorhanden sind. Da diese Wollart sehr fein ist, verhindern Hersteller mit der Zugabe von Polyamid das Entstehen von Löchern in Strümpfen. Moderne Textilien mit vielfältigen Funktionen sind also nicht immer den Erfindungen kluger Köpfe entsprungen. In den 10er-Jahren des 21. Jahrhunderts hilft es ebenfalls, die Möglichkeiten der Natur zu nutzen.

Smarte Autositze als Unfallschutz

Übermüdete Autofahrer verursachen zahlreiche Unfälle. Für mehr Zwischenfälle sorgt nur noch überhöhtes Tempo. Umso wichtiger ist daher der Ansatz, den Ingenieure mit intelligenten Autositzen verfolgen. In jene integrieren sie nämlich Sensoren, die verschiedene Parameter des Fahrers messen. Darunter befinden sich die Muskeltätigkeit, die Herzfrequenz und der Puls. Auf diese Weise erkennen die modernen Hightech-Sitze kleinste Abweichungen vom Normalzustand. In diesen Situationen warnt eine aufblinkende Lampe den Fahrer. Ingenieure entwickeln die Sitze immer weiter, sodass es in der Zukunft auch möglich ist, automatische Stopps durchführen zu lassen. Dies ist vor allem dann lebensrettend, wenn der Fahrer bewusstlos ist und das Auto dann selbstständig parkt. Derartige Hightech in Autositzen funktioniert sogar, wenn Fahrer mehrere Schichten Kleidung tragen. Und: Dies alles funktioniert mit jedem Fahrer. Am Körper angebrachte Elektroden sind nicht erforderlich, sodass Einsteigen und Losfahren bereits ausreichen, um die Vorteile der intelligenten Sitze zu nutzen.

Schützende Anzüge mit Graphen

Feuerwehrleute sind bereits heutzutage nicht gezwungen, sich Feuer und Gasen ungeschützt auszusetzen. Spezielle Anzüge ermöglichen Rettungseinsätze ohne Verbrennungen und Rauchvergiftungen. Der große Nachteil an den gängigen Anzügen: Sie sind steif, schwer und schränken das Bewegen dadurch teilweise ein. Forscher finden für dieses Problem in der Zukunft möglicherweise eine Lösung, indem sie auf Graphen als Ersatzmaterial zurückgreifen. Sie kennen Graphit aus dem Bleistift. Graphen steht mit ihm in Verbindung und hat dennoch viele Vorteile mehr zu bieten. So ist es gasdurchlässig, abriebbeständig und flexibel. Gleichzeitig sind Graphene im Vergleich mit Stahl zugfester, transparent und dünner. Sie leiten Strom und Wärme sehr gut. Mit diesen Eigenschaften ist Graphen ideal geeignet, um Bestandteil bequemer und leichter Schutzbekleidung zu sein. Dieser Hightech-Stoff lässt sich aber nicht nur für Feuerwehrleute positiv einsetzen. Chemie- und Metallarbeiter profitieren in der Zukunft ebenfalls von den Vorzügen. In Textilien einarbeiten lässt sich Graphen in flüssiger Form. Mit wässrigen Mischungen scheint die Verbindung mit Textilien gut zu gelingen. Doch bis es so weit ist und entsprechende Kleidung mit Graphenen auf den Markt kommt, forschen Wissenschaftler weiter.

Der Anti-Krebs-BH

Bisher lassen Frauen im Rahmen der Brustkrebsvorsorge Mammografien über sich ergehen. Doch oftmals ist dieses Prozedere unangenehm und viele Frauen fürchten sich davor. Kennen Sie das Gefühl, dann ist ein intelligenter BH zukünftig vielleicht die Lösung. Ein High-Tech-BH aus den USA ist möglicherweise in der Lage, Tumore in der Brust zu erkennen. Wie bei anderen intelligenten Kleidungsstücken sind Sensoren in den als Sport-BH gestalteten Büstenhalter integriert. Jene messen in erster Linie die Temperatur in der Brust. Abweichungen vom Normalzustand deuten möglicherweise auf das Bilden eines Tumors hin. Sind die Blutkörperchen in der Brust aktiver als gewöhnlich, deutet auch dies auf einen Tumor hin. Der High-Tech-BH misst auch diese Werte. Via WLAN erhält Ihr behandelnder Arzt die Daten auf sein Smartphone und schlägt gegebenenfalls Alarm. Intelligente Textilien wie diese retten dann bei rechtzeitiger Verwendung Leben.

Saubere Kleidung dank Nano-Technik

Keine Leben retten, aber dafür Waschmittel und Wasser sparen Kleidungsstücke, die keinen Schmutz aufnehmen. Gehören Sie zu jenen Menschen, die sich oft bekleckern, ist diese Erfindung der Australier für Sie geeignet. Zwar ist schmutz- und wasserabweisende Kleidung nicht neu, die Innovation liegt aber im Verwenden einer smarten Nano-Technologie. Bereits früher verwendete Methoden setzen auf Aerosole. Jene bringen Textilhersteller erst nach dem Weben auf. Die Nano-Partikel hingegen weben sie direkt in die Baumwolle ein. Derartige Kleidung waschen Sie ganz normal in der Maschine – und zwar bis zu 80-mal. Danach schwächt sich die Funktion ab. Wie so oft finden Forscher auch bei dieser Erfindung das Vorbild in der Natur. Die Blätter der Lotusblume lassen Schmutz und Wasser auf ähnliche Weise einfach abperlen. Die aus Nano-Baumwolle bestehenden Textilien vertragen beispielsweise das Übergießen mit süßem Saft, der auf wundersame Weise herunterläuft. Einzelne verbleibende Tropfen lassen sich mit Wasser abspülen. Insbesondere Köche profitieren zukünftig davon.

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Fazit: Intelligente Hightech-Kleidung auf dem Vormarsch

Moderne Textilien leisten mittlerweile mehr, als bloß Schweiß nach außen zu leiten. Sie sind mit Sensoren versehen, um die Kondition von Autofahrern im Blick zu behalten oder um Brustkrebs zu erkennen. Das Reduzieren von Schmerzen zählt zu den gesundheitlichen Vorzügen, mit denen intelligente Textilien zu überzeugen wissen. Hightech-Stoffe imitieren in der Natur vorkommende Phänomene oder entstammen direkt der Natur. So viel scheint sicher zu sein: Moderne Textilien werden in der Zukunft dank intensiver Forschungen noch viel mehr leisten.



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