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Vertrauensvoll und kompetent: Wie finde ich den richtigen Frauenarzt?

Die Wahl eines neuen Frauenarztes kann mitunter unangenehm oder kompliziert erscheinen. Wenn Sie die richtigen Anhaltspunkte für eine gute Praxis kennen, ersparen Sie sich Zeit und Enttäuschungen.

So finden Sie den richtigen Arzt für ein Erstgespräch

Ein Umzug in eine neue Stadt, Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Gynäkologen oder der Ruhestand des gewohnten Arztes ‒ das alles können Gründe sein, sich auf die Suche nach einem neuen Frauenarzt zu begeben. Da es sich hierbei für viele Frauen um ein sensibles Thema handelt, ist häufig der Wunsch vorhanden, sich schon vor dem ersten Termin so weit wie möglich abzusichern. Wenn es auch Ihnen so geht, kann der Rat einer guten Freundin, Verwandten oder anderen Vertrauensperson Ihnen dabei helfen, die Auswahl einzugrenzen.

Auch online gibt es bekannte Bewertungsportale für Ärzte, auf denen Sie nachlesen können, welche Erfahrungen andere Patientinnen in den jeweiligen Praxen gemacht haben. Es sollte dabei allerdings nicht vergessen werden, dass jede seriöse gynäkologische Praxis Ihnen gerne einen unverbindlichen Termin für ein erstes Gespräch mit dem Gynäkologen anbieten wird. Fragen Sie einfach telefonisch oder persönlich in der Arztpraxis danach. Ein solches Gespräch findet im Arztzimmer statt und beinhaltet keine Untersuchung. Nach dem Gespräch können Sie entscheiden, ob der Arzt Ihnen zusagt oder ob Sie gerne noch eine oder mehrere andere Praxen testen möchten.

Arztpraxis und Sprechstundenhilfe

Wenn Sie zum Erstgespräch in die Praxis kommen, lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Ist alles sauber und aufgeräumt? Auch die Art und Weise, wie das Praxispersonal mit Ihnen und gegebenenfalls mit anderen Patientinnen umgeht, ist sehr aufschlussreich. Können Sie sich mit dem Umgangston und der Atmosphäre in einer Praxis anfreunden oder vielleicht sogar identifizieren, ist dies ein gutes Zeichen. Die Besetzung des Wartezimmers zeigt Ihnen außerdem, ob die Terminvergabe und die Einhaltung von vereinbarten Zeiten gut funktioniert. Fragen Sie die Sprechstundenhilfe auch nach gesonderten Sprechzeiten für Notfälle, um festzustellen, ob der Arzt für Sie in einem solchen Fall gut erreichbar wäre.

Darüber hinaus macht es Sinn, zu beobachten, in wie weit die Privatsphäre der einzelnen Patientinnen gewahrt wird. Die Untersuchungen oder Medikamente einer Patientin sollten beim Aufrufen oder bei der Terminvereinbarung nicht für alle anderen hörbar sein. Eine diskrete Arbeitsweise zeichnet sich somit beispielsweise dadurch aus, dass man „für das Labor“ und nicht für „die Urinuntersuchung“ aufgerufen wird. Für einige Patientinnen spielt auch die religiöse Neutralität des Arztes eine Rolle. Erfragen Sie diese ruhig im Voraus am Telefon. In einer christlich geprägten Praxis werden Fragen, die sich um Themen wie Abtreibung und Notfallverhütung drehen, vielleicht anders behandelt als in einer neutralen Praxis.

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Was ist wichtig beim ersten Gespräch mit dem Arzt?

Bei einem ersten Gespräch sollte der Arzt auf jeden Fall eine gründliche Anamnese (sozusagen eine gynäkologische Bestandsaufnahme) durchführen. Dazu gehören Fragen nach Regelmäßigkeit der Periode, gegebenenfalls Verhütungsmethode, Schwangerschaften und Krebserkrankungen innerhalb der Familie. Auch die Frage nach aktuell vorliegenden Beschwerden oder Auffälligkeiten wird in diesem Rahmen gestellt. Handelt es sich generell um den ersten Besuch bei einem Frauenarzt, sollte dieser auch eine umfassende Aufklärung leisten. Achten Sie auch darauf, ob der Arzt Ihre Antworten ausreichend dokumentiert, sodass er bei späteren Terminen darauf zurückgreifen kann.

Bei jedem Arztgespräch, insbesondere allerdings bei einem Ersttermin, ist es wichtig, dass Sie sich selbst beobachten und so feststellen, ob Sie sich in der Gegenwart des Arztes wohlfühlen und ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen können. Neben der ärztlichen Kompetenz sollte auch ein bestimmtes Maß an Einfühlungsvermögen vorhanden sein. Es ist wichtig, dass man Ihnen ausreichend Zeit einräumt, etwaige Fragen zu stellen und dass diese geduldig und ernsthaft beantwortet werden, sodass Sie aktiv in alle Entscheidungen und Vorgehensweisen des Arztes einbezogen werden.

Was ist während der ersten Untersuchung wichtig?

Wenn Sie im ersten Gespräch mit dem Arzt den Eindruck bekommen haben, dass Sie mit ihm gut auskommen, folgt ein Termin für eine Vorsorgeuntersuchung. Jede Frau sollte einmal pro Jahr einen solchen Termin vereinbaren. In der Praxis werden zunächst – meist von den Arzthelferinnen – Blutdruck und unter Umständen das Gewicht gemessen. Eventuell geben Sie als Patientin auch eine Urinprobe ab, die auf bestimmte Krankheitserreger getestet wird. Diese Untersuchungen werden einmal jährlich von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Wird Ihnen diese Leistung nicht angeboten, ist dies oft ein Anzeichen mangelnder Organisation oder Aufmerksamkeit.

Die eigentliche gynäkologische Untersuchung findet in einem Behandlungsraum, der mit einem speziellen Stuhl ausgestattet ist, statt. In einer guten Praxis wird man Ihnen die Möglichkeit geben, sich in einem separaten Raum frei zu machen. Hierbei sind sie niemals völlig entblößt, sondern entkleiden je nach Untersuchung nur den Unter- oder nur den Oberkörper. Sollten Sie diesen Umstand als unangenehm erleben, kann ein langes Oberteil oder Kleid dabei helfen, die Situation so entspannt wie möglich zu gestalten.

Auf dem Untersuchungsstuhl betrachtet der Arzt, teilweise mithilfe eines Spekulums, eines kleinen Handspiegels, der eingeführt wird, den Zustand von Scheide und Gebärmutterhals. Es wird mithilfe eines sehr kleinen Testbürstchens etwas Zervixschleim entnommen, dessen Untersuchung der Krebsvorsorge dient. Anschließend folgt eine Tastuntersuchung, bei der der Arzt mit einem Finger die Eierstöcke und Eileiter abtastet. Auch die Brüste werden zum Zweck der Krebsvorsorge abgetastet. Im Normalfall erklärt der Arzt bei jedem Schritt seine Vorgehensweise und gibt Ihnen gegebenenfalls Zeit, Bedenken zu äußern oder Fragen zu stellen.

Ergeben sich bei der Untersuchung Auffälligkeiten oder bestehen Beschwerden, wird häufig auch eine Ultraschalluntersuchung des Unterleibs durchgeführt. Je nach Alter der Patientin gehören weitere Untersuchungen zur Vorsorge wie beispielsweise die Ultraschall- oder Mammographie-Untersuchung der Brüste bei Frauen ab 50 oder das Angebot der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei jüngeren Frauen. Schmerzhaft sollte keine der genannten Untersuchungen sein. Sollten dennoch einmal Schmerzen auftreten, wird ein kompetenter Frauenarzt sofort innehalten und mit Ihnen das weitere Vorgehen gemeinsam besprechen.

Der richtige Ansprechpartner während der Schwangerschaft

Die Wahl des richtigen Frauenarztes ist in manch einem Fall auch vom Zweck des Besuchs abhängig. Möchten Sie sich beispielsweise bei einer Schwangerschaft oder dem Versuch, Mutter zu werden, begleiten lassen, gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Die Sprechzeiten und die Erreichbarkeit des Arztes spielen in diesem Fall eine wichtige Rolle. Wenn Sie Wert darauf legen, dass speziell Ihr Frauenarzt Sie auch während der Geburt begleitet, empfiehlt es sich, nach einem Arzt Ausschau zu halten, der eigene Belegbetten in einem Krankenhaus hat.

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Fazit

Obwohl die Wahl eines neuen Gynäkologen für viele Frauen nicht einfach ist, gibt es doch eine Reihe von Merkmalen, an denen Sie eine geeignete Frauenarztpraxis erkennen. In erster Linie ist es wichtig, immer im Gedächtnis zu behalten, dass kein Artbesuch, besonders kein Erstbesuch, Sie zu irgendetwas verpflichtet: Sie können sich in aller Ruhe den Arzt und seine Praxis ansehen, um anschließend darüber zu urteilen, ob es sich um die richtige Praxis für Ihre persönlichen Bedürfnisse handelt.

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