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So finden Sie das passende Hörgerät

Ihr neues Hörgerät soll Ihre Hörschwäche ausgleichen. Es soll praktisch, komfortabel und günstig sein. Damit das Hilfsmittel zu Ihnen passt, sollten Sie folgende Ratschläge beherzigen.

Die ersten Schritte zum richtigen Hörgerät

Wenn Sie mit zunehmendem Alter schlechter hören, sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Er prüft Ihr Hörvermögen und verschreibt Ihnen bei Bedarf ein Hörgerät. Damit das Hörgerät gut zu Ihnen passt und Ihre Hörschwäche optimal ausgleicht, muss es individuell auf Ihr Hörvermögen zugeschnitten sein. Da Sie es täglich nutzen, sollte es angenehm zu tragen sowie nutzerfreundlich zu bedienen sein.

Vielleicht wünschen Sie sich sogar ein sehr komfortables Modell mit zusätzlicher Ausstattung. Am Ende geht es natürlich auch um den Preis, denn das neue Hilfsmittel soll bezahlbar sein. Damit das Gerät diese Wünsche erfüllt, sollten Sie ein Fachgeschäft aufsuchen. Ein Hörgeräteakustiker berät Sie kompetent und hilft bei der Wahl des passenden Modells. Er unterstützt Sie in der Anfangsphase, bis Sie sich an Ihr neues Hilfsmittel gewöhnt haben. Außerdem ist er der Experte, wenn das Gerät bei regelmäßiger Nutzung zu warten oder zu reparieren ist.

So hilft der Hörgeräteakustiker beim Kauf

Sobald Ihr Facharzt ein Hörgerät verschrieben hat, gehen Sie mit dem Rezept zu einem Hörgeräteakustiker. Er berät Sie, damit Sie aus der Fülle der Modelle Ihr passendes Gerät finden. Auf dem deutschen Markt gibt es mehr als 2.000 Hörgerätmodelle von mehreren Herstellern.

Moderne Hörhilfen unterscheiden sich deutlich von den Geräten früherer Generationen. Die neuen Geräte sind klein und unauffällig. Sie arbeiten mit digitaler Technik, die es erlaubt, das Hilfsmittel nach Ihrem persönlichen Bedarf einzustellen. Der Hörgeräteakustiker führt bei Ihrem ersten Besuch einen Hörtest durch und bestimmt, in welchen Situationen Sie schlecht hören.

Wenn Sie beispielsweise im Gespräch mit einer einzelnen Person nicht richtig hören, benötigen Sie ein anderes Gerät als in Situationen mit vielen Hintergrundgeräuschen. Halten Sie sich häufig in Räumen mit schlechter Akustik auf, kann ebenfalls ein anderes Modell erforderlich sein. Schließlich prüft der Fachmann, welches Klangerlebnis Sie als besonders angenehm empfinden. Darauf aufbauend empfiehlt er Ihnen ein Gerät, das genau zu Ihrem Bedarf passt.

Ein guter Akustiker sollte Ihnen die Möglichkeit einräumen, das vorgeschlagene Modell einige Tage testweise zu tragen. Vielleicht gibt er Ihnen sogar mehrere Geräte zur Auswahl mit. Es ist sinnvoll, in dieser Zeit ein Hörtagebuch zu führen. Darin halten Sie fest, mit welchem Gerät Sie in welcher Situation besonders gut hören oder wo Sie Schwierigkeiten mit dem Verstehen haben. Achten Sie auch darauf, ob Sie das Gerät lieber hinter dem Ohr oder im Ohr tragen. Anhand Ihrer Aufzeichnungen empfiehlt der Fachmann schließlich das passende Modell zum Kauf.

Deaf woman with heraring aid

Der Fachmann betreut Sie bei der Eingewöhnung

Der Hörgeräteakustiker berät Sie nicht nur, wenn Sie Ihr Hörgerät kaufen. Er ist auch in den ersten zwei bis drei Monaten Ihr Ansprechpartner, wenn Sie sich an Ihre Hörhilfe gewöhnen müssen. Konnten Sie nämlich längere Zeit schwer hören, besteht die Gefahr, dass das Gehirn gutes Hören verlernt. Das bedeutet, es muss sich erst wieder an akustische Reize gewöhnen und diese ordnungsgemäß verarbeiten.

Vielleicht stellen Sie in der ersten Zeit mit Ihrem neuen Hilfsmittel fest, dass Sie bestimmte Geräusche wie das Tropfen eines Wasserhahns gar nicht mehr gehört haben. Wenn Sie dieses Geräusch nun neu wahrnehmen, muss das Gehirn diesen Reiz erst wieder verarbeiten lernen. Bis es so weit ist, könnte Ihnen der Ton des aufprallenden Wassertropfens unangenehm laut vorkommen.

Auch bei Situationen mit vielen Hintergrundgeräuschen oder mit einer schlechten Akustik bietet Ihr Hörgerät am Anfang vielleicht nicht den erwarteten Erfolg. Nehmen Sie sich also die Zeit, sich an Ihr Hilfsmittel zu gewöhnen. Auch das teuerste Hörgerät kann Ihr natürliches Hörvermögen nicht zu 100 Prozent ersetzen. Sie müssen also mit Abstrichen bei Ihrer Hörqualität rechnen. Wenn nötig, kann der Hörgeräteakustiker das Gerät individuell einstellen. So erreichen Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Selbstverständlich ist der Hörgeräteakustiker auch für die Wartung und die Reparatur des Hilfsmittels zuständig. Wenn die Leistung im Lauf der Zeit nachlässt, benötigen Sie vielleicht eine neue Batterie. Diese erhalten Sie in seinem Fachgeschäft.

Damit Ihr Hörgerät langfristig zuverlässig seinen Dienst erfüllt, muss es in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Auch dafür ist der Fachmann verantwortlich. Und wenn eine Reparatur erforderlich ist, berät er Sie hinsichtlich der anfallenden Kosten oder eines sinnvollen Neukaufs. Bei Bedarf stellt er Ihnen für die Zeit der Reparatur vielleicht ein Ersatzgerät zur Verfügung. So sind Sie über viele Jahre lang gut versorgt und freuen sich über Ihr hervorragendes Hörvermögen.

Diese Leistungen erbringen die Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen einen Festbetrag über rund 780 Euro für ein Hörgerät. Wenn für beide Ohren eine Hörhilfe nötig ist, beträgt der feste Zuschuss etwa 1.400 Euro. Für diesen Betrag erhalten Sie bereits ein vernünftiges Gerät. Der Hörgeräteakustiker ist verpflichtet, Ihnen mehrere Kassenmodelle zur Auswahl anzubieten.

Entscheiden Sie sich für ein solches Kassenmodell, zahlen Sie als gesetzlich Versicherter nur die Rezeptgebühr und die Batterien.

Nach oben sind den Kosten auf der Preisskala fast keine Grenzen gesetzt. Bei sehr hochwertigen Modellen müssen Sie rund 3.000 Euro oder mehr pro Stück veranschlagen. Wenn Sie ein solches Gerät wünschen, haben Sie die verbleibende Summe nach dem Abzug des Festbetrags in der Regel aus eigener Tasche zu zahlen. Ein erneuter Anspruch auf eine Hörhilfe besteht bei Kassengeräten und bei Komfortmodellen nach Ablauf von sechs Jahren.

Eine besondere Regelung gilt für Patienten mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit. Als gesetzlich Versicherter haben Sie nämlich einen Anspruch auf ein Hörgerät, das nach dem aktuellen Stand der Medizintechnik die bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen von gesunden Menschen gestattet. Dazu gehört vor allem auch das Hören und Verstehen in großen Räumen oder mit lauten Hintergrundgeräuschen.

Wenn Sie sehr stark schwerhörig sind und der Facharzt eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit bescheinigt, dürfte der Festbetrag der Krankenkasse in Höhe von etwa 780 Euro nicht für ein passendes Gerät ausreichen.

Um dauerhaft wieder zufriedenstellend zu hören, benötigen Sie ein Modell, das über die technische Ausstattung der Kassenversorgung hinausgeht. Der Festbetrag liegt in solchen Fällen bei etwa 1.400 Euro. So soll eine verbesserte Versorgung auch bei starker Schwerhörigkeit ermöglicht werden, ohne dass Sie zu viel aus eigener Tasche zahlen müssen.

Wenn Sie Ihre gesetzliche Krankenkasse darum bitten, die Mehrkosten für ein hochwertiges Gerät zu übernehmen, müssen Sie einen Antrag stellen. Dazu sollten Sie ein Gutachten Ihres Akustikers vorlegen, in dem er begründet, dass nur das hochwertige Gerät Ihre Hörbehinderung ausgleicht. Der Experte sollte auch darauf eingehen, warum ein Kassengerät diese Funktion nicht vollständig erbringt. Seine Ausführungen kann er mit einem Hinweis auf Ihr Hörtagebuch belegen.

Das Gutachten reichen Sie mit dem Kostenvoranschlag für das Gerät und mit einem formlosen Kostenübernahmeantrag bei Ihrer Krankenkasse ein. Sie prüft nun, ob sie die Kosten trägt. Dies wird sie nur tun, wenn Ihre individuelle Hörbehinderung durch das Komfortgerät zuverlässig ausgeglichen wird.

Wenn Sie lediglich ein besseres Tragegefühl oder ein unsichtbares Gerät wünschen, wird die Krankenkasse die Kostenerstattung ablehnen. Auch wenn Ihr Gerät über eine zusätzliche Einrichtung wie Bluetooth oder einen Fernseh- oder Telefonadapter verfügt, müssen Sie die Mehrkosten selbst zahlen.

Hrgert zwischen den Fingern

Fazit: Schlechtes Hören muss nicht sein

Nach aktuellen Studien benötigen rund 14 Millionen Deutsche ein Hörgerät. Nur etwa 20 Prozent davon tragen ihr Hilfsmittel regelmäßig. Häufige Gründe für den Verzicht auf eine Hörhilfe sind die Angst vor unbrauchbaren Geräten oder vor hohen Kosten.

Ein passendes Hilfsmittel finden Sie, wenn ein guter Facharzt Ihre Schwerhörigkeit feststellt und ein erfahrener Hörgeräteakustiker das richtige Modell empfiehlt und anpasst. Sofern Ihr Hörgerät dazu geeignet ist, Ihre Schwerhörigkeit zu heilen, trägt die Krankenkasse die Kosten. Lediglich bei Geräten mit zusätzlichen Komfortfunktionen müssen Sie die Mehrkosten selbst zahlen.

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