Vermieter einer Immobilie wollen in erster Linie eins: Geld verdienen. Weil eine professionelle Hausverwaltung aber kostet, erledigen sie alles selbst. Sieben Argumente dagegen finden Sie hier:
1. Hausverwalter beraten wie Experten
Immobilienbesitzer achten vor allem auf die
Rentabilität ihrer Anlage. Ihre Investitionen sollen sich auszahlen, in der Regel sogar über viele Jahre. Hausverwaltungen werden damit beauftragt, mit ihrem Expertenwissen die
höchstmögliche Rendite zu erwirtschaften. Gleichzeitig soll
der Wert der Immobilie erhalten oder sogar erhöht werden. Dazu vereinbaren sie mit dem Eigentümer jährliche
Erlösziele und Kostenbudgets. Die Hauptsorge um die Immobilie wird damit in fremde Hände gelegt. Das entlastet den Besitzer, denn er braucht sich nicht weiter kümmern. Um das Vertrauen zwischen Verwaltung und Vermieter herzustellen, sind jedoch
faire Verträge notwendig.
2. Hausverwalter kennen den regionalen Mietmarkt
Mietpreise sind
marktorientiert, Angebot und Nachfrage bestimmen die Höhe der möglichen Miete.
Leerstand kostet täglich Geld. Jeder verlorene Euro tut weh. Jeder Vermieter und Hausverwalter muss daher bestrebt sein, die Immobilie schnellstmöglich wieder zu vermieten, wenn ein Mieter ausgezogen ist. Daher beobachten die Verantwortlichen den regionalen Mietmarkt ständig genau. Wichtigste Frage:
Welche Miete ist im derzeitigen Zustand der Immobilie auf dem Markt durchsetzbar?
Mit Anzeigen oder anderen Werbemaßnahmen suchen beauftragte Hausverwaltungen dann nach neuen Mietern. Sie kümmern sich um
Wohnungsbesichtigungen und unterbreiten Vorschläge für Mietverträge. Zusammen mit dem Vermieter legen sie einen
geeigneten Mietpreis fest. Dieser orientiert sich einerseits an der üblichen Ortsmiete und andererseits am Zustand der Immobilie. Außerdem wird der
Umlageschlüssel für die Mietnebenkosten festgelegt, ihre Höhe geschätzt und die
Abschläge für Betriebskosten in der Mietpreisermittlung einbezogen. Potentielle Mietinteressenten werden genau überprüft, um Zahlungsausfälle zu verhindern.
3. Hausverwalter sind gleichzeitig Kummerkasten und Geldeintreiber
Die Mitarbeiter in den Hausverwaltungen halten
engen Kontakt mit den Mietern. Sie sind erste Ansprechpartner für Probleme und Sorgen. Ob bei der Auswahl neuer Bewohner, der Lösung von Problemen zwischen den Mietparteien oder der Eintreibung ausstehender Zahlungen, stets ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wer große Wohnanlagen kennt, weiß um die Vielfalt der Probleme, die auftreten können. Genutzt werden verschiedene Kommunikationskanäle, auch regelmäßige Besuche der Immobilie stehen auf dem Plan.
Hausverwalter kennen sich mit den Gesetzen bestens aus, übernehmen
Inkassoaufgaben und beauftragen im Streitfall auch Rechtsanwälte. Dabei gilt es, eine gesunde Balance zwischen den Nöten der Mieter und den Interessen des Eigentümers zu wahren. Hausverwaltungen übernehmen aber auch
Kündigungen von Mietverträgen und begleiten
Zwangsräumungen von Wohnungen. Die
Instandsetzung von sogenannten Messi-Wohnungen ist sicher mit die unangenehmste Aufgabe von Verwaltern.
4. Hausverwalter erledigen die täglichen Abläufe
Der alltägliche
Kontakt mit den Mietern läuft über die Hausverwaltung. In der Regel muss sich der Vermieter selbst nicht kümmern, kann (relativ) anonym bleiben. Die Aufgaben des Hausverwalters sind vielfältig. Erfahrene Buchhalter erledigen das
Eintreiben und Verbuchen der Mieten. Sie prüfen alle Eingangsrechnungen von Dienstleistern und Lieferanten und sind für den Zahlungsverkehr verantwortlich. Auch Gespräche mit der Bank und Verhandlungen über Kredite oder Überziehungen führen sie. Ein Steuerberater übernimmt die
Gewinnermittlung am Jahresabschluss, wenn es gewünscht wird.
Die Hausverwaltung prüft auch die
Bonität von Mietinteressenten, verwaltet
Kautionskonten und andere Sicherheiten. Regelmäßig Streit gibt es um die jährlichen
Betriebskostenabrechnungen. Hierfür sammelt die Verwaltung alle Rechnungen und legt die Kosten nach dem festgelegten Schlüssel auf die Mieter um. Im Streitfall werden die Interessen des Vermieters auch
gerichtlich durchgesetzt. Zu den Aufgaben der Verwaltung gehören regelmäßige
Berichte an den Immobilienbesitzer über die
Wirtschaftlichkeit und den
Zustand des Gebäudes. In enger Absprache mit dem Eigentümer entstehen auch
Rentabilitätsvorschauen für die Folgejahre.
5. Hausverwaltung schließt Verträge für Dienstleistungen
Verwalter schließen auch wichtige Verträge für den
Unterhalt und die Reinigung der Gebäude. Auch
Hausmeisterverträge und Versicherungen gehören dazu. Zuverlässigkeit und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sind die wichtigsten Kriterien der Vertragsabschlüsse. Im Laufe des Jahres kontrollieren die Angestellten der Verwaltung die
Abwicklung und Abrechnung der Verträge. Außerdem leiten Hausverwaltungen
Schadensmeldungen an die Gebäude- oder die Haftpflichtversicherungen weiter und kümmern sich um den Schadenersatz.
6. Hausverwalter als technische Beauftragte
Moderne Immobilien bergen heute umfangreiche
Haustechnik, die als Gemeinschaftsanlagen von allen Vermietern genutzt wird. Heizung, Aufzug, Telefon und Internet, Klimaanlage oder zentraler Müllschlucker gehören dazu. Diese Geräte müssen regelmäßig
gewartet und instandgesetzt werden. Hausverwaltungen haben hier alle Termine im Blick. Wenn der technische Fortschritt es erfordert, werden die Anlagen ausgetauscht.
Die Verwalter wählen für Verträge und für Dienstleistungen geeignete
Handwerker aus, auch unter dem Gesichtspunkten der Kosten. Sie schreiben Aufträge für Reparaturen und
koordinieren Termine zwischen Handwerkern und Mietern. Ist die Arbeit erledigt, erfolgt eine fachkundige
Abnahme. Die Substanz der Immobilie haben Hausverwaltungen stets im Blick. Zusammen mit dem Eigentümer werden
Sanierungen und Erweiterungen beschlossen,
Kosten kalkuliert und
Planungen beauftragt. Die Verwaltung kümmert sich um notwendige
Gutachten und
Genehmigungen. Sie koordiniert anschließend die Baummaßnahmen, immer bemüht, die Beeinträchtigungen für die Mieter zu minimieren.
Abschließend begleitet sie die Abnahmen. Ihre Fachleute berechnen dann die auf die Mieter umlagefähigen Kosten und bereiten die notwendigen Anpassungen der Mietverträge vor. Zuständig sind die Verwalter auch für
Wohnungsabnahmen und –übergaben bei einem Mieterwechsel. Kleinere Mängel können Angestellte der Hausverwaltungen manchmal noch selbst erledigen. Die Erarbeitung von
Konzepten zum Energiesparen innerhalb von Gebäuden und deren Umsetzung ist in den letzten Jahren als neue Aufgabe einer Hausverwaltung dazugekommen.
7. Hausverwalter verfügen über kompetente Netzwerke
In den Hausverwaltungen arbeiten kompetente Mitarbeiter mit Fachkenntnissen und Technikverständnis. Zu den Teams gehören oft
Hausmeister, Raumpfleger, Gärtner und natürlich Verwaltungsangestellte wie
Mietenbuchhalter, Controller und Finanzexperten. Für alles, was sie nicht erledigen können, werden externe Dienstleister gesucht.
Schornsteinfeger oder Elektriker, Kammerjäger oder Baumfällunternehmen, Mietrechts-Fachanwalt oder Steuerexperte –
nichts ist unmöglich. Hausverwaltungen arbeiten dabei oft über viele Jahre mit den gleichen Experten zusammen und wählen so besonders zuverlässige und gute Partner aus. Von diesem gewachsenen Netzwerk profitiert auch der Hauseigentümer. Viele Problemfälle treten in der Vermietung immer wieder auf,
erprobte Lösungsmöglichkeiten sind hier bereits vorhanden.
Fazit
Die Hausverwaltung selbst zu erledigen,
lohnt nur bei sehr kleinen Mieteinheiten. Längerer Leerstand, mangelnde Erfahrung und fehlende Kontakte
können sehr viel Geld kosten. Wer nicht hauptberuflich Vermieter ist, wird kaum so viel Zeit und Mühe investieren können wie eine professionelle Verwaltung. Vermieter sollten stets daran denken, dass eine gute Hausverwaltung die Zufriedenheit der Mieter steigert.
Das sorgt für eine
hohe Vermietungsquote und damit für
sichere Einnahmen. Eine Hausverwaltung zu finden, die diesen hohen Erwartungen gerecht wird, ist nicht einfach. Ein Umhören in der Branche und der Kontakt mit Mietern helfen bei der Beurteilung. Grundlage für die Hauverwaltung ist ein
fairer Vertrag mit einem
ausführlichen und genau definierten Leistungsverzeichnis. Dann wiegen die Vorteile der Hausverwaltung ihre Gebühren wieder auf.