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Schnecken, Blattläuse & Co: Schädlinge im Garten natürlich bekämpfen

Erfahren Sie hier in diesem Ratgeber, wie Sie Blattläuse, Schildläuse und Schnecken in Ihrem Garten mit rein natürlichen Mitteln bekämpfen können.

Jeder ambitionierte Gärtner wird früher oder später einmal vor dem Problem stehen, dass seine Nutz- und Zierpflanzen im Garten von Schädlingen befallen werden. Blattläuse, Schildläuse und Schnecken stellen die wohl häufigsten Schädlinge dar, welche dem Gärtner das Leben schwer machen und den Pflanzenbestand erheblich in Mitleidenschaft ziehen können. Zwar finden sich im Gartenfachhandel verschiedene chemische Pflanzenschutzmittel, doch sehen immer mehr Gärtner von der Nutzung dieser Pestizide ab und suchen nach einer rein natürlichen Lösung für die Schädlingsbekämpfung. Und diese gibt es tatsächlich! In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen einige Tipps für die rein natürliche Schädlingsbekämpfung im eigenen Garten nahebringen. Der Schwerpunkt dieser Tipps liegt nicht nur auf dem Schutz der Natur. Jeder Gartenfreund kann mithilfe unserer Tipps auch effektiv etwas für die eigene Gesundheit tun, denn die giftigen Pestizide aus dem Fachhandel können sich eventuell auch negativ auf die eigene Gesundheit auswirken. Vor allem wenn diese Schädlingsbekämpfungsmittel bei Nutzpflanzen eingesetzt werden, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass der Gärtner Reste dieser Pestizide mit dem Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten zu sich nimmt.

Natürliche Mittel gegen Blattläuse

Die Blattlaus stellt im eigenen Garten ein erhebliches Problem dar. Diese kleinen Tierchen aus der Familie der Sternorrhyncha durchstechen mit ihrem Saugrüssel die jungen Triebe und Blätter einer Pflanze und trinken deren Saft. Hierdurch wird das Wachstum der Pflanze erheblich gestört und bei einem starken Befall mit Blattläusen kann die Pflanze sogar absterben. Für die Bekämpfung der Blattlaus gibt es einige effektive Naturmittel, die wir im Anschluss einzeln aufführen möchten.

Mit Brennnesselsud gegen Blattläuse vorgehen

Der Brennnesselsud erweist sich für die Blattlausbekämpfung als sehr wirkungsvoll, jedoch muss das Besprühen der befallenen Pflanzen in der Regel mehrmals wiederholt werden. Um Brennnesselsud selbst herzustellen, muss der Gärtner einfach mehrere Hundert Gramm frisch geschnittene Brennnesseln in einem Eimer mit Wasser ansetzten und diese Mixtur für ein bis drei Tage zugedeckt stehen lassen. Durch dieses Verfahren löst sich das natürliche Brennnesselgift aus den Pflanzen. Mitunter kann es beim Ansetzen des Brennnesselsuds zu einem etwas unangenehmen Geruch kommen, der durch den Stickstoff entsteht, der sich ebenfalls aus den Brennnesselpflanzen löst. Aus diesem Grund wird der Brennnesselsud im Volksmund auch als Brennnessseljauche bezeichnet. Sobald der Brennnesselsud fertig ist, kann der Gärtner die von Blattläusen befallenen Pflanzen damit besprühen. Das Brennnesselgift in dem Sud entfaltete seine volle Wirkung in der Regel erst nach mehrfacher Anwendung. Die Brennnesseljauche wirkt übrigens nicht nur äußerlich gegen Blattläuse, sondern stärkt die Pflanze auch von innen. Hierdurch wird einem erneuten Blattlausbefall der Pflanzen vorgebeugt.

Natürliche Blattlausbekämpfung mithilfe von ölhaltigen Spritzmitteln

Ein Gärtner, der sich das Ansetzen von Brennnesselsud ersparen möchte, findet im Gartenfachhandel neben den chemischen Pestiziden auch rein natürliche Spritzmittel gegen Blattläuse. Diese Produkte enthalten zumeist verschiedene rein natürliche Öle, welche nach dem Besprühen einen dünnen Film auf den Pflanzen bilden. Die unter diesem Film befindlichen Blattläuse ersticken in der Regel binnen kürzester Zeit. Jedoch muss das Besprühen der Pflanzen nach einem Regenguss unbedingt wiederholt werden. Die nachweislich wirkungsvollsten natürlichen Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse sind Produkte mit Rapsöl oder Niemöl. Diese ölhaltigen Mittel können auch gegen weitere Schädlinge im Garten eingesetzt werden. Zumeist geben die Etiketten der Produkte genau Auskunft darüber, gegen welche Schädlinge sie besonders wirksam sind.

Hilfe! Schildläuse! Was kann ich tun?

Auch Schildläuse können im Garten ein ernstes Problem darstellen. Diese Schädlinge gehören ebenfalls der Familie der Sternorrhyncha (Pflanzenläuse) an und ernähren sich dementsprechend von Pflanzensäften. Die Schildlaus besitzt die Fähigkeit, sich mithilfe von einem speziellen Wachssekret abzukapseln, wodurch diese Schädlinge eine sehr hohe Resistenz gegen Pflanzenschutzmittel und Fressfeinde aufweisen. Auch diese Tiere besitzen – wie ihre Verwandten, die Blattläuse – einen Saugrüssel, mit welchem sie zarte Pflanzentriebe und Blätter anstechen, um an den Saft zu gelangen. Durch dieses Anstechen und durch die zeitgleiche Abgabe von einem Gift verursachen die Schildläuse bei einem starken Befall erhebliche Schäden an einer Pflanze, die bis zum vollständigen Verwelken führen können.

Einzelne Blätter mit Alkohol und Schmierseife abtupfen

Steht der Schildlausbefall noch am Anfang, so ist schnelles Handeln angeraten. Die Experten raten in vielen Fällen, gegen diese Schädlinge mit einer Mischung aus Alkohol und Schmierseife vorzugehen. Eine Lösung mit diesen beiden Inhaltsstoffen wird von Hand auf die einzelnen befallenen Blätter der Pflanze getupft. Dies kann sich als mühsam erweisen, doch ist dieses Vorgehen recht effektiv. Auch ein nikotinhaltiger Sud, der aus Tabak hergestellt wird, erweist sich bei dieser Methode als wirksam.

Für die Herstellung der Alkohol-Schmierseifen-Lösung benötigen Sie 30 ml Spiritus und ca. 30 g Schmierseife auf zwei Liter warmes Wasser. Diese Mischung sollten Sie vor dem Einsatz ungefähr eine halbe Stunde ziehen lassen.

Für den Nikotinsud nehmen Sie ungefähr 200 Gramm Tabak auf einen Liter heißes Wasser. Diese Mischung sollte man vor der Verwendung ungefähr eine Stunde stehen und abkühlen lassen.

Farnkraut als Mittel der Wahl bei starkem Schildlausbefall

Weisen die Pflanzen bereits einen sehr starken Schildlausbefall auf, so bietet sich das Farnkraut (Aspidium filix-mas) sehr gut an. Diese Pflanze findet sich in vielen Wäldern, an Bächen oder eventuell sogar im eigenen Garten. Aus dem frischen Farnkraut stellt der Gärtner einen Sud her, den er über die gesamten befallenen Pflanzen ausbringt. Zumeist ist es empfehlenswert, die Prozedur mehrfach zu wiederholen. Der Farnkrautsud ist übrigens auch sehr gut bei von der Schildlaus befallenen Obstbäumen einsetzbar.
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Zur Herstellung des Farnkrautsuds 100 Gramm frisches Farnkraut mit einem Liter Wasser ansetzen. Den Sud mehrere Stunden ziehen lassen und gleichmäßig auf die befallenen Pflanzen sprühen.

Was kann man gegen Schnecken tun?

Schnecken können sich zu einem wahren Albtraum im Garten entwickeln, da diese Weichtiere in den meisten Regionen in sehr großer Anzahl auftreten. Schnecken laben sich an allen erdenklichen Pflanzen und fressen diese mitunter bis auf das letzte Blatt. Häufig wird gegen Schnecken das allgemein bekannte Schneckenkorn empfohlen. Schneckenkorn erweist sich zwar als recht effektiv, doch enthalten diese Mittel die verschiedensten chemischen Substanzen, welche nicht unbedingt ungefährlich sind. So können beispielweise Igel, die eine durch Schneckenkorn kontaminierte Schnecke fressen, an diesen Stoffen qualvoll verenden. Zudem gelangen die Inhaltsstoffe auch in den Boden und können diesen langfristig belasten. Zum Glück finden sich auch gegen Schnecken recht effektive Mittel, sodass man auf den Einsatz von chemischem Schneckenkorn verzichten kann.

Der Schneckenzaun – Schnecken einfach den Weg versperren

Eine für die Natur sehr schonende Methode gegen Schnecken stellt der Schneckenzaun dar. Schneckenzäune finden sich in jedem gut sortierten Gartenfachhandel. Ein Schneckenzaun wird rund um das Beet aufgestellt und hindert die Tiere daran, an die Pflanzen zu gelangen. Die Schnecken sind nicht in der Lage, über die speziell konstruierten Schneckenzäune zu klettern und werden auf diesem Weg daher vom Beet ferngehalten. Zwar sind Schneckenzäune nicht die günstigste Lösung für die Schneckenbekämpfung, doch kann die Anschaffung der Zäune als dauerhafte Investition angesehen werden. Schneckenzäune lassen sich jedes Jahr aufs Neue verwenden und bieten einen hervorragenden Schutz gegen Schnecken.

Die Bierfalle gegen Schnecken – ein traditionelles Hausmittel

Die Bierfalle stellt wohl eines der bekanntesten und traditionsreichsten Mittel gegen Schnecken dar. Bierfallen werden zumeist rund ums Beet und auch im Beet verteilt. Beispielsweise eignen sich hierfür Joghurtbecher recht gut, die eingegraben und zur Hälfte mit Bier gefüllt werden. Die Schnecken werden von dem Bierdurft wie magisch angezogen und beim Versuch, an das leckere Gebräu zu gelangen, stürzen die Weichtiere in die Bierfalle und ertrinken dort. Doch müssen Bierfallen natürlich regelmäßig wieder aufgefüllt werden, um die Schnecken dauerhaft von den Pflanzen fernzuhalten.

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Fazit zur natürlichen Schädlingsbekämpfung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um den Schädlingen im Garten auf natürlichem Wege zu Leibe zu rücken. Jedem ökologisch denkenden Gartenfreund ist es daher anzuraten, erst einmal von der Nutzung von chemischen Pestiziden abzusehen und sich lieber für eine natürliche und ökologisch einwandfreie Schädlingsbekämpfung zu entscheiden. Die Natur und auch die eigene Gesundheit werden es danken!

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