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Leasing oder Finanzierung – Welches Variante passt wann am besten?

Bei der Anschaffung eines neuen Wagens haben Sie verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten. Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab.

Ein neues Auto muss her

Egal, ob das alte Auto nicht mehr funktioniert oder ob es einfach Zeit für einen neuen Wagen wird: Die Frage nach der richtigen Finanzierung ist eine wesentliche. Zwar ist Barzahlung aufgerechnet immer noch der günstigste Weg, zu einem neuen Auto zu kommen, sie kann jedoch aus unterschiedlichen Gründen von vornherein wegfallen. Auch, wenn Geld in Form von Spareinlagen vorhanden ist, kann sich eine Kredit- oder Leasingfinanzierung dennoch eher lohnen als das Auflösen der Spareinlage. Kommt eine Barzahlung aus welchen Gründen auch immer nicht infrage, bleiben also immer noch Finanzierung und Leasing. Laut einer Statistik der DAT aus dem Jahr 2012 entscheidet sich ein Großteil der Autokäufer für eine dieser beiden Möglichkeiten, wenn ein neuer Wagen her muss. Finanzierung und Leasing unterscheiden sich jedoch grundlegend voneinander und sind daher nicht für jeden gleich gut geeignet.

So funktioniert eine Finanzierung

Bei einer Finanzierung stellt Ihnen ein Darlehensgeber – in diesem Fall meist eine Bank – einen vertraglich festgelegten Geldbetrag zur Verfügung. Diesen sowie einen bestimmten Zins müssen Sie im vereinbarten Zeitraum an den Darlehensgeber zurückbezahlen. Zusätzlich zum vereinbarten Kaufpreis für das Fahrzeug kommen also noch die Zinsen zum endgültig zu bezahlenden Betrag hinzu. Dieser Zinssatz kann unterschiedlich hoch ausfallen, weshalb Sie hier unbedingt verschiedene Kreditangebote miteinander vergleichen sollten.
Am Ende einer Kreditfinanzierung steht in der Regel der Eigentumserwerb. Dies unterscheidet die Finanzierung bereits grundlegend vom Leasing.

So finden Sie den günstigsten Kredit

Bei der Kreditfinanzierung eines Autos haben Sie die Wahl zwischen der Hausbank und einem unabhängigen Kreditinstitut. Neben unterschiedlich hohen Zinssätzen haben beide Möglichkeiten Vor- und Nachteile, die Sie in Ihrem individuellen Fall miteinander vergleichen sollten. Gute Gründe für einen Kredit bei Ihrer Hausbank:
– Sie bekommen einen Kredit, ohne eine Anzahlung leisten zu müssen.
– Sie gelten im Autohaus als Barzahler und genießen die entsprechenden Konditionen.
– Sie haben die Möglichkeit, Sondertilgungen zu tätigen.
Herstellerbanken locken oftmals durch attraktive Sonderkonditionen wie beispielsweise eine Null-Prozent-Finanzierung. Welchem Kreditinstitut Sie den Vorzug geben sollten, kann nicht pauschal beantwortet werden. Sie sollten auf jeden Fall alle infrage kommenden Optionen miteinander vergleichen, um so die für Ihre individuelle Situation günstigste zu finden.

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Klassischer Kredit mit Ratenfinanzierung

Hierbei handelt es sich um das altbekannte Kreditmodell. Sie leisten eine Anzahlung und zahlen dann den Kreditbetrag in monatlichen Raten zurück. Je höher die geleistete Anzahlung und die vereinbarte Laufzeit sind, desto niedriger sind die monatlichen Kreditraten. Umgekehrt gilt: je niedriger die Anzahlung und je kürzer die Laufzeit, desto höher die monatlich zu leistenden Raten. Das heißt, je länger der Kredit läuft, umso teurer wird er.
Die übliche Laufzeit für einen Autokredit liegt zwischen drei und fünf Jahren. Eine längere Laufzeit bedeutet nicht nur höhere Kreditkosten, sondern erhöht auch das Risiko unvorhergesehener Schwierigkeiten. So kann es zum Beispiel durch Arbeitsplatzverlust, Scheidung oder Krankheit zur Zahlungsunfähigkeit kommen.

Der Drei-Wege-Kredit

Die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung überzeugt mit besonders hoher Flexibilität sowie niedrigen Monatsraten. Am Ende der vereinbarten Laufzeit steht eine Schlussrate. Deren Höhe entspricht dem aktuellen Zeitwert des Fahrzeugs. Hier stehen Ihnen jedoch mehrere Möglichkeiten offen:
– Sie begleichen die Schlussrate und das Fahrzeug geht in Ihr Eigentum über.
– Sie wandeln die Schlussrate in eine Anschlussfinanzierung um.
– Gibt es eine Rückkaufvereinbarung mit dem Händler, können Sie das Fahrzeug auch zurückgeben.
Obwohl die Monatsraten bei dieser Finanzierungsvariante sehr niedrig ausfallen, wird dieser Vorteil durch die im Vergleich zum normalen Ratenkredit relativ hohen Zinsen wieder ausgeglichen.

Die Ballonfinanzierung

Sollten Sie in vorhersehbarer Zeit eine größere Geldsumme erwarten, ist die Ballonfinanzierung vielleicht etwas für Sie. Sie ist durch eine hohe Schlussrate, den sogenannten Ballon, gekennzeichnet. Diese wird am Ende der Laufzeit beglichen. Dadurch sind niedrige Monatsraten möglich. Zudem entfällt meist auch eine Anzahlung.

Rechtliches zur Kreditfinanzierung

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Ihren Fahrzeugkredit anteilig oder auch ganz zurückzubezahlen. Die Bank hat unter bestimmten Bedingungen das Recht, Ihren Kreditvertrag zu kündigen. Dieser Fall tritt zum Beispiel ein, wenn Sie mit zwei aufeinanderfolgenden Raten mit mindestens fünf Prozent des Nennbetrages in Verzug sind. Die Frist für die Begleichung liegt bei zwei Wochen. In besonderen Fällen ist auch eine fristlose Kündigung möglich.

Leasing

Bei einem Leasingvertrag handelt es sich um einen Miet- und nicht um einen Kaufvertrag. Das Fahrzeug wird Ihnen lediglich zum Gebrauch überlassen, ein Übergang in Ihr Eigentum ist nicht vorgesehen. Nach dem Ablauf des Leasingvertrages wird das Fahrzeug an den Händler zurückgegeben.

So funktioniert Leasing

Beim Leasing kauft eine Leasinggesellschaft jenes Fahrzeug, das Sie sich ausgesucht haben, und Sie leasen dieses dann von der Gesellschaft zurück. Sie schließen also nicht mit dem Händler, sondern mit der Leasinggesellschaft einen Vertrag ab.
Von der Abwicklung her ähnelt ein Leasing der Kreditfinanzierung. Zu Beginn ist eine Anzahlung zu leisten, dann folgen die monatlichen Leasingraten. Die Laufzeit ist ebenso wie bei der Kreditfinanzierung variabel. Anders als bei der Kreditfinanzierung steht am Ende des Leasingvertrages aber eine Restwertzahlung. Bei dieser handelt es sich um die Differenz zwischen kalkuliertem Restwert und dem tatsächlichen Fahrzeugwert.

Handelt es sich um einen Vertrag mit Andienungsrecht, kann die Leasinggesellschaft den Leasingnehmer am Ende der Vertragslaufzeit dazu verpflichten, das Fahrzeug anzukaufen, sollte der tatsächliche Restwert niedriger sein als der kalkulierte. Im Gegensatz dazu hat der Leasingnehmer keinen Anspruch auf einen Ankauf des Fahrzeugs sowie eine Auszahlung des Mehrerlöses, sollte der tatsächliche Restwert höher sein als der kalkulierte.

Das Kilometerabrechnungsmodell als Alternative zum Restwertmodell

Dient die Gesamtkilometerleistung als Grundlage der Berechnung der Leasingraten, spricht man vom Kilometerabrechnungsmodell. Die Restwertzahlung entfällt, dafür sind die allgemeinen Leasingkosten insgesamt höher. Hierbei wird nicht nur eine feste Vertragslaufzeit festgelegt, sondern auch eine bestimmte maximale Kilometerleistung. Wird die vereinbarte Kilometerleistung überschritten, sind daher neben den monatlichen Leasingraten auch Sonderzahlungen zu leisten. In vielen Fällen wird jedoch im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung ein bestimmter Freibetrag vereinbart. Gibt es keinen Freibetrag oder wird auch dieser überschritten, müssen Sie mit Mehrkosten von rund 10 Cent pro gefahrenen Kilometer rechnen.

Kreditfinanzierung oder Leasing? – Hier finden Sie noch einmal alle wichtigsten Punkte im Überblick:

Kreditfinanzierung:
– Das Fahrzeug geht am Ende des Kreditvertrages in Ihr Eigentum über.
– Sie haben sehr flexible Vertragslaufzeiten. Durch längere Laufzeiten werden die monatlichen Raten niedriger.
– Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie den Kreditvertrag auch kündigen. Dies ist vor allem wichtig, da es immer zu plötzlichen Änderungen der Lebenssituation kommen kann.
– Wenn Sie über Ihre Hausbank finanzieren, können Sie die Vorteile von Barzahlern genießen.

Leasing:
– Leasing ist für Geschäftsleute besonders attraktiv, da diese die Leasingkosten steuerlich geltend machen können.
– Im Vergleich zur Kreditfinanzierung fallen für Leasing eine niedrigere Anzahlung sowie niedrigere Monatsraten an.
– Demgegenüber steht beim Restwertleasing die schwer kalkulierbare und oft unvorhergesehen hohe Restwertzahlung.
– Um einer hohen Restwertzahlung zu entgehen, muss das Fahrzeug sehr gut gepflegt werden. Ebenso dürfen keine Umbauten am Fahrzeug durchgeführt werden.
– Der Leasingvertrag ist nicht kündbar. Daher sollten Sie vor der Unterzeichnung eines solchen Vertrages gut überlegen, ob Sie die Leasingraten auch unter anderen Lebensumständen weiterzahlen könnten.

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Fazit

Finanzierung und Leasing sind überaus populär in Deutschland. Während am Ende der Kreditfinanzierung der Eigentumserwerb steht, handelt es sich beim Leasing lediglich um eine Gebrauchsüberlassung. Haben Sie vor, ein Auto länger zu fahren, ist eine Kreditfinanzierung die bessere Wahl für Sie. Möchten Sie das Auto ohnehin nach Ablauf der Vertragslaufzeit zurückgeben, kann auch Leasing eine interessante Option sein. Geschäftsleute können Leasingraten zudem von der Steuer absetzen. Dafür muss auf das geleaste Fahrzeug auch besonders achtgegeben werden, um die Restwertzahlung nicht in die Höhe zu treiben.

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