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Wunschtraum Heimkino: Was beim Beamer-Kauf zu beachten ist

Mit einem Videobeamer kommt daheim echtes Kinofeeling auf – sofern vor dem Kauf einige Punkte berücksichtigt werden, um den besten Projektor für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Kinoerlebnis im eigenen Wohnzimmer

Großes Kino in den eigenen vier Wänden wird immer günstiger. Hochauflösende Videobeamer sind mit etwas Geduld schon recht preiswert zu finden. Damit Sie aber nicht einfach nur das nächstbeste Schnäppchen erwerben, sollten Sie sich vorher Gedanken darüber machen, was Ihr Beamer leisten muss, damit Sie das Erlebnis zuhause voll genießen können. Wenn Sie sich frühzeitig überlegen, auf welche Aspekte es bei Ihnen ankommt, können Sie ganz gezielt bei günstigen Gelegenheiten zugreifen.
Selbst wenn Geld eine untergeordnete Rolle spielt und Sie auf der Stelle das beste verfügbare Gerät erwerben möchten, wollen Sie unnötige und teure Fehlinvestitionen sicher vermeiden. Es lohnt sich daher allemal, vor dem Kauf einen näheren Blick auf die Technik zu werfen. Doch bevor es um die Geräte geht, soll erst einmal die grundlegende Frage geklärt werden: Wann ist der Beamer einem großen Flachbildschirm überhaupt überlegen?

Flatscreen vs. Beamer: Wann sind die Videoprojektoren im Vorteil?

Flachbildschirme werden laufend billiger – auch in den XXL-Ausführungen. Bildschirmdiagonalen von 1,5 Metern sind schon für weniger als eintausend Euro erhältlich. Erst, wenn es deutlich mehr sein soll, steigen die Preise für Flatscreens überproportional an: Dann schlägt die Stunde der Videoprojektoren. Gute Geräte sind zwar meist nicht billig, aber mit ihnen lassen sich enorme Bilddiagonalen erzielen. Bei drei Metern Abstand zwischen Beamer und Leinwand ist eine Bilddiagonale von zwei Metern normal. Wird der Abstand auf vier Meter erhöht, können es bereits knapp drei Meter werden – bei ein und demselben Gerät.
Außerdem gilt natürlich, dass Sie mit einem Videobeamer dem „echten“ Kinofeeling stets am nächsten kommen – schlicht und einfach, weil im Grunde dieselbe Technik wie im Kino eingesetzt wird. Für Cineasten führt daher beim Aufbau eines Heimkinos ohnehin kein Weg am Beamer vorbei.
Ein Nachteil von Beamern gegenüber Flachbildschirmen ist allerdings ihre schwächere Leuchtkraft. Um bei helllichtem Tag ein kraftvolles Bild an die Wand zu werfen, muss es schon ein sehr leuchtstarkes Gerät sein – und diese (teuren) Modelle sind wiederum meist nicht in der Lage, gute Kontrastwerte zu erzielen (Farben wirken oft ausgewaschen). Daher ist es bei Beamern generell empfehlenswert, sie in gut abgedunkelten Räumen einzusetzen.

Am Anfang steht die Wahl des Raums

Damit ein Beamer ein gutes Bild liefert, muss auch die Raumumgebung stimmen.
Wichtig ist zum einen eine freie Wandfläche, an welcher die Leinwand für den Beamer ausgebreitet wird. Eine Zimmerwand ist meist keine gute Projektionsfläche, denn sie ist oft nicht reinweiß und besitzt eine Oberflächenstruktur. Beides irritiert beim Filmschauen, weshalb eine zusätzliche Leinwand erforderlich ist. Ausziehbare Leinwände zur Befestigung an der Decke sind nicht sonderlich teuer und stören optisch auch kaum. Zum anderen sollte ein ausreichender Abstand zwischen Projektor und Bildfläche liegen, um einen möglichst großen Bilddurchmesser erzielen zu können.
Zuletzt sollte sich der Raum gut und ohne große Mühe abdunkeln lassen, um kontrastreiche Bilder auf der Leinwand zu erhalten und zudem die richtige Atmosphäre aufkommen zu lassen. Mitunter ist etwas Möbelrücken erforderlich, um diese Bedingungen zu schaffen. Es bietet sich aber in jedem Fall an, sich vorzeitig Gedanken über den späteren Einsatzort des Beamers zu machen. Denn wer beispielsweise von vornherein weiß, dass der maximale Abstand zwischen Beamer und Leinwand drei Meter betragen darf, der kann die Beamerauswahl auf entsprechende, oft vergleichsweise günstige, Geräte eingrenzen.

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Beamertechnik im Fokus: Leuchtstärke, Kontrastverhältnisse und Lichtquellen

Eine wichtige Kenngröße in Bezug auf Videoprojektoren ist die Leuchtstärke – angegeben in ANSI-Lumen. Tageslichtfähige Geräte für den Büroeinsatz oder in Schulen besitzen Werte um die 3000 ANSI-Lumen. Mit ihnen lassen sich allerdings meist keine allzu guten Kontrastwerte erzielen – Schwarz sieht dann nicht aus wie Schwarz, sondern eher wie Dunkelgrau. Auskunft über den Kontrastwert gibt das Verhältnis zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt, den ein Gerät darstellen kann – bei tageslichtfähigen Projektoren in hellen Räumen liegt er meist bei 2000:1 (die meist viel höheren Herstellerangaben beziehen sich auf den Einsatz in abgedunkelten Räumen).
Fürs Heimkino ideal erscheinen Beamer mit 2000 oder weniger ANSI-Lumen, die in dezent abgedunkelten Räumen Kontrastwerte von 10.000:1 und mehr erreichen. Sie ermöglichen dynamische Bilder und lebendige Farben – darauf kommt es beim Filmgenuss ja nicht zuletzt an.

Als Lichtquelle werden bei Beamern zwei verschiedene Techniken eingesetzt. Günstige Geräte verwenden DLP-Lampen, die sehr gute Reaktionszeiten aufweisen – auch bei rasanten Szenen entstehen keine „Geisterbilder“. Allerdings kommt es in den Bildrandbereichen manchmal zu einem so genannten Regenbogeneffekt – schillernde Stellen an den Bildrandbereichen, die für einen unangenehmen Seheindruck sorgen. Der Effekt tritt allerdings nicht bei allen Menschen gleichermaßen auf. Um herauszufinden, ob Sie selbst ihn bemerken, sollten Sie sich daher testweise einmal diverse DLP-Beamer im Geschäft vorführen lassen. Die Lampen in DLP-Beamern müssen zudem nach wenigen tausend Betriebsstunden gewechselt werden – wie normale Glühbirnen brennen sie irgendwann durch.
Langlebiger, aber in der Anschaffung teurer, sind LCD- oder LED-Beamer. Sie sind sehr kompakt, tendenziell aber etwas weniger leuchtstark und reaktionsschnell als die DLP-Geräte. Aufgrund ihres niedrigen Gewichts können sie leicht transportiert werden – etwa zum privaten Public Viewing in den eigenen Garten. Die Lebensdauer der Leuchteinheit liegt bei mehreren zehntausend Betriebsstunden.

Weitere Aspekte: Auflösung, 3D-Fähigkeit, Anschlüsse und Montage

Ein weiteres Kriterium beim Beamerkauf ist die Bildauflösung. Sie gibt an, wie viele einzelne Bildpunkte (auch Pixel genannt) dargestellt werden. Je höher die Auflösung ist, desto schärfer gezeichnet wirken (Video-)Bilder auf den Betrachter, und desto besser lassen sich Details erkennen. Derzeit ist die sogenannte Full-HD-Auflösung das Maß aller Dinge: Sie entspricht 1920 mal 1080 Bildpunkten. Full-HD-Beamer sind (noch) recht teuer, aber nur mit ihnen lässt sich die aktuell bestmögliche Bildqualität aus einem Blu-Ray-Film herausholen.
Mittlerweile sind sogar schon Beamer mit der noch höheren 4K-Auflösung erhältlich. Sie liegt bei 3840 mal 2160 Pixeln und ermöglicht noch schärfere Bilder bei noch größeren Bilddiagonalen. Allerdings gibt es derzeit noch kein Medium für den Privatgebrauch, auf dem sich die immense Datenmenge für einen zweistündigen Spielfilm in 4K-Qualität unterbringen ließe. Daher besteht absolut keine Notwendigkeit, sich jetzt schon ein 4K-Gerät anzuschaffen. 4K hat allerdings durchaus auch heute schon einen Vorteil: Hochwertige Full-HD-Beamer werden durch die neue Spitzentechnik deutlich günstiger.

Wer Wert auf dreidimensionales Heimkinovergnügen legt, benötigt zudem einen 3D-fähigen Beamer und passende 3D-Brillen. Zur Wahl stehen Geräte mit aktiver und passiver 3D-Technik. Für die aktive Variante werden mechanische, batteriebetriebene Brillen eingesetzt, bei denen in schneller Abfolge jeweils ein Auge verdeckt wird. Der Beamer muss hierzu nicht viel leisten, und die volle Bildauflösung steht zur Verfügung. Entsprechend bieten schon sehr günstige Beamer aktive 3D-Wiedergabe. Allerdings sind die passenden 3D-Brillen relativ schwer und auch teuer.
Bei passivem 3D werden dagegen zeitgleich und leicht versetzt zwei Bilder auf die Leinwand geworfen. Diese werden durch eine simple Brille mit Polfiltern – exakt wie im Kino – betrachtet, wodurch sich der 3D-Eindruck ergibt. Der Vorteil hierbei sind die günstigen und leichten Brillen. Allerdings muss das Gerät eine höhere Bildwiederholrate aufweisen und zudem Full-HD-fähig sein, was entsprechend teuer wird. Die Bildschirmauflösung reduziert sich effektiv um die Hälfte, weil ja zwei Bilder gleichzeitig dargestellt werden müssen.

Ein oft nur unzureichend beachteter Aspekt beim Beamerkauf sind die verfügbaren Anschlüsse. Für die unkomplizierte Verbindung mit einem Blu-Ray-Player sollte das Gerät auf jeden Fall einen HDMI-Anschluss bereitstellen. Wer zudem eine Verbindung mit dem PC oder älteren Geräten wie etwa klassischen Spielkonsolen wünscht, sollte zudem auf ein Gerät mit VGA-, DVI- bzw. Cinch-Anschluss zurückgreifen oder entsprechende Adapter gleich mitkaufen.
Noch ein kurzes Wort zur Montage: Zum Anbringen von Beamer und Leinwand an der Decke muss in der Regel gebohrt und geschraubt werden. Um zu verhindern, dass der teure, neue Beamer bei der Selbstmontage zu Schaden kommt, sollte im Zweifelsfall ein Handwerker mit der Installation betraut werden.

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Fazit: Über viele Entscheidungen zum großen Ziel

Cineasten wird es wahrlich nicht leicht gemacht, sich das Kinovergnügen nach Hause zu holen. In Bezug auf Beamer gibt es viele Varianten, die sich eignen – und jede hat Vor- und Nachteile.
Nachdem Sie sich nun über die verschiedenen Bereiche im Überblick informiert haben, können Sie allerdings deutlich gezielter vorgehen. Sie können sich nun selbstständig im Internet weiter über Themen informieren, die Ihnen besonders wichtig sind – beispielsweise über 3D-Techniken.
Oder Sie wenden sich direkt an den Fachmann im Elektrogeschäft, dem Sie aufgrund Ihres Vorwissens nun ganz präzise Fragen stellen können. Beide Wege ermöglichen Ihnen zufriedenstellende Kaufentscheidungen, durch die Sie dem Traum vom Heimkino gezielt näher kommen.

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