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Wohnmobile Kaufen oder Mieten – beides hat Vor- und Nachteile

Der besondere Reiz an einem Urlaub mit Wohnmobil ist die absolute Unabhängigkeit. Doch lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs oder ist Mieten die bessere Alternative?

Kauf oder Miete – die Reise mit dem Wohnmobil

Wenn Sie erstmals einen Urlaub mit einem Wohnmobil planen, sollten Sie auf jeden Fall mieten. Nur so haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, ob Ihnen diese Form des Reisens liegt oder ob Sie eher der Typ für Hotel oder Ferienwohnung sind. Bei großen und/oder internationalen Caravanvermietern steht Ihnen eine breite Palette an Modellen zur Verfügung, vom kleinen, einfach ausgestatteten Bus bis zum Luxuswohnmobil. Regionale Anbieter verfügen in der Regel über eine nicht so große, aber dennoch ausreichende Auswahl.

Wohnmobilmiete – nicht nur für die erste Reise interessant

Wie bei einem Hotel gilt auch für Wohnmobile und Camper: In der Hauptsaison liegen die Preise deutlich höher als in der Neben- oder Nachsaison. Da diese Form des Reisens immer beliebter wird, macht es durchaus Sinn, sich rechtzeitig nach einem passenden Modell umzusehen. Bei einer frühen Buchung sparen Sie so oftmals den saisonalen Aufschlag und haben außerdem noch die Wahl zwischen einer Vielzahl von Fahrzeugen. Die Kosten für das mobile Hotel ähneln in Abhängigkeit von Ausstattung und Fahrzeugart denen einer Ferienwohnung. Die Faustregel sagt, innerhalb Deutschlands bewegt sich die Preisspanne je nach Typ, Grundriss und Inhalt zwischen 80 Euro und 140 Euro pro Tag, Luxusmodelle liegen entsprechend höher. Mieten Sie im Ausland, kann es sein, dass für einen gleichwertigen Camper eine höhere Gebühr als in Deutschland anfällt.

Was ist in der Leihgebühr enthalten?

Die Fahrzeuge sind normalerweise komplett ausgestattet, nur für Geschirr, Bettwäsche und Handtücher müssen Sie selbst sorgen. Außerdem kommt in der Regel die Leihgebühr für ein Vorzelt, einen Sonnenschirm und Campingmöbel hinzu. Achten Sie bei der Wahl Ihres Wohnmobils zudem auf Servicekosten wie Reinigung und Gas, bei einigen Anbietern sind diese Posten im Mietpreis enthalten, andere stellen sie separat in Rechnung. Für Treibstoff, Campingplatzgebühren, Maut und Ähnliches müssen Sie generell selbst aufkommen. Einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor stellt die Überziehung der Freikilometer dar, auch hier ist die Preisspanne groß. Insbesondere bei einer Rundreise entstehen Ihnen schnell hohe Zusatzgebühren, deshalb planen Sie besser direkt einige Kilometer mehr ein.

Der Unfallschutz – nicht nur im Ausland wichtig

Grundsätzlich enthält die Mietgebühr die Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug sowie eine Vollkaskoversicherung mit relativ hoher Selbstbeteiligung. Durch eine Zuzahlung haben Sie jedoch oftmals die Chance, die hohe Selbstbeteiligung zu reduzieren. Gerade bei der Versicherung sollten Sie auf keinen Fall sparen, ein Schaden am Leihfahrzeug ist schnell verursacht.

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Sonstige Gebühren beim Caravanverleih

Beabsichtigen Sie Ihr Haustier mit auf die Reise zu nehmen, müssen Sie das mit dem Vermieter im Vorfeld klären. Die Kosten für die Desinfektion und Innenreinigung können sich dadurch erhöhen. Für einen Defekt an der Elektrik oder Gasanlage stellt Ihnen die Verleihfirma normalerweise eine Hotline zur Verfügung, die Reparatur trägt generell auch der Vermieter. Sie sind jedoch angehalten, sich im Schadensfall gleich bei ihm zu melden, weil er sonst nicht verpflichtet ist, von Ihnen geleistete Zahlungen zu ersetzen.
Auf Campingplätzen gibt es häufig Fachleute, die Ihnen bei kleineren Problemen helfen. Die Mitgliedschaft in einem Automobilklub ist ebenfalls sinnvoll. Sehen Sie sich gezwungen, die Reise abzusagen, fallen Stornierungskosten an. Eine Reiserücktrittsversicherung bewahrt Sie vor diesen Kosten.

Grundsätzliches zur Miete

Bedenken Sie, dass für das Anmieten eines Fahrzeugs immer eine Kaution zu hinterlegen ist. In Deutschland können Sie bei einigen Verleihfirmen den Betrag in bar zahlen, in der Regel wird jedoch sowohl in Deutschland als auch im Ausland die Kreditkarte gefordert. Müssen Sie für das Ausleihen eines Campers extra eine Kreditkarte anschaffen, sollten Sie die Kosten dafür ebenfalls nicht vergessen. Achtung: Der Fahrer eines Leihwohnmobils muss mindestens 21 Jahre, in vielen Ländern sogar 25 Jahre alt sein.

Die Kosten für eine Caravanmiete in der Zusammenfassung:

– Fahrzeugmiete
– Vorzelt, Campingausrüstung
– Innen- und Außenreinigung
– Gas
– Treibstoff
– Campingplatzgebühren
– Überziehung der Freikilometer
– Selbstbeteiligung im Schadensfall
– Sonderreinigung bei der Mitführung eines Haustiers
– Stornokosten
– Anschaffung einer Kreditkarte

Kosten für das eigene Wohnmobil

Keine Frage, das eigene Wohnmobil hat durchaus seine Vorteile. So sind Sie unabhängig von der Reisezeit, können das Fahrzeug nach eigenem Geschmack und Geldbeutel ausrüsten sowie spontan in den Urlaub oder ins Wochenende aufbrechen. Kosten für Miete und Überziehung der Freikilometer, Mietgebühren für Sonderausstattungen sowie Reinigungskosten entfallen. Doch lohnt sich ein Kauf wirklich?

Steuern und Versicherung – das kommt auf Sie zu

Neben den Anschaffungskosten für das Fahrzeug fallen eine Reihe weiterer Kosten an, die in der Summe einen nicht zu unterschätzenden Betrag ergeben. Nach dem Kauf eines Wohnmobils müssen Sie es als Erstes anmelden und sich ein Nummernschild besorgen. Bei der Anmeldung selbst haben Sie die Wahl zwischen Saisonkennzeichen und Dauerkennzeichen. Nutzen Sie das Saisonkennzeichen, zahlen Sie etwas weniger Kfz-Steuer und eine verminderte Haftpflichtversicherung. Dafür besteht jedoch die Pflicht, das Fahrzeug während der Abmeldezeit auf einem abgeschlossenen Gelände unterzubringen. Das heißt, verfügen Sie nicht über ein eigenes Grundstück, fallen Unterstandsgebühren an. Lassen Sie den Camper über das Jahr angemeldet, zahlen Sie mehr Steuern und Versicherung, bleiben jedoch flexibel. War das Fahrzeug länger als eineinhalb Jahre abgemeldet, verlangt der Gesetzgeber eine Neuzulassung mit Abnahme durch den TÜV. Vergessen Sie bei einem Saisonkennzeichen die rechtzeitige Ummeldung, verlieren Sie zudem den aktuellen Schadensfreiheitsrabatt.

Unterschätzer Mehraufwand für Wartung und Pflege

Einen weiteren, gerne unterschätzten Kostenpunkt stellen Wartung und Pflege dar. Der Gesetzgeber verpflichtet jeden Wohnmobilbesitzer, alle zwei Jahre eine TÜV-Untersuchung durchführen zu lassen. Größere Schäden gehen hier richtig ins Geld, Kleinreparaturen summieren sich. Aus Sicherheitsgründen ist es zudem unumgänglich, dass Sie alle mit Gas betriebenen Geräte in Ihrem Fahrzeug regelmäßig von einem Fachmann warten lassen. Egal ob Sie den Camper nur für eine Fahrt nutzen oder laufend mit ihm unterwegs sind, viele Campingartikel besitzen keine hohe Lebenserwartung und müssen circa alle zwei Jahre ausgetauscht werden.

Zusatzkosten für die Reise mit dem eigenen Wohnmobil

Bei einem eigenen Fahrzeug fallen während einer Reise ebenfalls Kosten an. So ist das Gas normalerweise bei einem Leihfahrzeug im Mietpreis enthalten, im eigenen Fahrzeug müssen Sie sich selbst darum kümmern. Geht Ihnen der Brennstoff im Ausland aus, kann es durchaus sein, dass Sie einen deutlich überhöhten Zins für den Austausch der Gasflasche zahlen. Mieten Sie beispielsweise einen Camper in Österreich oder Italien, ist das Fahrzeug in der Regel mit einer Vignette für die Nutzung der Autobahnen versehen. Fahren Sie mit dem eigenen Wohnmobil, müssen Sie diese gesondert anschaffen. Zudem sollten Sie Mitglied in einem Automobilklub sein, da im Schadensfall kein Vermieter für die Kosten des Abschleppens und/oder die Rückführung zum Heimatort aufkommt.

Kosten, die immer anfallen

Unabhängig von Miete oder Eigentum eines Wohnmobils sind Aufwendungen wie Treibstoff, Campingplatzgebühren und Verpflegung. Dennoch macht es Sinn, diese Posten für ein realistisches Vergleichsszenarium in Ihre Berechnungen einfließen zu lassen. Legen Sie die Kosten für das eigene mobile Hotel auf mindestens fünf und maximal zehn Jahre um. Bedenken Sie dabei, dass sich im Laufe der Jahre die Instandhaltungskosten erhöhen und der Wert des Fahrzeugs mit jedem gefahrenen Kilometer sinkt.

Die Aufwendungen für ein eigenes Wohnmobil in der Zusammenfassung

– Anschaffungskosten
– Anmeldegebühren
– Kennzeichen
– Unterstand
– Versicherung
– TÜV (alle zwei Jahre)
– Austausch von Campingausstattungen (circa alle zwei Jahre)
– Gas
– Wartung der Anlage
– Vignette und Ähnliches
– Reparaturen während der Reise
– Wertverlust pro gefahrenem Kilometer und altersbedingter Wertverlust
– Anstieg der Instandhaltungskosten über die Jahre

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Fazit:

Die Anschaffung und der Unterhalt eines eigenen Wohnmobils sind nicht so günstig, wie viele Enthusiasten annehmen. Wer seinen Camper nicht regelmäßig nutzt, sollte sich den Kauf gut überlegen. Eine generelle Aussage, ob Kauf oder Miete sinnvoller ist, lässt sich jedoch nicht treffen. Die individuellen Ansprüche sowie Urlaubs- und Reisegewohnheiten stehen bei der Wahl im Vordergrund. Für den ersten Urlaub im Hotel auf vier Rädern bietet die Miete auf jeden Fall die bessere Alternative.

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