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Wie das Kochen zur Wonne wird: Über die sorgfältige Planung einer neuen Küche

Egal, ob mehrköpfige Familie, Paar oder Single, die Küche bildet das Zentrum einer jeden Wohnung. Mit der richtigen Planung lassen sich Funktionalität und Gemütlichkeit in jeder Küche verbinden.



Grundüberlegungen zur Küchenplanung



Um die Freude am Kochen mit dem Genuss in geselliger Runde zu kombinieren, müssen Sie Ihre Küche an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen und im Vorfeld mit Bedacht planen. Bei Hobbyköchen respektive Küchenprofis stehen andere Kriterien im Vordergrund, als bei Menschen, für die Kochen ein reines Mittel zum Zweck ist. Überlegen Sie, wie viele Personen sich in der Regel in Ihrer Küche aufhalten, um ausreichend Platz zu schaffen. 



Selbst bei den in den 70er und 80er Jahren bevorzugten engen Schlauchküchen lässt sich oftmals noch eine bequeme Sitzgelegenheit integrieren. Beziehen Sie in Ihre Grundüberlegung die nötigen Sicherheitsanforderungen ein, beispielsweise wenn Kinder oder Tiere im Haus leben. Beachten Sie zudem die ideale Arbeitsplatzhöhe für Sie selbst beziehungsweise den derjenigen, der bei Ihnen überwiegend kocht.



Fixpunkte der Küche



Neben der Raumgröße sind die Anschlüsse für Wasser und Strom sowie die Lage von Fenstern und Türen für die Planung elementar. Strom lässt sich flexibel verlegen, bei den Wasseranschlüssen haben Sie kaum Spielraum. Möchten Sie den Herd und/oder den Backofen nicht an der vorgesehenen Stelle platzieren, muss eine Verlegung oder Verlängerung der Stromzufuhr durch einen autorisierten Handwerker, in der Regel ein Elektriker, erfolgen. 



Sowohl Herde als auch Backöfen arbeiten mit Starkstrom. Sind sie falsch angeschlossen, kann es zu Kabelbränden kommen. Die Schadensregulierung übernimmt die Versicherung in diesem Fall nur, wenn die Verlängerung/Verlegung der Stromleitung durch einen Fachmann erfolgte. Der Handel bietet Verlängerung für den Anschluss von Waschtischarmaturen, Siphon sowie Wasch- und Spülmaschinenschläuche an. Sinnvoll sind diese jedoch nicht. 



Die Auslegung der Pumpen für die Wasserzuführung und die Abwasserableitung bezieht sich auf das natürliche Gefälle. Um den Druckverlust auszugleichen, der sich im Rahmen einer Verlängerung zwangsweise ergibt, müssten Sie Zusatzpumpen anschließen.



Das richtige Messen, häufig unterschätzt



Für eine gelungene Küchenplanung benötigen Sie exakte Maße. Länge und Breite des Raums genügen in diesem Fall nicht. Neben den Anschlüssen für die Wasser- und Stromversorgung müssen Sie sowohl Vorsprünge und Ecken als auch die Lage der Türen und Fenster, inklusive deren Höhe ab Boden, berücksichtigen. In vielen Altbauten wurden die Fenster zur besseren Lichtausbeute sehr tief nach unten gezogen, sodass sich keine Möbel mehr stellen lassen. Nehmen Sie bei den Wänden das Maß nicht nur einmal an der Längsseite ab. 



Messen Sie nochmals im Abstand von circa 10 bis 20 Zentimetern zwei bis drei Mal nach. So erkennen Sie, ob die Seitenwände gerade sind oder schräg auslaufen. Ausschlaggebend für die Planung ist immer die kürzeste Strecke. Kleine Abweichungen lassen sich nach dem Aufstellen der Möbel mithilfe von Leisten kaschieren. 



Bei größeren Differenzen hilft es, die Arbeitsplatte entsprechend zuzuschneiden und die Lücke mit einer Abschlussplatte abzudecken. Gehören Sie zu den vielen Menschen, die Probleme mit dem Messen haben und Leisten beziehungsweise Abschlüssen nicht exakten zuschneiden können, sollten Sie einen erfahrenen Handwerker um Hilfe bitten. 



Kitchen project

Standardmaße von Küchenmöbeln



Die Industrie legt die Höhe der Standardmöbel auf die Durchschnittsgröße von Frauen mit 1,65 Metern und Männern mit 1,78 Metern aus. Sind Sie deutlich kleiner oder größer, wird das Kochen mit dem Standardmaß von 90 Zentimetern schnell zur Qual. Eine falsche Haltung führt zwangsweise zu Rückenschmerzen und nimmt den Spaß an der Tätigkeit. 



Achten Sie deshalb bei der Anschaffung von Küchenmöbeln stets auf höhenverstellbare Füße. Die Verstellbarkeit bewegt sich meistens um zehn Zentimeter, es gibt jedoch keine Normung. Der Spielraum bei der Höhenpassung hängt vom Hersteller ab. Gegebenenfalls können Sie einen Sockel verwenden beziehungsweise die Füße kürzen. Fußleisten kaschieren die Änderungen. Bei modernen Küchen ist der Herd oftmals abgesenkt und die Spüle etwas höher als die Arbeitsplatte eingebaut. Versuchen Sie in einer Küchenausstellung, ob sich dieses Arrangement für Sie eignet, bevor Sie Ihre Küche in dieser Form arrangieren.



In der Breite beträgt die Norm für Backöfen, Herde und Einbaukühlschränke in Deutschland 60 Zentimeter, Unterstellschränke und Hängeschränke variieren zwischen 20 Zentimetern und 120 Zentimetern. Ordern Sie Ihre Möbel im Ausland, bedenken Sie bitte, dass die Normung dort teilweise anders ist. Lassen Sie sich vor der Bestellung die genauen Maße geben, damit Sie beim Aufbau keine böse Überraschung erleben.



Das Arrangement der Küchenmöbel



Komplettküchen bestehen normalerweise aus einer Kombination von Ober- und Unterschränken, Spülbeckenunterschrank sowie einem Einbauschrank für Herd und Backofen. Je nach Angebot beinhaltet die Ausstattung zudem Einbauschränke für den Kühlschrank, die Spülmaschine und/oder weitere Elektrogeräte. 



Die Möbel müssen nicht so aufgestellt werden wie angeboten, sondern lassen sich flexibel kombinieren. Ein Unterschied ergibt sich durch die Küchenform. Zu L-Küchen und U-Küchen gehören immer Eckschränke, bei Küchenzeilen müssen Sie diese, falls erhältlich, separat anfordern. Kochen Sie häufig mit zwei Personen, sollten die Möbel so stehen, dass sich eine ausreichende Arbeitsfläche für jeden ergibt. Kurze Wege sorgen für angenehmes Arbeiten. Herd, Spüle und Kühlschrank befinden sich deshalb stets in unmittelbarer Nähe zueinander. 



Die Spülmaschine gehört nicht nur aufgrund der Anschlüsse neben das Spülbecken, der Standort erleichtert zudem das Ein- und Ausräumen. Benutztes Geschirr lässt sich schneller vom Spülbecken aus in die Maschine stellen, noch feuchte Tassen und Teller können auf dem Ablauf trocknen, ohne dass Sie die Teile zuvor durch die halbe Küche tragen.



Kleinigkeiten, die das (Küchen-)Leben erleichtern



Genügt Ihnen ein kleiner Kühlschrank, achten Sie darauf, dass dieser nicht in einem Unterschrank integriert ist. Sie verlieren schnell den Überblick, wenn Sie sich auf den Boden knien müssen, um die Bestände zu inspizieren. Kühlschränke und Backöfen lassen sich auf halber Höhe deutlich besser handhaben. Auszüge sorgen für Ordnung und helfen Ihnen, den Inhalt des Schranks mit einem Blick zu erkennen.



Sehr effektiv ist eine Stange an der Wand über dem Herd, an der zum Beispiel Kochutensilien hängen. Die beliebten Messermagnete sind zwar praktisch, jedoch zwiespältig. Sitzen die Messer nicht fest genug, besteht die Gefahr, dass sie sich lösen und dabei die Arbeitsplatte beschädigen. Wer Kinder, Katzen oder große Hunde im Haus hat, sollte auf die Anbringung eines Messermagneten auf jeden Fall verzichten, die Verletzungsgefahr ist zu hoch. Kinder und Katzen sind neugierig, Verbotenes reizt ganz besonders, sehr große Hunde erreichen die Messerleisten mit der Schnauze. 



Schubladen eignen sich nicht nur für Besteck, sondern auch für Kleinigkeiten, die im Schrank leicht verloren gehen. In den meisten Haushalten lohnt sich die Anschaffung eines eigenständigen Schubladenschranks mit drei oder vier Auszügen. Bewahren Sie Schälmessern und Kochutensilien in einer der Schubladen auf, sollte der Schrank in greifbarer Nähe von Herd und Spülbecken stehen.



Kitchen accented in Wood (project)

Lichtquellen für angenehmes Arbeiten



Der Einfluss von Licht in der Küche wird oftmals unterschätzt. Neben einem Deckenfluter beziehungsweise einer Deckenlampe, idealerweise mit Dimmer, gehören über die Arbeitsplatten gute Lichtquellen. In Abzugshauben sind Lampen integriert, sodass der Herd durch die Haube seine Beleuchtung erhält. Bei älteren Modellen ähnelt die Lichtausbeute allerdings oftmals eher einer Kerze. 



Es gibt inzwischen zu durchaus bezahlbaren Preisen LED-Lampen, die Sie statt der herkömmlichen Birnen einsetzen können. Der Vorteil liegt nicht nur im geringeren Stromverbrauch, LEDs besitzen zudem bei geringerer Wattzahl sehr viel Leuchtkraft. Neonröhren verbreiten ebenfalls ein starkes, dabei jedoch kaltes Licht. Sie eignen sich als indirekte Beleuchtung und passen gut unter Hängeschränke. 



Allerdings stellen auch dort LED-Lampen die deutlich bessere Alternative dar. Um die Optik nicht zu stören, bietet es sich an, die Lichtquelle über der Arbeitsplatte mit einer Leiste zu verdecken. Unter das Fenster passt sowohl die Spüle als auch die Arbeitsplatte. Aufgrund der Spritzgefahr ist der Standort für den Herd ungeeignet. Vermeiden Sie hohe Schränke direkt neben Fenstern, sie nehmen Ihnen viel vom Tageslicht.



Fazit



Eine Küche neu einzurichten beansprucht Zeit und technisches Geschick. Während manch einer sich diese Zeit gerne nimmt und sich in das Thema umfassend einarbeiten kann, bevor die Entscheidung auf eine bestimmte Kücheneinrichtung fällt, ist es ebenso legitim, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Gerade, wenn einzelne Teile genau eingepasst werden müssen, ist es für Laien oft schwierig den Überblick zu behalten.


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