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Vorsicht bei billigen Sonnenbrillen: Auf welche UV-Werte sie achten sollten

Der Preis sagt bei Sonnenbrillen nicht zwangsläufig etwas über die Qualität aus. Ein Blick auf die UV-Werte bietet wichtige Informationen zu der Schutzwirkung.

Billig ist schlecht: Dieser einfache Zusammenhang muss beim Kauf einer Sonnenbrille nicht unbedingt gelten. Die Wahl zwischen teurem Markenprodukt oder preiswerter Ausführung hängt nicht zuletzt von Ihren persönlichen Präferenzen und Ihrem Budget ab. Auch ein kostspieliges Designermodell kann unter Umständen über einen unzureichenden Sonnenschutz verfügen. Eine preisgünstige No-Name-Brille dagegen kann durchaus je nach Modell einen umfassenden Schutz gewährleisten. Es kommt beim Kauf einer Sonnenbrille also nicht allein auf das Aussehen und den Preis an. Um Funktionalität und optische Vorlieben in Einklang zu bringen, lohnt sich ein Blick auf UV-Werte und Co. Anhand von diesen wenigen Kennzahlen können Sie schnell die Schutzfunktion einer Sonnenbrille einschätzen.

Auf diese Kriterien kommt es an

Ein offizielles Gütesiegel für Sonnenbrillen gibt es in Deutschland nicht. Allerdings ist die Qualität einer Brille anhand von diversen Markierungen auf den Bügeln zu erkennen. Steht dort das CE-Zeichen oder die Aufschrift EN 1836:1997, dann halten Sie eine Brille mit hochwertigen Gläsern in der Hand. Das CE-Siegel muss auf allen in Deutschland erhältlichen Sonnenbrillen aufgedruckt sein. Das Zeichen bestätigt, dass die Gläser die Sicherheitsanforderungen nach den europäischen Richtlinien erfüllen. Es ist europaweit gültig. Sie werden es deshalb auch im Ausland auf Gläsern finden. Das Siegel garantiert ein Mindestmaß an Sicherheit zum Schutz Ihrer Augen.

Die Aufschrift der DIN EN 1836 gibt die Filterkategorie der Brille an. Auch dieser Aufdruck spricht für die Qualität des Modells. Die Filterkategorie gibt an, wie hoch die Lichtdurchlässigkeit der Gläser ist. Gläser mit der Einstufung 0 lassen das ganze Sonnenlicht praktisch ungehindert passieren. Die Kategorie 4 ist dagegen für Brillen reserviert, die nur rund acht Prozent der Lichtstrahlen durchlassen. In Deutschland reicht eine Einstufung in der Kategorie 2 in der Regel für einen guten Sonnenschutz aus. Für den Urlaub am Strand oder im Süden ist es ratsam, auf die Kategorie 3 umzusteigen. Sie bietet auch bei hoher Sonneneinstrahlung einen wichtigen Schutz für die empfindliche Augenpartie.

Auf Kennzeichnungen wie „UV400“ können Sie sich als Käufer nicht verlassen. Diese Siegel werden nicht von einer unabhängigen Stelle überprüft. Somit könnte letztlich jeder Produzent einen entsprechenden Aufdruck auf seinen Modellen anbringen. Um in Bezug auf die Qualität Ihrer Gläser sicherzugehen, können Sie Ihre neue Sonnenbrille von einem Optiker prüfen lassen. Er kann den UV-Schutz Ihrer Gläser innerhalb von wenigen Minuten mit einem eigens dafür konzipierten Gerät kontrollieren. So haben Sie die Sicherheit, ein hochwertiges Produkt erworben zu haben. In der Regel sind solche Überprüfungen sogar kostenfrei. Nahezu jeder gute Optiker bietet diese Leistung als Service für seine Kunden an.

Die Tönung ist nicht ausschlaggebend

Modische Sonnenbrillen mit sehr dunkler Tönung sehen äußerst schick aus. Doch die dunklen Gläser haben absolut nichts mit dem UV-Filter zu tun. Eine Brille mit tiefbraunen Gläsern schützt nicht besser als Brillengläser mit geringer Tönung. Sogar fast schwarze Gläser können die schädlichen Sonnenstrahlen ungefiltert passieren lassen. Daher sollten Sie sich keinesfalls lediglich auf die vermeintliche Schutzwirkung dunkler Gläser verlassen.

Nur als Schutz gegen blendendes Licht mögen die dunkle Tönung und die Intensität der Gläserfarbe hilfreich sein. Einen Rückschluss auf die Schutzwirkung dürfen Sie nicht ziehen. Vielmehr sind dunkle Gläser für die Augen sogar besonders gefährlich. Die Pupillen weiten sich hinter dunklen Gläsern. Daher dringen die Sonnenstrahlen fast ungefiltert in das nun weit geöffnete Auge ein. Dort verursachen die UV-Strahlen teils langfristige Schäden. Das gilt auch für die derzeit sehr angesagten verspiegelten Brillengläser. Eine Schutzwirkung haben die Spiegel nämlich nicht.

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Diese Farben sind empfehlenswert

Gute Sonnenbrillen mit hochwertigen Gläsern gibt es in vielen modischen Farben. Wer seine Sonnenbrille als trendiges Accessoire einsetzt, kann auf eine beliebige Farbe zurückgreifen. Die Schutzwirkung der Brille bleibt davon unberührt. Es müssen nur die Qualitätskriterien nach dem CE-Zeichen oder nach der DIN EN 1836 erfüllt sein.

Für Autofahrer gelten allerdings besondere Anforderungen. Zum Autofahren sind braune oder graue Gläser empfehlenswert. Diese Tönungen geben die Farben der natürlichen Umgebung am besten wieder. Straßenschilder oder Ampeln können so im Straßenverkehr sicher und rechtzeitig erkannt werden. Auch gelbe Tönungen sind für den Einsatz im Straßenverkehr gut geeignet. Sie sorgen für eine Verstärkung der Kontraste und sind deshalb ungefährlich für Autofahrer. Anders sieht es dagegen bei blauen, roten oder grünen Scheiben aus. Sie sind für Verkehrsteilnehmer nicht zu empfehlen. Deshalb kommen sie allenfalls als modisches Accessoire zum Einsatz, wenn Sie auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.

So aussagekräftig ist der Preis

Grundsätzlich gibt es gute Sonnenbrillen schon zu einem Preis von rund 20 Euro. Sind alle Qualitätskriterien erfüllt, können Sie eine schicke Brille problemlos online oder im Einkaufscenter erwerben. Umgekehrt können Designerbrillen mehrere 100 Euro kosten. Eine hohe Schutzwirkung vor Sonnenstrahlen haben sie nur, wenn die entsprechenden Siegel auf den Bügeln ausgewiesen sind. Die Entscheidung für eine preiswerte Brille oder ein teures Modell hängt also lediglich von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Allerdings sollte ein etwas höherer Preis mit einer entsprechenden Qualität einhergehen. Hochwertige Gläser sollten geschliffen sein. Günstige Gläser dagegen sind oft nur gepresst. Schlieren und Schleier sind dann keine Seltenheit. Diese ungefährlichen Nebenerscheinungen strengen die Augen auf die Dauer stark an. Auch können Verzerrungen im Sichtfeld auftreten. Das Brillengestell sollte sorgfältig verarbeitet sein. Lockere Scharniere oder unzureichend befestigte Gläser sprechen für eine mindere Qualität. Viele dieser Qualitätsmerkmale werden Sie schon bei näherem Hinsehen mit bloßem Auge erkennen. Auch günstige Brillen können einen hochwertigen Sonnenschutz bieten und ordentlich verarbeitet sein. Dann steht dem Kauf einer preiswerten Sonnenbrille im Discounter nichts entgegen.

Besondere Aufmerksamkeit ist allerdings bei Plagiaten geboten. Die Nachahmungen von teurer Designerware finden Sie nicht selten in den europäischen Urlaubsländern. Angeboten am Strand oder beim abendlichen Gang an der Strandpromenade, locken diese Modelle durch große Namen und einen verheißungsvoll günstigen Preis.

Natürlich mag es reizvoll sein, dieser Verlockung zu erliegen. Wer trägt nicht gerne ein Accessoire eines internationalen Designers? Dennoch ist bei diesen Modellen höchste Vorsicht geboten. Unabhängigen Verbraucherschutztests zufolge fehlen diesen Sonnenbrillen alle Qualitätskriterien nach europäischem Standard. Daher ist die so wichtige Filterwirkung vor UV-Strahlen bei diesen Brillen in der Regel nicht gegeben. Sonnenstrahlen können also ungefiltert auf Ihre Augen auftreffen und die Hornhaut nachhaltig schädigen. Auf ein derart modisches, aber dennoch gefährliches Accessoire sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse auf jeden Fall verzichten.

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Beim Sonnenbrillenkauf auf Qualität achten

Hochwertige Sonnenbrillen erhalten Sie häufig schon zu einem attraktiven Preis. Das CE-Zeichen und der Aufdruck DIN EN 1836 sorgen dabei für die nötige Sicherheit. Mit diesen Siegeln erfüllt Ihr neues Accessoire die europäischen Mindeststandards für Sonnenbrillen. Diese Standards gelten auch für Brillen, die Sie im europäischen Ausland erwerben. Gleichzeitig sollten Sie auf eine sorgfältige Verarbeitung ohne lockere Scharniere und auf schlierenfreie Gläser achten. Dann werden Sie lange Freude an Ihrer Sonnenbrille haben. Ob Ihnen der Sinn nach einem teuren Designerstück oder einer preiswerten Brille aus dem Discounter steht, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wichtig für eine gute Wahl sind nur der UV-Filter und die Qualitätssiegel.

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