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So geht das: Die eigene Hobby-Imkerei für Haus und Garten

Lieben Sie das Ungewöhnliche? Beschäftigen Sie sich gern mit Tieren? Oder essen Sie gerne Honig? Hier erfahren Sie alles über das spannende Hobby Imkern.

Überlegungen vor dem Einstieg ins Imkern

Bevor Sie ernsthaft über den Kauf von Bienen nachdenken, sollten Sie eine wichtige Frage klären: Reagieren Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie allergisch auf Bienenstiche? Ein Allergietest beim Arzt kann schnell eine Antwort liefern. Der Arzt kann Ihnen auch sogenannte Notfallmedikamente verschreiben, die bei einem Bienenstich helfen können. Möglicherweise hilft Ihnen auch eine sogenannte Desensibilisierung, um Ihre Allergie in den Griff zu bekommen, falls Sie sich trotzdem für die Bienenhaltung entscheiden.

Wenn Sie in einem dicht besiedelten Wohnviertel wohnen, dann sollten Sie vor dem Erwerb eines Bienenvolkes auch ein Gespräch mit Ihren Nachbarn führen. Nicht jeder ist von dem Gedanken begeistert, dass in der Nachbarschaft Bienen zu finden sind. Möglicherweise lassen sich Ihre Nachbarn aber mit der Aussicht auf das eine oder andere Glas Honig besänftigen. Besitzen Sie ein großes Grundstück, können Sie mit der richtigen Standortwahl den Flug der Bienen ein wenig umlenken, so dass Ihre Nachbarn keine Belästigung fürchten müssen.

Wo bekommt man Tipps zum Imkern?

In zahlreichen Büchern finden Sie Hilfestellungen und Anleitungen, wie Sie das Imkerhandwerk erlernen können. Gutsortierte Bibliotheken haben oftmals ein paar Bücher zu diesem Thema in ihrem Bestand. Aber auch im Internet finden Sie viele Informationen, zum Beispiel in einem Imkerforum. Dort können Sie sogar sehr spezielle Fragen stellen und bekommen meist eine vernünftige Antwort, die auf den Erfahrungen anderer Imker beruht. Am besten lernen Sie jedoch, wenn Sie sich direkt mit Bienen beschäftigen, also durch die Praxis. Erkundigen Sie sich bei einem Imkerverein in Ihrer Nähe nach Imkerkursen für Anfänger. Hier lernen Sie aktive Imker kennen und begleiten einen von ihnen bei seiner Arbeit mit den Bienen. Viele erfahrene Imker geben ihr Wissen gern als so genannte Patenimker an interessierte Menschen weiter. Hier werden Sie sicher manches erfahren, das in keinem Buch steht. Außerdem können Sie auf diese Weise feststellen, ob Ihnen die Beschäftigung mit Bienen wirklich liegt oder ob Sie sich besser ein anderes Hobby suchen sollten. Mit ein wenig Glück können Sie vielleicht sogar von Ihrem Paten ein oder mehrere Bienenvölker oder einige Teile für Ihre Grundausstattung übernehmen. Zumindest wird er Ihnen gern behilflich sein, Bienen und eine Erstausstattung zum Imkern zu finden.

Grundausstattung für Imker

Vor allem braucht ein Imker natürlich Bienen. Erfahrene Bienenzüchter empfehlen Anfängern, im Frühjahr oder im Sommer drei bis fünf Bienenvölker zu kaufen. So sind Sie als Anfänger nicht überfordert, Sie laufen aber auch nicht Gefahr, Ihre Bienen durch zu viel Neugier zu stören. Die Beuten, in denen Ihre Bienenvölker leben sollen, können Sie unter Umständen auch gebraucht kaufen. Achten Sie jedoch auf einen guten Zustand und darauf, dass eventuell benötigte Ersatzteile noch im Handel erhältlich sind. Vergessen Sie auch nicht, gebrauchte Gegenstände gründlich zu reinigen und gegebenenfalls zu desinfizieren. Es wäre zu schade, wenn Ihre ersten Bienen wegen mangelnder Hygiene krank würden oder sogar eingingen. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Imker diesbezüglich beraten. Er weiß, was Sie alles brauchen und wo Sie diese Sachen in Ihrer Nähe günstig kaufen können. Vielleicht bietet er Ihnen sogar an, dass Sie Ihre Honigwaben in seiner Honigschleuder ausschleudern dürfen. Dann müssen Sie sich nicht gleich zu Beginn Ihres neuen Hobbys eine eigene Schleuder anschaffen.

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Zur Grundausrüstung eines Imkers gehört natürlich auch die richtige Kleidung. Ohne Schleier sollte sich kein Anfänger in die Nähe seiner Bienen begeben. Das richtige Verhalten am Bienenstock muss erst einmal gelernt werden. Erfahrenen Imkern sind die ruhigen Bewegungen schon in Fleisch und Blut übergegangen. Ein Imkeranzug mit Gummizügen an Armen und Beinen ist ebenfalls sehr sinnvoll, da Bienen gern in dunkle Höhlen wie Arm- und Beinlöcher kriechen. Handschuhe sollten aus weichen Nappaleder sein. Zwar erschweren sie die Arbeit etwas, dafür schützen sie jedoch die Hände vor Stichen. Wenn Sie keine überempfindliche Haut oder eine Allergie gegen Bienenstiche haben, können Sie auch auf die Handschuhe verzichten.

Um die Bienen zu beruhigen und vom Stechen abzuhalten, werden sie vor dem Öffnen der Beute beräuchert. Ob Sie dafür eine Pfeife, einen Smoker oder einen Rauchapparat nehmen, entscheiden Sie nach Ihren Vorlieben. Die wichtigsten Arbeitsgeräte eines Imkers sind der Stockhebel und der Wabenheber. Alle anderen Werkzeuge sollten in einem gut sortierten Werkzeugkasten zu finden sein.

Die richtige Pflege der Bienenvölker

Bienen sind relativ pflegeleichte Tiere. Sie müssen nicht täglich gefüttert und wöchentlich ausgemistet werden. Zu viel Zuwendung kann ihnen sogar schaden. Sie mögen es gar nicht, wenn Sie jeden Tag die Beute aufmachen und nachsehen, wie es den Bienen geht. Es ist ausreichend, die Bienen etwa einmal in der Woche zu kontrollieren. Finden die Bienen nicht mehr genug Nektar, müssen sie gefüttert werden. Dafür lösen Sie am besten Zucker in Wasser auf. Spezielle Gefäße sorgen dafür, dass Ihre Bienen nicht ertrinken. Im Spätsommer oder zu Beginn des Herbstes bereitet sich das Bienenvolk auf die Winterruhe vor, viele Arbeiterinnen und Drohnen gehen ein. Nur starke Völker überstehen den Winter gut. Wie Sie Ihren Bienen dabei helfen können, zeigt Ihnen ein erfahrener Imker. Im Frühjahr müssen die Beuten gereinigt werden. Die ersten Jungbienen sind geschlüpft und die Bienen sammeln wieder Nektar und Blütenstaub. Wenn der Honig geerntet werden kann, fällt die meiste Arbeit an. Das sollten Sie bei Ihrer Urlaubsplanung bedenken.

Verdienstmöglichkeiten mit Honig und Co

Natürlich werden Bienen vorwiegend gehalten, um Honig zu bekommen. Ein Bienenvolk produziert pro Jahr etwa so viel Honig, wie eine vierköpfige Familie in der gleichen Zeit verbraucht. Der Ertrag ist jedoch abhängig von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel dem Wetter. Halten Sie zwei oder drei Bienenvölker, dann haben Sie auch Honig zum Verschenken oder für den Verkauf. Aber Sie haben noch weitere Möglichkeiten, mit Ihren Bienen Geld zu verdienen. Viele Landwirte mieten Bienenvölker, um ihre Chancen auf eine gute Ernte zu verbessern. Denken Sie nur mal an die zahlreichen Rapsfelder, die im Frühjahr blühen. Raps gehört, wie etwa 80 Prozent der mitteleuropäischen Pflanzen, zu den sogenannten Insektenblütlern. Das heißt, er ist bei der Bestäubung auf Insekten angewiesen. Es gibt aber nicht so viele wilde Bienen, die alle Blüten rechtzeitig bestäuben können. Die Vermietung Ihrer Bienen wird Ihnen sicher kein Vermögen einbringen, aber ein kleiner Zuverdienst ist ja auch nicht zu verachten. Auch der Verkauf von Bienenwaben oder daraus hergestellter Bienenwachskerzen bessert Ihre Haushaltskasse ein wenig auf. Sie sind besonders in der Advents- und Weihnachtszeit sehr begehrt. Ein weiteres mögliches Verkaufsprodukt ist Propolis, der von den Bienen gesammelte Blütenstaub. Propolis ist sehr nährstoffreich und man sagt ihm heilende Wirkung nach. Er soll zum Beispiel die Darmtätigkeit anregen, die Durchblutung verbessern und allgemein kräftigend wirken. Es wird allerdings mindestens drei bis vier Jahre dauern, bis sich Ihre Investitionen rentieren. Das sollte auch nicht der ausschlaggebende Grund für Ihre Beschäftigung mit den Bienen sein. Ohne echtes Interesse an diesen Tieren wird es Ihnen schwerfallen, so lange durchzuhalten.

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Fazit

Imkern kann ein sehr interessantes Hobby sein, erfordert jedoch eine gewisse Sorgfalt und echtes Interesse für Bienen. Der Zeitaufwand für die Imkerei ist überschaubar, ebenso die Anfangsinvestitionen. Wenn Sie sich der Herausforderung stellen, etwas ganz Neues zu lernen, haben Sie ein Hobby, das Sie über viele Jahre begeistern wird. Mit Ausdauer und ein wenig Glück wird es Ihnen sogar einen kleinen Zusatzverdienst einbringen. Unterstützung finden Sie sicher in einem entsprechenden Verein. Der Lohn für Ihre Mühe ist süß – kein Honig wird Ihnen besser schmecken als der Ihrer eigenen Bienen.

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