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Nicht nur Platten kratzen: Die Anforderungen an einen Vollzeit-DJ

Ein Job als Vollzeit-DJ erscheint vielen Musikbegeisterten als Traumberuf schlechthin. Dabei ist das Anforderungsprofil durchaus anspruchsvoll – und gute Bezahlung nicht selbstverständlich.

Der Weg zum Vollzeit-DJ

Als Vollzeit-DJ arbeiten heißt, seinen kompletten Lebensunterhalt durch die Tätigkeit bestreiten zu können. Das bedeutet wiederum, dass stets ausreichend viele Aufträge vorhanden sein müssen. Und mit Aufträgen überflutet wird ein DJ in der Regel erst dann, wenn er sich einen entsprechenden Ruf erarbeitet hat. Viele DJs benötigen Jahre, um mit ihrer Arbeit ihre Kosten decken zu können. Für eine Vielzahl bleibt die Tätigkeit als DJ lediglich ein Nebenverdienst und dient in erster Linie als mäßig bezahltes Hobby.

Nur wenige Vollzeit-DJs kommen so weit, dass sie sich aus einer Flut von Aufträgen die Lieblings-Gigs heraussuchen können. Die überwiegende Mehrheit muss beständig und hart dafür arbeiten, um an genügend Aufträge zu gelangen. Der Aufbau und die Pflege des eigenen Rufs als DJ spielen hierbei die entscheidende Rolle. So beginnt auch der Weg eines Vollzeit-DJs mit kleinen Schritten.

Aufgelegt wird zunächst bei Privatpartys von Freunden, wodurch der eigene Bekanntheitsgrad nach und nach wächst. Bis der erste Auftritt in einem Club erfolgt, vergeht meist einige Zeit. Manche DJs entscheiden sich für eine Karriere als Club-DJ, während andere gern mobil auf Hochzeiten oder anderen Events auflegen. Möglich ist natürlich auch eine Kombination von beidem.

Die Erfahrungen zu Beginn der Karriere sind essentiell für den späteren Erfolg als Vollzeit-DJ. Durch ein größer werdendes soziales Netz ergeben sich neue Aufträge. Mit jedem Auftritt verbessert sich zudem das Gespür für das Publikum, für Musikwünsche und den Umgang mit Stimmungen. Für einen Vollzeit-DJ sind dies ganz entscheidende Fähigkeiten, denn er muss, stets aufs Neue, fremde Menschenmengen mehrere Stunden lang mit seiner Musik unterhalten. Lasche Auftritte führen dabei natürlich nicht zu positiven Weiterempfehlungen.

Welche Ausbildung benötigt ein Vollzeit-DJ?

Eine musikalische Ausbildung ist für einen Vollzeit-DJ natürlich von erheblichem Vorteil, eine Voraussetzung für den Erfolg ist sie jedoch nicht. Auch ohne professionelle Musikausbildung oder ein entsprechendes Studium besteht die Möglichkeit, als Vollzeit-DJ zu arbeiten. Unerlässlich ist jedoch ein angemessenes technisches Verständnis, das durch Selbststudium und viel Übung erworben werden kann. Nebenberufliche DJs, die ab und zu auf kleineren Veranstaltungen oder Privatpartys auflegen, benötigen dank entsprechender Software noch nicht einmal Kenntnisse zum sogenannten Beatmatching (Synchronisieren zweier Schallplatten).

Als Vollzeit-DJ hingegen sind derartige Kompetenzen unabdingbar, denn der professionelle Einsatz der Technik spielt eine entscheidende Rolle. So ist grundlegendes Wissen über Akustik, Elektronik, Computer- und Digitaltechnik erforderlich. Insbesondere sollte ein Vollzeit-DJ sein eigenes technisches Equipment ausgezeichnet beherrschen, denn es stellt gewissermaßen sein Arbeitswerkzeug dar. Plötzliche Unterbrechungen der Musik während eines Gigs oder abrupte Programmabstürze sind der Worst Case, den es unbedingt zu vermeiden gilt.

Welches Equipment braucht ein Vollzeit-DJ?

An seiner technischen Ausrüstung darf ein Vollzeit-DJ keinesfalls sparen. Während Gelegenheits-DJs mit simpler Technik und kostenloser DJ-Software über die Runden kommen, investiert ein Vollzeit-DJ in Qualität. Mit der einmaligen Anschaffung einer DJ-Ausrüstung ist es jedoch nicht getan. Denn auch die Musiktechnik ist schnelllebig. So ist es eine der Aufgaben des Vollzeit-DJs, stets über neue Produkte informiert zu bleiben, die Vorteile verschiedener Geräte und Hersteller zu kennen und sinnvoll einzusetzen.
Ein Vollzeit-DJ nutzt neben zuverlässiger Hardware auch professionelle DJ-Software, etwa Programme wie Serato oder Traktor.

Viele DJs verwenden heutzutage zum Auflegen ein Notebook. Die klassische Variante ist jedoch nach wie vor das Mischpult, welches nahezu jeder Vollzeit-DJ besitzt und gekonnt bedienen kann. Das Mischpult lässt sich mit diversen anderen Elementen kombinieren. Es dient dem Mischen der Tonsignale verschiedener Träger, etwa Plattenspieler oder CD-Player. Die meisten Vollzeit-DJs besitzen mehrere Arten von Zuspielgeräten, die – je nach Event – zum Einsatz kommen.

Die Kombination von Mischpult und Plattenspieler stellt die klassische Ausrüstung eines DJs dar. Allerdings birgt sie den Nachteil, dass die Musikauswahl relativ limitiert bleibt. Denn ein Plattenspieler spielt ausschließlich Vinyl-Platten ab. Um ihr Repertoire zu erweitern, setzen viele Vollzeit-DJs ihr Mischpult zusammen mit einem CD-Player und digitalen Medien ein.

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Jeder Vollzeit-DJ hat seine eigene bevorzugte Kombinationsvariante der verschiedenen Ausrüstungselemente. Einer der Unterschiede zu Freizeit-DJs ist jedoch, dass ein professioneller Vollzeit-DJ sämtliche Kombinationen detailliert kennt und in der Lage ist, sie einzusetzen. Grundsätzlich bauen jedoch auch Vollzeit-DJs ihr Equipment schrittweise auf, da die Kosten in der Regel nicht gering sind. Erst mit steigenden Gagen ist es dem DJ möglich, sich sukzessive hochwertigeres Equipment anzuschaffen.

Grundsätzlich spielen die Qualität der technischen Ausrüstung sowie deren professionelle Verwendung eine wichtige Rolle für den Erfolg eines Vollzeit-DJs. Denn Pannen beim Auflegen vergisst ein Publikum nicht so schnell. Der Vollzeit-DJ muss daher volles Vertrauen in sein Equipment haben, um selbstbewusst auftreten zu können.

Organisatorische Anforderungen an einen Vollzeit-DJ

Werbung und Akquise

Neben professionellem Equipment und technischen Fachkenntnissen benötigt ein Vollzeit-DJ vor allem eines: Aufträge. Da sich neue Aufträge nicht von allein einstellen, ist die Akquise ein ganz wesentlicher Bestandteil des Arbeitsalltags eines Berufsprofis. Oftmals nehmen die Auftragsbeschaffung und die Vorbereitung des Auftrags mehr Zeit in Anspruch als dieser selbst.
An dieser Stelle zeigt sich deutlich, warum eine Tätigkeit als Vollzeit-DJ weit mehr erfordert, als sich hinter dem Mischpult feiern zu lassen.

Zudem entscheidet sich an diesem Punkt, ob ein DJ es überhaupt schafft, ausreichend Aufträge zu bekommen, um davon zu leben. Und schließlich stellen die Akquise beziehungsweise die Zeit und Energie, die sie kosten, wichtige Faktoren dar, die nicht wenige zum Aufgeben bewegen.
Vollzeit-DJs sind in der Regel selbstständig tätig und allein für alle notwendigen Aufgaben zuständig. Erst ab einem beachtlichen Bekanntheitsgrad und entsprechenden Gagen rentiert sich die Beschäftigung von Assistenzpersonal.


Eine der zentralen Aufgaben ist es, aktiv für sich selbst Werbung zu machen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram bieten hierfür eine ausgezeichnete Plattform. Der Vollzeit-DJ muss sich eine Medienpräsenz aufbauen und diese pflegen. Scheu vor Selbstdarstellung ist dabei nicht angebracht.

Ein erfolgreicher Vollzeit-DJ vernetzt sich mit Bekannten, Veranstaltern und natürlich seinem Publikum.
Über diese Plattformen sammelt der Vollzeit-DJ zum einen Feedback seiner Gäste, zum anderen wirbt er für kommende Veranstaltungen. Die Pflege der Internet-Präsenz nimmt ein nicht zu unterschätzendes Maß an Zeit in Anspruch. Neben Werbung erfordert eine Tätigkeit als Vollzeit-DJ es auch, aktiv auf Veranstalter zuzugehen.

Zeit- und Terminmanagement

Neben der Akquise koordiniert der Vollzeit-DJ all seine Aufträge und sonstigen Verpflichtungen auch zeitlich. Finden seine Gigs an verschiedenen Orten statt, organisiert er zudem die An- und Abreise sowie den Transport seines Equipments.

Das Musik-Repertoire eines Vollzeit-DJs

Schließlich erweitert ein erfolgreicher Vollzeit-DJ beständig sein Repertoire an Musik. Dabei steht nicht der eigene Musikgeschmack im Vordergrund, sondern die Präferenzen des Publikums. Diese variieren wiederum von Veranstaltung zu Veranstaltung. Die Möglichkeit zur digitalen Beschaffung von Musik macht die stetige Aktualisierung des Musik-Repertoires so einfach wie nie zuvor. Doch auch hier investiert der Vollzeit-DJ viel Zeit in die Auswahl, Organisation und Zusammenstellung neuer Musik.

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Fazit

Ein Vollzeit-DJ ist nicht nur der Held der Party, sondern vor allem ein Einzelunternehmer mit einer Vielzahl an organisatorischen Aufgaben. Beim Übergang vom Gelegenheits-DJ zum Vollzeit-DJ zeigt sich schnell, wer dem Druck auf Dauer gewachsen ist und wer der Belastung nicht standhält. Ein Vollzeit-DJ muss nicht nur zahlreiche unterschiedliche Aufgaben und Anforderungen unter einen Hut bringen. Wichtig ist vor allem, beständig ausreichend Aufträge und damit Einkommen zu generieren.

Technisches Know-how, musikalisches Gespür und organisatorisches Talent sind für den Erfolg eines Vollzeit-DJs obligatorisch. Vor allem aber benötigt er viel Durchhaltevermögen, um von seinen Auftritten leben zu können. Ein entscheidender Motivationsfaktor ist dabei die Begeisterung für Musik. Allein ist sie jedoch nicht ausreichend, denn vor dem Musikauflegen steht zunächst immer die Akquise. Für leidenschaftliche Musikliebhaber ist eine Tätigkeit als Vollzeit-DJ womöglich der Traumberuf. Dass es jedoch nicht nur ums Platten kratzen geht, sollte sich jeder Aspirant rechtzeitig ins Bewusstsein rufen.



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