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Ein Mischling aus dem Tierheim: Warum es nicht immer ein Rasse-Hund sein muss

Wenn es um die Anschaffung eines Hundes geht, scheiden sich oft die Geister. Muss es unbedingt ein Rassehund vom Züchter sein? Hier erfahren Sie, was für einen Hund aus dem Tierheim spricht.

Dankbarer Vierbeiner

Wenn Sie mit offenen Augen durch ein Tierheim gehen, haben Sie das Hauptargument für einen Hund aus dem Heim bereits im Blick. Nicht alle Tiere sind natürlich durch ihren Tierheimaufenthalt traumatisiert oder leiden allzu sehr darunter. Dennoch fehlt ihnen die Bezugsperson oder die vertraute Umgebung mit Familienanschluss. Auch wenn sich die Mitarbeiter in den deutschen Tierheimen oft aufopferungsvoll um das Wohl ihrer Schützlinge kümmern – Sie können das nicht leisten oder ersetzen, was diese Tiere wirklich brauchen: den kuscheligen Platz am Kamin, den eigenen Napf, die täglichen Streicheleinheiten und den ausgedehnten Spaziergang im eigenen Revier mit vertrauten Personen.

Eine zweite Chance

Wer einem Vierbeiner aus dem Tierheim ein neues Zuhause gibt, erntet oft eine tüchtige Portion Dankbarkeit vom Familienzuwachs. Ganz besonders ist das der Fall, wenn Sie sich für einen Hund entscheiden, der vielleicht nicht auf den ersten Blick ins Auge fällt oder besonders auf sich aufmerksam macht. Es sind oft auch die älteren Tiere oder die Hunde mit einem schwierigen Schicksal, die sich mit Dankbarkeit an die Fersen ihres neuen Herrchens oder Frauchens heften und jedes Streicheln genießen.

Gesunde Mischlinge

Mischlinge sind die gesünderen Hunde. Diese Aussage ist weder uneingeschränkt richtig noch komplett aus der Luft gegriffen. Tatsächlich gibt es spezielle Hunderassen, die immer wieder mit bestimmten Schäden am Bewegungssystem oder mit Erkrankungen zu kämpfen haben. Beispiele hierfür sind unter anderem die Hüftdysplasie bei reinrassigen Schäferhunden oder die platte Nase, die die Möpse in ihrer Atmung behindert. Auch rund um den Charakter haben viele Hunde rassetypische Eigenschaften. Es gibt Tiere, die besonders störrisch, dominant oder lebhaft sind. Mischlinge sind dagegen oft ein ausgewogener und gesunder Mix, der vor Robustheit und Lebensfreude nur so strotzt.

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Liebenswertes Unikat

Auch die Optik spielt bei den Mischlingen eine große Rolle und ist manchmal gerade der Grund, weshalb man sich in einen knuffigen Vierbeiner verliebt. Denn während Rassehunde sehr charakteristisch in ihrem Typ sind, holen Sie sich mit einem Mischlingshund ein echtes Unikat nach Hause. Egal, ob Sie sich für eine Kreuzung aus Dackel und Terrier oder einen Mix aus Beagle und Bobtail entscheiden, werden Sie immer Details finden, die Ihren Hund einmalig und daher besonders liebenswert machen. Gerade solche Hunde sind es oft, die Anlass für eine angeregte Unterhaltung mit anderen Hundebesitzern oder auch nur tierlieben Menschen in der Umgebung bieten. Die Frage, welche Hundesorten in Ihrem kleinen Freund stecken, macht diese Unterhaltungen oft besonders amüsant.

Gassi gehen erlaubt

Wenn Sie sich für einen Hund vom Züchter entscheiden, kennen Sie dieses Tier in der Regel kaum oder gar nicht. Das ist auch gar nicht möglich, da die Jungtiere ja noch am Anfang ihrer motorischen und charakterlichen Entwicklung stehen. Anders ist dies bei einem Hund aus dem Tierheim. Oftmals können Ihnen die Tierheimmitarbeiter aussagekräftige Informationen über die Vorgeschichte eines Tieres und sein bisheriges Verhalten im Tierheim geben. Doch auch ganz praktisch können Sie Ihre eigenen persönlichen Erfahrungen mit dem Tier machen: Beim Spazierengehen mit dem Vierbeiner können Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes näher beschnuppern und herausfinden, ob man zusammenpasst oder nicht. Viele Menschen möchten wissen, ob der Hund genauso gerne spazieren geht, ob er sich gerne streicheln lässt und ob er zumindest auf Grundkommandos hört.

Familienhund oder Seniorenbetreuer auf vier Pfoten?

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, vielleicht nicht einen ganz jungen Hund vom Züchter, sondern ein etwas älteres Tier aus dem Heim zu holen. So sind Hundebabys vielleicht in einer Großfamilie mit dem Herumtoben der Kinder überfordert, während Senioren aus Altersgründen einen erwachsenen Hund bevorzugen. Auch das Sozialverhalten der Tiere im Heim ist den Tierschützern bekannt: Das bedeutet konkret, dass man Ihnen eine klare Aussagen darüber geben können wird, ob sich ein Hund aus dem Tierheim mit dem bereits existierenden Familienhund, der Katze des Hause und natürlich mit den Kindern vertragen wird. Sie erfahren, ob sich der bewusste Hund auf ausgedehnte Touren mit Ihnen freut oder eher die Schmusebacke ist, die den Sonntagnachmittag mit auf dem Sofa verbringen will. Oft erhalten Sie auch Informationen darüber, ob ein Hund auch einmal eine Stunde alleine zu Hause bleiben kann oder ob er einen ausgeprägten Schutzinstinkt besitzt.

Individuelle Beratung

Ein Tierheimhund ist oft auch für Leute interessant, die nicht genau wissen, für welchen Hund sie sich entscheiden sollen. Die Tierheimmitarbeiter kennen ihre Schützlinge gut. Sie wissen, welcher Hund ideal für einen sportlichen Menschen geeignet ist oder welches Tier zu einem Hundeanfänger passt. Sie geben Tipps für den Umgang mit dem jeweiligen Hund, kennen seine Eigenheiten vom Lieblingsfutter bis zu den Spielgewohnheiten und können daher Hund und Besitzer die ersten Wochen des Kennenlernens erleichtern. Hinzu kommt, dass alle Hunde in einem Tierheim unter tiermedizinischer Kontrolle gestanden sind. Sie können sich daher entweder in hohem Maße sicher sein, dass ein Tier gesund ist oder mit den entsprechenden Medikamenten versorgt wurde.

Kostengünstige Alternative

Bei einem Rassehund kann man schnell einmal im vierstelligen Bereich rund um die Anschaffung kommen. Bei einem Tierheimhund bezahlen Sie eine von den Heimen festgesetzte Gebühr. Diese ist in den meisten Fällen nicht mehr als ein Unkostenbeitrag, der die bisherigen Futterkosten im Heim, die erforderlichen Impfungen oder gegebenenfalls nötige Tierarztkosten umfasst. Selbstverständlich sollte der Kostenfaktor aber nicht der alleinige Entscheidungsgrund für einen bestimmten Hund sein. Denn jeder, der sich ein Tier anschafft, muss sich über die Höhe der Futterkosten sowie der Preise für Zubehör und eventuelle Tierarztkosten im Klaren sein.

Gutes Gefühl inklusive

Wenn Sie sich für einen Hund aus dem Tierheim entscheiden, tun Sie nicht nur diesem Tier etwas Gutes. Zunächst unterstützen Sie das Tierheim. Diese Einrichtungen sind meist überfüllt und froh über jeden frei werdenden Platz. Auch den tierlieben Mitarbeitern tun Sie mehr als nur einen Gefallen, wenn ein Schützling in offensichtlich gute Hände kommt. Doch vielfach merken Sie am treuen und dankbaren Verhalten Ihres neuen kleinen Freundes, dass Sie einem Tier ein Leben mit Familienanschluss geschenkt haben. Beim Gang durch ein Tierheim wissen Sie, dass Sie nicht alle Tiere retten oder ihnen helfen können. Dem einen Hund, den Sie zu sich holen, schenken Sie jedoch ein ganzes Leben in einer liebevollen Umgebung. Dies wird nicht nur Ihr Tier glücklich machen, sondern auch Sie selbst.

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Fazit

Es gibt eine Menge guter Gründe, nicht den Rassehund vom Züchter zu wählen, sondern einen Hund aus dem Tierheim. Der Mischling punktet oft mit Gesundheit, Lebensfreude und einem stabilen positiven Charakter. Zudem haben gerade Tierheimhunde mit einem traurigen Schicksal eine Chance auf ein zweites, gutes Leben verdient. Eine hundegerechte Umgebung, die finanziellen Mittel für regelmäßige und unerwartete Ausgaben sowie die Bereitschaft, Zeit mit dem Vierbeiner zu verbringen, sind jedoch in allen Fällen gleich – egal, ob Sie sich für einen Zuchthund oder einen einzigartigen Mischling entscheiden.



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