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Drucker-Toner abfüllen lassen: Lohnt sich das?

Die Tinte beim Drucker nachzufüllen, ist für viele Anwender Standard. Doch wie steht es mit dem Toner? Der folgende Überblick zeigt, dass dies nicht so einfach ist.

Wir alle wollen uns auch rund um die Kosten unseres Druckers bewusst verhalten und Weise möglichst viel Geld sparen. Wer Farbpatronen wechseln kann, meint schnell, dass das auch beim Toner ähnlich unkompliziert über die Bühne gehen kann. Doch hier trügt der Schein. Lesen Sie hier, warum.

Der Staub birgt viele Risiken

Um es einmal kurz und konkret mit einem Satz zusammenzufassen: Tonerstaub ist nichts, was Sie einatmen, schlucken oder auf Ihre empfindliche Schleimhaut bringen sollten. Feinste Metallpartikel, Pigmente von Farben sowie chemische Zusätze, die als Trägersubstanzen fungieren, bilden einen ungesunden Mix.

Bei Nachfüllen des Toners auf eigene Gefahr haben Sie leider immer ein deutliches Risiko, dass sich ein Teil der feine Tonsubstanz selbstständig macht und Sie selbst oder im schlimmsten Fall Ihre Kinder zu Hause damit in Kontakt kommen können.

Reinigung äußerst schwierig

Dann wische ich den Toner einfach weg, wenn ich etwas davon verschütte. – Dieses Argument fällt leider oft, wenn es um das Öffnen und den Refill der Tonercassette des Druckers geht. Doch genau dieses unkomplizierte Wegwischen ist beim feinen Toner-Stoff kaum möglich, da er wie eine Flüssigkeit selbst in kleinste Winkel dringen kann.


Im Klartext bedeutet das: Auf einer glatten und überschaubar großen Fläche kann der Toner (mit Ausnahme der Staub-Partikel, die per Luft bereits durch den betroffenen Raum getragen werden, mit einem feuchten Tuch gebunden und aufgewischt werden. Doch wie steht es mit unebenen Flächen oder Materialien, zum Beispiel dem Polster von Stühlen oder dem Sofa, kleinen Ritzen in der Tastatur des Computers oder des Telefons, mit unbehandelten Holzflächen oder gar mit dem Teppich?

Bei diesen Orten ist guter Rat schnell teuer. Denn das einfache und vollständige Aufsaugen des Toners mit dem Staubsauger ist nicht nur fast unmöglich – es ist sogar gefährlich. Denn die Kombination aus Farbe, Chemie und Metall hat es in sich. Tückisch, aber Realität: Sie kann Ladung aufnehmen und Ihnen über das Rohr des Staubsaugers einen empfindlichen elektrischen Schlag versetzen.

Die gesundheitlichen Risiken und die Probleme beim Entfernen ausgetretenen Toners lassen nur ein Fazit zu: Im häuslichen Bereich sollte niemand das Risiko des Toner-Wechsels in Eigenregie eingehen. Denn eine Ersparnis auf Kosten der eigenen Gesundheit und des Wohlergehens anderer Personen ist in jedem Fall keine Möglichkeit, die ernsthaft in Betracht gezogen werden sollte.

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Verschmutzung des Druckers vermeiden

Doch nicht nur die Kontamination der Umgebung, also der Räume, ist in Zusammenhang mit einem Refill des Toners zu beachten. Auch in den Drucker selbst könnte unter Umständen unkontrolliert das Toner-Pulver eindringen. Dort kann eine Verschmutzung dann zu Funktionsstörungen des Druckers führen. Und: Die feinen Partikel sind aus der eng verwinkelten Technik eines Druckers ebenso schwer zu lösen wie aus einem Teppich. Doch wie sieht es mit einem Tonerwechsel im beruflichen Kontext aus? Auch hier können sich diverse Schwierigkeiten ergeben.

Welcher Toner passt zu welchem Gerät?

Wer meint, Toner wäre ein allgemeiner und immer gleicher Stoff, der in jeden Drucker passt, hat schon den ersten Denkfehler. Denn zum einen ist es die unterschiedliche Technik, die jedem Drucker seinen speziellen Toner-Bedarf verleiht. Zum anderen sind es die unterschiedlichen Mischungen beim Toner, die dafür sorgen, dass nicht jeder Toner-Mix automatisch zu jedem Drucker passt und in ihm zur vollen Zufriedenheit des Anwenders verarbeitet werden kann.

Hier ein konkretes Beispiel: Der Druckvorgang erzeugt Wärme und benötigt diese auch, damit der Vorgang überhaupt funktionieren kann. Jedes Toner-Pulver hat seinen spezifischen Schmelzpunkt. Und dieses Schmelzen ist Voraussetzung für den korrekten Farbauftrag. Die Wärme wird in der Druckertrommel erzeugt. Reicht die Temperatur für den Schmelzpunkt des Toners jedoch nicht aus, ist die Voraussetzung für Druckvorgang überhaupt nicht gegeben.

Doch auch das Gegenteil bewirkt, dass nicht gedruckt werden kann: Erzeugt die Trommel des Druckers nämlich eine Temperatur, die über dem Schmelzpunkt des Toners liegt, verdampfen die Pigmente der Farbe und bleiben wirkungslos. Zudem kommt wieder das gesundheitliche Problem: Durch das Verdampfen belasten die die Gesundheit gefährdenden Schadstoffe die Luft im jeweiligen Raum.

Das bedeutet: Es muss beim Toner-Refill ganz genau darauf geachtet werden, welcher Toner und welches Modell eines Druckers miteinander auch wirklich kompatibel sind!

Toner und Toner – nicht immer kompatibel!

Nicht einmal die einzelnen Toner-Sorten müssen untereinander zwangsläufig kompatibel sein. Jedes Toner-Pulver ist ein bisschen anders gemischt wie das eines anderen Herstellers. Das kann unter Umständen dazu führen, dass sich der Rest des ursprünglichen (Original-)Toners nicht mit dem Pulver aus dem Refill vermischt. Auch dann ergibt sich ein Mix, der mit dem Bedarf des Druckers nicht mehr übereinstimmt und dessen Funktionsfähigkeit deutlich einschränkt oder sogar aussetzt.

Das bedeutet für Sie im Klartext, dass Sie mit dem Nachfüllen des Toners wirklich den Zeitpunkt abwarten müssen, an dem der Originaltoner wirklich leer ist. Selbst dies reicht noch nicht aus: Die Tonercassette muss wirklich akribisch vor den Rückständen des alten Toner-Pulvers gereinigt werden, um zu vermeiden, dass eine völlig neue Mischung entsteht.

Die Sache mit dem Chip

Nicht immer ist es ausreichend, den für das spezielle Druckermodell geeigneten Toner gefunden zu haben. Auch rund um das Befüllen können Druckerbesitzer noch einmal auf ungeahnten Schwierigkeiten stoßen. Viele Hersteller haben ihre Drucker nämlich mit einem speziellen Chip gesichert. Ist dies der Fall, können Sie Ihren Drucker zwar vorschriftsmäßig befüllen, aber er wird zunächst dennoch nicht drucken.

Der Grund dafür ist, dass der Chip dem Drucker Informationen über den Füllungszustand in der Cassette des Toners gibt und nach dem Befüllen einen Reset braucht. Findet dieser nicht statt, wird der Drucker immer noch davon ausgehen, dass der Toner leer ist – und weiterhin keinen Buchstaben aufs Papier bringen. Früher war es so, dass Sie durch den Chip nicht in der Lage waren, einem Markendrucker einen Toner zuzuführen, der aus dem Refill-Angebot eines anderen Herstellers stammte. Heute gibt es jedoch Rebuilt-Kartuschen, die über kompatible Chips verfügen.

Alternativen für den Privatgebrauch

Zu Hause, in den eigenen vier Wänden, ist das Nachfüllen des Toners auf eigene Gefahr aufgrund der Verschmutzungsgefahr und der in Zusammenhang damit stehenden Gesundheitsrisiken nicht empfehlenswert. Eine gute und günstige Alternative ist das Nachfüllen, das in speziellen Refill-Tonerkartuschen angeboten wird. Hier bleibt der Toner während des gesamten Nachrüstvorgangs in seinem Gehäuse und ein gefahrloses Wechseln ist möglich. Dieser Vorgang des Wechselns ist – im Gegensatz zum reinen Nachfüllen des Pulvers – daher auch möglich, wenn Sie keine Feinstaubmaske gegen das Einatmen der Partikel des Toners tragen.

Diese Refill-Cassetten haben zudem den Vorteil, dass sie günstig in der Anschaffung sind, aber dennoch ein gleiches, in manchen Fällen sogar besseres Druckbild als der Toner aus den Original-Kartuschen erzielen. Doch auch bei Verwendung dieser Refill-Kartuschen kommen Sie nicht darum herum, sich ab und zu einmal eine Original-Kartusche zu besorgen. Denn die Verschleißteile werden mit dem Nachfüllen des Toners nicht gewechselt, sodass ab und zu ein Kartuschenwechsel für die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Toners notwendig wird.

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Fazit

Bei einem Unternehmen mit einer größeren Anzahl von Druckern rentiert sich das Nachfüllen des Toners selbstverständlich. Dies kann auch verhältnismäßig organisiert über die Bühne gehen, wenn die entsprechende Firma über Fachkräfte verfügt. Diese können den Toner mit der Hilfe des eigenen Schutzes durch eine Feinstaubmaske ohne Einwirkung auf ihre Gesundheit wechseln.

Sie wissen um die Kompatibilität zwischen Drucker und den jeweiligen Toner-Modellen und sind auch versiert, wenn es darum geht, in Bezug auf einen integrierten Chip den für die Funktion des Druckers notwendigen Chip durchzuführen. Zudem ist es sinnvoll, dass der Wechsel der Toner in einem speziellen Raum erfolgt, der für den normalen Publikums- beziehungsweise Mitarbeiterverkehr ansonsten nicht zugänglich ist.

Ein weiterer Vorteil eines qualifizierten Spezialisten für den Toner-Wechsel betrifft die Entsorgung. Denn leere Tonerkartuschen können aufgrund der verbliebenen Gefahrenstoffe im Inneren selbstverständlich nicht in den normalen Müll gegeben werden. Die Profis sind dagegen in der Lage die leeren Tonerkartuschen zunächst fachgerecht zu verpacken und dann an eine professionelle Stelle der Entsorgung beziehungsweise Verwertung zu bringen.



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