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Digitalisieren – Letzte Rettung für alte Tonbänder, VHS und Co

Falsches Lagern und Materialzerfall drohen unsere Schätze wie alte Filmaufnahmen, Familienvideos oder Konzertmitschnitte unbrauchbar zu machen. Rettung für liebgewonnene Erinnerungen auf analogen Tonträgern verspricht professionelles Digitalisieren.

Zwischen analoger und digitaler Welt

Selbst wenn wir mittlerweile größtenteils in einer digitalen Welt leben, so ist doch unser analoges Erbe unübersehbar. Telefone mit Wählscheibe, Musikkassetten, Schallplatten … es ist nicht nötig, Trödler zu sein, um diesen Anblick zu kennen. Oftmals horten wir selbst noch Exponate aus der Zeit vor der digitalen Revolution zu Hause.

Freilich: Nicht alles verdient es, es bis in alle Ewigkeit aufzubewahren. Doch immer dann, wenn es um persönliche Erinnerungen oder Raritäten geht, stellt sich die Frage: Wie lassen sich Momente und Materialien dauerhaft nutzbar machen? Klar, durch Digitalisieren. Dabei lassen sich veraltete Medien so umwandeln, dass sie auf Computern, Smartphones, CD- oder DVD-Playern verwendbar sind. Dies dient nicht nur dem Nutzbarmachen, sondern auch dem vorläufigen Sichern.

Welche Medien lassen sich umwandeln?

Musikliebhaber besitzen in der Regel zwei Formate, die für das Digitalisieren in Frage kommen: Kompakt- oder Musikkassetten und Schallplatten, letztere wahlweise aus Schellack oder Vinyl. Daneben gibt es Formate, die bei Privatnutzern vergleichsweise selten vorhanden sind: Bänder für Heimtonbandgeräte oder Masterbänder aus Tonstudios. Natürlich lassen sich auch die Informationen auf solchen Trägern digital verwerten. Ein Fachbetrieb für Digitalisierung klärt hier über die in Frage kommenden Möglichkeiten auf.

Für Filmfans war lange Zeit das Video Home System (VHS) maßgeblich. Die 1980er- und 90er-Jahre bildeten die Hochzeit dieses Filmformats für Heimanwender. Dementsprechend befinden sich noch viele VHS-Kassetten in Kellern und auf Dachböden. Bis dahin regierte der Super-8-Schmalfilm die Wohnzimmer. Hier existieren ebenfalls noch Restbestände, die sich für eine Digitalisierung eignen. Kleiner Tipp am Rande: Ein Gang über den Flohmarkt fördert häufig noch so manches Schätzchen aus alter Zeit zu Tage.

Nicht zu vergessen: Fotoabzüge und Diapositive. Diese Materialien sind mithilfe eines Scanners relativ einfach zu digitalisieren. Allerdings haben sie selten unbeschadet die Jahre oder Jahrzehnte überstanden. Blasse Farben und Tonwerte erfordern in dem Fall ein intensives Nachbehandeln mittels eines Bildbearbeitungsprogramms.

Analoge Medien – nicht für die Ewigkeit gemacht

Im Gegensatz zu Schallplatten machen elektromagnetische Träger wie Kassetten und Tonbänder einen Alterungsprozess durch. Dabei kommt es häufig zum Entmagnetisieren einerseits und zum physischen Auflösen des Materials andererseits. Eine wichtige Rolle bei diesem Prozess spielt auch das Lagern.

Feuchtigkeit und Hitze verbieten sich von selbst. Wie auch immer – alle so vorhandenen Daten und Informationen sind auf Dauer gefährdet. Bei Fotos und Dias macht uns die Chemie einen Strich durch die Rechnung. Die Farbpalette eines fotografischen Abzugs auf Papier basiert auf den Farben Rot, Gelb und Blau – erzeugt durch chemische Reaktionen.

Temperaturen, Lichteinfall und Luftfeuchtigkeit wirken sich mit der Zeit unterschiedlich auf diese Farben aus. Daher kommt es zu den sogenannten Farbstichen. Bei sehr ungünstigen Verhältnissen verblassen die Farben auf Fotopapier bis zur Unkenntlichkeit. Fangen Sie daher lieber heute als morgen an, Ihre Fotos einzuscannen.

Digitalisieren – aber wie? Beispiel VHS

Es gibt mehrere Lösungsansätze, wie Privatnutzer ihre VHS-Kassetten ins digitale Zeitalter hinüber retten. Komfortabel geht das mit einem Kombigerät aus VHS-Laufwerk und DVD-Rekorder. Damit lassen sich nicht nur VHS-Tapes abspielen, sondern auch auf DVD brennen. Besitzt das Gerät darüber hinaus noch eine Festplatte, bietet sich diese als zusätzliches Speichermedium an.

Alternativ – bei einfachem VHS-Player – haben Sie die Möglichkeit, mithilfe des Computers zu digitalisieren. Dann schalten Sie zwischen beide Geräte einen Konverter (auch Video-Grabber genannt). Dieser empfängt das Videosignal und überträgt es über USB-Anschluss in Echtzeit auf den Rechner. Die eigentliche Aufnahme und das Bearbeiten regelt eine Software, die im Lieferumfang enthalten ist.

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Von Schallplatte zu mp3

Im Fall der Schallplatte bietet sich ebenfalls eine Kombination aus Alt und Neu an, nämlich in Form eines USB-Plattenspielers. Entweder erfolgt die Aufnahme direkt auf die Festplatte des PCs oder auf einen USB-Stick. Bevorzugen Sie die erste Lösung, achten Sie auf die Kompatibilität zu ihrem Betriebssystem. Unentbehrlich ist auch hier die passende Software. Liegt sie nicht dem Gerät bei, haben Sie die Möglichkeit, (kostenlose) Programme aus dem Internet herunterzuladen. Damit lassen sich einzelne Aufnahme-Parameter regeln und das Speicherformat festlegen.

Professionell digitalisieren lassen

Die Zahl der Kassetten- und VHS-Rekorder nimmt beständig ab. Neuware gibt es so gut wie gar nicht mehr auf dem Markt. Wo Geräte noch gebraucht zu erstehen sind, gibt es keine Garantie auf Funktionsfähigkeit. Das Dilemma ist offensichtlich: Bevor die analogen Medien aussterben, sind eher die analogen Abspielgeräte ausgestorben! Es spricht mithin einiges dafür, beim Digitalisieren fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zum einen verstehen Fachmänner- und -frauen ihr Handwerk und greifen auf einen großen Erfahrungsschatz zurück.

Zum anderen sind professionelle Betriebe mit Equipment ausgestattet, das sich für den Privatanwender anzuschaffen kaum lohnt. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn es sich um exotische Formate handelt. Historisch wertvolle Film- und Tondokumente gehören ebenfalls in qualifizierte Hände.

Unternehmen, die konventionelle Bild- und Tonträger in Bits und Bytes umwandeln, arbeiten mittlerweile flächendeckend. Einen Dienst in der näheren Umgebung zu finden, stellt kein Problem dar. Vergleichen Sie Preise und Angebote. Ein Vorabgespräch über Dauer und Aufwand gehört ebenfalls zu jedem guten Service.

Nach erfolgreichem Umwandeln erhalten Sie Ihre Dokumente wahlweise auf CD (Musik) oder DVD (Filme). Achten Sie idealerweise auf unkomprimierte Dateiformate für maximale Qualität. Handelt es sich um sehr große Datenvolumen, fragen Sie nach einem Transfer auf eine externe Festplatte oder einen USB-Stick. Das Erfüllen von zusätzlichen Wünschen ist von einem kundenfreundlichen Betrieb ebenfalls zu erwarten.

Digitalisieren um jeden Preis?

Ein Großteil der Musikalben und Filme, die auf Platte oder Videokassette veröffentlicht sind, gibt es heute auf digitalen Medien. Unter Umständen ist eine Neuanschaffung auf CD oder DVD günstiger, als Unmengen analoger Ton- und Filmträger auf moderne Speichermedien zu bannen. Ausgenommen davon sind natürlich limitierte Auflagen, rare Aufnahmen oder Unikate.

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Fazit

Bevor unersetzbare Erinnerungen auf Kassette, Schallplatte oder Film der Zeit zum Opfer fallen, digitalisieren Sie diese lieber. Je früher dies geschieht, desto besser. Besonders elektromagnetische Bänder unterliegen einem natürlichen Verfallsprozess. Wer noch über analoge Gerätschaften verfügt, hat mit etwas Aufwand und Einsatz die Möglichkeit, selbst loszulegen.

Knifflige Aufgaben oder Materialien von hohem Wert vertrauen Sie indes besser Fachleuten an. Dort sind Ihre analogen Kostbarkeiten optimal aufgehoben. So hören und sehen Sie Ihre persönlichen Momente, Highlights und Raritäten auch in Zukunft mit Freude – und erleben diese immer wieder neu.



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