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Cha-Cha-Cha war vorgestern: Welche Tanzstile sind heute modern?

Tanzen kommt nie aus der Mode. Dennoch gibt es Tanzstile, die ganz besonders angesagt sind. Welche das sind, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Tanz als Wohltat für Körper und Geist

Ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe, Tanzen macht einfach Spaß und ist eine hervorragende Möglichkeit, seinen Gefühlen körperlich Ausdruck zu verleihen. Den Körper im Rhythmus der Musik zu bewegen, den Takt zu spüren und die Melodie wirken zu lassen ist ein ganzheitliches Erlebnis, das alle Sinne erfasst. Dabei kann der Alltag vergessen und für kurze Zeit in eine andere Welt eingetaucht werden. Dies wirkt unheimlich entspannend und kann so helfen, einem Burn-out-Syndrom oder anderen psychischen Problemen vorzubeugen.

Darüber hinaus darf selbstverständlich auch der Aspekt der körperlichen Fitness nicht vergessen werden: Regelmäßig ausgeübt hält Tanzen den ganzen Körper fit. Es sorgt für trainierte Muskeln und verhilft zu einer guten Kondition. Somit wirkt sich Tanzen sowohl auf die psychische als auch die physische Gesundheit überaus positiv aus. Was bleibt, ist nur die Frage nach dem richtigen Tanzstil. Gerade in der heutigen Zeit gibt es neben klassischen Tänzen eine Vielzahl moderner Tanzstile, die überaus unterschiedlich sind.

Modern Dance

Moderner Tanz – auch bekannt als Ausdruckstanz, neuer künstlerischer Tanz, expressionistischer Tanz oder freier Tanz – ist der Gegenpol zum klassischen Tanz. Im Gegensatz zu diesem dient er nicht der Unterhaltung, sondern versteht sich vielmehr als eine Form des künstlerischen Ausdrucks. Er ist ein Mittel, um Gefühle auf künstlerisch anspruchsvolle Art und Weise zu verarbeiten und auszudrücken.

Die Wurzeln des Modern Dance reichen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Damals versuchte man in den USA, das klassische Ballett zu erneuern und vermischte dieses mit Elementen aus Pantomime, Stummfilm und Vaudeville. Im Anschluss entwickelte sich Modern Dance zu einem Gegenentwurf zum klassischen Ballett. Im Gegensatz zu diesem kommt es bei Modern Dance weniger auf technische Fehlerlosigkeit, sondern auf körperlichen Ausdruck sowie die Offenheit für Einflüsse aus anderen Kulturen an. Isadora Duncan ist eine der wichtigsten Vertreterinnen dieses Tanzstils.

In Tanzstudios findet man Modern Dance meist unter dem Begriff Jazz und Modern Dance (JMD). Dieser Tanzstil vereint zahlreiche Elemente aus amerikanischen, europäischen sowie afrikanischen Tanzstilen und gilt überdies als eine Mischform von Modern Dance, Jazz Dance und Ausdruckstanz. Wichtige Merkmale des JMD sind Intuition, Spontaneität sowie Improvisation. Die Techniken Zusammenziehen/Lösen, Fallen/Aufstehen sowie Gleichgewicht/Ungleichgewicht bieten den Tänzern die Möglichkeit, sich körperlich spontan auszudrücken.

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Jazz Dance

Ebenso wie Modern Dance entstand auch Jazz Dance zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte sich aus Einflüssen von Charleston, Turkey Trot, Cakewalk sowie Stepptanz. Die einzelnen Bewegungsmuster des Jazz Dance stammen aus afrikanischen Sklaventänzen ebenso wie aus asiatischen, indianischen, arabischen und europäischen Tänzen. Typisch für den Jazz Dance sind rhythmische Körperbewegungen, eine betonte Körperlinie sowie schnelle und genaue Fußarbeit.

Hip Hop

Hip Hop gilt als ein Abkömmling des Jazz Dance, sodass sowohl die Grundprinzipien der Bewegung als auch zahlreiche traditionelle Formen aus dem Vernacular Jazz Dance übernommen und an den neuen Musikstil angepasst wurden. Nachdem es sich bei Hip Hop zu Beginn eher um ein Underground-Phänomen gehandelt hat, haben sowohl Musik als auch Tanz längst Einzug in die Popkultur gehalten. Dementsprechend findet man Hip Hop-Tanz mittlerweile auch in den Programmen zahlreicher Tanzstudios. Seine große Verbreitung in der Musiklandschaft und bekannte Vertreter wie der Choreograph Detlef D! Soost haben viel zur Beliebtheit des Hip Hop-Tanzes beigetragen.

Postmoderner Tanz

Jeder Mensch ist ein Tänzer und jede Bewegung ist ein Tanz – so lautet das Credo des postmodernen Tanzes, der jede alltägliche Bewegung als aufführungswert erachtet.
Zu den typischen Elementen des postmodernen Tanzes zählen Freude an der Bewegung, ein besonderes Bewusstsein für die Realität, Parodie sowie Ironie. Der postmoderne Tanz gilt als Basis des Contemporary Dance.

Contemporary Dance

Contemporary Dance – auch zeitgenössischer Tanz genannt – umfasst als Begriff die gesamte choreographische Bühnentanzkunst der Gegenwart. In Deutschland liegen die Wurzeln des zeitgenössischen Tanzes in der Zeit des Expressionismus, dessen tänzerische Entsprechung er ist. Heute zählen Stilrichtungen wie New Dance, Post Modern Dance, choreographisches Theater, Tanztheater, Tanz-Tanztheater und choreographische Oper zur Gruppe des zeitgenössischen Tanzes.

In einer der jüngsten Entwicklungen finden auch Elemente aus asiatischen Kampfsporttechniken sowie Yoga Eingang in den zeitgenössischen Tanz. Die offene Struktur sowie die ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen sind zwei der wesentlichen Merkmale des Contemporary Dance, der sich in jüngster Zeit wieder deutlich gestiegener Popularität erfreut.

Eurhythmie

Diese Form des Tanzes geht auf den Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner zurück und versteht sich als eine Art expressionistische Kunst, die durch den Körper das ausdrücken soll, wozu die Sprache nicht in der Lage ist.

Übersetzt bedeutet der Begriff Eurhythmie so viel wie schöne Bewegung. Mithilfe dieser Tanzform können geistige und seelische Inhalte durch Gesten und Körperbewegungen dargestellt werden. Dass Eurhythmie auch die Möglichkeit des tänzerischen Ausdrucks von Lauten und Sprache bietet, unterscheidet sie von zahlreichen anderen rhythmischen Darstellungsformen.

Das Werk sowie seine Interpretation sind die Basis für die Entwicklung der Choreographie, auch Form genannt. Durch Bewegungen wird dann versucht, das Werk im Raum abzubilden. Hinzu kommen noch Gebärden als weitere Grundlage der Darstellung. Insgesamt bietet die Eurhythmie den Tänzern so einen großen Improvisationsspielraum.

Orientalischer Tanz

Hierzulande versteht man unter orientalischem Tanz in der Regel Bauchtanz. Bei diesem handelt es sich jedoch lediglich um eine Form des orientalischen Tanzes, und zwar um einen ägyptischen Solo-Tanz. Dieser gilt heute als Ursprung des westlichen Striptease. Bauchtanz ist ein komplexer Tanzstil, bei dem nicht nur Bauch, Hüften und Po, sondern auch Arme, Beine, Schultern und Kopf bewegt werden. Kennzeichnend für diesen Tanzstil sind isolierte Bewegungen einzelner Körperregionen, die entweder aus der Körpermitte – wie beim ägyptischen Bauchtanz – oder aber aus den Beinen – wie bei der westlichen Version – kommen können.

Typisch für die westliche Version des Bauchtanzes sind die vielen Bewegungen der Arme und Hände, die sich so im orientalischen Original nicht finden. Dort stellen Arme und Beine die Umrahmung des Körpers dar, während die Füße dem Grundrhythmus gehorchen, das Becken der Tabla folgt und Körper die Melodie versinnbildlicht.

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Poledance

Was bislang noch ausschließlich mit Nachtclubs in Verbindung gebracht wurde, hat sich inzwischen auch zum Trendsport abseits einschlägiger Etablissements entwickelt. Poledance bedeutet übersetzt so viel wie Stangentanz, was bereits viel über diese Form des Tanzes aussagt. So tanzt der Tänzer – oder meist die Tänzerin – an einer Metallstange und führt an dieser teilweise überaus artistisch anmutende Figuren vor.

Die Hauptkennzeichen dieses Tanzstils sind das kontrollierte Herabgleiten an der Stange sowie das Halten seitlicher sowie Über-Kopf-Position. Möglich wird dies durch Muskelkraft sowie der Unterstützung durch die Schwerkraft, durch die ausreichend Anpresskraft erzeugt wird. Beim Poledance werden besonders der Oberkörper sowie der Beckenbereich stark beansprucht, was gerade zu Beginn ungewohnt ist, da dies im Alltag eher untypisch ist.

Für jeden ein passender Tanz

Egal, ob Hip Hop-Tanz, Ausdruckstanz, Eurhythmie oder Poledance, das Angebot an zeitgenössischen Tanzstilen lässt kaum Wünsche offen. Dabei geht es im Gegensatz zu klassischen Tänzen längst nicht mehr (nur) um technische Fehlerlosigkeit und das einwandfreie Beherrschen des jeweiligen Tanzstils, sondern vielmehr darum, eine individuell passende Ausdrucksform für die eigenen Gefühle zu finden. So wirkt sich moderner Tanz nicht nur auf die körperliche Gesundheit und Fitness überaus positiv aus, sondern auch auf die Psyche.

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