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So bereiten Sie Ihr Fahrzeug auf die TÜV-Prüfung vor

Für einen Besuch beim TÜV gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Auto optimal auf die TÜV-Prüfung vorbereiten.

Darum ist das Überprüfen durch den TÜV so wichtig

In Deutschland ist es vorgeschrieben, Fahrzeuge in regelmäßigen Abständen zur Hauptuntersuchung – kurz HU – vorzuführen. In dieser stellt eine staatlich anerkannte Prüforganisation sicher, dass Ihr Fahrzeug keine verkehrs- und sicherheitstechnischen Mängel hat. Zu diesen Organisationen zählen TÜV Nord, TÜV Süd, TÜV Rheinland, GTÜ, TÜV Thüringen, TÜV Hanse sowie DEKRA. Der Ablauf sowie der Umfang der Untersuchung sind dabei in einer speziellen Richtlinie genau festgelegt. Dabei handelt es sich jedoch ausschließlich um eine Wirkungs-, Sicht- sowie Funktionsprüfung, bei der die Techniker keine Bauteile abmontieren oder zerlegen.

Darüber hinaus überprüft der zuständige Mitarbeiter, ob das Fahrzeug den Vorschriften der StVZO entspricht. Grundsätzlich sind Sie gezwungen, alle zulassungspflichtigen Fahrzeuge sowie Anhänger zur HU zu bringen. Ausnahmen gelten lediglich für Fahrzeuge der Bundespolizei, der Bundeswehr sowie Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen. Wie oft die HU fällig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich liegen die Untersuchungsintervalle zwischen zwölf und 36 Monaten. Normale PKW führen Sie das erste Mal nach 36 Monaten zur HU vor, danach alle 24 Monate.

Hat Ihr Fahrzeug die Hauptuntersuchung bestanden, erhalten Sie einen Stempel im Fahrzeugschein, eine Prüfbescheinigung sowie eine Prüfplakette am hinteren Kennzeichen Ihres Fahrzeugs. An dieser ist ersichtlich, in welchem Jahr und welchem Monat die nächste HU fällig ist. Darüber hinaus bekommen Sie auch einen Prüfbericht. Diesen weisen Sie bei Um- und Anmelden Ihres Fahrzeugs vor. Achtung: Wenn Sie die Frist für die HU um mehr als zwei Monate überschreiten, prüft die Organisation Ihr Fahrzeug intensiver.

Außerdem sind Sie gezwungen, einen Zuschlag von 20 Prozent sowie ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro zu bezahlen. Überziehen Sie die Frist um acht Monate oder mehr, drohen ein Bußgeld von 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Neben der HU gibt es auch die UMA – kurz für Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems. Diese kommt zwar häufig im Rahmen der Hauptuntersuchung zur Anwendung, ist jedoch auch separat möglich.

Dabei beachten Sie jedoch besser, dass die Abgasuntersuchung nicht länger als zwei Monate zurückliegt, wenn Sie die HU durchführen lassen. Führt die Prüforganisation die UMA separat durch, weisen Sie das Zertifikat über den bestandenen Emissionstest bei der HU vor. Bei Nicht-Bestehen der UMA gilt automatisch auch die HU als nicht bestanden und Ihr Fahrzeug erhält keine neue Prüfplakette. Die Kosten für die Hauptuntersuchung beginnen bei rund 65 Euro und hängen von der durchführenden Organisation ab. Die Abgasuntersuchung kostet etwa 25 Euro.

So prüft der TÜV

Im Rahmen der HU prüft der TÜV alle wichtigen Bauteile Ihres Fahrzeugs. Welche Punkte dies genau sind, ist in einer Checkliste festgehalten. Diese umfasst beim TÜV Rheinland beispielsweise 160 Punkte aus den Bereichen


– Karosserie: Korrosion, nachträglich angebrachte Bauteile
– Glas: Steinschläge, Scheibenwaschanlage, Rückspiegel
– Fahrgestell: Manschetten, Antriebswellen, Stoßdämpfer, Leitungen, Dichtheit, Rost
– Abgas- und Geräuschverhalten der Auspuffanlage
– Feuersicherheit der Kraftstoff- beziehungsweise Gasanlagen sowie der elektrischen Leitungen
– Lenkanlage: Dichtheit, Spiel, Spur, Störgeräusche, Vibrationen
– Bereifung und Räder: Mindestprofiltiefe, passende Räder- und Reifendimension, Beschädigungen, Luftdruck
– Bremsanlage: Dichtheit, Beschädigungen, Verschleiß, Bremsflüssigkeitsstand, Freigängigkeit, Bremsweg
– Ausrüstung: Verbandskasten, Warndreieck, Kennzeichen
– Beleuchtungseinrichtungen: Funktion, Beschädigungen, Oxidation, Leuchtweitenregulierung
– Allgemeines: Überprüfen der Fahrzeugidentifizierungsnummern


Findet der Prüfer Mängel, hält er diese in einem Prüfbericht fest. Dazu gibt es in der Regel auch eine detaillierte Erklärung. Wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug zur HU fahren, benötigen Sie folgende Unterlagen:


– Fahrzeugschein und Zulassungsbescheinigung Teil I
– Nachweis für Änderungsabnahme
– Allgemeine Betriebserlaubnis für Sonderzubehör

Um nicht unvorbereitet zur HU zu erscheinen, checken Sie Ihr Fahrzeug im Vorfeld am besten selbst durch. So erhalten Sie nicht nur einen ersten Eindruck von den zu erwartenden Mängeln, sondern sparen auch bares Geld. Zudem senkt ein Do-it-Yourself-Check das Risiko, dass Ihr Wagen bei der HU durchfällt, erheblich.

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Das prüfen Sie im Vorfeld besser selbst

1. Sammeln Sie alle wichtigen Papiere

Als ersten Vorbereitungsschritt legen Sie alle wichtigen Fahrzeugpapiere, die Sie für die TÜV-Prüfung benötigen, bereit. Zu diesen zählen der Fahrzeugschein, die Zulassungsbescheinigung I sowie alle Unterlagen, die eventuell vorgenommene Änderungen betreffen. Danach überprüfen Sie die Fahrzeugidentifizierungsnummer auf dem Fabrikschild sowie die Kennzeichen.

Alles ist nach Möglichkeit gut leserlich und schnell erkennbar. Überprüfen Sie außerdem, ob sich das vorgeschriebene Zubehör – Pannendreieck sowie Verbandskasten – in Ihrem Fahrzeug befindet. Werfen Sie einen Blick ins Innere Ihres Fahrzeugs und überprüfen Sie, ob alle Instrumente sowie das Lenkradschloss in Ordnung sind. Testen Sie des Weiteren, ob Hupe und Heizungsgebläse einwandfrei funktionieren.

2. Testen Sie die Funktion der Beleuchtung

Selbstverständlich ist es notwendig, dass alle Leuchten und Lampen an Ihrem Fahrzeug einwandfrei funktionieren. Dazu zählt nicht nur die Außenbeleuchtung wie Fern- und Rücklicht, sondern auch die Instrumentenbeleuchtung im Innenraum. Überprüfen Sie außerdem, ob Scheinwerfer und Leuchten Beschädigungen aufweisen oder Wasser in diese eindringt. Vergessen Sie auch nicht, auf die Leuchtweitenregulierung zu achten.

3. Überprüfen Sie Glas und Spiegel

Checken Sie alle Spiegel auf Schäden. Besonderes Augenmerk legen Sie dabei auf die Frontscheibe. Untersuchen Sie diese auf Steinschläge. Gerade im Blickfeld des Fahrers sind diese nicht zulässig. Darüber hinaus ist es natürlich auch wichtig, dass Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage einwandfrei funktionieren. Achten Sie auf Risse und Beschädigungen der Wischerblätter und auf den Füllstand des Scheibenwischwassers.

4. Werfen Sie einen gründlichen Blick auf die Karosserie

Durchrostungen sind nicht erlaubt. Untersuchen Sie daher die Karosserie Ihres Fahrzeugs gründlich auf Rost. Besonders die Unterseite des Fahrzeugs – Einstiege, Türunterkanten, Kotflügel, Front- und Heckblech – ist anfällig für Rost, da sie Wasser und Streugut stark ausgesetzt ist. Des Weiteren nehmen Sie auch alle Kanten gründlich unter die Lupe. Haben Sie nachträglich Teile an Ihrem Fahrzeug angebracht, sind Sie gezwungen, für diese eine allgemeine Betriebserlaubnis vorzuweisen.

5. Checken Sie Reifen und Räder

Zwingend notwendig ist, dass die Größe der Felgen und Reifen jenen Dimensionen entsprechen, die im Fahrzeugschein vorliegen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Reifen eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter aufweisen und in die richtige Laufrichtung zeigen. Achten Sie zudem auf Schäden an den Reifen – poröse Stellen, Risse, Schnitte, Beulen, eingefahrene Gegenstände – und Felgen sowie auf ein eventuell ungleichmäßig abgefahrenes Reifenprofil. Überprüfen Sie auch, ob die Reifen den richtigen Luftdruck haben – auch beim Reserverad!

6. Testen Sie die Lenkung

Die Lenkung testen Sie im Fahrbetrieb, indem Sie darauf achten, ob Ihr Wagen geradeaus fährt oder in eine Richtung zieht. Achten Sie außerdem darauf, ob die Lenkung Spiel hat und ob Sie während der Fahrt verdächtige Geräusche wahrnehmen. Ein Rappeln der Lenkung ist ebenfalls ein schlechtes Zeichen.

7. Nehmen Sie die Bremsen unter die Lupe

Mit Blick auf die Bremsanlage überprüfen Sie den Weg des Bremspedals sowie die Gummiauflage. Achten Sie zudem darauf, ob Ihr Fahrzeug beim Bremsen in eine Richtung zieht oder stabil bleibt. Wichtig ist ebenfalls, dass die Handbremse kräftig zieht.

8. Checken Sie die Elektrik

Zur Fahrzeugelektrik zählen die Kontrollleuchten des Kombiinstruments, die Instrumentenbeleuchtung, die Autobatterie, die Hupe, das Heizungsgebläse sowie alle elektrischen Anschlüsse. Vorgeschrieben ist, dass all diese Dinge einwandfrei funktionieren. Zudem überprüfen Sie, ob es Fehlermeldungen gibt.

9. Werfen Sie einen Blick auf Antrieb und Fahrgestell

Überprüfen Sie, ob der Motor Ihres Fahrzeugs Öl verliert oder sonstige Betriebsflüssigkeiten austreten. Sitzt Ihr Fahrzeug während der Fahrt manchmal auf? Das ist ein Zeichen für defekte Stoßdämpfer.

10. Hören Sie auch beim Auspuff hin

Wenn Ihr Fahrzeug in letzter Zeit ungewöhnlich laut ist, ist das ein Hinweis auf einen defekten Auspuff. Möglicherweise ist er an irgendeiner Stelle undicht. Weiß, blau oder schwarz verfärbte Abgase sind ebenfalls ein Zeichen für eine defekte Abgasanlage oder ein Problem am Motor.

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Fazit

Bevor Sie mit Ihrem Fahrzeug zur Hauptuntersuchung fahren, unterziehen Sie es unbedingt selbst einem Check. So haben Sie die Möglichkeit, einzuschätzen, in welchem Zustand sich Ihr Fahrzeug befindet. Sie sind in der Lage, eventuelle Mängel bereits im Vorfeld zu beheben, sodass Ihr Fahrzeug sicher eine neue Plakette bekommt. Zudem empfiehlt es sich, dass Sie Ihr Fahrzeug sowohl außen als auch innen gründlich reinigen und auf Vordermann bringen. Dies macht nämlich selbst bei den strengsten TÜV-Prüfern einen guten Eindruck und zeigt, dass Sie die Pflege Ihres Fahrzeugs ernstnehmen.



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