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Scheibentönung mit Folie und Co. – Regeln, Optionen, Kosten und Anleitungen

Das Tönen von Autoscheiben mittels Klebefolien ist sehr beliebt geworden. Anbei finden Sie eine Reihe von Tipps und Anleitungen zum erfolgreichen Kleben.

Von Anfang an Probleme mit dem TÜV vermeiden

Im Gegensatz zu manchen Ländern gibt es in Deutschland Vorschriften zum Folieren von Autoscheiben. So ist es bei uns nicht erlaubt, die Frontscheibe mit Folien zu verdunkeln. Auch die vorderen Seitenscheiben dürfen nicht beklebt werden. Eine weitere Regelung bezieht sich auf den Grad der Transparenz: Sind die Scheiben zu dunkel, wird man ebenfalls Probleme bekommen. Nun müssen Sie glücklicherweise kein Experte für solche Dinge sein.

Achten Sie beim Kauf einfach darauf, dass die jeweilige Folie laut Straßenverkehrsordnung (StVO) zugelassen ist. Ein entsprechender Hinweis ist auf der Verpackung zu finden. Wenn Sie die Folien online kaufen, können Sie den Hinweis in der Produktbeschreibung finden. Ein Tipp am Rande: Folien, die UV-Strahlen abhalten, haften meistens auch besser an der Scheibe.

Das benötigen Sie zum Folieren

Neben der eigentlichen Folie benötigen Sie eine Reihe von Hilfsmitteln. Diese sind:

  • Wasser
  • Geschirrspülmittel
  • Eine Sprühflasche
  • Ein Messer oder eine Schere
  • Mehrere Mikrofasertücher
  • Ein Glasschaber
  • Eine Heißluftpistole
  • Ein weiches Abstreichholz

Beim Glasschaber können Sie einen einfachen Haushaltsschaber für Cerankochfelder verwenden. Die Heißluftpistole kann nicht durch einen herkömmlichen Föhn ersetzt werden, da dieser zu wenig Hitze erzeugt.

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Richtige Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Damit nach getaner Arbeit alles schön aussieht, dürfen keine Schmutzpartikel unter die Folie gelangen. Das bedeutet, dass das Folieren in einem geschlossenen und staubfreien Raum erfolgen sollte. Ist diese Voraussetzung erfüllt, geht es nun an die Reinigung der Scheiben. Dazu geben Sie Wasser und einen kleinen Spritzer Geschirrspülmittel in den Sprüher. Nun tragen Sie das Wasser auf die Scheibe auf. Lassen Sie es ein bis zwei Minuten einwirken. Anschließend können Sie den Schmutz vorsichtig mit dem Glasschaber entfernen. Achten Sie darauf, dass die Scheibe dabei feucht ist. Ansonsten können Kratzer im Glas entstehen.

Während das Wasser einwirkt, können Sie die Folie schon mal in der passenden Größe ausschneiden. Ein paar Zentimeter zu viel stellen dabei kein Problem dar. Achten Sie aber darauf, dass die Zulassungsnummer nicht abgeschnitten wird. Diese muss nach getaner Arbeit am Scheibenrand ablesbar sein.

Es geht los – Folieren für Anfänger

Nun wird die Scheibe nochmals eingesprüht. Anschließend legen Sie die Folie vorsichtig auf das Fensterglas. Achten Sie dabei darauf, dass die Deckfolie oben liegt. Anschließend streichen Sie vorsichtig mit dem Abstreichholz über die Folie, um das Wasser zu entfernen. Wenn bei dieser Arbeit Falten in der Folie entstehen, ist das kein Beinbruch. Wir werden uns gleich darum kümmern. Zu diesem Zweck greifen Sie nun zur Heißluftpistole.

Erwärmen Sie die Folie damit, um die Falten loszuwerden. Gehen Sie dabei vorsichtig vor und steigern Sie die Hitze langsam, bis sie die Falten verschwinden lässt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: Eine zu hohe Hitze würde die Folie zerstören. Seien Sie also behutsam. Dieser Teil der Arbeit ist beendet, wenn die Folie faltenfrei auf der gewölbten Scheibe liegt. Eventuell überstehende Teile der Tönungsfolie können jetzt abgeschnitten werden. Anschließend entfernen Sie die Folie vorsichtig von der Autoscheibe und besprühen beide mit Wasser.

Die eigentliche Klebearbeit

Jetzt wird die Deckfolie von der Tönungsfolie entfernt. Besprühen Sie die Klebeseite der Scheibenfolie und die zu beklebende Scheibe. Dann wird die Tönungsfolie mit der Klebeseite nach unten vorsichtig auf die Scheibe gelegt. Sollte Sie nicht gleich exakt aufliegen, ist dies kein Grund zur Panik. In dem Fall verschieben Sie die Folie einfach vorsichtig, bis sie passt. Wenn alles sitzt, sprühen Sie sie erneut ein. Danach nutzen Sie das Abstreichholz, um das Wasser, das sich zwischen Scheibe und Folie befindet, zu entfernen.

Es ist dabei sehr wichtig, dass die Oberfläche der Folie feucht bleibt. Andernfalls könnte Sie beim Abstreichen beschädigt werden. In dem Fall wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen. Sprühen Sie also bei Bedarf ruhig nach. An dieser Stelle kommen nun auch unsere Mikrofasertücher zum Einsatz: Mit ihnen können Sie das Wasser wegwischen, das unter der Folie herauskommt.

Nach dem Kleben ist vor dem Kleben

Wenn bisher alles gut gegangen ist, haben Sie sich wirklich eine Pause verdient. Lassen Sie Ihr Auto in der Garage stehen und gönnen Sie sich einen kühlen Schluck. Danach können Sie sich den restlichen Scheiben widmen. Hier wird alles genauso gemacht, wie bisher beschrieben. Arbeiten Sie konzentriert und behutsam und erfreuen Sie sich anschließend an den Früchten Ihrer Arbeit.

Bevor Sie sich aber in den Alltag als Besitzer eines frisch folierten Autos begeben, sollten Sie noch eine letzte Sache beachten: Die Härtungsdauer der Folien. Das bedeutet schlicht und einfach, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis alles schön hart und sicher ist. Als ungefähre Empfehlung kann man hier von vier Wochen ausgehen. Genauere Angaben zur Härtungsdauer finden Sie auf der Verpackung. Während dieser Zeit sollten Sie einen Bogen um Waschstraßen, Dampfstrahler und überhaupt alles machen, was die Folie beschädigen könnte. Danach können Sie Ihre Autoscheiben sorglos reinigen.

Selbermachen vs. Profi beauftragen

Die Kosten für eine Folierung der Autofenster setzen sich aus den benötigten Materialien und der Arbeitszeit zusammen. Bei den benötigten Materialien haben Sie es zuerst mit den Kosten für die Folien zu tun. Diese richten sich nach der Qualität der Klebefolien. Wenn Sie hier günstig einkaufen, sollten Sie etwa 15 Euro pro Scheibe einrechnen.

Empfehlenswerter sind höherwertigere Folien, die mit rund 25 bis 30 Euro pro Scheibe zu Buche schlagen. Wenn Sie sich für eine höherwertige Lösung entscheiden, ergibt das bei drei Scheiben also 75 bis 90 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die benötigten Werkzeuge. Die meisten dieser Hilfsmittel sind in jedem normalen Haushalt vorhanden. Gemeint sind Wasser, Spülmittel, eine Sprühflasche, Messer oder Schere. Das Abstreichholz ist bei manchen Folien im Lieferumfang enthalten. Mikrofasertücher, soweit nicht schon vorhanden, kosten nicht die Welt. Auch ein Glasschaber ist für wenige Euros in vielen Läden erhältlich.

Schwieriger wird es hingegen bei der Heißluftpistole. Hier bewegen sich die Preise in einem Bereich, der sich von rund 20 Euro bis zu über 70 Euro erstreckt. Dabei muss beachtet werden, dass man eine gewisse Hitze benötigt. Eine Heißluftpistole, die nicht mehr Wärme liefert als ein Föhn, hilft uns hier nicht weiter. Im besten Fall findet sich ein freundlicher Nachbar oder Arbeitskollege, der ein solches Gerät besitzt und uns zur Verfügung stellt. Andernfalls muss sie gekauft werden.

Damit kommen Gesamtkosten von 100 bis 150 Euro zusammen. Es kostet also nicht die Welt. Andererseits liegt das schon sehr nahe an dem, was eine professionelle Werkstatt für diese Arbeit verlangen würde. Wenn man Freude am Selbermachen hat und das notwendige Geschick mitbringt, kann das Folieren eine sehr schöne Sache sein. Sollte es jedoch am notwendigen Fingerspitzengefühl (oder einem staubfreien Raum) mangeln, ist es durchaus kein Beinbruch, hier die Profis zu beauftragen.

Schließlich soll noch erwähnt werden, dass es eine Alternative zum Bekleben gibt. Hier werden die Scheiben selbst getönt. Da man diese aber dazu ausbauen muss, sollte man sich wirklich nur daran wagen, wenn man

a) ein guter Mechaniker ist und
b) die notwendige Ausrüstung besitzt

Lässt man die Scheiben in einer Werkstatt tönen, fallen die Kosten deutlich höher als beim Folieren aus. Im Gegenzug erhält man eine hochwertigere Lösung, die auch sehr schön anzusehen ist. Hier kann nur der persönliche Geschmack und Kontostand eine Entscheidung treffen.

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Fazit

Getönte Scheiben machen das Autofahren schöner. Der einfachste Weg besteht in der Verwendung von Klebefolien. Vorausgesetzt, dass man genügend handwerkliches Geschick und Feingefühl mitbringt, kann man hier durchaus selbst Hand anlegen. Ein allzu großer Kostenvorteil entsteht dabei jedoch nicht. So ist es letztlich die Freude am Selbermachen, die man hier ungestört ausleben kann. Alle anderen können den Wagen in die Werkstatt bringen und die gewonnene Zeit nutzen, um sich an anderen Dingen zu erfreuen. Zum Beispiel an einem gemütlichen Grillnachmittag.

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