Wechselduschen beleben nicht nur Geist und Körper, sondern haben zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Darüber hinaus können sie ganz einfach zu Hause in der eigenen Dusche durchgeführt werden.
Von warm auf kalt und wieder zurück
Nach einem langen Tag gibt kaum etwas, das mehr entspannt als eine
heiße Dusche. Besonders bei ungemütlichem Schmuddelwetter lässt es sich unter der heißen Dusche so richtig schön
aufwärmen und Wind, Wetter und Stress vergessen. Dazu noch ein richtig toll duftendes und pflegendes Duschgel und das
Wohlfühl-Erlebnis ist perfekt. Doch so angenehm dies auch sein mag,
für den Körper ist der sprichwörtliche
Sprung ins kalte Wasser dennoch
besser.
Vielen mag zwar alleine schon der Gedanke an eine kalte Dusche eine
Abschreckung sein, die
gesundheitlichen Vorteile einer solchen sind dennoch
nicht von der Hand zu weisen. Sollten Sie zudem zu denjenigen zählen, die lieber morgens duschen, gibt es kaum etwas , das mehr belebt als ein
kalter Guss, wenn der Tag noch jung ist. Noch mehr zu empfehlen sind natürlich
ausgiebige Wechselduschen, bei denen Sie Ihren Körper abwechselnd mit heißem und kaltem Wasser abduschen. So bringen Sie
Körper und Geist auf Trab und können auch von langfristigen gesundheitlichen Vorteilen profitieren.
Das versteht man unter Wechselduschen
Der Begriff
Wechselduschen bezeichnet das abwechselnde Abduschen mit heißem und kaltem Wasser. Dieser Vorgang ist so ähnlich wie die
Wassertherapie nach dem berühmten
Sebastian Kneipp, doch viel einfacher. Ähnliche Therapieformen waren jedoch schon lange vorher im alten Rom bekannt und beliebt. Wechselduschen werden zahlreiche
gesundheitsfördernde sowie kosmetische Effekte nachgesagt.
Viele dieser Wirkungen sind mittlerweile auch in Studien
wissenschaftlich bestätigt worden. Heute werden Behandlungen nach dem Prinzip der Wechselduschen meist in Wellness-Einrichtungen angeboten. Zu den großen Vorteilen der Wechselduschen zählt jedoch, dass sie ganz einfach und effektiv
zu Hause durchgeführt und darüber hinaus auch problemlos in den üblichen Tagesablauf eingebaut werden können. Somit sind sie für einen großen Personenkreis geeignet.
So stärken Wechselduschen die Gesundheit
Wechselduschen haben nachweislich zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit.
Dazu zählen:
- Abhärtung,
- Stärkung der Abwehrkräfte,
- Entgiftung der Muskeln,
- kürzere Erholungsphasen nach sportlichen Aktivitäten,
- Steigerung von zu niedrigem Blutdruck,
- Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems sowie
- Stärkung der Gefäße.
Abhärtung und Stärkung der Abwehrkräfte
Wechselduschen haben einen
ähnlichen Effekt auf das Immunsystem wie
Saunagänge. So können Sie sich mit Wechselduschen bereits vor dem Beginn der ersten Erkältungswelle optimal auf diese vorbereiten und Ihre
Abwehrkräfte stärken. In Kombination mit einer ausgewogenen,
vitaminreichen Ernährung haben Sie so gute Chancen,
gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Führen Sie Wechselduschen
regelmäßig das ganze Jahr über durch, können Sie Ihr Immunsystem allgemein stärken und insgesamt
widerstandsfähiger gegen Krankheiten werden. So tun Sie Ihrem Körper auf natürliche Weise etwas Gutes und umgehen die Einnahme künstlich hergestellter Mittel zur Stärkung des Immunsystems.
Entgiftung der Muskeln
Durch den sich bei Wechselduschen wiederholenden Wechsel zwischen heißem und kaltem Wasser ziehen sich die Muskeln zusammen und lockern sich wieder. Dies kann dazu führen, dass
schädliche Stoffe aus den Muskeln
rascher abtransportiert werden. Somit entgiftet der Muskel und wird besser mit Sauerstoff versorgt als zuvor.
Kürzere Erholungsphasen nach sportlichen Aktivitäten
Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich regelmäßig durchgeführte Wechselduschen
positiv auf die Erholungsphasen nach dem Sport auswirken. Diese werden zunehmend kürzer, da der Körper in der Lage ist, sich schneller zu regenerieren. Besonders nach dem Sport durchgeführte Wechselduschen sind einer raschen körperlichen Regeneration dienlich und helfen zudem,
Muskelkater zu verhindern.
Steigerung von zu niedrigem Blutdruck
Wechselduschen können sich nachweislich
positiv auf zu niedrigen Blutdruck auswirken. Sollten Sie also unter zu niedrigem Blutdruck, in Fachkreisen Hypotonie genannt, leiden, sind Wechselduschen ein einfacher, aber effizienter Weg, Ihren Blutdruck zu steigern. Auch die mit zu niedrigem Blutdruck verbundenen Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, rasches Ermüden und kalte Extremitäten können mit Wechselduschen langfristig und nachhaltig bekämpft werden.
Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
Wechselduschen tragen allgemein zu einer
Stärkung des Herz-Kreislaufsystems bei, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden. Wenn Sie unter Kreislaufproblemen leiden, können Sie mit Wechselduschen zur Stabilisierung Ihres Kreislaufs beitragen und Symptomen wie Schwindel und Müdigkeit entgegenwirken. Bei Kreislaufproblemen sollten Sie jedoch unbedingt langsam und vorsichtig mit den Wechselduschen beginnen, um Ihren Kreislauf nicht zu überfordern. Tasten Sie sich langsam heran und achten Sie darauf, wie Ihr Körper reagiert.
Stärkung der Gefäße
Mit Wechselduschen können Sie Ihre Gefäßwände stärken und Ihre Gefäße daran gewöhnen, sich schnell zusammenzuziehen und wieder auszudehnen. Dies hat sowohl einen
positiven Effekt bei zu niedrigem Blutdruck als auch bei Kreislaufproblemen und kann helfen, diese zu stabilisieren. Darüber hinaus wird auf diese Weise auch die
Durchblutung gefördert, was neben zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen auch den Effekt hat, dass Sie im Winter nicht so schnell unter kalten Füßen leiden und auch die allgemeine Kälteempfindlichkeit geringer wird.
Die kosmetischen Effekte von Wechselduschen
Wechselduschen
wirken sich nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch
auf zahlreiche kosmetische Probleme positiv aus. Besonders im
Kampf gegen Cellulite gelten Heiß-Kalt-Güsse als
echte Geheimwaffe, die die unschönen Dellen an Oberschenkeln und Po verschwinden lässt. Auch dieser Effekt ist auf das Zusammenziehen und Ausdehnen der Blutgefäße unter heißem und kaltem Wasser zurückzuführen. So werden Durchblutung und Stoffwechsel angeregt, was unter anderem zu einem rascheren Abbau von Schlacken und Fett führt.
Auch bei
Besenreisern – kleinen, geweiteten Venen unter der Oberhaut – können Wechselduschen eine
sichtbare Verbesserung bringen, sodass die unschönen rotblauen Blutgefäße weit weniger hervorstechen. In Kombination mit einer gesunden Ernährung und viel Bewegung können Wechselduschen so einen wichtigen Beitrag zu einem festeren Gewebe und ebenmäßigeren Hautbild leisten.
So führen Sie Wechselduschen durch
Beim Wechselduschen sollten Sie
mit warmem Wasser beginnen. Brausen Sie langsam Ihre Füße ab und finden Sie die passende Temperatur für sich. Grundsätzlich gilt:
Je heißer und je kälter das Wasser ist, umso größer ist auch der zu erwartende Effekt. Dennoch sollten Sie sich an Ihre ganz persönliche Wohlfühltemperatur herantasten und es keinesfalls übertreiben. Besonders, wenn Sie unter
Kreislaufproblemen leiden, sollten Sie
keine zu hohen Temperaturunterschiede wählen, um Ihren Kreislauf nicht unnötig zu destabilisieren und keine akuten Kreislaufprobleme zu riskieren.
Beginnen Sie auf der
rechten Körperseite und gehen Sie mit dem Duschkopf vom
rechten Fuß aufwärts. Achten Sie darauf, immer
von außen nach innen zu duschen, und geben Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit, sich an die Temperatur des Wassers zu gewöhnen. Bearbeiten Sie
den rechten Arm, die Schultern und den linken Arm. Gehen Sie auf der
linken Körperseite über die linke Schulter, den linken Arm, Hüfte und Po wieder nach unten bis zum linken Fuß.
Fortgeschrittene können auch den
Bauch und den Rücken abduschen. Nachdem Sie diesen Durchgang erledigt haben, stellen Sie die
Wassertemperatur auf kalt und wiederholen sie den Vorgang. Insgesamt sollten Sie
drei Mal so verfahren, um einen positiven Effekt zu erzielen. Wichtig ist vor allem, dass Sie
mit einem Kaltwasserdurchgang abschließen, sodass die Gefäße am Ende der Behandlung zusammengezogen sind. So erhalten Sie die volle positive Wirkung von Wechselduschen.
Wann sollte man Wechselduschen nicht anwenden?
Obwohl Wechselduschen im Große und Ganzen der Gesundheit überaus zuträglich sind, gibt es Ausnahmefälle, in denen man vorsichtig sein oder gänzlich auf Wechselduschen
verzichten sollte. Wenn Sie unter
Kreislaufproblemen leiden, sollten Sie sich langsam und mit Vorsicht an Wechselduschen herantasten. Beginnen Sie am besten mit
kleinen Wechselduschen, bei denen Sie nur die Füße und Beine abduschen, und vermeiden Sie allzu große Temperaturunterschiede.
Achten Sie unbedingt darauf, wie Ihr Körper reagiert, und
überfordern Sie Ihren Kreislauf nicht. Vermeiden Sie das Abduschen des Brustkorbs und gehen Sie mit dem Wasserstrahl nicht höher als bis zur Hüfte. Wenn Sie unter Herzproblemen leiden, sollten Sie grundsätzlich auf Wechselduschen verzichten oder vorher mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen.
Fazit
Wechselduschen sind eine
einfache und effiziente Möglichkeit, Ihrer
Gesundheit zu Hause etwas Gutes zu tun. Durch die Heiß-Kalt-Güsse fühlen Sie sich nicht nur
voller Energie, sondern können auch Ihr Immunsystem stärken, zu niedrigen Blutdruck bekämpfen und Ihr Herz-Kreislaufsystem auf Trab bringen. Auch im Kampf gegen Cellulite gelten Wechselduschen als echte Geheimwaffe, die, regelmäßig durchgeführt, für einen wesentlich glatteren Po sowie ebenmäßige Oberschenkel sorgt.