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Eigene Welpen verkaufen: Wie Sie Ihre eigene Hundezucht aufbauen

Die eigene Hundezucht ist ein lang gehegter Traum von vielen Hundehaltern. Doch der Weg dorthin ist mit zahlreichen Hindernissen gespickt, die es zu überwinden gilt.

Hundezucht: Gewerblich oder privat?

Zunächst ist zu klären, ob es sich bei einer Hundezucht um ein gewerbliches Vorhaben handelt. Der Gesetzgeber geht davon laut Tierschutzgesetz aus, wenn drei oder mehr fortpflanzungsfähige Hündinnen Teil einer Zucht sind. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Richtlinie. Zum Teil kann eine Gewerbsmäßigkeit auch schon bei weniger Hündinnen vermutet werden. Für eine kleine private Zucht sind keinerlei Anmeldungen nötig. Selbst das Verkaufen der Welpen ist kein Problem, solange sich alles in einem überschaubaren Rahmen bewegt. Sobald eine Hundezucht mit Gewinnabsicht betrieben wird, ändert sich dies aber drastisch.

Der lange Weg zur anerkannten Hundezucht

Wer es mit seiner Hundezucht ernst meint und den Schritt zum Gewerbe wagen möchte, muss sich zunächst bei einem zuständigen Verein anmelden. Ein solcher findet sich in jeder größeren Ortschaft und zum Teil auch in kleineren Gemeinden. Der Verein sollte Teil eines Verbandes sein, wie beispielsweise dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Ist dies der Fall, wird die Hundezucht eines Mitglieds bundesweit, zum Teil sogar international anerkannt. Das ist bei freien Vereinen nicht der Fall. Solche werden in der Regel nur von anderen freien Vereinen anerkannt. Für die Zucht selbst ist das nicht entscheidend. Es kann jedoch großen Einfluss auf die Verkaufsmöglichkeiten von Welpen nehmen. Nicht wenige Hundehalter legen großen Wert darauf, dass eine Zucht von einem großen Verband abgesegnet wird.

Die genauen Anforderungen für das Aufbauen einer Hundezucht unterscheiden sich von Ort zu Ort und werden hier deshalb nur beispielhaft umrissen. Eine gute Idee ist es, wenn Sie örtliche Schulungen für angehende Hundezüchter besuchen. Dort erfahren Interessierte nicht nur alles über lokale Bestimmungen. Sie erhalten auch Zertifikate, mit denen die eigenen Fähigkeiten später bei anderen Züchtern und möglichen Käufern nachgewiesen werden können.

Die erste Hündin

Die erste Hündin kaufen neue Züchter am besten von einem anderen Mitglied ihres Vereins. Das so erhaltene Tier erfüllt in der Regel alle Anforderungen eines Vereins und ermöglicht damit einen unproblematischen Einstieg. Bevor es zur Zucht gehen kann, stehen aber je nach Rasse noch einige Termine an. Dazu gehört etwa die Vorführung auf Ausstellungen, wo dem Tier eine Formwertnote gegeben wird.

Diese sollte natürlich möglichst gut ausfallen. Das Minimum für den Aufbau einer eigenen Zucht legen auch hier die Vereine selbst fest. Mit einer guten Note im Gepäck geht es nun zu einer Zuchttauglichkeitsprüfung. Bei Hunderassen, die für gewerbliche Arbeiten verwendet werden können, ist außerdem eine Arbeitsprüfung erforderlich. Ist auch das erledigt, folgen noch Gesundheitsuntersuchungen. Welche genau, hängt erneut von der Rasse und dem zuständigen Verein ab. Sind alle diese Schritte erledigt, hat ein Hundehalter seine erste zuchtfähige Hündin für den gewerblichen Gebrauch.

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Einen Zwinger anmelden

Der nächste Schritt besteht nun darin, einen neuen Zwinger beim Hauptverein anzumelden. Bevor dieser anerkannt wird, kommt es zu einer Besichtigung. Auch hier müssen Sie wieder verschiedene Auflagen erfüllen. Tendenziell benötigt man für große Hunderassen auch einen entsprechend großen Zwinger. Oftmals ist auch ein großzügiges Außenareal vorgeschrieben. Für kleinere Hunderassen ist hingegen eine Aufzucht auch im Inneren eines Hauses möglich, solange Sie für genügend Auslauf sorgen. Es sollte sich dabei niemand entmutigen lassen, wenn es bei der ersten Besichtigung zu Beanstandungen kommt. Solche Kritik sollten Sie eher als Hilfe verstehen. Mit den Tipps der Experten können Hundehalter den eigenen Zwinger genau auf die jeweilige Rasse optimieren.

Jetzt wird gezüchtet

Segnet ein Verein einen Zwinger ab, steht einer Zucht nichts mehr im Wege. Dafür braucht es nur noch einen passenden Rüden. Jener sollte möglichst gut zu einer Hündin passen. Wer sich bei der Wahl unsicher ist, erhält wertvolle Tipps bei einem Zuchtwart. Der erste Wurf kann aber nicht direkt verkauft werden. Stattdessen müssen Sie das freudige Ereignis dem zuständigen Verein melden. Dieser führt dann zwei Besichtigungen durch.

Eine direkt nach dem Wurf und eine weitere nach etwa acht Wochen. Beim Termin der zweiten Besichtigung müssen Hundehalter die Tiere bereits gechipt, entwurmt und geimpft haben. Hat der Verein dann nichts zu beanstanden, können die Tiere endlich verkauft werden. Wo und wie, ist dem Züchter überlassen. Die Zucht kann dann von vorne beginnen und beim zweiten Mal klappt vieles gleich besser.

Das Finanzamt nicht vergessen

Mit dem Papierkram ist es aber leider auch nach dem ersten erfolgreichen Wurf noch nicht getan. Eine gewerbliche Zucht müssen Sie in jedem Fall dem Finanzamt melden. Dabei ist es auch unerheblich, ob nur geringe Einnahmen erzielt werden. Ohne Frage haben Züchter aber hohe Kosten, die das Finanzamt berücksichtigt. Generell gilt aber, dass jeder verdiente Euro meldungspflichtig ist.

Wer seine Einnahmen aus einer Zucht verschweigt, geht ein hohes Risiko ein. Ebenfalls müssen Züchter an passende Versicherungen denken. Bei einer Besichtigung durch einen Interessenten kann es schon mal zu Unfällen kommen, selbst wenn ein Züchter noch so vorsichtig ist. Eine Haftpflichtversicherung für den eigenen Zwinger sorgt für einen guten finanziellen Schutz in solchen Fällen.

Eine Hundezucht ist kein Solo-Projekt

Nur die wenigsten schaffen es, eine komplette Hundezucht ganz alleine aufzubauen und langfristig auf professionellem Niveau zu betreiben. Mit der richtigen Hilfe läuft ein solches Geschäft deutlich besser, was letztlich auch den Tieren zugutekommt. Wer beispielsweise jemanden für die Verwaltung oder die Steuern zur Hilfe holt, kann sich mehr um die Tiere kümmern.

Lange Sitzungen am Schreibtisch sind dann nicht mehr nötig. Darüber hinaus müssen Sie auch an den eigenen Urlaub denken. Einfach mal ein paar Wochen wegzufahren, ist mit einer Hundezucht kaum möglich. Die Tiere kennen keinen Urlaub und müssen ständig versorgt werden, auch an Feiertagen und am Wochenende. Für solche Zeiten können sich Züchter eine Vertretung suchen. Dabei sollte es sich um jemanden handeln, der sich mit der Thematik gut auskennt.

Auch schon beim Aufbau einer Hundezucht sind helfende Hände das A und O. Für unerfahrene Züchter gibt es unzählige Stolpersteine. Wer hier immer wieder auf Probleme trifft, beraubt sich unnötig der eigenen Motivation. Im besten Fall erfolgt der Weg zur eigenen Hundezucht deshalb geplant und mit wenigstens einem Experten an Bord. Übrigens kann ein solcher auch bei einer privaten Hundezucht aushelfen. Dann sind Themen wie die Verwaltung oder Steuern allerdings kein Thema. Doch Hundehalter können von erfahrenen Hundehaltern oder Züchtern so einiges über die Zucht an sich erfahren. Mit diesem Wissen können Sie die Ergebnisse deutlich verbessern.

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Fazit

Der Weg zur eigenen Hundezucht ist kein Zuckerschlecken. Gerade bei gewerblichen Vorhaben stehen einem angehenden Züchter viele Hindernisse im Weg. Dadurch soll sich aber niemand entmutigt fühlen. Mit genügend Ausdauer und der richtigen Herangehensweise muss die eigene Hundezucht kein Traum bleiben. In der Anfangszeit ist die passende Hilfe Gold wert.

Mit einem Experten an der Seite gelingt Ihnen das Erfüllen der zahlreichen Anforderungen mit Leichtigkeit. Helfende Hände bei organisatorischen Aufgaben ermöglichen außerdem mehr Konzentration auf die Tiere an sich. Wer also den Schritt zur eigenen Hundezucht wagen möchte, macht dies am besten nicht allein.



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