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Altersvorsorge verstehen: Was du wirklich brauchst (und was dir niemand in 30 Sekunden erklärt)

Altersvorsorge ist so ein Thema, das man gern „morgen“ macht. Morgen, wenn mehr Zeit ist. Morgen, wenn das Gehalt steigt. Morgen, wenn die Nachrichten nicht schon wieder von Inflation, Rentenlücke und irgendeiner Reform sprechen. Und dann sitzt man da, klickt sich durchs Internet, liest drei widersprüchliche Meinungen – und denkt: „Okay … aber was heißt das jetzt für mich?“

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Aktuelle Bewertung für Altersvorsorge

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Beratung zur BU

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Super Finanzberater

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TGI Finanzpartner GmbH & Co. KG

Wohnungsfinanzierung

Ein stets freundliches und kompetentes Team! Klare Weiterempfehlung!

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Matthias Tuchel - Die Werteschöpfer Finanz GmbH

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Der Kontakt kam aufgrund einer Immobilienfinanzierung zustande. Diese konnte zu weitaus besserenKonditionen gestaltet werden, als die drei unsererseits vor O...

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Hoesch & Partner GmbH - Versicherungsmakler Düsseldorf

Beratung für eine BU

Herr Böttenberg hat mich umfangreich, geduldig und mE nach sehr transparent beraten. Auf meine zahlreichen Nachfragen erhielt ich jeweils breite Erläuterunge...

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UFKB Frankfurt am Main - Unabhängiger Versicherungsmakler

FAMILIE mit einem Kind - PKV ja oder nein?

Ich bin angestellt und hatte bisher wenig Berührung mit PKV-Themen, spürte jedoch in den letzten Jahren die Herausforderungen als GKV versicherter mit der Fa...

Altersvorsorge verstehen: Was du wirklich brauchst (und was dir niemand in 30 Sekunden erklärt)

Inhaltsverzeichnis

Rentenlücke: Wo sie herkommt (und warum sie sich oft „leise“ einschleicht)

Die Rentenlücke ist selten ein dramatischer Knall. Sie ist eher wie ein Wasserhahn, der nachts ganz leicht tropft: Man merkt’s nicht sofort, aber irgendwann ist der Eimer voll. Bei vielen entsteht die Lücke, weil das Einkommen im Alter sinkt, während Ausgaben teilweise gleich bleiben – oder sogar steigen (Miete, Gesundheit, Unterstützung für Familie, na ja, das Leben eben). Dazu kommt: Lebensläufe sind brüchiger geworden. Elternzeit, Teilzeit, Jobwechsel, Selbstständigkeit, Phasen im Ausland – alles normal, aber nicht immer rentenfreundlich.

    Woran du deine Rentenlücke grob erkennst
  • Checke deinen letzten Rentenbescheid: Dort steht eine Hochrechnung (mit Annahmen).
  • Vergleiche mit deinem Wunsch-Netto im Alter (z. B. 70–80% vom heutigen Netto als Faustregel).
  • Denke an Inflation: 2% pro Jahr wirkt klein, frisst aber Kaufkraft über Jahrzehnte.

Und dann ist da noch der psychologische Teil: „Ich verdiene später mehr, das hole ich auf.“ Kann stimmen. Muss aber nicht. Offen gesprochen: Viele holen’s nicht auf, weil andere Ziele lauter sind – Wohnung, Hochzeit, Kinder, Reisen, Auto, oder schlicht der Wunsch, nicht ständig zu verzichten. Altersvorsorge funktioniert trotzdem. Nur eben besser, wenn sie früh startet und nicht jedes Jahr neu verhandelt wird.

    Kopf-Tricks, die wirklich helfen
  • Automatisiere Sparraten direkt nach Gehaltseingang.
  • Starte klein (z. B. 50–100 €) und erhöhe bei Gehaltserhöhungen.
  • Plane „unperfekt“ ein: Auch mit Pausen (Elternzeit, Sabbatical) kann ein Plan stabil bleiben.

Die drei Säulen der Altersvorsorge – kurz, klar, alltagstauglich

In Deutschland reden wir gern von drei Säulen: gesetzlich, betrieblich, privat. Das klingt nach Behördenflur, ist aber eigentlich ein ziemlich praktisches Bild. Stell dir einen Hocker mit drei Beinen vor: Wenn ein Bein wackelt, hält der Hocker trotzdem – solange die anderen stabil sind. Genau darum geht’s: nicht alles auf eine Karte, sondern so mischen, dass es zu deinem Leben passt.

    Merksatz für die drei Säulen
  • Gesetzlich = Grundversorgung (für viele: Basis, nicht Ziel).
  • Betrieblich = steuer-/sozialabgabenbegünstigt, oft mit Arbeitgeberzuschuss.
  • Privat = flexibel, individuell, aber du trägst mehr Verantwortung.

Ein kleiner, aber wichtiger Widerspruch: Einerseits heißt es „Diversifikation ist gut“. Andererseits kann zu viel Kleinteiligkeit nerven und teuer werden. Zehn Mini-Verträge, die keiner mehr versteht, sind nicht automatisch besser als zwei saubere Bausteine. Später lösen wir das auf, versprochen.

    Weniger ist manchmal mehr
  • Je mehr Verträge, desto mehr Kostenstellen und Verwaltungsaufwand.
  • Ein übersichtliches Setup hilft, konsequent zu bleiben.
  • Regel: Nur Produkte behalten, deren Zweck du in einem Satz erklären kannst.

Gesetzliche Rente: Solide Basis, aber selten genug

Die gesetzliche Rente ist kein Feindbild. Sie ist ein Umlagesystem: Die Erwerbstätigen finanzieren die Renten der aktuellen Rentner. Das funktioniert, solange das Verhältnis halbwegs passt. Und genau da wird’s politisch, demografisch und manchmal auch emotional. Für dich zählt aber vor allem: Was kommt voraussichtlich raus? Der Rentenbescheid ist dabei der beste Startpunkt. Nicht TikTok, nicht Stammtisch.

    Was du am Rentenbescheid wirklich lesen solltest
  • „Bisher erworbene Rentenansprüche“: Das ist dein Ist-Stand.
  • „Hochrechnung“: Nützlich, aber abhängig von Annahmen (Einkommen, Beitragsjahre).
  • Kontenklärung: Fehlzeiten (Ausbildung, Kindererziehung) prüfen und ggf. nachtragen.

Unter uns: Die gesetzliche Rente ist für viele eher der Boden als die Decke. Wer Eigentum abbezahlt hat, wenig Fixkosten hat und gesund bleibt, kann damit gut leben. Wer Miete zahlt, lange lebt (eigentlich ja schön!) und im Alter nicht nur „über die Runden“, sondern angenehm leben will, braucht meist zusätzliche Töpfe.

    Typische Situationen, in denen Zusatzvorsorge fast Pflicht wird
  • Lange Studien-/Ausbildungszeiten ohne Beiträge.
  • Teilzeitphasen oder längere Auszeiten.
  • Selbstständigkeit ohne Pflichtbeiträge.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Der unterschätzte Hebel im Job

Die bAV ist oft der Moment, in dem Altersvorsorge plötzlich „leicht“ wird – weil ein Teil direkt vom Brutto geht. Das kann Steuern und Sozialabgaben senken, und häufig gibt’s einen Arbeitgeberzuschuss (seit einigen Jahren bei Entgeltumwandlung in vielen Fällen 15% Zuschuss, wenn Sozialabgaben gespart werden). Klingt trocken, ist aber echtes Geld. Trotzdem: bAV ist nicht automatisch ein No-Brainer, denn spätere Leistungen werden versteuert, und in der Krankenversicherung können Beiträge fällig werden.

    bAV in zwei Minuten bewertet
  • Gibt’s Arbeitgeberzuschuss? Wenn ja: wie hoch (15% ist oft Minimum)?
  • Welche Kosten hat der Vertrag (Abschluss/Verwaltung/Fonds)?
  • Wie flexibel bist du bei Arbeitgeberwechsel (Portabilität, Übertragung)?

Ein kleiner Exkurs, weil’s oft vergessen wird: Wenn du in ein paar Jahren den Arbeitgeber wechselst, kann die bAV zum Koffer werden, den du mitschleppst. Manchmal passt er in den neuen Kofferraum, manchmal nicht. Dann ruhen Verträge, oder du zahlst privat weiter, oder du überträgst. Das ist alles machbar – aber es lohnt sich, vor Vertragsabschluss kurz zu fragen: „Und was passiert, wenn ich gehe?“ Klingt unromantisch, spart aber später Nerven.

    Fragen, die du HR oder dem Anbieter stellen solltest
  • Kann der Vertrag zum neuen Arbeitgeber übertragen werden?
  • Welche Garantie-/Rendite-Komponenten sind drin (und zu welchen Kosten)?
  • Wie sieht die Auszahlung aus: Rente, Kapitaloption, Mischform?

Private Vorsorge: ETF, Rürup, Riester, Rentenversicherung – was passt zu wem?

Private Vorsorge ist der große Werkzeugkasten. Und wie beim Heimwerken gilt: Nicht jeder braucht eine Tischkreissäge. Viele kommen mit Akkuschrauber und Zollstock weiter. Für die meisten Online-Suchenden laufen die Optionen grob auf vier Richtungen hinaus: ETF-Sparen (Depot), fondsgebundene Rentenversicherung, Basisrente (Rürup) und – seltener geworden, aber noch da – Riester. Jede Lösung hat ihren Platz. Die Frage ist nur: in welchem Leben?

    Die vier häufigsten privaten Wege – kurz einsortiert
  • ETF-Depot: flexibel, transparent, aber du brauchst Disziplin und einen Entnahmeplan.
  • Fonds-Rentenversicherung: Hülle mit Steuervorteilen/Entnahme-Logik, dafür Kosten.
  • Rürup (Basisrente): vor allem für Selbstständige/Top-Steuersatz interessant, wenig flexibel.
  • Riester: kann in bestimmten Familien-/Förder-Konstellationen passen, ist aber komplex.

ETF-Sparen ist so beliebt, weil’s simpel wirkt: Sparplan an, Welt-ETF, fertig. Und ja – oft ist es ein guter Kern. Aber ehrlich gesagt: Die schwierige Phase ist nicht das Sparen, sondern das Durchhalten, wenn Märkte fallen. Wenn dein Depot plötzlich 15% weniger zeigt, hilft dir kein Excel, sondern ein Plan. „Warum spare ich?“ und „Wie lange kann ich das aussitzen?“ sind dann die wichtigen Fragen.

    ETF-Sparen ohne Bauchweh
  • Notgroschen zuerst (z. B. 3–6 Monatsausgaben), dann investieren.
  • Sparplan breit streuen (z. B. MSCI World/ACWI-ETF), nicht auf Hypes setzen.
  • Entnahmeplan fürs Alter grob skizzieren (z. B. Sicherheitsbaustein + ETF-Teil).

Die fondsgebundene Rentenversicherung hat einen Ruf, der zwischen „praktisch“ und „zu teuer“ pendelt. Beides kann stimmen. Der Vorteil: Sie kann eine lebenslange Rente abbilden, bietet oft steuerliche Regeln (z. B. Ertragsanteil/Teileinkünfte je nach Gestaltung), und sie diszipliniert, weil man nicht so leicht ans Geld geht. Der Nachteil: Kosten und Produktlogik. Wenn du so etwas prüfst, schau auf Effektivkosten, Fondsauswahl, Flexibilität bei Beiträgen und die Bedingungen bei Kündigung oder Beitragsfreistellung.

    Worauf du bei einer Rentenversicherung wirklich achten solltest
  • Effektivkosten (nicht nur „Verwaltungskosten“): die Zahl entscheidet viel.
  • Fondskosten (TER) plus Vertragskosten zusammen betrachten.
  • Wie wird verrentet, und welche Garantien kosten wie viel Rendite?

Rürup (Basisrente) ist so ein Klassiker bei Selbstständigen. Der Charme liegt oft in der Steuer: Beiträge können (je nach Gesetzeslage) als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Aber: Du kommst vor Rentenbeginn kaum dran, Kapitalauszahlung ist meist nicht vorgesehen, und Vererbbarkeit ist eingeschränkt oder kostet extra. Das ist kein „schlecht“ – es ist nur ein sehr spezielles Werkzeug. Wenn du maximale Flexibilität willst, ist Rürup eher nicht dein Ding.

    Rürup: passt das zu dir?
  • Interessant bei hohem zu versteuerndem Einkommen (Steuerersparnis heute).
  • Weniger geeignet, wenn du das Geld ggf. früher brauchst.
  • Vertragsdetails zu Hinterbliebenenabsicherung und Rentenfaktor prüfen.

Riester ist ein bisschen wie ein alter Schlüsselbund: Manche Schlüssel passen noch perfekt, andere hängen nur rum. Für Menschen mit Kindern und Anspruch auf Zulagen kann Riester in bestimmten Fällen rechnen – vor allem, wenn die Kosten niedrig und die Förderung hoch ist. Gleichzeitig ist es in der Praxis oft kompliziert (Zulagenantrag, Mindesteigenbeitrag, Produktvielfalt). Wenn du Riester hast: nicht reflexartig kündigen. Erst rechnen, dann handeln.

    Riester pragmatisch prüfen
  • Wie hoch sind Zulagen/Steuervorteile im Vergleich zu Kosten?
  • Welche Garantie bindet Rendite (und ist sie für dich nötig)?
  • Alternativen gegenrechnen: ETF-Depot oder bAV-Erhöhung.

Risiken & Stolperfallen: Inflation, Steuern, Kosten, falsche Garantien

Wenn Altersvorsorge schiefgeht, liegt’s selten daran, dass jemand „zu wenig Ahnung“ hat. Es liegt an blinden Flecken. Inflation ist so einer: 100 Euro Rente klingen okay – bis du merkst, dass 100 Euro in 25 Jahren eben nicht mehr 100 Euro Kaufkraft sind. Ein anderer blinder Fleck sind Kosten. 1% klingt harmlos, kann aber über Jahrzehnte einen erstaunlichen Teil der Rendite auffressen.

    Die vier häufigsten Stolperfallen
  • Inflation unterschätzen (Kaufkraftverlust).
  • Kosten übersehen (Produkt- und Fondskosten addieren sich).
  • Steuern/Sozialabgaben in der Auszahlphase ignorieren.
  • Zu viel „Sicherheitsgefühl“ kaufen und dafür Rendite opfern.

Und dann sind da Garantien. Die fühlen sich gut an, klar. Wer will nicht „sicher“ sein? Nur: Sicherheit hat einen Preis, und der ist oft Rendite. Manchmal ist eine Garantie sinnvoll, etwa für einen Grundsockel. Manchmal ist sie einfach teuer erkaufte Beruhigung. Die Kunst ist, beides zu kombinieren: ein Teil stabil (Cash/Anleihen/garantierte Bausteine), ein Teil wachstumsorientiert (Aktien/ETF). Nicht sexy, aber wirksam.

    So nutzt du Sicherheit ohne Rendite-Kater
  • Definiere einen „Basisbetrag“, der sicher sein soll (z. B. Fixkosten).
  • Lege den Rest chancenorientiert an, mit langem Atem.
  • Prüfe Garantiekosten explizit: Was kostet die Garantie pro Jahr?

Eine Strategie, die sich nach dir anfühlt: Ziele, Budget, Zeit

Jetzt lösen wir den Widerspruch von vorhin: Diversifikation vs. „zu viele Verträge“. Eine gute Strategie hat mehrere Bausteine, aber wenige Baustellen. Also: lieber 2–4 klare Töpfe, die du verstehst, als ein Museum aus Altverträgen. Der Start ist simpel: Ziel definieren (Wunsch-Netto im Alter), Zeithorizont klären (bis wann), Risiko aushalten (wie fühlst du dich bei Schwankungen?). Und dann kommt das Budget – nicht als Strafe, sondern als Entscheidung.

    Die 3 Fragen, die deinen Plan schärfen
  • Was soll im Alter „auf jeden Fall“ drin sein (Miete, Essen, Gesundheit)?
  • Was wäre „nice to have“ (Reisen, Hobbys, Unterstützung für Familie)?
  • Wie lange ist dein Geld voraussichtlich investiert (20, 30, 40 Jahre)?

Praktisch wird’s mit einer Daumenregel: Wenn du noch weit vom Ruhestand weg bist, zählt Zeit mehr als Perfektion. 100 Euro monatlich mit 25 sind oft stärker als 200 Euro monatlich ab 40 – einfach wegen Zinseszinseffekt (ja, der ist real, auch wenn er manchmal wie ein Märchen klingt). Und wenn du erst mit 40 anfängst? Dann ist das eben so. Dann wird die Sparrate wichtiger, und die Produktkosten müssen noch genauer sitzen.

    Faustregeln, die nicht perfekt, aber hilfreich sind
  • Früh starten: kleine Beträge reichen, wenn sie lange laufen.
  • Später starten: höhere Sparrate + Kostenkontrolle + klarer Entnahmeplan.
  • Bei Gehaltserhöhungen: mindestens einen Teil automatisch hochsetzen.

Praktische Checkliste: So startest du ohne Overthinking

Okay, genug Theorie. Wenn du nach diesem Artikel nur eine Sache machst, dann diese: Schaffe dir Klarheit über deinen Status quo. Das dauert keinen ganzen Samstag. Eher 30–60 Minuten, wenn du die Unterlagen findest (und ja, das ist manchmal der härteste Teil). Sammle: Rentenbescheid, bAV-Info, bestehende Policen, Depots, Sparpläne. Dann notierst du pro Baustein: Beitrag, Kosten (wenn bekannt), Zweck, Flexibilität.

    Dein 60-Minuten-Start (wirklich machbar)
  • Dokumente zusammensuchen: gesetzliche Rente, bAV, private Verträge, Depots.
  • Pro Vertrag 4 Stichworte: Beitrag, Laufzeit, Kosten, Auszahlung.
  • Einmal grob rechnen: erwartete Einnahmen vs. gewünschtes Budget im Alter.

Danach kommt Schritt zwei: Priorisieren. Notgroschen? Absicherung existenzieller Risiken (Berufsunfähigkeit kann dazugehören)? Dann erst langfristige Geldanlage. Klingt nach Umweg, ist aber wie beim Hausbau: Ohne Fundament bringt dir die schönste Küche nichts. Und ja, das ist eine dieser Stellen, wo Fachlichkeit kurz die Führung übernimmt.

    Prioritäten, die oft übersehen werden
  • Notgroschen schützt dich davor, Investments im Crash verkaufen zu müssen.
  • Berufsunfähigkeit kann die Altersvorsorge indirekt retten (Einkommen sichern).
  • Schulden mit sehr hohen Zinsen zuerst angehen (z. B. Dispo, Konsumkredite).

Und dann: Umsetzung. Wenn du angestellt bist, prüf die bAV-Konditionen und den Arbeitgeberzuschuss. Wenn du privat vorsorgst, setz einen ETF-Sparplan über einen etablierten Broker auf (Trade Republic, Scalable Capital, ING, comdirect – schau, was zu dir passt) und halte ihn simpel. Wenn du eine Versicherungslösung willst, hol dir Vergleichsangebote und lass dir Effektivkosten transparent zeigen. Wenn jemand ausweicht: nächster Anbieter.

    Umsetzung ohne Drama
  • bAV: Zuschuss mitnehmen, Kosten prüfen, Wechsel-Regeln klären.
  • ETF: Sparplan automatisieren, breit streuen, nicht ständig umschichten.
  • Versicherung: Effektivkosten + Flexibilität + Rentenfaktor schriftlich prüfen.

Kosten im Blick: Was Beratung und Produkte wirklich kosten können

Über Kosten spricht kaum jemand gern, weil’s schnell nach „Kleingedrucktem“ riecht. Aber Kosten sind wie Sand im Getriebe: Du siehst ihn nicht immer, hörst ihn aber irgendwann. Beratung kann sinnvoll sein, gerade bei komplexen Lebenssituationen (Selbstständigkeit, hohe Steuerlast, Immobilien, Patchwork-Familie). Doch auch hier gilt: Transparenz ist Pflicht. Frag nach Honorar, Provisionen, laufenden Kosten, Fondskosten – und nach dem „Warum“ hinter der Empfehlung.

    Kostenfragen, die du ruhig direkt stellen darfst
  • Wirst du per Honorar bezahlt oder über Provision (oder beides)?
  • Welche laufenden Kosten fallen jährlich an (Vertrag + Fonds)?
  • Was passiert bei Kündigung/Beitragsfreistellung – welche Verluste sind realistisch?

Damit du ein Gefühl für Größenordnungen bekommst, findest du weiter unten eine Kostentabelle. Das sind typische Einzelwerte, wie sie im Markt häufig vorkommen (je nach Anbieter, Region und Umfang kann es anders aussehen). Wichtig ist nicht, ob es bei dir exakt dieser Betrag wird, sondern dass du ein Radar entwickelst: Was ist günstig, was ist normal, und wo wird’s unnötig teuer?

    So liest du Kostenzahlen richtig
  • Einmalige Kosten (z. B. Honorar) sind nicht automatisch schlecht, wenn laufende Kosten niedrig bleiben.
  • Laufende Prozentkosten wirken klein, können aber langfristig stärker sein als ein fixes Honorar.
  • Vergleiche immer „Apfel mit Apfel“: gleiche Laufzeit, gleiche Sparrate, gleiche Anlageklasse.

Kurzer Blick auf die Zahlen: Kosten-Vergleich als Balkendiagramm

Wenn man Zahlen visualisiert, werden sie plötzlich greifbar. Du siehst sofort, ob ein Posten eher „Kaffeekasse“ ist oder ein echter Brocken. Und ja: Manchmal ist der teurere Weg trotzdem der richtige – etwa, wenn er dir Sicherheit, Struktur oder steuerliche Vorteile bringt, die du sonst nicht bekommst. Nur sollte es eine bewusste Entscheidung sein, keine Überraschung.

    Was du aus der Grafik mitnehmen kannst
  • Einmalige Beratungskosten sind planbar; laufende Produktkosten wirken dauerhaft.
  • Depot/ETF ist oft kostenschlank, verlangt aber Eigensteuerung.
  • Versicherungslösungen können höher kosten, liefern dafür Verrentungs-Logik und „Verpackung“.

Fazit

Altersvorsorge ist kein Wettbewerb um das „perfekte“ Produkt. Es ist eher wie gutes Kochen: Du brauchst ein paar solide Zutaten, eine klare Idee – und dann machst du’s regelmäßig. Wenn du heute startest, darf es klein sein. Hauptsache, es läuft. Und wenn du schon Verträge hast, dann gilt: erst verstehen, dann optimieren. Nicht hektisch, sondern klug.

Falls du merkst, dass du lieber mit jemandem draufschauen willst (gerade bei bAV, Rürup, komplexen Policen oder einfach, weil du’s sauber aufsetzen willst): Ein Blick auf ein Bewertungsportal wie KennstDuEinen kann helfen, eine gute Beratung in deiner Nähe zu finden. Kundenbewertungen und Empfehlungen geben oft ein ehrliches Gefühl dafür, wer verständlich erklärt und seriös arbeitet – und Online-Reputation ist bei Finanzthemen nun mal ein wichtiges Signal.

Kostenüberblick rund um Altersvorsorge (typische Einzelwerte)
Kategorie Kosten / Preis
Honorarberatung (einmalig) 2500 €
Fondsgebundene Rentenversicherung (Abschlusskosten, einmalig) 1800 €
Betriebliche Altersvorsorge (Einrichtung/Service pauschal) 200 €
ETF-Depot (Ordergebühr pauschal) 1 €
ETF (TER pro Jahr, gerechnet auf 10.000 € Anlage) 200 €
Rürup/Basisrente (Vertragskosten pro Jahr) 120 €
Riester (Vertragskosten pro Jahr) 150 €

Häufige Fragen & Antworten rund um Altersvorsorge:

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