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Top-IQ und trotzdem doof? Viele Wege zu mehr emotionaler Intelligenz

Das Geheimnis einer ausgeprägten emotionalen Intelligenz liegt darin, eigene und fremde Gefühle zu erkennen, zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Diese Fähigkeit kann man erlernen und trainieren.

Erfolgreiche Führungskräfte sind einfühlsam und verstehen es, ihre Mitarbeiter zu überzeugen und zu steuern: So sieht das Idealbild eines kompetenten Managers aus. Ein Blick auf die Stellenbeschreibungen für Führungskräfte vermittelt genau diesen Eindruck. Wer die gewünschten Eigenschaften des gesuchten Top-Mitarbeiters liest, kommt schnell auf den Gedanken, dass diese Spitzenkraft kaum zu bezahlen ist. Der tägliche Arbeitsalltag hat deshalb mit dem Idealbild aus einer solchen Stellenausschreibung wenig gemein. Viele Führungskräfte verfügen über eine hohe Fachkompetenz. An der häufig beschworenen emotionalen Intelligenz fehlt es dagegen. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn Fachleute gehen davon aus, dass die Leistung eines Teams erheblich besser ist, wenn die Führungskraft ein Mindestmaß an emotionaler Intelligenz mitbringt. Doch viele Experten weisen auch darauf hin, dass man diese wertvolle Eigenschaft lernen kann. Was also ist emotionale Intelligenz und wie kann man sie verbessern?

Der EQ steht für die Fähigkeit, Gefühle zu erkennen

Intelligenz wird wissenschaftlich gerne mit dem Intelligenzquotienten (IQ) gemessen. Für die emotionale Intelligenz haben die Forscher den Begriff des emotionalen Intelligenzquotienten (EQ) geprägt. Emotionale Intelligenz ist definiert als die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle zu erkennen, auszudrücken, sie zu verstehen und sinnvoll damit umzugehen. Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz können sich in die Situation und in die Gefühle von Mitmenschen hineinversetzen. Diese Fähigkeit ist bei der Besetzung einer Führungsposition von großer Bedeutung. Je höher eine Stelle im Hierarchiegefüge angesiedelt ist, desto mehr geraten fachliche Kompetenzen in den Hintergrund. Übergreifende Fähigkeiten werden im Gegenzug immer wichtiger. Im modernen Arbeitsleben sind Führungskräfte dafür verantwortlich, ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen anzuhalten. Sie arbeiten mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und verschiedensten Talenten zusammen. Diese müssen sie im Interesse des Unternehmens zusammenführen und zur gemeinsamen Zielerreichung anhalten. Führungskräfte sollten die Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Mitarbeiter nutzen und fördern. Sie müssen Verantwortlichkeiten festlegen, verbindliche Ziele entwickeln und deren Verfolgung überprüfen. Führungskräfte mit einem ausgeprägten EQ haben es dabei leichter als Leiter mit einem hohen Nachholbedarf. Bevor Sie sich darüber Gedanken machen, wie hoch Ihre emotionale Intelligenz ist, ist es sinnvoll, einen Blick auf die Ausprägungen dieser wichtigen Eigenschaft zu werfen. Dazu ist ein kleiner Ausflug in die Wissenschaft nötig.

Die Summe aus fünf Bausteinen

Nach Ansicht von Psychologen besteht emotionale Intelligenz aus den fünf Fähigkeiten Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, Empathie, Motivation und Kompetenz. Wer seine eigenen Gefühle und die Empfindungen anderer Menschen erkennt, versteht und anerkennt, verfügt über ein hohes Maß an Selbstwahrnehmung. Die Selbstregulierung bezieht sich auf das zielgerichtete Handeln in Bezug auf Zeit und Geld. Die eigenen Bedürfnisse müssen an der Situation ausgerichtet und genauen Zielen untergeordnet werden. Die wichtige Eigenschaft der Empathie beschreibt die Fähigkeit, andere Menschen wahrzunehmen und auf ihre Gefühle angemessen zu reagieren. Im beruflichen Umfeld geht es darum, bekannte und unausgesprochene Bedürfnisse von Mitarbeitern wahrzunehmen und zu befriedigen. Dazu gehören auch die frühzeitige Erkennung von Konflikten und die Beilegung von Auseinandersetzungen. Motivation ist schließlich das Talent, sich selbst und andere für eine Aufgabe zu begeistern. Wer die eigene Persönlichkeit richtig einschätzt und die Wünsche seiner Mitarbeiter aufnimmt, kann im Arbeitsalltag Anreize für eine zufriedenstellende Motivation schaffen. Abgerundet wird eine hohe emotionale Intelligenz durch die soziale Kompetenz. Hier geht es darum, eine vernünftige Kommunikation aufzubauen und beizubehalten. Kontakte zu knüpfen und dauerhafte Beziehungen zu entwickeln, ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Kompetenz. Auch die Pflege des eigenen Netzwerks gehört zur sozialen Kompetenz. Mit diesen fünf Bestandteilen lässt sich emotionale Intelligenz genauer eingrenzen. Dadurch ist es möglich, bedeutende Handlungsfelder zu finden. Sie erlauben es, die persönliche emotionale Intelligenz auszubauen und zu trainieren. Dazu stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

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Viele Wege, ein Ziel

Wenn man der wissenschaftlichen Erklärung zur emotionalen Intelligenz folgt, ergeben sich mehrere Ansatzpunkte, die persönliche emotionale Intelligenz zu stärken. Sie können Ihre Selbsterkenntnis verbessern. Sie können Empathie verstärken. Im besten Fall kombinieren Sie eine höhere Selbsterkenntnis mit der nötigen Empathie und erreichen dadurch ein Höchstmaß an emotionaler Intelligenz. Dieser Königsweg kann sogar zu einem Sprung auf der Karriereleiter führen und die Übernahme einer höheren Position einleiten.

Ihre Selbsterkenntnis verbessern Sie, indem Sie sich genauer mit Ihrem Selbstbild und Ihrem Fremdbild beschäftigen. Dazu können Sie sich mit einigen nahestehenden Menschen zusammensetzen. Jeder Teilnehmer schreibt über sich selbst und alle anderen drei Stärken und drei Schwächen auf. Danach diskutieren Sie die Ergebnisse. So gelingt es Ihnen, Ihre eigene Einschätzung zu Ihren guten und schlechten Eigenschaften zu schärfen. Sie erfahren, was andere Menschen über Sie denken. Am Ende sollte Ihr eigenes Selbstbild mit dem Fremdbild anderer Menschen weitgehend übereinstimmen. Erst dann wirken Sie auf Ihre Mitmenschen ungekünstelt und in sich ruhend. Wenn Sie Ihre eigenen Gefühle aufschreiben, erweitern Sie Ihre Selbsterkenntnis ebenfalls. Dazu können Sie ein Tagebuch führen. Wichtig ist es, Ihre Denk- und Verhaltensmuster und Ihre Entscheidungen mit etwas Abstand zu betrachten. Reagieren Sie sehr gefühlsbetont, erkennen Sie dadurch vielleicht einen langfristigen Trend hinter scheinbaren Gefühlsausbrüchen.

Zu mehr Empathie gelangen Sie, indem Sie bestimmte Situationen im Nachhinein analysieren. Dazu eignet sich ein Streitgespräch sehr gut. Vielleicht haben Sie mit Kollegen, Freunden und Bekannten intensiv diskutiert. Vielleicht kam es sogar zum Streit, weil Sie ein Wort gesagt haben, dass zur allgemeinen Aufregung und Ablehnung führte. Wenn Sie diese Situation im Nachhinein mit allen Teilnehmern besprechen, gelingt es Ihnen, mehr Verständnis für die Reaktionen Ihrer Mitmenschen zu entwickeln. Vielleicht betrachten Sie eine belastende Angelegenheit auch mit einem Vertrauten, der über ein hohes Maß an sozialer Intelligenz verfügt. Beobachten Sie ihn und sein Verhalten im Streitgespräch oder in einer Verhandlung und bewerten Sie die Situation mit ihm im Nachhinein. Versuchen Sie herauszufinden, warum er in einem bestimmten Moment auf eine gewisse Art reagiert hat. So verbessern Sie Ihr Verständnis für andere Menschen in schwierigen Situationen. In jedem Gespräch können Sie es sich zur Gewohnheit machen, Ihre Mitmenschen genau zu beobachten. Achten Sie auf Körpersprache, Stimme und Gesichtsausdruck. So lernen Sie Schritt für Schritt, die Gefühle anderer zu erkennen und einzuordnen.

So finden Sie den Königsweg

Mit diesen ersten Schritten haben Sie einen guten Teil Ihres Weges zu mehr emotionaler Intelligenz zurückgelegt. Im Idealfall kombinieren Sie nun eine stärkere Selbsterkenntnis und mehr Empathie und verbessern dadurch Ihre emotionale Intelligenz. Dazu können Sie Bücher lesen, aus denen Sie grundsätzliche Anregungen erhalten. Wählen Sie ein Werk mit genauen Übungen, werden Sie aktiv und üben sich in der Wahrnehmung von Gefühlen im Alltag. Besonders interessant sind einschlägige Seminare. Wenn Sie die Gelegenheit haben, einen Lehrgang zur emotionalen Intelligenz zu belegen, erfahren Sie mehr über die psychologischen und die sozialen Hintergründe. Sie werden zu Übungen angeleitet und können die praktische Wirkung in Büchern nachlesen. Ausschlaggebend ist aber Ihre besondere Lernumgebung. Sie können in einem Seminar keine Fehler machen und haben deshalb die Chance, auch außergewöhnliche Verhaltensmuster auszuprobieren und ihre Wirkung zu studieren. Es besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Interessenten auszutauschen. Auch die Tipps eines erfahrenen Trainers helfen in dieser Situation weiter. Ob Sie sich im Lehrgang oder privat mit einem der unzähligen Persönlichkeitsmodelle beschäftigen wollen, bleibt Ihnen überlassen. Diese Ansätze sind sehr theoretisch geprägt. Doch sie vermitteln interessante psychologische Hintergründe, warum Menschen in bestimmten Situationen auf eine gewisse Art und Weise reagieren. Sie können dadurch Ihre Wahrnehmung schärfen und die Gefühle Ihrer Mitmenschen noch besser einschätzen und verstehen.

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Fazit: Ein höherer EQ lässt sich trainieren

Sich im Gespräch mit einem Vorgesetzten richtig wohl zu fühlen, ist ein Gefühl, das jeder Mitarbeiter gerne genießen möchte. Wer mit Unbehagen in das Büro des Abteilungsleiters geht und glücklich ist, dieses unbeschadet wieder zu verlassen, erbringt im Arbeitsalltag nicht das Höchstmaß seiner möglichen Leistung. Führungskräfte müssen diesen Zusammenhang kennen und im Interesse ihres Unternehmens zielgerichtet steuern. Eine höhere emotionale Intelligenz ist dazu der beste Ansatz. Sie lässt sich erlernen und trainieren, um den Arbeitsalltag für alle Beteiligten angenehmer zu gestalten.

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