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Umweltmedizin: Wenn der Körper „Stopp“ sagt – und du rausfinden willst, woran’s liegt

Umweltmedizin hilft, Beschwerden mit möglichen Auslösern aus Wohnung, Job oder Alltag zu verknüpfen – von Schimmel bis Lösungsmittel. Hier bekommst du Überblick, typische Symptome, Diagnostik, Kosten, Tipps für Zuhause und wie du seriöse Beratung in deiner Nähe findest. Weiterlesen

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Umweltmedizin: Wenn der Körper „Stopp“ sagt – und du rausfinden willst, woran’s liegt

Inhaltsverzeichnis

Was ist Umweltmedizin – und warum betrifft sie so viele?

Umweltmedizin ist im Grunde Medizin mit Weitwinkelobjektiv. Es geht nicht nur um Blutwerte und Organe, sondern um die Frage: Was in deiner Umgebung macht dich möglicherweise krank – oder hält dich zumindest in so einem zähen „Ich bin nie richtig fit“-Zustand? Das kann die Wohnung sein (Schimmel, Ausdünstungen), der Arbeitsplatz (Lösemittel, Stäube), ein Hobby (Epoxidharz, Lacke) oder auch eine Mischung aus allem. Unter uns: Viele merken erst spät, wie sehr „Umwelt“ im Körper mitredet, weil man sich an Gerüche, Reizungen und Müdigkeit irgendwie gewöhnt.

Worum’s dabei wirklich geht
  • Umweltmedizin verbindet Symptome mit möglichen Expositionen (Wohnung, Arbeit, Freizeit).
  • Ziel ist nicht „eine Wunderdiagnose“, sondern ein nachvollziehbarer Ursachen- und Maßnahmenplan.
  • Typisch ist die interdisziplinäre Sicht: Medizin + Hygiene + Toxikologie + manchmal Baubiologie.
  • Wichtig: Es geht um Plausibilität und Reduktion von Belastungen, nicht um Angst vor „allem“.

Spannend ist: Umweltmedizin arbeitet oft mit Wahrscheinlichkeiten. Du bekommst selten den einen Smoking Gun-Moment. Eher so: „Wenn wir diese Quelle reduzieren, wird’s besser.“ Klingt unspektakulär, ist aber in der Praxis enorm wirksam. Und ja, manchmal wirkt’s erstmal widersprüchlich: Du kannst „kerngesund“ sein und dich trotzdem ständig benommen fühlen. Genau da setzt Umweltmedizin an – sie nimmt ernst, dass Körper nicht nur aus Laborwerten besteht.

Was viele überrascht
  • Normale Standardwerte schließen Umweltfaktoren nicht aus.
  • Symptome können schwanken: besser im Urlaub, schlechter zu Hause oder im Büro.
  • „Dosis macht das Gift“: Auch niedrige Belastungen können bei Sensibilisierung relevant sein.
  • Dokumentation (Tagebuch) ist oft wichtiger als der zehnte „Schnelltest“.

Symptome: „Alles ist okay“ – und du fühlst dich trotzdem mies?

Wenn du nach Umweltmedizin suchst, hast du wahrscheinlich schon eine Runde Arztbesuche hinter dir. Vielleicht kam raus: „Nichts Auffälliges.“ Und du denkst dir: Ehrlich gesagt, das kann’s doch nicht gewesen sein. Typische Beschwerden sind diffus, aber wiederkehrend: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Brain Fog, Reizhusten, Druck auf der Brust, Hautprobleme, tränende Augen, Herzklopfen, Schlafstörungen. Manche berichten auch von Geruchsempfindlichkeit oder dem Gefühl, dass sie in bestimmten Räumen „sofort“ reagieren.

Häufige Muster (die du abgleichen kannst)
  • Beschwerden nehmen in bestimmten Gebäuden zu (Wohnung, Büro, Schule, Fitnessstudio).
  • Besserung an der frischen Luft oder im Urlaub (klassischer Hinweis, kein Beweis).
  • Reaktionen auf Duftstoffe, Reinigungsmittel, Farben, neue Möbel.
  • Wiederkehrende Infekte oder Reizungen ohne klare Ursache.

Heikel ist: Solche Symptome können auch andere Ursachen haben – Schilddrüse, Eisenmangel, Schlafapnoe, Long Covid, Allergien, Stress, Medikamente. Umweltmedizin ist deshalb keine Abkürzung, sondern eher die saubere Ergänzung: Man schaut, was bereits abgeklärt ist, und erweitert dann die Spurensuche. Weißt du was? Genau diese Mischung aus „medizinisch gründlich“ und „alltagsnah“ macht gute Umweltmedizin aus.

Checkliste: Was vorher (oder parallel) Sinn ergibt
  • Basisdiagnostik beim Hausarzt (Blutbild, Ferritin, CRP, TSH, Vitamin D nach Bedarf).
  • Allergologische Abklärung bei passenden Symptomen (z. B. Rhinitis, Asthma).
  • Schlaf, Ernährung, Medikamente, psychische Belastung ehrlich mitdenken.
  • Symptom- und Expositions-Tagebuch starten (siehe Terminablauf).

Typische Auslöser: Schimmel, VOCs, Metalle & Co.

Die „üblichen Verdächtigen“ sind schnell genannt, aber die Details sind’s, die zählen. Schimmel ist ein Klassiker – nicht nur sichtbar als schwarze Ecke, sondern auch als Feuchte hinter Möbeln, im Bad, im Keller oder nach einem Wasserschaden. Dann VOCs (flüchtige organische Verbindungen): Ausdünstungen aus Farben, Lacken, Klebern, neuen Möbeln, Laminat, Teppichen. Dazu kommen Stäube, Bioaerosole, Tabakrauch (auch Third-Hand-Smoke), Abgase, Pestizide, Reizgase aus Reinigern. Und ja: Metalle wie Nickel oder Quecksilber sind ein Thema, aber oft weniger „magisch“ als im Internet behauptet.

Die häufigsten Quellen – ganz konkret
  • Schimmel/Feuchte: Badfugen, Fensterlaibungen, hinter Schränken, Keller, Dach.
  • VOCs: frische Renovierung, neue Küche, neue Matratze, neue Bodenbeläge.
  • Reizstoffe: Duftkerzen, Raumdüfte, aggressive Reiniger, Sprays.
  • Stäube: Baustellen, Laserdrucker-Umfeld, Holz- und Metallbearbeitung.

Ein kleiner Exkurs, weil’s oft untergeht: Nicht nur „Chemie“ kann triggern, auch Biologie. Hausstaubmilben, Tierallergene, Pollen, Bakterien aus Luftbefeuchtern – das kann in Summe richtig reinhauen. Und dann gibt’s noch die Gebäude-Seite: Lüftung, Luftwechsel, CO₂, Temperatur, Feuchte. Manchmal ist die Lösung nicht „Detox“, sondern schlicht: richtig lüften, Leck finden, Material austauschen.

Biologie & Gebäudephysik – die unterschätzte Kombi
  • Luftfeuchte dauerhaft über ~60% begünstigt Schimmel und Milben.
  • CO₂ als Hinweis auf zu wenig Luftwechsel (Messgeräte gibt’s günstig).
  • Luftbefeuchter können Keime verteilen, wenn sie nicht penibel gereinigt werden.
  • Wasserschäden: immer Ursache klären, nicht nur überstreichen.

So läuft ein Termin ab: Anamnese, Detektivarbeit, Plan

Ein guter umweltmedizinischer Termin fühlt sich ein bisschen an wie ein Ermittlungsinterview – nur freundlicher. Es geht um deinen Alltag: Wo schläfst du? Wie riecht’s dort? Gab’s Renovierungen? Wasserschäden? Welche Reinigungsmittel nutzt du? Was passiert, wenn du zwei Tage nicht im Büro bist? Solche Fragen sind Gold wert. Lass mich das erklären: Umweltmedizin lebt von Kontext. Der Arzt oder die Ärztin baut aus deinen Infos eine Hypothese, prüft Alternativen und entscheidet dann, welche Diagnostik passt.

So bereitest du dich clever vor
  • Symptomtagebuch für 2–3 Wochen: Ort, Uhrzeit, Intensität, Auslöser-Verdacht.
  • Fotos: Schimmelstellen, Wasserschaden, Baustellen, Produktetiketten.
  • Liste: neue Möbel/Teppiche/Farben der letzten 12 Monate.
  • Vorbefunde mitbringen (Labor, Allergietests, Lungenfunktion, Arztbriefe).

Und dann kommt der Teil, der vielen gut tut: ein Plan in Stufen. Nicht alles auf einmal. Erst die großen, plausiblen Hebel. Dann schauen, ob’s besser wird. Wenn ja: super, dann war man auf der richtigen Spur. Wenn nein: weiter eingrenzen. Das ist keine Ungeduld, das ist Methodik. Wie beim Debugging in der IT – du änderst nicht zwanzig Variablen gleichzeitig, sonst weißt du nie, was geholfen hat.

Stufenplan statt Aktionismus
  • 1) Exposition reduzieren (z. B. Raum wechseln, lüften, Quelle entfernen).
  • 2) Symptome beobachten (Skala 0–10, gleiche Tageszeiten).
  • 3) Zielgerichtete Tests nur bei sinnvoller Fragestellung.
  • 4) Verlaufskontrolle: Was hat sich messbar/fühlbar verändert?

Diagnostik: Was wirklich Sinn ergibt (und was oft nur teuer ist)

Hier wird’s kurz fachlicher, aber keine Sorge. Umweltmedizinische Diagnostik kann Labor (z. B. Entzündungsmarker, Immunsystem-Bausteine je nach Fall), Allergologie (Pricktest, spezifisches IgE), Lungenfunktion, manchmal auch Provokations- oder Belastungstests umfassen. Bei Verdacht auf Schimmel/Feuchte geht’s oft weniger um „Schimmel im Blut“, sondern um die Umgebung: Feuchtemessung, Baustellenanalyse, ggf. Raumluft- oder Materialproben durch Fachleute. Und ja: Es gibt viele Tests, die online gehypt werden, aber medizinisch nicht sauber validiert sind. Da sollte man wirklich kritisch bleiben.

Was häufig sinnvoll ist (je nach Beschwerdebild)
  • Allergiediagnostik (Rhinitis/Asthma/Neurodermitis-Kontext).
  • Lungenfunktion bei Husten, Atemnot, pfeifender Atmung.
  • Basislabor zur Differenzialdiagnose (Mangel, Entzündung, Schilddrüse).
  • Umgebungsdiagnostik bei Feuchteverdacht (Bau/Schadstoff-Profis).

Ein Satz zu „Toxinen“: Manche Werte im Urin oder Blut zeigen nur, dass du Kontakt hattest – nicht, ob das deine Symptome erklärt. Das ist wie ein Foto vom Stau: Du siehst Autos, aber nicht, ob du deshalb zu spät kommst oder weil du dich verfahren hast. Gute Umweltmedizin ordnet solche Befunde ein, statt sie dramatisch zu verkaufen. Offen gesprochen: Wenn jemand dir bei jeder Beschwerde sofort 30 Spezialtests aufschwatzt, ohne Anamnese und ohne Plan, ist Skepsis gesund.

Rote Flaggen bei Tests
  • Viele teure Panels ohne klare Fragestellung („wir testen einfach mal alles“).
  • Ergebnisse werden als „Beweis“ verkauft, ohne Alternativen zu prüfen.
  • Therapieversprechen ohne Verlaufskontrolle oder ohne Expositionsreduktion.
  • Angstmacherei („dein Körper ist vergiftet“) statt nachvollziehbarer Schritte.

Alltagstipps: Was du sofort testen kannst – ohne Panikmodus

Bevor du jetzt das ganze Haus ausräumst: Atmen. Wirklich. Kleine, saubere Experimente sind besser als Radikalaktionen. Fang mit dem Offensichtlichen an: Lüftung verbessern, Duftstoffe raus, milde Reiniger nutzen, Schlafzimmer als „Ruhezone“ optimieren. Viele merken schon nach 7–14 Tagen, ob sich etwas verschiebt. Und wenn nicht, hast du trotzdem Ordnung in die Lage gebracht.

Tipps & Tricks: 7 einfache Sofortmaßnahmen
  • Duftstoffe pausieren: Raumdüfte, Weichspüler, Duftkerzen, Parfüm im Schlafzimmer.
  • Stoßlüften statt Kipplüften (mehr Luftwechsel, weniger Feuchteprobleme).
  • HEPA-Luftreiniger testweise im Schlafzimmer (bei Staub/Pollen/Allergenen).
  • Neue Produkte „ausdünsten“ lassen (z. B. Möbel erst in gut gelüftetem Raum).
  • Reiniger vereinfachen: ein mildes Mittel + Mikrofasertuch reicht oft.
  • Wäsche: duftfreie Waschmittel, kein Weichspüler.
  • Schlaf: gleiche Zeiten, kühles Zimmer, so banal es klingt.

Kleiner Lifehack, der erstaunlich oft hilft: Ortswechsel als Test. Wenn du die Möglichkeit hast, schlaf zwei Nächte woanders (bei Freunden, Familie, Hotel) und beobachte, ob sich Symptome verändern. Das ist keine endgültige Diagnose, aber ein starkes Signal. Und ja, ich weiß: Das klingt nach Detektivroman. Ist es manchmal auch.

Mini-Experiment „Ortswechsel“
  • Vorher Symptomscore festhalten (0–10) + Schlafqualität notieren.
  • Währenddessen gleiche Routine (Kaffee, Sport, Medikamente) beibehalten.
  • Wenn es besser wird: Fokus auf Wohnung/Schlafzimmer (siehe Wohnung & Haus).
  • Wenn gleich: Arbeitsplatz/Hobby/Allergien stärker prüfen (siehe Arbeitsplatz).

Wohnung & Haus: Luft, Wasser, Baustoffe – die Klassiker

Wohnräume sind unser Dauerexpositionsraum. Und das fiese ist: Du kannst dort alles „normal“ finden, obwohl etwas nicht stimmt. Ein muffiger Geruch nach dem Regen? Kondenswasser am Fenster? Flecken hinter dem Schrank? Das sind Hinweise, keine Nebensachen. Für viele ist das Thema Schimmel emotional geladen – verständlich. Aber man muss nicht in Alarmismus kippen. Man braucht Fakten: Feuchtequelle finden, baulich lösen, fachgerecht sanieren. Punkt.

Wohnungs-Quickcheck (ohne Spezialgerät)
  • Muffiger Geruch besonders morgens oder nach Abwesenheit?
  • Kondenswasser an Fenstern: wie oft, wie stark, in welchen Räumen?
  • Außenwände hinter Möbeln: Abstand ~5–10 cm für Luftzirkulation.
  • Bad/Küche: Fugen, Silikon, Dunstabzug, Lüftungszeiten prüfen.

Und dann ist da noch Trinkwasser. In Deutschland meist gut kontrolliert, aber: Hausinstallation kann ein Thema sein (alte Leitungen, Stagnationswasser, Warmwasser). Wenn du ständig „metallisch“ schmeckendes Wasser hast oder die Leitung alt wirkt, kann eine gezielte Analyse sinnvoll sein. Nicht als Standard, eher als gezielte Frage. Tools, die im Alltag helfen: CO₂-Messgerät (z. B. von Aranet oder günstiger), Hygrometer für Luftfeuchte, und wenn’s ernst wird, ein Fachbetrieb für Leckageortung.

Tools & Messwerte, die wirklich alltagstauglich sind
  • Hygrometer: Zielbereich grob 40–60% relative Luftfeuchte.
  • CO₂-Messgerät: hoher Wert = mehr lüften (besonders nachts im Schlafzimmer).
  • Wasser: morgens erst laufen lassen (Stagnationswasser vermeiden), wenn relevant.
  • Bei Verdacht: Fachleute für Feuchte/Schimmel beauftragen statt „Hausmittel“.

Arbeitsplatz & Hobbykeller: Wenn’s nach „Chemie“ riecht

Manchmal ist nicht das Zuhause das Problem, sondern der Ort, an dem du acht Stunden am Tag sitzt. Druckerräume, Werkstätten, Friseursalons, Labore, Lackierbereiche, aber auch „normale“ Großraumbüros mit schlechter Lüftung – all das kann relevant sein. Wenn du nachmittags regelmäßig Kopfschmerzen bekommst und am Wochenende aufatmest, ist das zumindest ein Hinweis. Folgendes ist wichtig: Arbeitgeber haben Arbeitsschutzpflichten. Das ist kein persönliches Drama, sondern ein lösbares Thema.

Arbeitsmedizin & Arbeitsschutz: so gehst du’s an
  • Symptom-Muster dokumentieren (Wochentage, Räume, Tätigkeiten).
  • Betriebsarzt/Arbeitsmedizin einbinden (oft unterschätzt).
  • Gefahrstoffverzeichnis / Sicherheitsdatenblätter anfragen (bei Chemikalienkontakt).
  • Lüftung, Filterwechsel, Raumbelegung und CO₂-Werte prüfen lassen.

Hobbykeller ist der heimliche Endgegner. Epoxidharz, 3D-Druck (Resin!), Sprühkleber, Lacke, Holzstaub – macht Spaß, aber die Luft ist manchmal ein Cocktail. Wenn du da „kurz“ was machst und danach brennen die Augen: Das ist dein Körper, der dir Feedback gibt. Eine gute Maske (z. B. mit passenden Filtern), Absaugung und konsequentes Lüften sind keine Übertreibung, sondern Basics. Und wenn’s nach Lösungsmittel riecht, ist’s nicht „nur Geruch“ – Geruch heißt: Moleküle in der Luft.

Praktische Schutzmaßnahmen im Hobbybereich
  • Atemschutz passend zum Stoff (Partikel vs. Dämpfe) – im Zweifel beraten lassen.
  • Absaugung/Unterdruck, nicht nur Fenster auf Kipp.
  • Arbeitskleidung getrennt waschen, Hände/Unterarme reinigen.
  • Resin/Harze: Kontakt vermeiden, Handschuhe, geschlossene Behälter.

Kinder, Schwangerschaft, sensible Phasen: worauf achten?

Bei Kindern ist die Lage oft emotionaler, weil man sich sofort fragt: „Hab ich was übersehen?“ Wichtig ist: Kinder reagieren anders, und sie können Belastungen schlechter kompensieren, weil sie kleiner sind und schneller atmen. Typische Themen sind wiederkehrender Husten, Pseudokrupp, Hautprobleme, Schlafunruhe, Konzentrationsprobleme. Das heißt nicht automatisch „Umweltgift“ – aber ein feuchtes Kinderzimmer oder starke Duftstoffbelastung ist eben auch nicht egal.

Was Eltern (und werdende Eltern) priorisieren können
  • Schlafraum: gute Luft, wenig Staubfänger, keine starken Düfte.
  • Feuchte/Schimmel konsequent abklären, besonders nach Wasserschäden.
  • Beim Renovieren: gut lüften, emissionsarme Produkte wählen (z. B. Blauer Engel).
  • Bei anhaltenden Symptomen: Kinderarzt + ggf. Allergologie/Umweltmedizin kombinieren.

Schwangerschaft ist nochmal speziell: Man will nichts riskieren, aber man will auch nicht in Dauersorge leben. Sinnvoll ist ein pragmatischer Ansatz: bekannte Risiken minimieren (Rauch, Lösemittel, Pestizide), auf gute Raumluft achten und Renovierungen nach Möglichkeit nicht in der heißen Phase machen. Wenn’s berufliche Exposition gibt, ist die Arbeitsmedizin der richtige Hebel – da gibt’s klare Regeln. Und ja, manchmal ist die beste Maßnahme schlicht: Eine Pause von bestimmten Tätigkeiten.

Pragmatische „Low-Risk“-Strategie
  • Starke Reinigungs- und Duftchemie reduzieren, milde Alternativen nutzen.
  • Keine Lackier-/Sprüh-/Harzarbeiten in Innenräumen.
  • Frisch renovierte Räume gut auslüften, bevor man dort dauerhaft schläft.
  • Arbeitsplatzrisiken früh ansprechen (Mutterschutz, Gefährdungsbeurteilung).

Seriöse Anbieter erkennen: rote Flaggen & gute Zeichen

Umweltmedizin ist ein Feld, in dem sich sehr gute Leute tummeln – und leider auch Anbieter, die mit Angst Geld verdienen. Gute Zeichen sind: gründliche Anamnese, transparente Diagnostik, klare Grenzen („Das wissen wir nicht sicher“), Zusammenarbeit mit Hausarzt/Allergologie/Arbeitsmedizin, und ein Fokus auf Expositionsreduktion statt auf endlose Nahrungsergänzung. Ein bisschen Widerspruch gehört dazu: Manchmal ist die „einfachste“ Erklärung (Feuchte im Schlafzimmer) die richtige, auch wenn man innerlich schon bei komplizierten Theorien war.

Gute Zeichen bei Praxis & Beratung
  • Es wird zuerst gefragt, dann getestet (Anamnese vor Labor).
  • Du bekommst einen Maßnahmenplan mit Prioritäten.
  • Es gibt Verlaufskontrollen und Anpassungen statt starrem Programm.
  • Kooperation mit Fachleuten (Schimmelsanierung, Arbeitsmedizin) wird unterstützt.

Rote Flaggen? Wenn jemand jede Beschwerde auf „Gifte“ schiebt, dir sofort Angst macht oder dich von „Schulmedizin“ isolieren will. Oder wenn die Lösung immer gleich ist – egal, was du hast. Umweltmedizin ist individuell, sonst ist es nur Marketing. Auf den Punkt gebracht heißt das: Seriös ist, wer dir hilft, wieder Handlungsspielraum zu bekommen, statt dich in Abhängigkeit zu halten.

Rote Flaggen, bei denen du abbremsen solltest
  • Heilsversprechen oder „garantierte“ Entgiftungserfolge.
  • Sehr teure Programme ohne nachvollziehbare Diagnostik und Ziele.
  • Alles wird als „toxisch“ bewertet, ohne Dosis, Dauer und Kontext zu berücksichtigen.
  • Keine Bereitschaft, Befunde mit anderen Ärzten zu teilen oder zu erklären.

Kosten & Erstattung: womit du realistisch rechnen solltest

Okay, Geld. Viele umweltmedizinische Leistungen laufen teilweise privat, je nach Praxis, Bundesland, Kassensituation und Fragestellung. Deshalb ist Transparenz wichtig: Vorher nach GOÄ-Abrechnung, Paketpreisen und Folgekosten fragen. Und noch was: Manchmal sind die „Nebenkosten“ die eigentlichen Kosten – etwa eine fachgerechte Schimmelanalyse oder eine Sanierung. Das tut kurz weh, kann aber langfristig mehr bringen als der fünfte Laborzettel.

Kosten realistisch einordnen
  • Frage vorab nach: Ersttermin-Dauer, Abrechnung, was optional ist.
  • Kläre, welche Laborwerte Kasse vs. privat übernimmt.
  • Plane Budget für Umgebungsdiagnostik ein, wenn Feuchte/Schimmel plausibel ist.
  • Setze Prioritäten: erst große Quellen, dann Feintuning.

Weil Zahlen helfen, kommt hier eine grobe Orientierung. Das ist kein verbindlicher Preiszettel, sondern ein realistischer Kompass. Region, Praxisprofil und Aufwand machen viel aus. Wenn du’s genau wissen willst: kurz anrufen, freundlich nachfragen, schriftliche Info geben lassen. Das spart Nerven.

Orientierungswerte (als Kompass)
  • Erstgespräch ist oft der größte Posten, weil dort die Detektivarbeit passiert.
  • Allergietests und Lungenfunktion sind häufig gut planbar.
  • Gebäude-/Schimmelchecks hängen stark vom Objekt ab (Wohnung vs. Haus).
  • Follow-ups sind meist günstiger, wenn der Plan steht.

Fazit

Umweltmedizin ist kein Hype-Thema, sondern für viele der fehlende Baustein zwischen „Symptome sind da“ und „Ursache bleibt unsichtbar“. Wenn du strukturiert vorgehst – Anamnese, sinnvolle Diagnostik, saubere Expositionsreduktion – wird aus dem diffusen Gefühl oft ein klarer Fahrplan. Und wenn du eine gute Beratung in der Nähe suchst, kann ein Blick auf KennstDuEinen helfen: Kundenbewertungen und Empfehlungen machen Anbieter greifbarer, und Online-Reputation ist ein nützliches Kriterium, um seriöse Praxen und Dienstleister auszuwählen.

Kostenübersicht Umweltmedizin (Orientierungswerte)
Kategorie Kosten / Preis
Umweltmedizinisches Erstgespräch (Anamnese & Plan) 220 €
Folgetermin / Verlaufskontrolle 90 €
Basislabor (z. B. Blutbild, Entzündung, Schilddrüse) 65 €
Allergiediagnostik (Pricktest / spezifisches IgE, je nach Setting) 120 €
Lungenfunktion (Spirometrie) 45 €
Schimmel-/Feuchte-Check durch Fachbetrieb (Basisprüfung) 180 €
Raumluftmessung VOC (Screening) 250 €
Wasseranalyse (Hausinstallation-Basis) 95 €

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