Kinderhorte in der Nähe - 40 Anbieter mit 36 Bewertungen

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Kinderhort finden, der wirklich passt: Dein Guide zu Betreuung, Kosten, Alltag & Bauchgefühl

Ein Kinderhort soll entlasten – und sich trotzdem richtig anfühlen. Hier bekommst du Überblick: Wie Horte arbeiten, worauf du bei der Auswahl achten solltest, welche Kosten realistisch sind und wie Eingewöhnung, Alltag und Kommunikation stressfrei gelingen. Weiterlesen

Aktuelle Bewertung für Kinderhorte

5,0 Sterne

von L. L., Wiesbaden 65199

Mit Herz für Kinder

Wie der Titel schon sagt, bei Friedels Tagesmüttern ist viel Herz für Kinder dabei. Die Räumlichkeiten sind direkt an einem großen Park. Die Atmosphäre se...

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Neueste Bewertungen für Kinderhorte

5,0 Sterne

von L. L., Wiesbaden 65199

Friedels Tagesmütter

Mit Herz für Kinder

Wie der Titel schon sagt, bei Friedels Tagesmüttern ist viel Herz für Kinder dabei. Die Räumlichkeiten sind direkt an einem großen Park. Die Atmosphäre se...

5,0 Sterne

von Silke B., München 81371

Kinderkrippe

Super Krippe!!

Mein Sohn ist seit 1,5 Jahren dort und ich bin sehr begeistert, wie liebevoll die Kinder von fröhlichen Erziehern behandelt werden. Außerdem gibt es immer wi...

5,0 Sterne

von Helga K., Dreieich 63303

Kindertreff e.V. Minikindergarten

Liebevolle Kleinkinderbetreuung

Es gibt Mutter-Kind-Gruppen, Tausendfüßlergruppen (von 20 Monaten - 24 Monaten), Minikindergarten (2-3 Jahre) an 2 oder 3 Tagen. Nette, liebevolle Betreuung ...

5,0 Sterne

von T. L., Mannheim 68199

Evangelischer Kindergarten

Gute Arbeit

Tolles Erzieherinnenteam, schöne, kleine, übersichtliche, gemütliche Einrichtung, schöne Angebote für die Kids, neuer Aussenspielbereich

5,0 Sterne

von C. K., Oldenburg 26121

Kindergarten Eltern-Selbsthilfe e.V.

Das beste für unsere Kinder

Im Kindergarten Ellernbrok des Eltern-Selbsthilfe-Vereins in Oldenburg, sind meine beiden Kinder sehr glücklich und gehen total gerne dort hin. Ich als Mutte...

5,0 Sterne

von G. S., Bremen 28357

Uni-Kindertagesstätte e.V.

Betreuungesschlüssel ist gut! Kindertageskrippe

Diese Kindertagesstätte ist im Gesamtrüsome gut familiär geleitet!

4,0 Sterne

von J. M., Dreieich 63303

Tagesmütter- und Babysitterzentrale

Ausgebildetes Personal. Gehen individuell auf die Bedürfnisse ein.

Kinderhort finden, der wirklich passt: Dein Guide zu Betreuung, Kosten, Alltag & Bauchgefühl

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kinderhort – und für wen ist er gedacht?

Ein Kinderhort ist im Grunde die „After-School-Base“ für Grundschulkinder: Betreuung nach der Schule, oft bis zum späten Nachmittag. Klingt simpel, ist aber je nach Träger und Konzept ziemlich unterschiedlich. Manche Horte hängen an einer Schule, andere sind eigenständige Einrichtungen; mal liegt der Fokus auf Hausaufgaben, mal auf Freizeitpädagogik, mal auf beidem. Und ja: In vielen Regionen ist „Hort“ das Wort, anderswo heißt’s eher „Schulkindbetreuung“ oder „Nachmittagsbetreuung“ – gemeint ist meist dasselbe Grundprinzip.

Wichtig auf einen Blick: Was „Hort“ oft bedeutet

  • Betreuung für Schulkinder, meist 6–10 Jahre (teils länger)
  • Zeiten häufig nach Unterrichtsende bis ca. 16–17 Uhr, manchmal Ferienbetreuung
  • Leistungen: Essen, Freispiel, Angebote (Sport/Kreatives), teils Hausaufgabenzeit
  • Träger: Kommune, Wohlfahrt (z. B. AWO, Caritas, Diakonie), Elterninitiativen, privat
  • Begriffe variieren regional – bei der Suche mehrere Wörter testen

Für wen ist das gedacht? Für Familien, die verlässliche Betreuung brauchen – wegen Job, Ausbildung, Pflege von Angehörigen oder einfach, weil der Nachmittag sonst zu einem Tetris-Spiel wird. Und ganz ehrlich: Auch wenn du „nur“ Entlastung brauchst, ist das legitim. Kinder profitieren oft von festen Strukturen, Freundschaften und dem Gefühl, nach der Schule noch einen eigenen kleinen Kosmos zu haben.

Mini-Check: Passt Hort zu eurer Situation?

  • Ihr braucht verlässliche Abholzeiten und Planbarkeit im Alltag
  • Dein Kind mag Gruppen – oder könnte davon profitieren, es zu üben
  • Hausaufgaben eskalieren zu Hause regelmäßig (kommt vor…)
  • Ihr wünscht euch Ferienbetreuung oder zumindest einzelne Ferientage
  • Ihr möchtet mehr als „Aufbewahrung“: Angebote, Bewegung, soziales Lernen

Zwischen Entlastung und schlechtem Gewissen: Vorteile & Stolpersteine

Ich hole jetzt einfach mal aus: Viele Eltern starten mit einem inneren Spagat. Auf der einen Seite die Erleichterung („Endlich klappt die Nachmittagsbetreuung!“), auf der anderen Seite dieses leise Ziehen im Bauch („Bin ich dann zu wenig da?“). Weißt du was? Beides darf gleichzeitig wahr sein. Ein guter Hort ersetzt keine Familie, aber er kann Alltag stabil machen – und genau das brauchen Kinder oft.

Was Horte richtig gut können

  • Rhythmus geben: Essen, Spiel, Ruhe, Angebote – wiederkehrend und klar
  • Sozialraum sein: Freundschaften, Konfliktlösung, Teamgefühl
  • Entlastung: weniger „Logistik-Stress“ am Nachmittag
  • Ressourcen öffnen: Bastelraum, Sportfläche, Musik, Projekte
  • Alltagskompetenzen stärken: Selbstständigkeit, Verantwortung, Regeln

Und dann die Stolpersteine: zu große Gruppen, zu wenig Personal, unklare Zuständigkeiten bei Hausaufgaben oder ein Konzept, das auf dem Papier toll klingt, aber im Alltag nicht trägt. Manchmal passt’s auch einfach nicht zum Kind – und das ist kein Drama, eher ein Hinweis, genauer hinzuschauen.

Typische Stolperfallen (und wie du sie früh erkennst)

  • Unruhige Atmosphäre: dauerhaft laut, wenig Rückzugsmöglichkeiten
  • „Hausaufgaben werden hier gemacht“ – aber ohne klare Struktur/Betreuung
  • Hohe Fluktuation im Team (ständig neue Bezugspersonen)
  • Kommunikation wirkt ausweichend („wird schon“ statt konkrete Antworten)
  • Dein Kind erzählt regelmäßig von Langeweile oder Stress – nicht nur einmal

Woran du Qualität erkennst (ohne Pädagogik-Studium)

Es gibt so ein paar Signale, die erstaunlich zuverlässig sind. Erstens: Wie sprechen die Fachkräfte mit den Kindern? Respektvoll, auf Augenhöhe, mit klaren Grenzen – oder eher genervt und im Befehlston? Zweitens: Wie wird Struktur erklärt? Ein guter Hort kann dir seinen Tagesablauf in zwei Minuten so schildern, dass du’s sofort verstehst. Drittens: Wie wird mit Konflikten umgegangen? Nicht „Null Toleranz“, sondern nachvollziehbare Regeln plus Beziehung. Unter uns: Das ist oft der eigentliche Qualitätskern.

Qualitäts-Checkliste: Darauf kannst du achten

  • Klare Bezugspersonen oder ein nachvollziehbares Gruppensystem
  • Räume: Rückzugsecken, Bewegungsfläche, Material, Ordnung (nicht steril, aber sinnvoll)
  • Transparente Regeln: für Kinder und Eltern, inklusive Konsequenzen
  • Dokumentation: Infos zu Entwicklung, Beobachtung, ggf. Förderbedarf
  • Team wirkt eingespielt – und spricht offen über Grenzen und Lösungen

Ein kleiner Widerspruch, der keiner ist: Manche der besten Horte wirken beim ersten Rundgang fast „zu normal“. Keine fancy Konzepte, kein Hochglanz. Dafür siehst du Kinder, die ankommen, Jacken aufhängen, streiten, sich wieder vertragen. Genau dieser Alltag ist Gold wert. Wenn du dagegen einen Ort siehst, der nur auf Außenwirkung getrimmt ist, aber die Stimmung kippt, sobald’s stressig wird – dann ist Vorsicht angesagt.

Alltags-Beobachtung: Die leisen Hinweise

  • Wie werden Übergänge gelöst (Ankommen, Essen, Abholen)?
  • Gibt es sichtbar Routinen (Aushänge, Symbole, Wochenplan)?
  • Wie reagieren Erwachsene auf „Störmomente“ (Geduld vs. Abwertung)?
  • Wirkt das Team erreichbar oder „hinter einer Wand“?
  • Wirken Kinder grundsätzlich sicher – auch wenn’s mal wuselig ist?

So läuft ein Horttag wirklich ab – Hausaufgaben, Spiel & Pause

Viele stellen sich Hort so vor: Schule aus, Hausaufgaben, fertig. In der Realität ist es eher ein Dreiklang aus Ankommen, Runterkommen und wieder Auftanken. Nach einem Schultag sind viele Kinder „voll“ – im Kopf und im Körper. Darum ist Freispiel nicht nur nett, sondern oft nötig. Gute Horte planen bewusst Puffer ein: Snack, Bewegung, kurz Quatschen, dann erst konzentrierte Phasen.

Typischer Ablauf (kann je nach Einrichtung abweichen)

  • Ankommen/Check-in: Jacke, kurzer Kontakt, Tagesinfo
  • Essen oder Snack: oft mit festen Tischdiensten
  • Freispiel/Bewegung: draußen oder im Bewegungsraum
  • Hausaufgabenzeit: ruhig, begrenzt, mit Unterstützung nach Konzept
  • Angebote/Projekte: Basteln, Sport, Musik, Natur, Medien

Hausaufgaben sind ein Klassiker. Manche Horte bieten „Hausaufgabenbetreuung“ (Hilfestellung, Struktur), andere „Hausaufgabenaufsicht“ (Rahmen, Ruhe, aber weniger inhaltliche Hilfe). Das ist kein Haarspalten, sondern macht im Alltag einen riesigen Unterschied. Frag konkret nach: Wer ist im Raum? Wie viele Kinder? Wie wird Ruhe hergestellt? Und was passiert, wenn ein Kind’s nicht versteht oder ewig trödelt?

Hausaufgaben: Fragen, die wirklich weiterhelfen

  • Ist es Betreuung (Hilfe) oder Aufsicht (Rahmen)?
  • Wie groß sind die Gruppen in der Hausaufgabenzeit?
  • Gibt’s feste Zeiten oder flexible Slots?
  • Wie wird mit nicht erledigten Hausaufgaben umgegangen?
  • Gibt es Austausch mit Lehrkräften (wo erlaubt und sinnvoll)?

Eingewöhnung: der sanfte Start (und was, wenn’s holpert?)

Die Eingewöhnung im Hort ist oft kürzer als in der Kita – aber nicht automatisch leichter. Schule ist neu, Regeln sind neu, die Gruppe ist neu. Manche Kinder marschieren rein und sagen „Tschüss!“, andere kleben erstmal an dir wie Kaugummi am Schuh. Beides ist normal. Wichtig ist, dass der Hort einen Plan hat: schrittweise Zeiten, feste Bezugsperson, klare Kommunikation. Offen gesprochen: „Komm, wird schon“ ist kein Konzept.

Eingewöhnung, die entlastet: So kann’s aussehen

  • Start mit kurzen Tagen, dann langsam steigern
  • Feste Bezugsperson in den ersten Wochen
  • Rituale: Begrüßung, Abholen, „Wo ist mein Platz?“
  • Kurze Feedback-Schleifen mit Eltern (2–5 Minuten reichen oft)
  • Klare Absprachen: Was tun bei Tränen, Rückzug, Wut?

Und wenn’s holpert? Dann hilft ein Blick aufs Muster. Ist es nur montags schlimm? Oder immer vor der Hausaufgabenzeit? Oder beim Abholen, weil dein Kind den Abschied am Nachmittag nicht mag? Ein guter Hort nimmt solche Beobachtungen ernst und sucht mit dir nach Stellschrauben. Manchmal ist’s auch überraschend banal: zu wenig Snack, zu wenig Bewegung, zu viel Lärm. Kleine Ursachen, große Wirkung.

Wenn’s schwierig wird: Stellschrauben, die oft wirken

  • Trigger identifizieren: Uhrzeit, Personen, Situationen
  • Abholritual vereinbaren (z. B. kurze „Übergabe“, dann klare Verabschiedung)
  • Pausen/Bewegung vor Konzentrationsphasen erhöhen
  • Rückzugsort klären: „Wo kann ich kurz allein sein?“
  • Nach 2–3 Wochen Bilanzgespräch: Was klappt, was nicht, was ändern wir?

Kosten, Zuschüsse, Verträge: der Teil, den niemand sexy findet

Folgendes ist wichtig: Hortkosten setzen sich selten aus „einem Betrag“ zusammen. Häufig gibt es einen Betreuungsbeitrag (oft einkommensabhängig), dazu Essensgeld, manchmal Materialgeld oder Gebühren für Ferienprogramme. Private Anbieter sind oft teurer, kommunale oder freie Träger können durch Zuschüsse günstiger sein. Und dann gibt’s noch das Kleingedruckte: Kündigungsfristen, Buchungszeiten, Schließtage. Ja, das ist trocken – aber es spart später Nerven.

Kosten-Bausteine, die du einplanen solltest

  • Monatlicher Betreuungsbeitrag (teils nach Einkommen/Betreuungsumfang)
  • Mittagessen/Verpflegung (oft pauschal pro Monat)
  • Material/Projektgeld (z. B. Bastelmaterial, Ausflüge)
  • Ferienbetreuung (inklusive oder extra, je nach Modell)
  • Einmalige Gebühren (Anmeldung, Kaution – selten, aber möglich)

Zuschüsse? Gibt’s oft mehr, als man denkt. Je nach Bundesland und Kommune existieren Ermäßigungen, Geschwisterrabatte oder Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) – zum Beispiel fürs Mittagessen oder für Ausflüge. Lass dir dabei ruhig helfen: Jugendamt, Sozialberatung, manchmal auch der Träger selbst. Es ist kein „Bittgang“, sondern Teil des Systems.

Geld sparen ohne Stress: Wo du nachfragen kannst

  • Kommune/Stadt: Satzungen, Beitragsstaffeln, Ermäßigungen
  • Träger: Geschwisterregelungen, Sozialtarife, Stundentarife
  • Bildungs- und Teilhabepaket (BuT): Mittagessen, Ausflüge, Vereinsbeiträge
  • Schule/Sozialarbeit: oft gute Lotsenfunktion
  • Elternbeirat/andere Eltern: praxisnahe Tipps, welche Anträge sich lohnen

Platz finden: Suche, Warteliste, Timing – und kleine Abkürzungen

Plätze sind mancherorts knapp, und das ist leider die Realität. Darum gilt: früh dran sein, aber nicht in Panik verfallen. Viele Horte nehmen Anmeldungen lange vor Schulbeginn an, manche erst nach der Schulplatz-Zusage. Schau auf die Webseiten deiner Stadt, nutze Kita-/Hort-Portale (je nach Region), und ruf ruhig an. Klingt altmodisch, wirkt aber: Ein freundliches Telefonat klärt oft mehr als zehn Klicks.

Platzsuche: So gehst du strukturiert vor

  • Frühzeitig Termine/Fristen checken (Stadtportal, Trägerseiten)
  • Mehrere Suchbegriffe nutzen: „Hort“, „Schulkindbetreuung“, „Ganztag“
  • Prioritätenliste erstellen: Lage, Zeiten, Ferien, Konzept, Kosten
  • Wartelisten aktiv managen: nachfassen, Änderungen mitteilen
  • Plan B definieren (Tagesmutter, Großeltern-Tage, Nachbarschaftsnetz)

Eine kleine Abschweifung, weil’s dazu gehört: Ganztagsschule und Hort werden oft in einen Topf geworfen. In manchen Schulen ersetzt der Ganztag den Hort, in anderen ergänzen sie sich. Ganztag kann super sein – aber er ist anders organisiert, oft stärker schulisch getaktet. Wenn du „mehr Freizeitpädagogik“ willst, kann ein Hort die bessere Mischung sein. Wenn du „ein Ort, alles drin“ willst, ist Ganztag manchmal entspannter. Frag also nicht nur „Gibt’s einen Platz?“, sondern auch „Wie sieht der Nachmittag konkret aus?“

Ganztag vs. Hort: Schnellvergleich

  • Ganztag: oft stärker an Schule/Unterricht gebunden, klare Wochenstruktur
  • Hort: häufig mehr Freispiel und offene Angebote, je nach Konzept
  • Ferien: Hort eher mit Ferienbetreuung (nicht immer), Ganztag abhängig vom Schulträger
  • Hausaufgaben: Ganztag teils integriert, Hort je nach Modell separat
  • Entscheidungshilfe: Welche Umgebung tut deinem Kind nach der Schule gut?

Fragenkatalog fürs Gespräch: freundlich, klar, treffsicher

Beim Besichtigungstermin ist man schnell beeindruckt – oder überfordert. Darum: nimm dir ein paar Fragen mit. Nicht als Verhör, eher wie ein gemeinsamer Realitätscheck. Du darfst nach Personalschlüssel, Konzept und Umgang mit Konflikten fragen. Das ist nicht „unhöflich“, das ist Fürsorge. Und wenn Antworten schwammig bleiben, ist das auch eine Antwort.

Fragen, die du wortwörtlich stellen kannst

  • Wie viele Kinder sind in einer Gruppe, wie viele Fachkräfte sind da?
  • Wie läuft die Hausaufgabenzeit ab – und was ist Ihr Ziel dabei?
  • Welche Regeln sind Ihnen wichtig, und wie setzen Sie sie durch?
  • Wie informieren Sie Eltern (Tür-und-Angel, App, E-Mail, Gespräche)?
  • Wie gehen Sie mit Konflikten, Mobbing-Verdacht oder Ausgrenzung um?

Praktisch sind auch Fragen, die an den Alltag gehen: Was passiert, wenn ich im Stau stehe? Darf mein Kind allein nach Hause gehen (und ab wann)? Wie werden Medikamente gehandhabt? Wie ist das mit Bildschirmzeit, Handys, Medienprojekten? Gerade Medien sind so ein Thema, bei dem Familien sehr unterschiedlich ticken. Ein Hort muss nicht „wie ihr“ sein – aber er sollte klar sagen können, wie er’s macht.

Alltagsfragen, die später Gold wert sind

  • Spätabholung: Kulanz, Gebühren, Kontaktwege
  • Allein-nach-Hause: Vollmachten, Altersgrenzen, Sicherheitsregeln
  • Medien: Regeln zu Handy/Tablet, geplante Medienpädagogik
  • Ernährung: Allergien, religiöse/ethische Wünsche, Zucker-Regeln
  • Mitbringen: Wechselkleidung, Hausschuhe, Bastelschürze, Trinkflasche

Sicherheit, Gesundheit, Datenschutz: Pflichtprogramm, aber wichtig

Jetzt kurz etwas formeller, weil’s sein muss: Ein seriöser Hort hat klare Abläufe zu Aufsichtspflicht, Abholberechtigungen, Unfallmanagement und Datenschutz. Du solltest sehen, dass das nicht „irgendwie“ läuft, sondern dokumentiert ist. Fragen nach Erste-Hilfe-Schulungen, Notfallplänen oder dem Umgang mit Fotos sind völlig normal. Wenn du merkst, dass jemand das Thema abwinkt, ist das kein gutes Zeichen.

Safety-Check: Darauf solltest du Antworten bekommen

  • Abholberechtigung: Listen, Ausweise, Vollmachten
  • Unfälle: Dokumentation, Information an Eltern, Arztwege
  • Erste Hilfe: regelmäßige Schulungen im Team
  • Allergien/Medikamente: klare Prozesse, schriftliche Vereinbarungen
  • Datenschutz: Fotoeinwilligungen, Umgang mit Apps/Elternkommunikation

Gesundheit ist mehr als „krank = zu Hause“. Viele Einrichtungen haben Regeln: Fieberfrei für X Stunden, bei Magen-Darm eine bestimmte Karenzzeit, Läusemanagement nach Vorgaben. Das ist manchmal unbequem, aber es schützt alle. Und ja, gerade im Herbst und Winter (wenn gefühlt jede Woche irgendwas rumgeht) ist es hilfreich, wenn Regeln klar und fair sind – sonst gibt’s ständig Diskussionen an der Tür.

Typische Gesundheitsregeln (und warum sie helfen)

  • Fieber/Infekte: klare Rückkehrkriterien reduzieren Ansteckungen
  • Magen-Darm: Karenzzeit schützt Kinder und Personal
  • Läuse: standardisierte Abläufe vermeiden Stigma und Chaos
  • Hygiene: Händewaschen-Routinen, Essensregeln, Küchenstandards
  • Kommunikation: Infos an Eltern (Aushang, App, Mail) – ohne Panikmache

Wenn’s nicht passt: Wechsel, Konflikte, Bauchgefühl

Manchmal stimmt auf dem Papier alles – und trotzdem fühlt es sich für dein Kind (oder für dich) nicht gut an. Dann ist es Zeit für ein Gespräch. Nicht erst nach Monaten, sondern sobald du ein Muster erkennst. Wichtig: konkret bleiben. „Mein Kind wirkt seit drei Wochen nach dem Hort regelmäßig überdreht und weint beim Hinbringen“ ist greifbar. „Irgendwas ist komisch“ ist ein Gefühl (auch wichtig), aber schwer zu bearbeiten. Gute Teams können beides: Gefühl ernst nehmen und in Beobachtungen übersetzen.

Konflikte lösen: So bleibst du klar und fair

  • Beobachtungen sammeln (Wann? Wie oft? Was genau?)
  • Gespräch mit Bezugsperson vereinbaren statt Tür-und-Angel-Diskussion
  • Gemeinsames Ziel formulieren („Was soll in 4 Wochen besser sein?“)
  • Absprachen schriftlich festhalten (kurze Mail reicht)
  • Wenn nötig: Leitung einbeziehen, ggf. Elternbeirat oder Trägerkontakt

Und der Wechsel? Der ist kein persönliches Scheitern. Manchmal ist es eine Frage der Passung: ein lebhaftes Kind braucht mehr Bewegung, ein sensibles Kind mehr Rückzug, ein Kind mit Förderbedarf klare Strukturen und abgestimmte Unterstützung. Wenn du wechselst, plane den Übergang sauber: Kündigungsfristen, neue Eingewöhnung, Gespräche mit dem Kind. Ein bisschen wie Umziehen: anstrengend, aber danach oft deutlich leichter.

Wechsel planen: Damit es nicht noch stressiger wird

  • Vertrag prüfen: Fristen, Schließzeiten, Zahlungsmodalitäten
  • Neuen Platz sichern, dann erst kündigen (wenn möglich)
  • Kind vorbereiten: Gründe kindgerecht, ohne „Schuldige“
  • Übergaben organisieren: Infos zu Allergien, Abholregeln, Besonderheiten
  • Nach dem Wechsel: 2–3 Wochen „Eingewöhnungs-Puffer“ im Familienalltag lassen

Fazit

Ein guter Kinderhort ist nicht nur Betreuung, sondern ein verlässlicher Rahmen, in dem Kinder nach der Schule ankommen dürfen – mit Spiel, Struktur, Beziehungen und (ja) auch Grenzen. Wenn du bei Konzept, Kommunikation und Alltagspraxis genau hinschaust, findest du meist schnell heraus, ob es passt. Und wenn du dir bei der Suche nach einer guten Beratung oder einem passenden Hort in der Nähe zusätzlich Orientierung wünschst, kann ein Blick auf KennstDuEinen helfen: Kundenbewertungen und Empfehlungen machen Unterschiede sichtbar, und die Online-Reputation ist oft ein nützliches Kriterium, um seriöse Anbieter von Bauchladen-Angeboten zu trennen.

Kostenübersicht rund um Kinderhorte (Beispiele)
Kategorie Kosten / Preis
Monatlicher Hortbeitrag (Basis) 180 €
Mittagessen/Verpflegung (monatlich) 75 €
Ferienbetreuung (Zusatz pro Woche) 60 €
Material-/Projektgeld (monatlich) 15 €
Spätabholung (Gebühr pro Vorfall) 10 €

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