- Wirbelsäulengymnastik (12 €)
- Beckenbodengymnastik (15 €)
- Seniorengymnastik (8 €)
- Faszien- & Mobility-Kurs (14 €)
- Präventionskurs §20 (80 €)
- Personal Training Gymnastik (90 €)
- Online-Abo (12 €)
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Gymnastik eigentlich (und warum fühlt sie sich manchmal wie Magie an)?
- Welche Gymnastik passt zu dir? Von Wirbelsäule bis Beckenboden
- So startest du, ohne dich zu überfordern
- Die Klassiker: Nacken, Rücken, Hüfte – und was Gymnastik wirklich bringt
- Mini-Programm für zu Hause (ohne fancy Equipment)
- Technik-Kram, aber verständlich: Atmung, Spannung, Bewegungsqualität
- Dranbleiben: Motivation, Routinen und die Sache mit dem inneren Schweinehund
- Kosten & Angebote: Was du realistisch einplanen solltest
- Gute Kursleitung finden: woran du Qualität erkennst
Was ist Gymnastik eigentlich (und warum fühlt sie sich manchmal wie Magie an)?
Gymnastik ist im Kern „Bewegung mit System“: kontrolliert, dosiert und meistens so, dass du danach nicht fix und fertig bist, sondern eher… aufgeräumt. Es geht um Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Körperspannung – oft ohne große Geräte, dafür mit viel Gefühl für saubere Ausführung. Und ja, das kann sich überraschend gut anfühlen: Wenn ein steifer Rücken nach zehn Minuten wieder „mitmacht“, wirkt das fast wie ein kleiner Trick. Ist es aber nicht. Es ist Biomechanik plus Routine, ganz bodenständig.
Was du dir merken kannst
- Gymnastik ist meist gelenkschonend und auf kontrollierte Bewegungen ausgelegt.
- Zielmix: Mobilität, Stabilität, Koordination, Haltung, Körperwahrnehmung.
- „Magie“ entsteht oft durch bessere Durchblutung, weniger Schutzspannung und sauberere Bewegungsmuster.
- Wenn du tiefer einsteigen willst: Spring direkt zu Atmung & Bewegungsqualität.
Weißt du was? Viele werfen Gymnastik mit „bisschen Dehnen“ in einen Topf. Dabei ist Dehnen nur ein Gewürz. Der Hauptgang ist die Kombination aus Mobilisieren (Bewegungsumfang), Kräftigen (Belastbarkeit) und Stabilisieren (Kontrolle). Das Spannende: Du kannst damit sowohl „zu viel Sitzen“ ausgleichen als auch sportliche Leistung unterstützen – vom Joggen bis zum Klettern. Und wenn du gerade mit Beschwerden kämpfst, kann Gymnastik ein ruhiger Einstieg sein, weil sie dich nicht sofort überrollt.
Mini-Check: Ist das noch Dehnen oder schon Gymnastik?
- Dehnen ist oft passiv oder statisch; Gymnastik ist meist aktiv und in Bewegung.
- Gymnastik trainiert auch Kontrolle: z. B. langsam abrollen, Wirbel für Wirbel.
- Viele Kurse mischen beides – entscheidend ist die Dosierung.
- Mehr zu typischen Beschwerdebildern findest du unter Nacken, Rücken, Hüfte.
Welche Gymnastik passt zu dir? Von Wirbelsäule bis Beckenboden
Gymnastik ist ein Sammelbegriff. Und ehrlich gesagt ist das auch gut so, weil Menschen eben verschieden sind: Der eine will nach der Arbeit den Nacken entknoten, die andere nach der Schwangerschaft wieder Stabilität spüren, jemand anderes braucht ein solides Fundament fürs Krafttraining. Typische Richtungen, die du online und in Studios ständig siehst: Wirbelsäulengymnastik, Rückenschule, Haltungs- und Faszienkurse, Beckenbodengymnastik, Seniorengymnastik, funktionelles Training (oft als „Functional“ vermarktet) oder sanfte Formen, die an Pilates erinnern.
Orientierung: Diese Kursnamen meinen oft das
- Wirbelsäulengymnastik/Rückenschule: Mobilität + Rumpfstabilität, alltagstauglich.
- Beckenboden: Wahrnehmung, Ansteuerung, Zusammenspiel mit Atmung und Bauch.
- Faszien: elastische Bewegungen, Federung, teils mit Rollen/Bällen.
- Seniorengymnastik: Gleichgewicht, Sturzprophylaxe, sichere Kraftbasis.
- Wenn du unsicher bist: Lies weiter bei So startest du.
Ein kleiner, scheinbarer Widerspruch: Manche schwören auf super-sanfte Gymnastik, andere sagen „ohne Muskelkater bringt’s nix“. Beides kann stimmen. Wenn du gerade Verspannungen und Stress im System hast, ist „sanft“ oft genau richtig – dein Nervensystem lässt eher los. Wenn du dagegen stabiler werden willst (z. B. für Knie, Rücken, Schulter), brauchst du irgendwann auch Reize, also gezielte Belastung. Gute Kurse bauen beides ein: erst Beweglichkeit und Kontrolle, dann Kraftausdauer, am Ende wieder runterfahren.
So erkennst du die passende Intensität
- Du solltest dich währenddessen gefordert, aber nicht „zusammengefaltet“ fühlen.
- Am nächsten Tag: leichter Muskelkater okay; stechender Schmerz = Warnsignal.
- Skala 1–10: Zielbereich oft 5–7 bei Kräftigung, 2–4 bei Mobilität/Regeneration.
- Bei Schmerzen: spring zu Beschwerden & Lösungen.
So startest du, ohne dich zu überfordern
Der beste Start ist meistens unspektakulär: zwei feste Termine pro Woche oder – wenn dir das realistischer vorkommt – zehn Minuten am Tag. Ja, zehn. Denn das ist der Trick: Gymnastik wirkt stark über Regelmäßigkeit. Dein Körper liebt Wiederholungen, solange sie sauber sind. Fang mit einfachen Bewegungen an, die du kontrollieren kannst, und steigere erst dann Umfang oder Tempo. Und wenn du online trainierst: Stell die Kamera so hin, dass du dich im Spiegel siehst oder nimm dich kurz auf. Klingt eitel, ist aber Gold wert.
Startplan, der wirklich durchhaltbar ist
- Woche 1–2: 10–15 Minuten, Fokus Mobilität + leichte Stabilität.
- Woche 3–4: 20 Minuten, dazu 1–2 kräftigende Blöcke.
- Regel: lieber öfter kurz als selten lang.
- Hilfreich: Timer (Handy), Matte, kleines Handtuch, optional Miniband.
Offen gesprochen: Viele geben nach zwei Wochen auf, weil sie „noch nichts merken“. Dabei sind die frühen Effekte oft subtil: du stehst leichter auf, drehst den Kopf freier, sitzt weniger krumm. Das zählt. Wenn du messbare Marker willst, nimm zwei: 1) Wie weit kommst du beim Vorbeugen? 2) Wie fühlt sich dein Nacken nach einem langen Bildschirmtag an? Kleine Checks, große Motivation. Und wenn du eh schon Sport machst: Gymnastik ist kein Konkurrenzprogramm, sondern Wartung – wie Ölwechsel beim Auto. Ohne wird’s irgendwann teuer.
Messbar statt Bauchgefühl: kleine Progress-Checks
- Beweglichkeit: Vorbeuge, Hüftbeuger-Test, Schulterbeweglichkeit an der Wand.
- Stabilität: 20–30 Sekunden Unterarmstütz (sauber), Einbeinstand.
- Alltag: Treppe hoch, Schuhe binden, langes Sitzen ohne Ziehen.
- Mehr Praxis gibt’s im Mini-Programm.
Die Klassiker: Nacken, Rücken, Hüfte – und was Gymnastik wirklich bringt
Wenn Menschen „Gymnastik“ googeln, steckt oft ein Problem dahinter. Nacken wie Beton. Rücken zwickt. Hüfte fühlt sich an, als wäre da Sand im Getriebe. Wichtig ist: Gymnastik ist keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Aber sie kann Beschwerden beeinflussen, weil sie an typischen Ursachen arbeitet: zu wenig Bewegung, zu viel einseitige Haltung, schwache Stabilisatoren, Stressspannung. Und ja, Stress ist ein Faktor – der Körper hält fest, wenn der Kopf Dauer-Alarm sendet. Das ist nicht esoterisch, das ist Nervensystem.
Wenn’s zwickt: die häufigsten Ursachen im Alltag
- Stundenlanges Sitzen: Hüftbeuger verkürzt sich „gefühlt“, Gesäß wird träge.
- Handy/Monitor: Kopf nach vorn, Nackenmuskeln im Dauereinsatz.
- Zu wenig Rumpfkraft: Rücken „arbeitet“ statt zu stabilisieren.
- Stress: flache Atmung, hochgezogene Schultern, Schutzspannung.
Beim Nacken hilft oft ein Mix aus Brustwirbelsäulen-Mobilität, Schulterblattkontrolle und Atmung. Klingt technisch, ist aber simpel: Wenn der Brustkorb wieder mitdreht und das Schulterblatt stabil sitzt, muss der Nacken weniger kompensieren. Beim unteren Rücken ist es ähnlich: Hüfte beweglicher, Rumpf stabiler – und plötzlich wird das Heben von Einkaufstaschen wieder normal. Und die Hüfte? Die liebt kreisende Bewegungen, aktive Dehnung und kräftige Gesäßmuskeln. Das ist wie bei einem Türscharnier: Ein Tropfen Öl (Mobilität) plus feste Schrauben (Stabilität) machen’s leise.
Konkrete „Hebel“, die oft schnell wirken
- Nacken: Brustwirbelsäule mobilisieren, Schulterblätter nach hinten-unten führen, Atem vertiefen.
- LWS: Hüftbeuger mobilisieren, Gesäß aktivieren, Rumpfspannung dosiert aufbauen.
- Hüfte: 90/90-Sitz, Ausfallschritt-Mobilität, seitliche Gesäßkraft (Abduktoren).
- Übungen dazu findest du direkt im Mini-Programm.
Wichtig, bevor du dich reinsteigerst: Es gibt rote Flaggen. Taubheitsgefühle, ausstrahlende Schmerzen in Arm oder Bein, Kraftverlust, Probleme mit Blase/Darm, Fieber, Unfall – das gehört abgeklärt. Alles andere? Kann man oft mit kluger Belastungssteuerung angehen. Und manchmal ist weniger mehr: Wenn du bei jeder Übung „durchziehst“, lernt der Körper nur, sich noch mehr zu schützen. Besser: Bewegungen so wählen, dass sie sich sicher anfühlen, und dann langsam erweitern. Das ist langweilig – aber effektiv.
Sicherheitsnetz: Wann du lieber checken lässt
- Neu auftretende Lähmungs-/Taubheitsgefühle oder deutlicher Kraftverlust.
- Starker, ungewöhnlicher Schmerz nach Sturz/Unfall.
- Ausstrahlender Schmerz mit Kribbeln, der nicht nachlässt.
- Im Zweifel: medizinisch abklären, dann mit gezielter Gymnastik starten.
Mini-Programm für zu Hause (ohne fancy Equipment)
Okay, Praxis. Stell dir vor, du hast 12 Minuten zwischen Feierabend und Abendessen. Genau dafür ist dieses Mini-Programm. Du brauchst eine Matte (oder Teppich), vielleicht ein Handtuch. Mach jede Übung langsam, mit guter Kontrolle. Und wenn du irgendwo „kneifst“ oder stichst: Bewegungsradius kleiner machen, Tempo rausnehmen. Gymnastik ist kein Wettrennen.
Dein 12-Minuten-Flow (Alltagstauglich)
- 1 Minute: Schulterkreisen + ruhige Nasenatmung.
- 2 Minuten: Katzenbuckel/Pferderücken (Wirbelsäule in Wellen bewegen).
- 2 Minuten: Hüftkreisen im Stand, erst klein, dann größer.
- 2 Minuten: Glute Bridge (Becken heben) – langsam hoch, 2 Sekunden halten.
- 2 Minuten: Bird Dog (Diagonal strecken) – Becken ruhig, Rücken lang.
- 3 Minuten: Ausfallschritt-Mobilität + sanftes Federn (ohne Schmerz).
Wenn du’s ein bisschen sportlicher magst: Bau am Ende zwei Runden „Core light“ ein. Zum Beispiel 20 Sekunden Unterarmstütz, 20 Sekunden Pause, 20 Sekunden Seitstütz pro Seite. Wichtig ist die Qualität: Rippen nicht nach vorn schieben, Po nicht durchhängen lassen, Atmung nicht anhalten. Und ja, am Anfang wackelt’s. Das ist kein Versagen, das ist Information. Dein System lernt gerade, neu zu sortieren.
Core light, aber sauber
- Unterarmstütz: Bauchnabel sanft nach innen, Gesäß aktiv, Nacken lang.
- Seitstütz: Schulter weg vom Ohr, Hüfte hoch, freie Hand an die Taille.
- Wenn’s zu schwer ist: Knie absetzen, Hebel verkürzen.
- Mehr zur Technik im Abschnitt Atmung & Spannung.
Und weil’s im echten Leben nie perfekt läuft: Wenn du einen Tag auslässt, ist das kein Drama. Mach am nächsten Tag einfach weiter. Gymnastik ist eher „Zähneputzen“ als „Projekt“. Kleine Dosen, großer Effekt. Übrigens: Viele merken, dass sie nach dem Training besser schlafen. Kein Wunder – wenn Spannung sinkt und Atmung tiefer wird, fährt der Körper leichter runter.
Wenn du mal raus bist: so kommst du easy zurück
- „Minimum-Version“ festlegen: 5 Minuten Mobilität zählen als Erfolg.
- Training an Trigger koppeln: nach dem Kaffee, vor der Dusche, nach dem Zähneputzen.
- Schlaf als Bonus: abends eher mobilisieren als hart kräftigen.
- Motivationsthema? Siehe Dranbleiben.
Technik-Kram, aber verständlich: Atmung, Spannung, Bewegungsqualität
Lass mich das erklären, ohne dass es nach Lehrbuch klingt: Gute Gymnastik sieht oft unspektakulär aus, fühlt sich aber präzise an. Der Unterschied liegt in der Bewegungsqualität. Drei Dinge machen 80 % aus: Atmung, Rumpfspannung und Tempo. Atmung steuert Druck im Bauchraum (Stichwort: intraabdominaler Druck) und beeinflusst, wie stabil du dich fühlst. Rumpfspannung ist kein „Bauch rein und hart“, eher ein sanftes Korsett. Und Tempo? Langsam ist nicht immer besser, aber langsam zeigt dir, wo du mogelst.
Die 3 Technik-Regeln (einfach, aber wirkungsvoll)
- Atmen: nicht pressen; ausatmen bei Anstrengung hilft oft.
- Spannung: „Korsett“ rund um Taille, ohne die Luft anzuhalten.
- Tempo: kontrolliert, besonders in der Abwärtsbewegung (exzentrisch).
Ein Wort zum Beckenboden, weil das ständig missverstanden wird: Der Beckenboden arbeitet mit Zwerchfell, Bauch und Rücken zusammen. Wenn du einatmest, senkt sich das Zwerchfell, Druck verteilt sich nach unten – der Beckenboden reagiert. Beim Ausatmen kann er sanft mit nach oben kommen. In guten Kursen wird das nicht mit Dauer-Anspannung verwechselt. Unter uns: Wer ständig „klemmt“, bekommt manchmal erst recht Probleme. Das Ziel ist Kontrolle und Timing, nicht Dauerdruck.
Beckenboden ohne Verkrampfen
- Einatmen: Weite im Brustkorb und Bauch zulassen.
- Ausatmen: sanft „nach innen/oben“ aktivieren, dann wieder lösen.
- Warnzeichen für zu viel Spannung: Druckgefühl, Ziehen, Unruhe im Unterbauch.
- Bei Unsicherheit: Kurs mit qualifizierter Anleitung wählen (siehe Anbieterwahl).
Und noch ein Nerd-Detail, das dich im Alltag rettet: Gelenke mögen Zentrierung. Das heißt nicht, dass alles „perfekt“ sein muss. Es heißt: Du bewegst dich so, dass die Kräfte gut verteilt sind. Beispiel Schulter: Wenn das Schulterblatt „mitfährt“ und der Oberarmkopf nicht nach vorn rutscht, ist das Training angenehmer. Beispiel Knie: Wenn Fuß, Knie und Hüfte grob in einer Linie bleiben, fühlt sich’s stabil an. Klingt banal, macht aber den Unterschied zwischen „tut gut“ und „aua“.
Körper-Checks, die sofort helfen
- Schulter: „Schulter weg vom Ohr“ + Schulterblatt leicht nach hinten-unten.
- Knie: zeigt grob in Richtung zweiter Zeh, nicht nach innen kollabieren.
- Wirbelsäule: lang machen, statt in den Nacken zu knicken.
- Für Übungsbeispiele: zurück zu Mini-Programm.
Dranbleiben: Motivation, Routinen und die Sache mit dem inneren Schweinehund
Motivation ist launisch. Mal ist sie da, mal liegt sie irgendwo zwischen Wäschekorb und Sofa. Darum funktionieren Routinen besser als Willenskraft. Mach Gymnastik so klein, dass du nicht diskutieren musst. Und mach sie so angenehm, dass du sie wiederholen willst. Playlist an, Fenster auf, fünf Minuten Flow – fertig. Übrigens: Im Winter fällt’s vielen schwerer, weil man sich steifer fühlt und weniger rausgeht. Dann sind kurze Einheiten Gold. Im Sommer dagegen: früh morgens oder abends, wenn’s nicht brütend heiß ist.
Routinen, die auch an miesen Tagen halten
- „Wenn-dann“-Regel: Wenn Kaffee fertig, dann 5 Minuten Mobilität.
- Matte sichtbar lassen (ja, das ist Psychologie).
- Winter-Tipp: erst 2 Minuten warm werden (Treppen, Marschieren), dann Bodenübungen.
- Sommer-Tipp: kürzer, dafür regelmäßiger; Flüssigkeit nicht vergessen.
Was auch hilft: soziale Verbindlichkeit. Ein Kurs, eine Trainingsbuddy-WhatsApp, oder eine App, die dich freundlich erinnert. Viele nutzen YouTube-Kanäle (z. B. für Pilates-inspirierte Gymnastik) oder Plattformen wie Gymondo. Wichtig ist weniger die Plattform, mehr die Passung: Stimme, Tempo, Erklärstil. Wenn dich jemand nervt, trainierst du nicht. So simpel ist das. Und wenn du ein bisschen „Gadget“-Hilfe willst: Ein Miniband kostet wenig, bringt aber für Hüfte und Schulter richtig viel.
Tools & kleine Helfer, die sich bewährt haben
- Timer-App oder Kalenderblocker (10–20 Minuten).
- YouTube/Gymondo: gut für Struktur; achte auf klare Cues und Varianten.
- Miniband: super für seitliche Hüftkraft und Schulterstabilität.
- Faszienball/Rolle: sparsam nutzen, eher als Ergänzung, nicht als Hauptprogramm.
Und noch was, das man selten sagt: Manchmal ist „gar nichts tun“ auch Training – wenn du sonst dauernd Vollgas gibst. Regeneration ist Teil der Belastungssteuerung. Ein lockerer Spaziergang, etwas Mobilität, bewusstes Atmen. Das kann den nächsten Tag retten. Gymnastik muss nicht immer ein Programm sein; sie kann auch ein Reset sein, fünf Minuten zwischen zwei Terminen.
Regeneration als Geheimwaffe
- Stresshoch? Fokus auf Atmung, sanfte Mobilität, langsame Übergänge.
- Schlaf schlecht? Abends eher lockern als kräftigen.
- Viel Sport? Gymnastik als „Wartung“ 2–3× pro Woche einplanen.
- Wenn du Kosten/Angebote suchst: weiter zu Kosten.
Kosten & Angebote: Was du realistisch einplanen solltest
Geld ist oft der Punkt, an dem aus „Ich mach das jetzt“ ein „Mal sehen“ wird. Darum: Rechne lieber klar. Online-Programme sind meist günstiger, Präsenzkurse geben dir dafür Korrektur und Gruppendynamik. Physiotherapie kann – je nach Verordnung – teilweise von der Krankenkasse getragen werden; das ist aber ein eigenes Thema und hängt von Diagnose und System ab. Für Selbstzahler-Angebote (Personal Training, Präventionskurse, Studio) lohnt sich ein Blick auf das, was wirklich drinsteckt: Gruppengröße, Qualifikation, Dauer, Betreuung.
Wovon der Preis oft wirklich abhängt
- 1:1 Betreuung kostet mehr, spart aber oft Zeit durch klare Korrekturen.
- Kleine Gruppen sind teurer, aber meist qualitativ stärker.
- Präventionskurse nach §20 SGB V können bezuschusst werden (je nach Kasse).
- Sieh dir dazu auch die Qualitätsmerkmale an.
Und weil’s konkret sein soll: Viele starten mit einem Kursblock (8–10 Termine) und ergänzen zu Hause mit kurzen Einheiten. Das ist ein guter Mix aus Anleitung und Freiheit. Wenn du Beschwerden hast, kann eine Einzelstunde am Anfang sinnvoll sein, um Technikfehler zu vermeiden. Danach reicht oft Gruppe plus Heimprogramm. Auf den Punkt gebracht heißt das: Du musst nicht alles kaufen, du brauchst einen Plan, der zu deinem Alltag passt.
Praktische Kombi-Modelle (oft am sinnvollsten)
- Einzelstunde zum Start + 8-Wochen-Kurs für Routine.
- Online-Abo für Regelmäßigkeit + gelegentliche Präsenz-Checks.
- Studio-Mitgliedschaft nur, wenn du sie wirklich nutzt (ehrlich zu dir sein).
- Für Anbieterwahl: weiter zu Woran du Qualität erkennst.
Gute Kursleitung finden: woran du Qualität erkennst
Du kannst den besten Trainingsplan der Welt haben – wenn die Anleitung schlecht ist, wird’s zäh oder sogar riskant. Gute Kursleiter*innen erklären klar, geben Varianten (leichter/schwerer) und korrigieren ohne Show. Sie arbeiten mit sinnvollen Cues wie „Rippen weich“, „Schulter weg vom Ohr“, „Becken bleibt ruhig“ und nicht nur mit „zieh mal den Bauch ein“. Außerdem fragen sie nach Beschwerden, passen Übungen an und machen keine Heldengeschichten daraus, wer sich am meisten quält.
Qualitäts-Checkliste für Kurse
- Fragt die Leitung nach Vorerfahrungen/Schmerzen? Das ist ein gutes Zeichen.
- Gibt es Übungsvarianten und Pausenoptionen?
- Wird Technik erklärt (Atmung, Haltung, Tempo) statt nur „mitmachen“?
- Gruppengröße: je kleiner, desto eher echte Korrektur.
Wenn du lokal suchst, helfen Bewertungen wirklich weiter – nicht nur Sterne, sondern die Texte. Achte auf Hinweise wie „geht auf alle ein“, „klare Erklärungen“, „nach Verletzung gut begleitet“. Genau da ist ein Portal wie KennstDuEinen praktisch, weil du in deiner Nähe nach passenden Anbietern schauen kannst und echte Erfahrungen anderer siehst. Online-Reputation ist nicht alles, aber sie ist ein ziemlich gutes Filterkriterium, um schwarze Schafe zu umgehen.
So liest du Bewertungen wie ein Profi
- Suche nach wiederkehrenden Mustern (z. B. „nimmt sich Zeit“, „saubere Anleitung“).
- Einzelne Ausreißer weniger gewichten als viele ähnliche Rückmeldungen.
- Achte auf Kontext: Anfänger*innen, Reha, sportlich – passt das zu dir?
- Interner Sprung: zurück zu Kosten & Angebote, falls du vergleichen willst.
Fazit
Gymnastik ist kein Trend und kein Geheimclub – eher ein verlässlicher Werkzeugkasten: für weniger Verspannung, mehr Stabilität und ein Körpergefühl, das dich im Alltag nicht im Stich lässt. Wenn du dranbleibst (klein anfangen, sauber ausführen, passend steigern), merkst du oft schneller etwas, als du denkst. Und wenn du eine gute Beratung oder einen passenden Kurs in deiner Nähe suchst, kann ein Blick auf KennstDuEinen helfen: Kundenbewertungen und Empfehlungen machen die Auswahl leichter, und eine gute Online-Reputation ist ein solides Signal, um seriöse Anbieter zu finden.
| Kategorie | Kosten / Preis |
| Wirbelsäulengymnastik (Gruppenkurs, pro Termin) | 12 € |
| Beckenbodengymnastik (Kursblock, pro Termin) | 15 € |
| Seniorengymnastik (Verein/Studio, pro Termin) | 8 € |
| Faszien- & Mobility-Kurs (pro Termin) | 14 € |
| Präventionskurs §20 (Eigenanteil pro Kurs) | 80 € |
| Personal Training Gymnastik (60 Min) | 90 € |
| Online-Abo (monatlich) | 12 € |