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Warum Tattoos verblassen und was man dagegen tun kann

Ein neues Tattoo ist eine Augenweide und der Stolz seines Besitzers. Vor allem bunte, leuchtende Farben sind echte Hingucker. Doch wieso verblassen Tattoos nach einiger Zeit und was lässt sich dagegen unternehmen?

Sich selbst pflegen heißt, sein Tattoo zu pflegen

Jedes Tattoo ist eine zutiefst individuelle Angelegenheit und sollte wohl überlegt sein. Schließlich begleitet einen das in Haut verewigte Kunstwerk ein Leben lang. Ein perfekt gestochenes Motiv, an prominenter oder verborgener Stelle, ist eine Bereicherung der eigenen Persönlichkeit. Wie wir selbst, soll sich auch unser Tattoo möglichst lange gut halten. Vor allem soll es nicht verblassen. Der Weg zu diesem Ziel führt über die eigene Selbstpflege.

Erste Voraussetzung: Vom Profi stechen lassen

Nur ein professionell gestochenes Tattoo ist ein gutes Tattoo. Was wie eine Binsenweisheit klingt, ist gerade für die Langlebigkeit und Frische von Tattoos bedeutsam. Doch wie kommt eigentlich ein Tattoo unter die Haut? Für ihre Arbeit verwenden Tätowierer eine Stechmaschine, wahlweise mit einer oder mehreren geschliffenen Nadeln. Die einzelne Nadel sticht die Kontur des Motivs in die Haut, während ein ganzes Nadelbündel für Vollflächen zum Einsatz kommt.

Dabei darf die Farbe weder zu oberflächlich noch zu tief gestochen werden. Im ersten Fall werden die Farbpigmente mit jeder sich erneuernden Hautschicht wieder abgestoßen. Wird hingegen zu tief gestochen, blutet die Haut und das Blut wäscht die Farbe aus. Als unangenehmer Nebeneffekt können sich Narben bilden. Der optimale Wert für die Stichtiefe liegt zwischen 1 und 1,5 Millimeter. Nicht nur technisches Können, sondern auch Wissen um verschiedene Hauttypen und Hautbereiche zeichnen kompetente Tätowierer aus. Wer sich also in professionelle Hände begibt, legt den Grundstein für ein ästhetisches und haltbares Tattoo.

Manche Farben verblassen schneller als andere

Bereits die Farbwahl eines Motivs wirkt sich auf dessen Haltbarkeit aus. Helle Farben reflektieren das Licht, während dunklere Töne es absorbieren. Das beeinflusst auch den Alterungsprozess eines Tattoos. So neigen dunkelblaue, dunkelgrüne oder schwarze Pigmente stärker zum Verblassen als Weiß- oder Gelbtöne. Ein Umstand, der sich auch bei der Entfernung von Tattoos mit Laserlicht zeigt. In jedem Fall hier macht sich ein professionelles Studio mit geschulten Mitarbeitern bezahlt. Beratung zu bestimmten Farbtönen, deren Umsetzung und Haltbarkeit versteht sich dort von selbst.

Hauptsache Hautschutz

Wer seine Haut schützt, schützt auch seine Tattoos. Insbesondere für frische Tattoos gilt: Sonnenlicht und andere starke Lichtquellen meiden! Jedes neue Tattoo strahlt besonders intensiv. Das liegt daran, dass die Farben sich teilweise noch in der Epidermis, der oberen Hautschicht, absetzen. Rund alle 27 bis 28 Tage erneuert sich die Epidermis und stößt dabei die alte Schicht ab. So kommt es zu einer ersten, völlig natürlichen Trübung des Motivs. Bis sich indes mehrere Hautschichten neu gebildet haben, vergehen einige Wochen.

Während dieser Zeit ist das frische Tattoo empfindlich und schutzbedürftig. Langanhaltende Sonnenbestrahlung lässt die Farben dann unnatürlich schnell verblassen. Daneben ist die frisch gestochene Haut gereizt und von Austrocknung bedroht. Der richtige Kleidungsstil in dieser Periode: lockere, luftige Kleidung. Ist das Tattoo schon einige Wochen alt, müssen Hautpflege und Hautschutz selbstverständlich fortgesetzt werden. Im Sommer gehören Sonnenschutzmittel zur Grundausrüstung. Der Lichtschutzfaktor sollte dabei 30 oder mehr betragen. Wichtig: Dem Sonnenschutzmittel eine halbe Stunde Zeit geben, um richtig in die Haut einziehen zu können. So bleiben Haut und Tattoo optimal geschützt.

Wasser und Feuchtigkeit in Maßen

Nicht nur zu trockene, sondern auch zu feuchte Haut schadet den Farben eines neuen Tattoos. Ebenso wie Sonnenbäder verbieten sich längere Aufenthalte im Wasser, etwa beim Duschen oder Baden. Das reinste Gift für frische Pigmente ist das chlorhaltige Wasser in Hallen- und Freibädern, hier heißt es für die erste Zeit: Schwimmen verboten! Auch Schweiß führt dazu, dass die Farben auswaschen und das Motiv verblasst. Bei starkem Schwitzen hilft regelmäßiges Wechseln der Kleidung sowie ein Abtrocknen des Tattoos. Atmungsaktive ist enganliegender und synthetischer Kleidung vorzuziehen.

Das richtige Tattoo an der richtigen Stelle

Als Faustregel lässt sich formulieren: Je versteckter das Tattoo, desto weniger besteht die Gefahr, dass es verblasst. Motive an Körperstellen, die naturgemäß dem Tageslicht ausgesetzt sind, drohen schneller auszubleichen. Dazu zählen etwa Gesicht, Hals und Hände. Eine starke Beanspruchung ergibt sich darüber hinaus für Gelenke, beispielsweise an den Ellenbogen oder Knien. Schwaches Bindegewebe hingegen lässt Tattoos mit den Jahren schwammig erscheinen. Typische Problemzonen sind Bauch, Po, Oberschenkel und Oberarme.

Älter werden mit Tattoos

Ein fachkundig gestochenes Tattoo bleibt ein Leben lang bestehen. Mit der Haut altert freilich auch das Tattoo. Doch wie verändert es sich im Lauf der Jahre tatsächlich? Und was gilt es zu beachten, damit ein Tattoo nach einigen Jahren noch gut aussieht? Neben den Farben verblassen auch Kontraste und Details. Wer sich bereits bei der Motivwahl auf wenige Details konzentriert und filigrane Sujets vermeidet, hat mit der Zeit mehr davon. Vor allem fotorealistische Motive sind in der Hinsicht problematisch.

Ebenso verändern sich Konturen im Lauf der Jahre. Sie verblassen nicht nur, sondern werden auch breiter. Tipp: Nicht zu eng nebeneinander setzen, dann verlaufen sie nicht ineinander und wirken nicht schwammig. Ein weiterer Prüfstein für Tätowierungen: Starke körperliche Veränderungen abseits der natürlichen Alterung. Dies betrifft besonders Gewichtsveränderungen. Zunahmen und Abnahmen sowie Schwangerschaften gehen nicht spurlos am Bindegewebe vorbei. Hier hilft es, das Gewebe durch Sport und Bewegung zu stärken und mit feuchtigkeitsspendenden Cremes und Ölen zu pflegen. Von diesen Maßnahmen profitiert auch das Tattoo.

Tätowierungen nachbessern

Die Gründe für den Wunsch, ein Tattoo zu reparieren, können vielfältiger Natur sein. Ausgebleichte Farben sind ein legitimer und häufiger Grund. Eine frische Farbpigmentierung lässt sich problemlos durchführen. Dennoch heißt es auch hier, Maß zu halten. Jede neue Tätowierung bedeutet für das Gewebe eine Verletzung und sollte nicht zur Regel werden.

Fazit

Dass Tattoos verblassen, ist ein ganz natürlicher Vorgang. Die sich stetig erneuernde Haut wächst über Farben und Motive buchstäblich hinweg. Doch gibt es zahlreiche Mittel und Wege, um die Leuchtkraft und Farbigkeit eines Tattoos lange frisch zu halten. Professionalität und Hygiene schon während des Tätowierens sind dabei die Grundvoraussetzungen. Jedes neue Tattoo bedarf zusätzlich einer extra Pflege, um nicht vorzeitig zu verblassen. Dazu gehört Schutz vor zu viel Licht, Sonne und Feuchtigkeit. Wer sich und seine Haut gut behandelt – hat schließlich auch länger Freude am Tattoo.

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