Fehldiagnose und Abzocke
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B. S., Taunusstein 65232, vom 27.11.2009
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Mein weißer Schäferhund wurde als Notfall, mehr tot als lebendig, in die Klinik eingeliefert. Er war nicht mehr ansprechbar, konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. Vorausgegangen war Zuhause, daß er total unruhig mit gesenktem Kopf dauernd durch die Wohnung lief. Er war desorientiert und schien mich teilweise garnicht zu erkennen. Er hustete dauernd und es kam ihm Schleim aus dem Maul. Dann legte er sich ab und schien bewußtlos geworden zu sein. Meine Haustierärztin, zu der wir ihn brachten, stabilisierte ihn so gut es ging und schickte uns in die Klinik. Dort wurde Arras gründlich untersucht, es wurden Röntgenbilder, Herzultraschall und Blutuntersuchungen gemacht. Als mögliche Diagnose wurde eine Veränderung an der Prostata vermutet. Ich hatte sämtliche Symptome, die der Hund gezeigt hatte, vorab dem behandelnden Arzt genau geschildert. Herz und Blutwerte waren normal. Arras blieb über Nacht und am nächsten Tag konnte ich ihn Heim holen, bekam Tablette zur Behandlung und eine gepfefferte Rechnung. Knapp eine Woche lang ging es dem Hund relativ gut, bis er wieder anfind, unruhig und desorientiert zu werden. Auch der Husten kam wieder. Diesmal fuhr ich direkt mit ihm zur Klinik. Er war wieder fast nicht in der Lage alleine zu laufen. Mir wurde nahe gelegt, den Hund operieren zu lassen, weil er möglicherweise Zysten an der Prostata haben könnte. Auf meine Frage, ob denn solch eine Zystenbildung zu solchen Symptomen führen könnte wurde das deutlich bejaht. Also gab ich meine Zustimmung zu OP. Nach fast 3 Stunden kam der Chefchirurg und eröffnete mir, daß sie leider nichts gefunden hätten. Er würde gern noch ein CT machen um evt. dort etwas zu finden, was den schlechten Zustand begründen könnte. Bei dem CT nun stellte sich heraus, daß Arras einen Hirntumor hatte. Leider hat er seine OP letzendlich sowieso nicht überlebt. Er wurde nicht mehr aus der Narkose wach. Ein 10jähriger Hund, der laut Ultraschall und Blutuntersuchung eigentlich gesund war hat die OP mit irgend einem teuren Narkosegas nicht überstanden.
Zuhause machte ich mich im Internet schlau über die Symptome bei Gehirntumoren bei Hunden.
DESORIENTIERUNG, HUSTENANFÄLLE, UNRUHIGES HERUMLAUFEN, NICHT ANSPRECHBAR SEIN:
All das, was ich von Anfang an geschildert hatte. Und keiner der Herren und Damen Tierärzte kam auch nur enfernt auf die Idee, der Hund könnte einen Hirntumor haben? Hätten sie gleich auf einen Tumor getippt und den Hund ins CT gesteckte, wäre ihm die OP und mir 800 € erspart geblieben. Der Klinik allerdings auch. Er hätte vielleicht noch ein paar schöne Tage Zuhause haben können und in seinem gewohnten Umfeld einschlafen dürfen. Insgesamt hat mich die Behandlung runde 2000€ gekostet, von denen zumindest die Kosten für die OP bei kompetenteren Ärzten hätte vermieden werden können.
Diese Klinik sieht mich jedenfalls nie wieder! !!