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Richtig Heizen und Lüften im Winter – so gehen Sie dem Schimmel aus dem Weg

Wer vermeidet, dass Wärme unkontrolliert aus der Wohnung entweicht, spart während der Heizperiode Energie. Trotzdem ist es wichtig, regelmäßig die Raumluft zu erneuern und so Schimmel zu vermeiden.

Kalte und warme Luft unterscheiden sich im Feuchtigkeitsgehalt

Wenn es wärmer, ist verdunstet im Freien mehr Wasser aus offenen Wasserflächen, dem Boden und den Blättern der Pflanzen. Warme Luft kann also mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Wenn die Luft kälter wird, kondensiert das Wasser wieder in Form von Tröpfchen. 50 Kubikmeter Luft ist die Menge, die sich in einem 2,50 m hohen und 20 qm großen Raum befindet. Diese Menge kann bei 25 Grad Celsius deutlich mehr als 1 l Wasser aufnehmen. Bei 15 Grad ist es etwas mehr als ein halber Liter und bei null Grad ist es weniger als ein Viertelliter.

Ähnliche Vorgänge wie im Freien finden auch in der Wohnung statt: Im Haushalt sind Schwitzen, Atmen, Duschen, Waschen, Putzen, Kochen und das Trocknen der Wäsche die Feuchtigkeitsquellen. Wenn Sie mit geschlossenem Topf kochen, schlägt sich Wasser am Deckel nieder und fließt wieder in den Topf zurück. Ohne Deckel entweicht das gasförmig gewordene Wasser. In der Luft bilden sich dann sehr feine Tröpfchen, die wir zunächst als Dampf sehen können. Je stärker die wassergesättigte Luft jetzt abkühlt, desto mehr Wasser kondensiert. Die kühlere Luft mit den Wassertropfen sinkt wieder nach unten. Dort, wo es am kältesten ist, beispielsweise an Außenwänden, schlägt sich die meiste Feuchtigkeit nieder.

Lüften gegen feuchte Stellen und Schimmelbildung

Wenn Sie, wie oben beschrieben, beim Kochen Dampf erzeugt haben, lüften Sie am besten zeitnah Ihre Küche. So entfernen Sie vielleicht einen Teil des Dampfes, bevor er sich niederschlägt. Außerdem verschwindet die feucht-warme Luft nach oben ins Freie, frische Luft strömt von außen herein. Die kühle Luft hat einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt, als die bisherige, gesättigte Raumluft. Sie erwärmt sich und kann dadurch mehr Feuchtigkeit aufnehmen. So trocknen die Wände, die etwas feucht geworden sind, wieder. Auch im Wohn- und Schlafzimmer geben Sie, Ihre Mitbewohner, Gäste, Haustiere und Zimmerpflanzen, ständig Wasserdampf an die Raumluft ab. Deshalb ist es auch dort wichtig, regelmäßig zu lüften.

So lüften und heizen Sie energiesparend bei kalter Witterung

Für effektives und energiesparendes Lüften ist es wichtig, dass die gesamte Raumluft möglichst schnell ausgetauscht wird. Das klappt besonders gut während der Heizsaison, wenn es draußen deutlich kälter ist als in der Wohnung. Je höher die Temperaturdifferenz ist, desto schneller funktioniert der Luftaustausch. Wenn sich dann die Raumluft nach fünf Minuten erneuert hat, sind Möbel und Wände noch nicht ausgekühlt. Die Temperatur der Gegenstände im Raum ist nämlich wichtig für das Empfinden von Wärme und Behaglichkeit. Wenn sie auskühlen, dauert es lange, bis sie wieder eine angenehme Temperatur erreicht haben. Die Luft dagegen ist schnell wieder erwärmt.

Zum Stoßlüften drehen Sie die Heizung am besten aus und öffnen alle Fenster vollständig. Wenn Sie die Möglichkeit haben, den Wohnort durch zu lüften, funktioniert der Luftaustausch besonders schnell. Sie können die Fenster wieder schließen, sobald Sie in den Räumen einen leichten Luftzug verspüren, und wenn die Fensterflügel an der Außenseite nicht mehr beschlagen sind.

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Lüften und Heizen in Abhängigkeit von der Raumnutzung

Falls Sie besonders kalte Außenwände haben, sollten diese möglichst nicht mit großflächigen Möbeln zugestellt werden, damit die Luft auch hier vorbeistreichen und eventuelle Feuchtigkeit abtransportieren kann. Türen zwischen Räumen mit unterschiedlicher Temperatur müssen immer geschlossen bleiben. Wenn sie ständig einen kleinen Spalt offen bleiben, gelangt nämlich die warme, feuchtigkeitsreiche Luft zum Beispiel aus der Küche in den kälteren Flur und kühlt sich dort ab. So entstehen leicht feuchte Ecken, in denen sich der Schimmel einnisten kann.

In der Küche ist es sinnvoll, die Türen während des Kochens geschlossen zu halten, so können Dampf und Gerüche nicht in andere Räume gelangen. Eine Dunstabzugshaube mit Abluftbetrieb transportiert viel Feuchtigkeit nach außen. Wenn Sie bereits während des Kochens ab und zu lüften, bleiben Wände und Fenster trocken.

Auch das Schlafzimmer sollte, besonders, wenn Sie gern im Kühlen schlafen, tagsüber leicht geheizt und morgens und abends kräftig gelüftet werden. Auch nachts produziert der Schläfer viel Feuchtigkeit, die von der Raumluft sowie von seinen Decken und Matratzen aufgenommen wird. Das Lüften morgens führt frische Luft zu, die, wenn sie im Laufe des Tages aufgeheizt wird, die Feuchtigkeit aus Matratze und Bettdecke aufnimmt. Ihr Bett fühlt sich dann beim Schlafengehen warm und trocken an.

Die gekachelten Wände im Bad nehmen keine Feuchtigkeit auf, sie beschlagen. Sinnvoll ist es, die Wände gleich nach dem Duschen mit einem Abzieher zu trocknen. Anschließend sollten Sie lüften. Auch hier sollte, wie im Schlafzimmer, die Heizung tagsüber nicht ganz ausgeschaltet werden.

Ihren ungeheizten Keller lüften Sie am besten immer dann, wenn es draußen kälter und trockener ist als im Kellerraum, also im Winter. Bei sommerlichen Temperaturen draußen halten Sie Fenster und Türen lieber geschlossen. Im Keller ist die Temperatur oft niedriger als draußen, dann würde sich beim Lüften die Feuchtigkeit der Sommerluft an den kühlen Kellerwänden niederschlagen.

Widersprüchliche Empfehlungen?

Ärzte empfehlen, die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung nicht zu sehr absinken zu lassen, damit Haut und Schleimhäute nicht austrocknen. Mit der Luftfeuchtigkeit ist hier die relative Luftfeuchtigkeit gemeint. Das heißt, es kommt darauf an, wie stark die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Je höher die Heizung eingestellt ist, desto stärker sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, das ist ein physikalisches Gesetz. Wenn Sie jetzt versuchen, mit Luftbefeuchtern auf der Heizung Abhilfe zu schaffen, holen Sie sich wahrscheinlich das Problem mit der Feuchtigkeit ins Haus. Was auf dem warmen Heizkörper verdampft, setzt sich in Form von Wasser Tröpfchen an einer anderen Stelle wieder ab. Schleimhäute, Wohnung und Portemonnaie werden geschont, wenn Sie die Heizung nicht zu hoch einstellen, sondern sich lieber etwas wärmer kleiden.

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Fazit

Lüften muss sein. Der gering vorhandene Luftaustausch reicht bei gut schließenden Fenstern und Türen nicht für den Abtransport der Feuchtigkeit aus. Mit ein wenig Alltagsphysik im Hinterkopf gelingt es, durch richtiges Lüften ein gesundes Raumklima zu erhalten, Schimmel zu vermeiden und die Heizenergie sparsam einzusetzen. Das ist besonders im Winter wichtig, wenn die Temperaturdifferenz zwischen dem inneren und äußeren Bereich am Größten ist. Wer es sich leicht machen will, lässt sich vom Fachmann eine automatische Lüftungsanlage einbauen.

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