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Kastration bei Katzen – pro und contra

Wenn es um die Kastration beim Stubentiger geht, scheiden sich die Geister der Katzenliebhaber. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Kastration bei Katzen: die Vorteile

Der wesentliche Vorteil einer Kastration liegt darin, dass Katze und Kater sich nicht mehr ungehindert fortpflanzen. Insbesondere wenn die Katze Freigänger ist, ist eine Kastration unerlässlich, denn weibliche Tiere sind mehrmals pro Jahr paarungsbereit. Tiere, die kastriert sind, gehen zudem viel weniger streunen – es gibt keine tagelangen Touren mehr, auf denen die Katze zahlreichen Gefahren ausgesetzt ist. Das Risiko, dass ein Auto das Tier überfährt, ist hier ebenso zu berücksichtigen wie Revierkämpfe, bei denen sich der Stubentiger unter Umständen schwere Verletzungen zuzieht.

Nicht wenige Katzen stecken sich unterwegs mit gefährlichen Krankheiten wie Katzenaids an. Katzenliebhaber berichten zudem, dass kastrierte Katzen ein geringeres Aggressionspotenzial gegenüber Artgenossen aufweisen – ein wichtiges Argument, wenn mehrere Tiere in einem Haushalt leben. Katzen, die kastriert sind, sind ruhiger und ausgeglichener. Sie sind anhänglicher, verspielter und weniger kratzbürstig. Männliche Tiere setzen keine übel riechenden Markierungen mehr in der Wohnung und Weibchen werden nicht länger rollig. Die Rolligkeit birgt zudem ein hohes Gefahrenpotenzial: Kommt es nicht zum Decken der Katze, steigt das Risiko für eine hormonelle Vergiftung. Die Folge wäre eine Dauerrolligkeit, unter der das Tier ebenso zu leiden hätte wie der Halter. Kastrierte Katzen haben meist eine längere Lebenserwartung als unkastrierte Tiere.

Das liegt daran, dass das Risiko für hormonell bedingte Erkrankungen wie Gebärmuttervereiterungen, Gebärmutterentzündungen und Brustkrebs mit der Kastration automatisch wegfällt. Davor, dass sich die Katze während des Paarens eine Infektion zuzieht, brauchen sich Besitzer von Kastraten ebenfalls nicht zu fürchten. Die Lebenserwartung von unkastrierten Katzen liegt bei neun bis zwölf Jahren. Ein Alter von 18 oder sogar 20 Jahren ist dagegen bei kastrierten Tieren nicht ungewöhnlich. Katzenliebhaber bedenken zudem besser, dass die Tierheime überfüllt sind. Viele Katzen in verschiedensten Lebensphasen warten hier auf ein neues Zuhause. Ein ungehindertes Fortpflanzen führt auf Dauer lediglich dazu, dass noch mehr Katzen ihr Dasein im Tierheim fristen.

Nachteile der Kastration

Viele Katzenbesitzer scheuen vor einer Kastration ihrer Lieblinge zurück, aus Angst vor der Narkose. Diese Sorge ist jedoch unbegründet: Bei einer Kastration handelt es sich um einen Routineeingriff, der nicht zuletzt dank gut ausgestatteter moderner Tierkliniken kaum ein Risiko in sich birgt. Bei weiblichen Tieren dauert der Eingriff zwar etwas länger als bei einem Kater, da die Bauchdecke zu öffnen ist – auch hier gilt jedoch: Gesunde Tiere überstehen den Eingriff problemlos und sind in der Regel nach wenigen Tagen wieder fit.

Dass die Kastration zu einer hormonellen Umstellung führt, ist allerdings eine Tatsache. Das Fehlen der Sexualhormone hat einen gesteigerten Appetit zur Folge, der – in Kombination mit einem verminderten Kalorienbedarf – unter Umständen zu Übergewicht führt. Dem wirken Katzenhalter jedoch entgegen, indem sie das Futter optimal an die Bedürfnisse ihres Stubentigers anpassen. Im Fachhandel gibt es inzwischen ein umfangreiches Sortiment an Katzenfutter für kastrierte Tiere, mit dessen Hilfe sich Übergewicht effektiv vermeiden lässt. Da bei kastrierten Tieren das Risiko für das Bilden von Harnstein leicht erhöht ist, kommt einer ausgewogenen, gesunden Ernährung ohnehin große Bedeutung zu. Im Zweifel ist es daher ratsam, einen Tierarzt zu fragen, welches Futter für das eigene Tier am besten geeignet ist.

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Unterschied Kastration/Sterilisation

Viele verwechseln die Kastration mit der Sterilisation – dabei handelt es sich um zwei verschiedene Eingriffe. Bei der Kastration kommt es zum Entfernen der Keimdrüsen (Hoden beziehungsweise Eierstöcke). Dies hat zur Folge, dass hormonell bedingte Verhaltensweisen wie das Markieren mit Urin beim Kater und das Rolligsein bei der Katze wegfallen. Bei einer Sterilisation erfolgt das Durchtrennen der Samen- beziehungsweise Eileiter. Die Katze ist somit nicht mehr fortpflanzungsfähig. Geschlechtstypische Triebe bleiben jedoch weiterhin erhalten.

Die Sterilisation dient also einzig und allein dem Zweck, unerwünschten Katzennachwuchs zu vermeiden. Die Katze wird weiterhin rollig, was sich dadurch äußert, dass sie sich schreiend auf dem Boden wälzt und insgesamt unruhig ist. Dieser Zustand wiederholt sich in vielen Fällen während der Paarungszeit im Frühjahr und Herbst in dreiwöchigen Abständen mehrfach – zum Leidwesen der Katze und des Katzenhalters. Wer seine Katze nicht nur an der Fortpflanzung hindern, sondern ihr auch zu einer erhöhten Lebensqualität verhelfen möchte, trifft somit mit einer Kastration die richtige Wahl.

Der beste Zeitpunkt für eine Kastration

Der beste Zeitpunkt für das Kastrieren der Katze ist ebenfalls ein beliebtes Thema unter Katzenliebhabern. Während die einen eine Frühkastration innerhalb der ersten Lebensmonate befürworten, halten die anderen es für richtig, bis zur Geschlechtsreife zu warten. Neueste Forschungen haben jedoch ergeben, dass eine Frühkastration keine Nachteile mit sich bringt: Die meisten früh kastrierten Katzen behalten ihr welpenhaftes Verhalten und werden anhänglich und verschmust.

In vielen Ländern ist die Frühkastration daher inzwischen Standard. Es ist jedoch nicht tragisch, wenn Sie mit dem Kastrieren Ihrer Katze bis nach der ersten Rolligkeit warten. Bei männlichen Tieren ist es hingegen ratsam, die Kastration bereits vor der Geschlechtsreife vornehmen zu lassen. Sobald der Kater geschlechtsreif ist, beginnt er, sein Revier mit übel riechendem Urin zu markieren. Diese Angewohnheit geht jedoch mit dem Kastrieren leider nicht verloren. Es ist daher ratsam, einen Kater spätestens mit sechs Monaten zu kastrieren.

Was kostet die Kastration der Katze/des Katers?

Die Kosten für das Kastrieren von Katze und Kater variieren von Tierarzt zu Tierarzt leicht. Tierärzte sind gezwungen, sich an eine Gebührenordnung zu halten. Es kommt jedoch auch auf die Narkosetechnik, das verbrauchte Material und eventuell notwendige Zusatzuntersuchungen an. Einen Kater kastrieren zu lassen, kostet durchschnittlich 60 bis 80 Euro. Die Kosten für das Kastrieren eines weiblichen Tieres sind etwas höher, da es sich um einen größeren Eingriff handelt. Hier rechnen Katzenbesitzer am besten mit 100 bis 130 Euro. Um die Kosten vorab einzuschätzen, ist es ratsam, bereits vor dem Kastrationstermin in der Tierklinik nachzufragen, welche Kosten auf den Besitzer konkret zukommen.

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Fazit

Die Kastration einer Katze bringt fast ausschließlich Vorteile mit sich – und zwar sowohl für das Tier als auch für den Halter. Kastrierte Katzen sind ausgeglichener, zufriedener und erreichen ein höheres Alter. Typischen Kastratenproblemen wie Übergewicht und Blasenproblemen wirken Sie hingegen durch eine ausgewogene Ernährung entgegen.



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