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Insektensnacks: Darum bieten Sechsbeiner eine gute Alternative zum Fleischverzehr

Die meisten Menschen in unseren Breitengraden sind nicht gerade begeistert von der Idee, Insekten zu essen. Dabei wären die Sechsbeiner eine echte Bereicherung für jeden Speiseplan!

Das Nahrungsproblem der Erdbevölkerung

Die Erdbevölkerung wächst konstant, in vielen Regionen der Welt herrscht Hunger. Inzwischen gibt es über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, zwei weitere Milliarden kommen voraussichtlich bis 2050 hinzu. Wie werden all diese Menschen in Zukunft satt? Die üblichen Lebensmittel sind in den Industrienationen reichlich vorhanden, es gibt allerdings ein großes Verteilungsproblem. Dieses wird sich wahrscheinlich noch verschärfen, wenn hauptsächlich in den ärmeren Ländern immer mehr Kinder geboren werden. Besteht die Lösung des Problems darin, Insekten auf den weltweiten Speiseplan zu setzen?

Insekten gibt es überall!

Eine unglaubliche Vielzahl von Würmern, Spinnen und Insekten bevölkert die Erde. Die Ökosysteme in aller Welt stehen und fallen mit den kleinen Tieren, es gibt sie einfach überall. Einige wenige Völker der Erde essen bereits regelmäßig Insekten und finden gar nichts Schlimmes dabei. Und trotzdem tauchen auf den Speiseplänen der meisten Menschen nur Pflanzen, Fleisch und Fisch auf. Speziell der Fleischkonsum pro Person stieg in den letzten Jahrzehnten in den Industrieländern ständig an: ein Problem für die menschliche Gesundheit – und für die Umwelt!

Folgen des überhöhten Fleisch- und Fischkonsums

Die Massentierhaltung, die die Basis zur billigen Fleischproduktion bietet, bereitet selbst den passionierten Fleischessern Unbehagen. Tierschützer geraten richtiggehend in Wut, und das gar nicht zu Unrecht: Oftmals ist das kurze Leben der Fleisch liefernden Tiere von großen Qualen gekennzeichnet, bevor sie am Ende auf unserem Teller landen. Tierquälerei scheint aber schon zur festen Voraussetzung geworden zu sein, um die Welt mit genügend Fleisch zu beliefern.

Um Weideland und Ackerflächen für Futteranbau zu gewinnen, wurde außerdem schon so mancher Wald geopfert. Auch schrumpfen tendenziell die Flächen für den Anbau von Gemüse und Getreide, die für den jedoch Menschen eine viel gesündere Nahrungsgrundlage bieten. Der erhöhte Fleischkonsum hinterlässt darüber hinaus gesundheitliche Spuren: Verschiedene sogenannte „Zivilisationskrankheiten“ – vor allem im Herz-Kreislaufbereich – sprechen Bände.

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Das Jagen von Wildtieren ist nicht überall so streng geregelt wie in Deutschland. Vielerorts hat der Fleischhunger der Menschen bereits zur Ausrottung von wilden Tierarten geführt – und die Meere sind auch schon lange überfischt.

Insektenzucht – welche Vorteile bietet das?

Die Aufzucht von Insekten ist mit erheblich weniger Energieaufwand verbunden als die Fütterung von großen Säugetieren: Die kleinen Krabbeltiere benötigen nur etwa ein Viertel der Proteine, die eine Kuh oder ein Schwein zu sich nimmt, um ein Kilo Nahrung zu produzieren, die für den Menschen verwertbar ist. Die Flächen für den Futteranbau würden also enorm schrumpfen – und noch dazu lassen sich Insekten auch auf viel kleinerem Raum halten, ganz ohne Quälerei. Ein weiterer Vorteil bei der Insektenzucht gegenüber der Massenhaltung von Säugetieren liegt darin, dass die Sechsbeiner auch verdorbene Nahrung und andere organische Stoffe zu sich nehmen können, die wir sonst eher als „Abfall“ bezeichnen würden.

Das massenhafte Fangen und Verzehren wildlebender Insekten sollte hingegen nicht zur Regel werden. Elektrische Insektenfallen machen das zwar möglich – doch führt dieser Weg wiederum zur Ausrottung wichtiger Arten und somit zur Beschädigung unserer Ökosysteme. Auch müssen wir darauf achten, dass aus anderen Erdteilen für die Zucht importierte Insekten nicht in unsere Ökosysteme gelangen und dort Schäden anrichten.

Diese wichtigen Nährstoffe bieten Insekten

Gesundheitsbedenken gegen den Verzehr von essbaren Insekten gibt es keine, eher im Gegenteil. Die Sechsbeiner bieten jede Menge gesunder, ungesättigter Fettsäuren, dazu lebenswichtige Proteine und Aminosäuren. Sie sind reich an Vitaminen und Mikronährstoffen. Auch für das im Fleisch enthaltene Eisen, das einen wichtigen Beitrag zur Blutbildung leistet, bieten sie adäquaten Ersatz. Wenn du das Fleisch auf deinem Teller weglässt und nur noch pflanzliche Nahrung sowie Insekten zu dir nimmst, wirst du keine Mangelerscheinungen bekommen. Die kleinen Krabbler liefern dir sogar die gesunden Aminosäuren Tryptophan und Lysin, die bei einer rein vegetarischen Ernährung fehlen.

Du hast bereits Insekten gegessen!

Die größte Hürde, die es bei der Nahrungsumstellung in Richtung Insektenverzehr zu überwinden gilt, besteht in dem nicht zu verleugnenden Ekelfaktor. Die Menschen der westlichen Welt halten Insekten eher für eine Verunreinigung der Nahrung und im höchsten Fall noch für eine rettende Mahlzeit in Hungerzeiten. Viele Asiaten und Afrikaner hingegen konsumieren die sechsbeinigen Proteinlieferanten ganz freiwillig, ohne von Not getrieben zu sein. Außerdem verdrängen wir gern, dass sich in unserer pflanzlichen Nahrung häufig unerkannt kleine Insekten oder Insektenteile befinden, die wir regelmäßig zu uns nehmen – und das schadet uns überhaupt nicht!

Insekten in der Nahrung „verstecken“

Den Ekelfaktor könntest du also überwinden, wenn nur Bestandteile von Insekten in deiner Nahrung vorkämen. Ein Proteinpulver aus Insekten bietet zum Beispiel eine für viele Menschen annehmbare Lösung. So bleibt dem Esser der Anblick von sechs dünnen Insektenbeinchen erspart, die zumeist der optische Auslöser für den Ekel sind. Auch andere Verarbeitungsstadien der Insekten lassen sich auf den Teller bringen – in die übrige Nahrung gemischt oder als separate Beilage. Und das ist keine Zukunftsmusik: Probieren lässt sich das alles bereits heute in einschlägigen Restaurants und bei speziellen Nahrungsmittelhändlern. Einige Insektengourmets haben sogar erkannt, dass die Krabbeltiere im Essen nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch richtig appetitlich sein können.

Wie sieht die Zukunft unserer Speisepläne aus?

Die „Food and Agriculture Organization“ der Vereinten Nationen (kurz: FAO) setzt sich schon seit Langem dafür ein, mehr Insekten auf die Speisepläne der Menschen zu bringen. Der erste wichtige Schritt in diese Richtung ist die Aufklärung über zukünftige Ernährungsprobleme und über den Nährwert der Mini-Proteinbomben. Vielleicht erreicht diese Organisation im Laufe der nächsten Jahrzehnte, dass die inzwischen etwa 2000 als essbar deklarierten Insektenarten auch auf unseren Tellern ankommen. Das wird den Hunger in der Welt wahrscheinlich nicht ganz beenden, aber ein Umdenken könnte immerhin einige Probleme lösen.

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Fazit: Vorteile des Verzehrs von Insekten

Wenn du auf einen Teil deines Fleischkonsums verzichtest und stattdessen Insekten zu dir nimmst, wird es deinem Körper an gar nichts fehlen. Ganz im Gegenteil: Gehörst du zu den eher übermäßigen Fleischessern, dann profitiert dein Körper sogar davon, denn das Fett aus dem Fleisch wird deine Gesundheit nicht länger belasten. Wahrscheinlich wirst du sogar schnell entdecken, wie lecker Insekten mit der richtigen Zubereitung sein können! Insgesamt wärst du ein Vorreiter für einen neuen, bewussteren Weg im Umgang mit unserer Nahrung. Du könntest ein Trendsetter sein und andere Menschen für die neue und doch zugleich uralte Ernährungsart begeistern. Natürlich wird nicht jeder in deinem Umfeld begeistert sein, doch wenn du dich den Menschen gegenüber tolerant verhältst, die (noch) keine Insekten essen möchten, dann wird man auch dir Verständnis entgegenbringen.

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