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Digital schreiben, zeichnen, malen: Der richtige Stift für das Tablet

Die Kombination aus Touchdisplay und Stift eröffnet vielfältige Potentiale. Vorausgesetzt, Sie finden den richtigen Stift. Ein Vorhaben, dessen Umsetzung gar nicht so einfach ist.

Vom Papier zum Display

Manche sagen, das Leben wäre früher einfacher gewesen. Hatten Sie vor, einen Brief zu schreiben, benötigten Sie nur Stift und Papier. Zeichner kamen ebenfalls mit einer einfachen Grundausstattung zurecht. Im Prinzip lässt sich auch heute noch so arbeiten. Aber was ist, wenn Sie planen, Ihre Schöpfungen zu digitalisieren? Sicher gibt es Scanner. Dabei ist es „nur“ erforderlich, dass Sie das Bild in den Scanner legen. Dann die Scansoftware öffnen, Größe, Farbe und Auflösung einstellen, auf die Vorschau warten … Schnelligkeit sieht anders aus.

Bei der Arbeit mit Stift und Tablet fällt all dies weg. Sie schreiben oder zeichnen einfach auf dem Display und fertig. Als das iPad auf den Markt kam, schienen alle Türen offenzustehen. Tatsächlich dauerte es aber, bis die ersten Stifte auf den Markt kamen. Für viele stellten Sie eine Enttäuschung dar. Mittlerweile ist es umgekehrt: Der Markt an passenden Schreibhilfen für Tabletrechner ist so umfangreich, dass es schwerfällt, den Überblick zu behalten. Abgesehen davon, dass die angebotenen Stifte sich in Art, Funktionsumfang und Preis deutlich unterscheiden. Wie sieht nun der perfekte Stift aus? Die Antwort ist so wahr wie verwirrend: Es kommt darauf an. Zeit, etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Die Sache mit dem Handballen

Bevor wir näher auf die einzelnen Stifte eingehen, ist es nötig, hier ein grundlegendes Problem zu behandeln: Das Problem mit dem Handballen. Touchdisplays reagieren auf Berührungen. Das ist praktisch, weil somit die Grundlage für das Arbeiten mit Stiften gegeben ist. Aber was ist, wenn weitere Berührungen hinzukommen? Wenn Sie mit Stift und Papier arbeiten, berührt Ihr Handballen dabei das Papier.

Das ist insofern kein Problem, weil Ihr Handballen nicht mit Tinte versehen ist. Berührungsempfindliche Displays hingegen reagieren auf jede Berührung. Im schlimmsten Fall malen Sie dann mit Stift UND Handballen. Es ist also von Vorteil, bei der Auswahl Ihrer Apps auf eine „Handballenerkennung“ zu achten. Es ist keine große Sache, aber gut zu wissen. Befassen wir uns nun mit den Stiften.

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Stifte aus der unteren Preisklasse

Viele Hersteller bieten Stifte zu äußerst günstigen Preisen an. Passende Exemplare sind oft schon ab zehn Euro erhältlich. Passend bedeutet in dem Fall, dass Sie für Ihr Tablet geeignet sind. Das heißt aber nicht unbedingt, dass sie zum gewählten Einsatzgebiet passen. Günstige Stifte sind oft mit einer breiten Gummispitze versehen. Wer auf dem Tablet mit breiten Strichen malt, greift hier bedenkenlos zu. Anders sieht es aus, wenn Sie auch dünne Linien erstellen. Gleiches gilt, wenn Sie vorhaben, mit dem Stift zu schreiben. Hier ist eine dünnere Spitze gefragt. Somit empfehlen günstige Stifte sich vor allem als Alternative zum Malen mit den Fingern.

Die Bedeutung der Druckempfindlichkeit

Wer schon mal mit dem Stift auf Papier gezeichnet hat, kennt den Effekt: ein festeres Aufdrücken führt zu kräftigeren Linien. Was hier ganz selbstverständlich ist, überfordert schnell die Fähigkeiten eines Touchdisplays. Zwar reagieren diese auf Berührungen, dass Messen der Druckstärke ist aber keine Selbstverständlichkeit. Abhilfe schaffen hier druckempfindliche Stifte. Diese lassen sich per Bluetooth mit dem Tablet verbinden.

Drücken Sie fester auf, erfassen dies die Sensoren im Stift und senden es an das Tablet weiter. Aufwendigere Modelle bieten oft nützliche Extras wie eine Radiergummifunktion. In Verbindung mit einer App, die diese Signale umsetzt, eröffnen sich so bereits weitreichende Möglichkeiten. Druckempfindliche Stifte sind mit schmalen und dünnen Spitzen erhältlich. Manche Exemplare besitzen auch eine Notizfunktion.

Papiererlebnis in Reinkultur

Trotz aller Fortschritte bemängeln manche User, dass das Schreiben auf dem Display sich unnatürlich anfühlt. Außerdem ist filigrane Feinarbeit nur eingeschränkt möglich. Falls Sie ebenfalls Wert auf Papierfeeling und Exaktheit legen, gibt es auch dafür Lösungen. Als Beispiel sei der Livescribe 3 Smartpen erwähnt. Diesen führen Sie nicht über das Display, sondern über Spezialpapier.

Sie erstellen also Ihre Notizen oder Zeichnungen auf die vertraute Art, ohne sich umzustellen. Die Ergebnisse Ihrer Arbeit gelangen per Bluetooth auf das Tablet, wo sie als digitaler Text auftauchen. Als besondere Ergänzung verfügt der Smartpen über eine Diktierfunktion. Die Möglichkeit, schriftliche und mündliche Notizen zu verbinden, ist für viele äußerst attraktiv. Es ist nicht übertrieben, hier von dem „Besten beider Welten“ zu sprechen.

Noch etwas mehr

Zu den wichtigen Faktoren, auf die es bei Tablet-Stiften ankommt, zählen Präzision und die passende Spitze. Dicke Spitzen sind ideal zum Malen. Dünne Spitzen sind zum Schreiben und Zeichnen nötig. Aber was ist, wenn Sie beide Varianten benötigen? Technologie ist dazu da, uns das Leben zu erleichtern. Der Gedanke, mit mehreren Stiften zu hantieren, passt nicht dazu. Abhilfe schaffen hier Modelle, die mit zwei Spitzen versehen sind. Diese befinden sich beispielsweise an den beiden Enden. Kunstvollere Modelle erlauben es, die Spitzen abwechselnd ein- und auszufahren, mit Sicherheit eine sinnvolle Alternative.

Der Wohlfühlfaktor

Bisher haben wir uns ausschließlich über technische Dinge unterhalten. Dabei gilt es, nicht zu übersehen, dass diese nur eine Seite der Medaille darstellen. Die andere ist das persönliche Wohlbefinden. Was hilft es, einen Eingabestift zu besitzen, der ein technisches Wunderwerk darstellt, wenn er schlecht in der Hand liegt? Die „neue Art des Schreibens“ greift auch diesen Aspekt auf und löst ihn zufriedenstellend. Tatsächlich finden Sie hier große Unterschiede. Manche Stifte liegen hervorragend in der Hand, andere nicht. Ein Faktum, das vor allem dann eine Rolle spielt, wenn Sie den Schreiber mehrere Stunden am Stück in der Hand halten.

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Fazit

Wie dieser Artikel zeigt, ist der perfekte Eingabestift eine Utopie. Dafür sind die Geschmäcker und Anwendungsbereiche viel zu unterschiedlich. Abgesehen davon, dass auch das persönliche Budget eine große Rolle spielt. Es ergibt wirklich Sinn, sich vor dem Kauf über diese Dinge Gedanken zu machen. Die persönlichen Befindlichkeiten gilt es ebenfalls auszuloten. Dies betrifft nicht nur die Form des Stiftes. Manche Anwender verzichten nicht gern auf das „Papiererlebnis“. In diesem Fall empfiehlt sich eine Lösung, die mit Spezialpapier arbeitet und die Resultate über Bluetooth an das Tablet weitergibt.

Die große Produktvielfalt des Marktes beruht letztlich darauf, all diese Geschmäcker zu bedienen. Das ist positiv, weil so jeder die individuell passende Lösung findet. Es bedeutet aber auch, von Schnellkäufen lieber Abstand zu nehmen. Lassen Sie sich Zeit, finden Sie heraus, was Sie wirklich benötigen und verschaffen Sie sich dann einen Überblick. Was Sie hier an Geduld und Aufwand investieren, wird sich bei der täglichen Arbeit vielfach auszahlen.



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