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Der Kassenbon als Stimmzettel: Warum wir endlich weniger und dafür hochwertigeres Geflügel verzehren sollten

Geflügel gehört in Deutschland zu den beliebtesten Fleischsorten und wird in großen Mengen verzehrt. Durch einen bewussten Einkauf können Sie einen wertvollen Beitrag zur Haltung der Tiere, der Fleischqualität und Ihrer eigenen Gesundheit leisten.

Geflügelfleisch: Beliebt in Deutschland

Als Geschnetzeltes, Schnitzel, Aufschnitt, Hackfleisch und Würstchen kommt Geflügelfleisch in Deutschland vielfach auf den Esstisch. Das magere Fleisch ist aus verschiedenen Gründen so beliebt. Aufgrund des geringen Fettanteils gilt es als gesunde Alternative zu fettreichem Schweinefleisch. Auch die Struktur des Geflügels und der unverwechselbare Geschmack tragen zur Beliebtheit bei. Doch Geflügelfleisch ist nicht gleich Geflügelfleisch. Vor allem die Art der Haltung entscheidet maßgeblich über den Geschmack und die Qualität. Als Verbraucher können Sie Einfluss auf die Lebensmittelindustrie und die Herstellung von Geflügelfleisch nehmen. Mit Ihrem Einkauf signalisieren Sie den Produzenten, welche qualitativen Ansprüche Sie haben. Vor allem folgende Punkte lassen sich durch den bewussten Kauf von hochwertigem Geflügelfleisch beeinflussen:

– Artgerechte Haltungsbedingungen für die Hühner
– Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen
– Qualität des Fleisches
– Geschmack des Geflügelfleischs
– Vielfalt der regionalen Anbieter für Fleischwaren

Empfohlene Verzehrmengen für Fleisch

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DEG) empfiehlt einen wöchentlichen Verzehr von 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst für Erwachsene. Dieser Richtwert wird jedoch von vielen Personen überschritten und das teilweise deutlich. Mehr als ein Kilogramm Fleisch und Wurst pro Woche sind nicht nur eine Herausforderung für die Hersteller, sondern auch für den menschlichen Organismus. Sie entscheiden daher auch mit der Menge Geflügel, die Sie wöchentlich einkaufen, welche Haltungsformen in der Fleischindustrie möglich sind, um den Bedarf zu decken.

Gleichzeitig unterstützen Sie Ihre Gesundheit durch den kontrollierten Verzehr von kleineren Mengen Fleisch. Auch wenn 600 Gramm Fleisch auf den ersten Blick vielleicht wenig wirken, haben Sie viele Möglichkeiten, hochwertiges Geflügelfleisch zu verzehren. In Geflügelwurst und Wurstsalat sind nur kleine Mengen Fleisch enthalten. Auch ein mageres Hähnchenbrustfilet würde die tägliche Verzehrmenge nach Empfehlung der DEG nicht überschreiten. Durch den Einkauf von weniger Fleisch können Sie ohne höhere Haushaltsausgaben Produkte mit höherer Qualität kaufen. Statt viel Geflügelfleisch aus der Massentierhaltung ist daher der gelegentliche Verzehr von hochwertigen Produkten aus artgerechter Haltung empfehlenswert.

Fleischtest

Artgerechte Tierhaltung unterstützen

Woher stammt eigentlich das Geflügelfleisch, das wir zu niedrigen Preisen im Supermarkt kaufen? Je günstiger Fleisch angeboten wird, desto wahrscheinlicher ist, dass es aus der Massentierhaltung stammt. Für Hühner bedeutet das enge Käfig- oder Bodenhaltung und die Mast mit Kraftfutter, damit die Tiere schnell bis zur Schlachtreife wachsen. Innerhalb von rund einem Monat wachsen Küken so stark, dass sie mehrere Kilogramm Fleisch liefern. Diese Haltungsbedingungen werden vor allem von Tierschützern jedoch stark kritisiert, da die Tiere kein Tageslicht haben, keinen Auslauf nutzen können, aufgrund des schnellen Wachstums Haltungsschäden bekommen und unter Stress stehen. Auf einigen Bauernhöfen und Biohöfen wachsen Hühner hingegen vergleichsweise natürlich auf. Hier ist es durchaus üblich, dass die Tiere Freilauf haben, dass sie sich frei nach ihrem typischen Bewegungsmuster bewegen können und das gewöhnliche Leben eines Huhnes führen. Sie können daher beim Kauf selbst entscheiden, zu welchem Geflügelfleisch Sie greifen möchten: Einem Produkt aus der Massentierhaltung oder der artgerechten Tierhaltung. Dadurch können Sie als Konsument aktiv zum Tierschutz und der Vermehrung der artgerechten Tierhaltung beitragen.

Geflügel aus nachhaltiger Tierhaltung

Neben dem Tierschutz spielt auch die Nachhaltigkeit der Tierhaltung eine wichtige Rolle beim Einkauf. Massentierhaltung ist mit hohen Energiekosten und einer Ausbeutung der Umwelt verbunden. Statt standortnah zu verkaufen, handeln Fleischhersteller oft sogar international und verschicken ihre Produkte über weite Strecken. Dabei werden unnötige Energieressourcen verbraucht. Wer in einer ländlichen Umgebung wohnt, ist wahrscheinlich umgeben von Bauernhöfen und Geflügelfarmen und muss keine Produkte aus anderen Ländern im Supermarkt erwerben. Statt im Supermarkt zu Angebotsprodukten zu greifen, können Sie sich einen Verkäufer aus Ihrer Region suchen. Diese finden Sie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt oder in Form von Bauernhöfen mit Hofladen. Gerade solche Hofläden sind praktisch, da Sie hier neben Geflügelfleisch auch frische Eier, Milch, Käseprodukte, Obst und Gemüse einkaufen können.

Biofleisch: Welche Vorteile bietet Fleisch in Bio-Qualität?

Aufgrund des steigenden Bewusstseins für die Qualität von Geflügelfleisch und die Notwendigkeit einer artgerechten Tierhaltung und nachhaltigen Fleischwirtschaft wächst seit einigen Jahren das Angebot an Bio-Geflügelfleisch. Selbst im Supermarkt sind die Produkte mit dem Bio-Siegel inzwischen vielfach zu finden. Doch was bedeutet dieses Bio-Siegel? Wenn Geflügelfleisch als Bio-Fleisch ausgezeichnet ist, dann können Sie sicher sein, dass die Tiere Freilauf hatten und in kleinen Gruppen aufgewachsen sind. Um das Bio-Siegel zu erhalten, muss die Tierhaltung Hühnern Freilauf bieten. Außerdem dürfen maximal 4.800 Tiere zusammen in einem Stall gehalten werden. In der konventionellen Aufzucht leben oft mehr als 10.000 Tiere zusammen.

Ein weiterer Unterschied ist die Lebensdauer der Tiere. Ein Masthähnchen in der konventionellen Haltung wird nach 30 bis 40 Lebenstagen geschlachtet. In der Bio-Haltung ist das Schlachten der Tiere erst ab dem 81. Tag zulässig. Dadurch können die Hähnchen langsamer heranwachsen und sind weniger Stress und gesundheitlichen Problemen ausgesetzt. Daraus ergibt sich auch, dass weniger Medikamente zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt werden müssen. Das spiegelt sich unmittelbar im Geschmack des Fleisches wider. Es enthält weniger Wasser und fällt dadurch beim Garen nicht so stark zusammen. Diese Art der Haltung hat selbstverständlich ihren Preis, den Sie als Konsument beim Einkauf zahlen. Auf der anderen Seite steigen jedoch die Lebensqualität der Tiere und dadurch auch die Qualität des Geflügelfleisches und Ihr ganz persönlicher Essgenuss.

Hhnchenbrustfilet mit Ofenkartoffeln

Einkauf beim Metzger vor Ort

Wenn Sie sicher wissen möchten, woher das Geflügelfleisch auf Ihrem Esstisch stammt, dann sollten Sie auf die Angebote von lokalen Händlern zurückgreifen. Eine Metzgerei in Ihrer Stadt oder Ihrem Ortsteil ist ein direkter Ansprechpartner. Hier können Ihnen die Mitarbeiter sagen, von welchen umliegenden Bauernhöfen sie das Fleisch beziehen und wo die Hühner aufgewachsen sind, deren Fleisch Sie gerade kaufen. Der Einkauf beim Metzger bietet Ihnen mehrere Vorteile. Einerseits erfahren Sie mehr über die Herkunft der Tiere und können dadurch eine artgerechte Tierhaltung auf kleinen und mittelständischen Höfen unterstützen.

Andererseits fördern Sie auch die regionale Wirtschaft. Werden Waren für den Handel über weite Strecken transportiert, dann entsteht dadurch eine zusätzliche und vor allem vermeidbare Belastung der Umwelt. Daher ist es sinnvoller, regionale Produkte zu kaufen. Wenn Sie genau wissen möchten, woher Ihr Geflügelfleisch stammt, dann fragen Sie den Metzger nach seinem Lieferanten. Wahrscheinlich befindet sich der Lieferant in der Nähe und Sie können sich bei einem Wochenendausflug selbst davon überzeugen, wie Hühner dort gehalten werden. Mit etwas Glück finden Sie dort auch direkt eine Bezugsquelle für Hühnereier, die aus einer artgerechten Haltung stammen.

Fazit

Mit unserem Einkauf haben wir großen Einfluss auf die Fleischindustrie und damit auch auf die artgerechte Haltung von Hühnern und die Qualität von Hühnerfleisch. Der höhere Einkaufspreis und die Reduktion der wöchentlich verzehrten Fleischmenge wirken sich direkt auf die Lebensqualität der Masthühner und dadurch auch auf den Geschmack des Geflügels aus. Wer nachhaltig leben und sich gesund ernähren möchte, der sollte daher beim Fleischkauf auf Billigprodukte aus der Massenproduktion verzichten und stattdessen lieber beim Bauern vor Ort oder Geflügelfleisch mit Bio-Siegel kaufen.

Linktipps zum Thema:

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Neueste Bewertungen für Geflügel

Kaufland

Zweifelhafte Bioprodukte bei Kaufland .

Habe eben Bio Tafelbirnen aus Argentinien gekauft .Beim auspacken kam mir ein stechender Geruch nach chemischen Spritzmittel entgegen .Die Birnen riechen ebenso .Man kann sie nicht essen !! !Sie sind nicht mal gut für den Kompost !! ! Vorsicht !!

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Da setze ich keinen Fuß mehr rein

Seit einiger Zeit hatte ich mitbekommen, daß an der Kasse fachfremde Zeitarbeitskräft beschäftigt werden (Selbstauskunft). Bei meinem letzten Einkauf stand ich an der Kasse hinter einem Mann, der seine Waren nicht auflegte, sondern wartete, bei welcher Kasse er zuerst drankommt. Beide Warenbänder waren schon zur Hälfte frei, daher bat ich ihn, seine Waren aufzulegen, da ich wenig Zeit hatte. Folge war eine Schimpftirade, was für eine Zicke und Umweltverschmutzung ich sei, während die beiden jungen männlichen Kassierer grinsten. Ich habe ...

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