unseriös und teuer
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A. S., Potsdam 14476, vom 18.07.2010
, mit 1 von 5 Sternen
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Ich habe dem Unternehmen Nuthetal Caravan in Saarmund den Werkauftrag erteilt, einen Wassertank an unserem Wohnmobil auszutauschen. Nach anfänglich freundlicher und kompetenter Beratung war schnell eine Vertrauensbasis geschaffen. Am Morgen des 16. 07. 2010 habe ich das Fahrzeug dort abgegeben. Der erteilte Auftrag belief sich auf rund 143 Euro. Mittags wurde ich angerufen, dass die Pumpe nicht funktioniert und mir wurde der Einbau einer solchen Pumpe mit einem Materialwert von 8 – 12 Euro angeboten. Ein Hinweis auf erheblich höhere Arbeitskosten (5 Stunden statt 1 Stunde) erfolgte nicht. Nachmittags erhielt ich telefonisch die Mitteilung, dass der Wagen fertig ist und der Rechnungsbetrag sich nun auf rund 465 Euro beläuft. Damit hat sich das Volumen auf 347% erhöht. Eine auch nur vergleichbare Erfahrung habe ich in vielen Jahren bei keiner Werkstatt gemacht, nicht einmal die vertretbaren zusätzlichen 20% wurden von den meisten Werkstätten ausgenutzt. Mir wurde mitgeteilt, ich hätte ja einen Kostenvoranschlag verlangen können, der wäre dann verbindlich gewesen. Ein solcher hätte mir dann angeboten werden müssen. Als Kunde muss ich auch nicht zwingend den Unterschied zwischen den Begriffen Kostenvoranschlag und Auftrag kennen. Für mich erkennbar ist, dass ich einen Werkauftrag über den Wechsel eines Wassertanks erteilt habe. Tatsächlich wurde nun auch noch die E-Anlage für die Wasserpumpe instandgesetzt (ohne Absprache mit mir) und ein Schlauch repariert (ohne Absprache).
Durch das Pfandrecht gem. § 647 BGB kann ich die Herausgabe der Sache nicht ohne Bezahlung verlangen. Da wir das Fahrzeug benötigten, sah ich mich regelrecht genötigt, zunächst den vollen Preis zu bezahlen. Dies habe ich am 17. 07. 2010 unter Vorbehalt auch getan, wobei man mir verweigerte, auf der Rechnung einen entsprechenden Vermerk zu machen. Lediglich auf dem Lieferschein konnte ich das notieren. Die Praxis ist mehr als unseriös und kundenunfreundlich. In einer Zeit, wo gerade auch viele Unternehmen der Caravan- und Campingbranche mit Umsatzproblemen konfrontiert sind und oft auch den Geschäftsbetrieb einstellen müssen, erscheint es verwunderlich, uns als neue Kunden des Hauses derart zu behandeln.
Hinzu kommt, dass wir uns eine regelrechte Beschimpfung anhören mussten. Deren Inhalt zielte darauf ab, dass wir von vornherein in betrügerischer Absicht gehandelt haben, und nie die Absicht zur Bezahlung hatten. Weiterhin hatte die Frau Werner, die sich im Email-Verkehr als Geschäftsführerin ausgibt (lt. HR-Eintrag 1292 Potsdam ist aber nur Gisbert Werner alleinig Handelnder) mir angelastet, in meinem Briefkopf meinen akademischen Grad und meine Berufsbezeichnung anzusetzen. Erstens absolut üblich und zweitens geht sie das nichts an, zumal ihre eigene Bezeichnung fragwürdiger ist. Die Tochter des Hauses, die offenbar anfallende Arbeiten im Büro und Verkauf erledigt, gab sich als Juristin aus. Zusätzlich behauptete die Frau Werner, ich hätte Sie am Vortag beleidigt, angeblich unter Zeugen. Dies ist definitiv nicht erfolgt, auch wenn ich sehr aufgebracht war. Letztlich noch unterstellte man uns, dass wir uns kein ordentliches Wohnmobil leisten könnten. Tatsächlich haben wir ein Fahrzeug aus dem Baujahr 1987, doch das steht keinem zu, darüber irgendwelche Vermögensverhältnisse ableiten zu können. Gute Unternehmer hätten mit der Reparatur unseres alten Fahrzeuges eine Vertrauensbasis geschaffen und uns zu gegebener Zeit ein Angebot für ein Neufahrzeug unterbreitet. Tatsächlich planen wir ein neues Wohnmobil im kommenden Jahr anzuschaffen, sicher nicht bei der Firma Werner. Sie bezweifelte auch, dass wir die Rechnung zahlen könnten, man verweigerte sogar die Annahme der Zahlung und daraufhin die Herausgabe des Fahrzeuges. Zuletzt wurden wir noch als „Wessis“ beschimpft, die sich einbilden, den „Ossis“ wieder einmal eins auszuwischen. Zwanzig Jahre nach der deutschen Einheit keine Empfehlung für ein Unternehmen, zumal deren „Geschäftsführerin“ sich als akademisch gebildet ausgab. So etwas muss sich kein Kunden bieten lassen. Ganz nebenbei bemerkt, sind meine Frau und ich keine „Wessis“, sondern auch „Ossis“, wobei uns persönlich das egal ist, Wir leben alle im gleichen Land. Nach Verweigerung der Zahlungsannahme und der Herausgabe des Fahrzeuges verließen wir das Firmengelände, nicht ohne den Hinweis, uns Rat bei der Polizei zu holen. Nach einer knappen halben Stunde erhielten wir dann einen Anruf, dass man eine andere Pumpe (die mit den versprochenen 8-12 Euro) einbauen würde und wir dann bezahlen könnten. Wir fuhren zurück und bezahlten dann unter Vorbehalt eine Rechnung über 452 Euro. Im Übrigen hat der Tausch der Pumpe keine 15 Minuten gedauert, denn so schnell waren wir wieder auf dem Gelände und unser Wohnmobil stand bereits abfahrbereit auf dem Hof. Vorher wurde uns ein Einbau noch derart teuer in Rechnung gestellt.
Warnung vor dieser unseriösen Firma! !