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Ein guter Tipp kann oft Gold wert sein

Wiesbadener Kurier

Computer – für jeden den richtigen

Geschrieben von Deborah Seifert

In der heutigen Zeit ist ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellbar: Computer unterstützen und helfen uns in jedem Bereich. Zunächst war ihr Einsatzgebiet auf das Verarbeiten von Zahlen beschränkt, aber mit zunehmender Leistungsfähigkeit eröffneten sich auch andere Anwendungsbereiche, die das alltägliche Leben betreffen. In Banken oder Behörden werden Informationen verarbeitet und ausgegeben, im Ingenieursbereich übernehmen sie die Berechnung von Tragwerken und Maschinenteilen. Besonders Leistungsstarke Rechner werden bei der Simulation von komplexen Vorgängen eingesetzt, wie zum Beispiel bei der Klimaforschung, der virtuellen Erprobung von Aerodynamik an Flugzeugteilen oder bei medizinischen Berechnungen.

Auch viele Geräte des täglichen Einsatzes kommen nicht mehr ohne Computertechnik aus. Telefone, Videorekorder, Autos oder Waschmaschinen funktionieren mit integrierten Kleinstcomputern. Das war auch schon im Jahr 1999 so, als viele Experten angstvoll prophezeiten, dass die Welt durch den Jahrtausendwechsel im Chaos versinken würde, falls wie befürchtet die Computer ihren Dienst quittieren würden. Glücklicherweise ist dies nicht eingetroffen. Aber auch so manch andere Voraussagen, die zum Thema Computer getroffen wurden, haben sich nicht bewahrheitet.

Computer und Fehleinschätzungen

So wurde die Erfindung des Bauingenieurs Konrad Zuse mit den Worten „irren ist menschlich“ von den Prüfern des Reichspatentamtes als nicht patentfähig abgelehnt. Heute gilt sein 1938 fertiggestellter Rechner „Zuse Z1“ als erste programmierfähige Rechenmaschine und somit als erster Computer im heutigen Sinne. Auch IBM-Gründer Thomas J. Watson lag ordentlich daneben, als er gesagt haben soll: „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ Mittlerweile gibt es in Deutschland kaum noch einen Haushalt, in dem es nicht mindestens einen Rechner gibt.

Das Internet hat sein übriges dazu beigetragen, dass viele Menschen neben ihrer Arbeitszeit auch einen erheblichen Teil ihrer Freizeit vor dem Rechner verbringen. Durch Chat-Rooms, Social Networks und E-Mails sind auch Leute zu Computernutzern geworden, die vorher mit Rechnern, PC´s oder Laptops rein gar nichts zu tun hatten. Durch die Verbreitung von Computern und des Internets haben sich auch viele klassische Dienstleisterbranchen gewandelt. Während man früher Flüge oder Pauschalreisen ganz selbstverständlich im Reisebüro gebucht hat, so gucken die meisten Reiselustigen heute erst einmal online nach günstigen Angeboten und guten Verbindungen. Auch Verbraucherportale wie KennstDuEinen.de funktionieren nur, weil eine Vielzahl der Menschen Zugang zu einem Computer hat.

Verschiedene Ansprüche – verschiedene Systeme

Und da Computer so beliebt sind, gibt es natürlich auch eine schier unüberschaubare Flut von Fachhändlern, die Rechner zum Kauf anbieten. Für was für eine Art von Computer man sich dabei entscheidet, kommt ganz auf die Ansprüche an, die man an das Gerät stellt. Möchte man hauptsächlich im Internet surfen und das auch noch mobil, so ist man mit einem Netbook gut beraten. Die kleinen Computer haben praktisches Mitnehm-Format, wiegen dementsprechend wenig und warten oft mit sehr ordentlichen Akkulaufzeiten auf. Allerdings verfügen diese Mini-Laptops häufig nur über eine sehr kleine interne Festplatte, und Laufwerke oder größere Festplatten müssen über USB-Anschlüsse hinzugefügt werden.

Wer allerdings komplexere Aufgaben mit seinem Computer erledigen will, der muss bei Format und Preis schon eine Nummer zulegen. Grafik- oder Zeichenprogramme benötigen mehr Arbeitsspeicher und einen leistungsfähigeren Prozessor als Software zur Textverarbeitung oder Tabellenerstellung. Auch wenn man ein Video bearbeiten möchte, ist man besser beraten, wenn der Bildschirm ein vernünftig großes Format hat und der Rechner die mitunter sehr großen Dateien gut verarbeiten kann.

Günstige Rechner nicht nur für Experten

Grundsätzlich kann man sagen, dass man für einen Laptop deutlich mehr Geld investieren muss als für einen Desktop-Rechner mit den gleichen technischen Daten, da die Bauteile und die Elektronik bei gleicher Leistung viel kleiner sind und damit komplizierter in Entwicklung und Herstellung sind. Wer also mehr Leistung für sein Geld will, der sollte sich einen Desktop-Rechner unter den Schreibtisch stellen. Wer sich auskennt, kann sich auch selber aus verschiedenen Komponenten seinen Computer günstig zusammenstellen, aber das sollte wirklich nur machen, wer Erfahrung mit dem Einbau von Hardware hat und kompetent entscheiden kann, welche Bauteile zueinander passen.

Für alle, die nicht über die nötigen Kenntnisse verfügen, werden schon fertig zusammengestellte Systeme angeboten, aus denen man sich dann seinen Wunschcomputer aussuchen kann. Gamer haben beispielsweise sehr hohe Ansprüche an die Grafikkarte, während andere vielleicht lieber eine große Festplatte zum Filme und Fotos speichern bevorzugen. Auf den meisten Rechnern aus dem Fachhandel sind auch schon ein Betriebssystem und viele EDV-Anwendungen vorinstalliert, sodass man nach dem Kauf sofort loslegen kann.

Bildquellen:
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