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Ein guter Tipp kann oft Gold wert sein

Wiesbadener Kurier

Tipps zum Thema Bausparen

Geschrieben von Stefan Franke

BausparenWer träumt ihn nicht: den Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Selten ist man jedoch in der luxuriösen Lage, ein Haus in bar und ohne vorheriges sparen bezahlen zu können. Wer aber den richtigen Bauspar-Vertrag abschließt, kann sich am Ende über viele Zulagen freuen und kommt vielleicht schneller ans eigene Haus, als er denkt.

Sparen für ein großes Ziel

Bausparen ist sparen für ein bestimmtes Ziel. Es hat mittlerweile einen hohen Stellenwert in Deutschland; wer bauen will, entscheidet sich immer häufiger für einen Bausparvertrag. Ein Haus zu bauen, ist eine Entscheidung, die nicht von heute auf morgen getroffen wird. Daher sollte sie gut und lange überlegt und geplant sein.

Das Bausparen beginnt mit einer längeren Sparphase. Gemeinsam mit dem Bankberater wird ein fester Sparplan erstellt an dessen Ende eine vergünstigte Finanzierung bzw. ein zinsgünstiges Darlehen steht. Durch einen Bausparvertrag wird das Recht erworben, zu niedrigen Zinsen einen Finanzierungvertrag abzuschließen. Wer einen Bausparvertrag als reinen Sparvertrag nutzt, ohne später ein Darlehen für sich in Anspruch zu nehmen, bekommt dementsprechend höhere Zinsen.

Bei Abschluss des Bausparvertrages wird die Bausparsumme festgelegt. Diese muss bei Ablauf des Vertrages erreicht werden und setzt sich aus dem eigenen Kapital und dem anschließenden Darlehen zusammen. Ist die Ansparsumme erreicht und der vereinbarte Zeitraum über die Laufzeit des Bausparvertrages eingehalten, kann das Darlehen erteilt und das Haus gebaut werden.

Der Bausparvertrag – wofür das Geld im Anschluss genutzt werden kann
Bausparen
Früher diente der klassische Bausparvertrag ausschließlich der Finanzierung des eigenen, privaten Wohneigentums. Bis heute ist es immer noch relativ starr geregelt, wofür das Kapital inklusive des zinsgünstigen Darlehens aus dem Bausparvertrag später genutzt werden darf.

Finanziert werden dürfen sogenannte wohnwirtschaftliche Leistungen. Dabei handelt es sich beispielsweise um den Kauf eines Hauses, einer Eigentumswohnung oder auch um Renovierungsmaßnahmen in den eigenen 4 Wänden. Die Räumlichkeiten dürfen dabei jedoch nicht gewerblich genutzt werden, sondern müssen dem Wohnen dienen. Auch der Kauf von Bauland darf über einen Bausparvertrag finanziert werden.

Wie funktioniert der Abschluss eines Bausparvertrages

Ein Bausparvertrag wird mit einer Bausparkasse abgeschlossen. Bereits bei Abschluss des Vertrages wird die Höhe der Bausparsumme festgelegt sowie die Zeit für die Tilgung, die Mindestvertragsdauer und die Höhe des Zinssatzes. Bei Bausparverträgen besteht eine langfristige Zinsbindung, die sich sowohl positiv als auch negativ auswirken kann. Dann nämlich, wenn der Zinssatz während der Vertragslaufzeit sinkt, macht der Anleger ein schlechtes Geschäft. Steigt andersherum der Zinssatz, wirkt sich dies positiv auf die Finanzen des Bausparers aus.

Da es heute eine beinahe unüberschaubare Auswahl an Verträgen und Konditionen für Bausparverträge gibt, ist es gar nicht so einfach, den richtigen Bausparvertrag zu finden. Gerade für Privatpersonen ist es häufig undurchsichtig und schwierig, eine ideale Lösung für sich zu finden. Wichtig für jeden ist es erst einmal, sich darüber im Klaren zu sein, wofür das Geld verwendet werden soll, welches Kapitel benötigt wird und wie viel Geld man im Monat für einen Bausparvertrag erübrigen kann. Die Schwierigkeit ist es, hier ein paar Jahre im Voraus zu planen, da die Arbeitsplatzsituation heute nicht mehr selbstverständlich über 10 Jahre hinweg konstant bleibt.

In jedem Falle sinnvoll ist es, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen. Dabei sollten auch die Angebote im Internet der Direktbanken einbezogen werden. Hier gibt es oft günstigere Konditionen, wenn auf die Beratung vor Ort verzichtet wird.

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Das Bauspar-Darlehen

Das Bauspar-Darlehen ist der Betrag, der zwischen der Bausparsumme und der bereits angesparten Summe des Bausparers liegt. Dieser fehlende Betrag wird im Rahmen eines Darlehns gezahlt. Hier kommen, wenn der Bausparer förderungswürdig ist, außerdem noch die entsprechenden staatlichen Förderungen hinzu.

Ein Darlehen im Rahmen eines Bausparvertrages darf allerdings nicht zur freien Verfügung genutzt werden; beispielsweise darf der Bausparer davon kein Auto finanzieren, sondern muss es zur Finanzierung seines Wohneigentums nutzen. Dazu zählen auch Renovierungsmaßnahmen oder die Anschaffung von Möbeln. Selbstverständlich kann ein Bausparvertrag am Ende auch ausgezahlt werden, ohne dass das Darlehen in Anspruch genommen wird.

Individueller Bauspar-Darlehn

Bausparen
Die Höhe eines Bauspar-Darlehens richtet sich ganz individuell nach dem jeweiligen Abschluss des Bausparvertrages, der im Anschluss an die Ansparphase ausgezahlt wird. In der Regel liegt sie bei 50 – 60% der gesamten Bausparsumme.

Das Bauspar-Darlehen ist ein zinsgünstiger Kredit, der für den zuvor festgelegten Zeitraum bzw. der festgelegten Höhe gezahlt werden muss. Während der Darlehens-Laufzeit muss der Bausparer dann also nicht mehr monatlich seine Raten für die Bausparsumme einzahlen, sondern beginnt nahtlos mit der Tilgung des Kredites. Die Laufzeit eines Darlehens, das im Rahmen eines Bausparvertrages gezahlt wird, ist gegenüber anderen Krediten meist verkürzt, da auch die Tilgungsraten höher sind. In der Regel beträgt die Laufzeit des Bauspar-Darlehens ca. 10 – 12 Jahre. Während der gesamten Zeit bleibt die Höhe des Zinses unverändert. Dies bringt Planungssicherheit für den Bausparer mit sich.

Welche Leistungen erbringt der Staat bei einem Bausparvertrag?

Bausparverträge können staatlich gefördert werden. Dies ist auch eines der größten Vorteile eines eigenen Bausparvertrages. Hier gibt es beispielsweise die Wohnungsbauprämie, deren Höhe etwa bei 8 – 9% des Betrages liegt, der insgesamt jährlich gespart wird. Bis zu einer gewissen Maximalgrenze wird dieser Betrag jährlich dazugegeben. Außerdem ist die Zusage einer Wohnungsbauprämie vom eigenen Gehalt abhängig; hier gibt es je nach Familienstand feste Gehaltsgrenzen. Sind diese überschritten, wird auch keine Prämie mehr gezahlt.

Auch Arbeitnehmer, die vermögenswirksame Leistungen beziehen, können bis zu einer bestimmten Obergrenze durch zusätzliche staatliche Leistungen gefördert werden. Da Wohneigentum auch Teil der eigenen Altersvorsorge ist, gibt es eine sogenannte Wohn-Riester-Förderung. Die Höhe der Leistungen im Rahmen dieser Prämie hängt ebenfalls von den individuellen finanziellen Voraussetzungen ab.

Vor- und Nachteile beim Bausparen
Bausparen
Ob ein Bausparvertrag eine geeignete Finanzierungsmöglichkeit für ein Eigenheim ist, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. So können die Zuteilungsfristen der Bausparsumme beispielsweise unterschiedlich lang sein. Banken haben hier verschiedene Prioritäten; selbst wenn die Zuteilungsreife erreicht ist, können noch einige Monate vergehen, bis das Geld tatsächlich ausgezahlt werden kann. Ein Bausparvertrag ist dann ungeeignet, wenn man einen Immobilienwunsch kurzfristig realisieren möchte. Nachteilig wirken sich auch die Abschlussgebühren für die Vermittlung des Bausparvertrages aus.

Außerdem könnten gegebenenfalls weitere Gebühren anfallen. Je nachdem, bei welcher Bank der Bausparvertrag abgeschlossen wird, können eventuell weitere Gebühren anfallen oder der Abschluss einer kostenpflichtigen Versicherung zur Pflicht werden. Des Weiteren sind Bausparer in der Regel immer auf seriöse Beratungen angewiesen, da der Dschungel an Bauspar-Angeboten mittlerweile beinahe unüberschaubar geworden ist.

Daneben bietet ein Bausparvertrag aber auch zahlreiche Vorteile. Es gibt eine große Auswahl an Tarifen. Außerdem besteht durch die feste Zinsbindung eine Planungssicherheit für den Bausparer. In der Regel gibt es außerdem die Möglichkeit von Sonderzahlungen, die ohne Zinsen für die Vorfälligkeit eingezahlt werden können. Gerade für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen bietet der Bausparvertrag die Möglichkeit, durch staatliche Hilfen schneller zu einem eigenen Heim zu kommen.

Bildquellen:
Dzmitry Shashko/123rf.com
alexmillos/123rf.com
Teerawut Masawat/123rf.com
ginasanders/123rf.com


4 Antworten zu “Tipps zum Thema Bausparen”

  1. kledy.de sagt:

    Bausparen leicht gemacht…

    Das Bausparen beginnt mit einer längeren Sparphase. Gemeinsam mit dem Bankberater wird ein fester Sparplan erstellt an dessen Ende eine vergünstigte Finanzierung bzw. ein zinsgünstiges Darlehen steht. Durch einen Bausparvertrag…

  2. jumelez.de sagt:

    Schnell zum Bausparen wechseln…

    Wer träumt ihn nicht: den Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Selten ist man jedoch in der luxuriösen Lage, ein Haus in bar und ohne vorheriges…

  3. Schnell zum eigenen Haus – Bausparen…

    Da es heute eine beinahe unüberschaubare Auswahl an Verträgen und Konditionen für Bausparverträge gibt, ist es gar nicht s……

  4. Christian Andreas sagt:

    Bausparen lohnt sich vor allem, wenn man wenig einzahlt (30%) und wenn man viel Darlehen (70%) abgrenzen kann

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