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Wiesbadener Kurier

Gewichtsreduktion – 3 Wahrheiten über das Abnehmen

Geschrieben von Paul Keller

Kein Tag vergeht, ohne das eine neue Wunderdiät in Fernsehen, Zeitschriften oder Internet vorgestellt wird. In Klatschblättern erfährt man von der neuesten Abnehmstrategie, auf die nun Spitzensportler und Schauspieler schwören um ihre überflüssigen Pfunde innerhalb kürzester Zeit loszuwerden. Im Fernsehen stellen selbsternannte Ernährungsexperten ihre neuen Power-Diäten vor und reden uns ein, wir könnten mit ihrer Methode innerhalb von nur 2 Tagen bis zu 5 Kilo verlieren. Diät geht immer, scheint hier die Devise. Auffällig dabei ist, wie sehr sich die jeweiligen Strategien widersprechen: Abnehmen ohne weniger zu essen, Abnehmen ohne irgendetwas zu essen, Abnehmen indem man mehr isst, Abnehmen indem man genauso isst wie zuvor. Was diese Woche noch als absolute Wahrheit gilt, ist nächste Woche schon wieder völlig falsch. Doch was kann man denn nun noch glauben? Wonach soll man sich richten, wenn man ernsthaft vorhat, dauerhaft Gewicht zu verlieren und somit nachhaltig abzunehmen?

Um diesen Beitrag nicht entlang der zahllosen Publikationen einzureihen, die eine neue Herangehensweise an das Abnehmen versprechen und dann am Ende doch in die gleichen Strickmuster zurückfallen, soll vorab mit einigen Mythen, unbestätigten Gerüchten und schlichten Unwahrheiten zum Thema Abnehmen abgerechnet werden. Um Ihnen reinen Wein einzuschenken, müssen Sie mit der folgenden unangenehmen Wahrheit konfrontiert werden: Diäten, ganz gleich in welcher Form und Farbe sie daher kommen, funktionieren auf Dauer nicht. Wer 2 Wochen lang nichts als Apfelessig oder Fencheltee zu sich nimmt wird zwar garantiert eine Menge Gewicht los – solch ein Verhalten kann jedoch keineswegs dauerhaft durchgehalten werden ohne sich ernsthafte körperliche Schäden zuzufügen. Wer glaubt, durch das Trennen von Nahrungsmittelarten oder den gänzlichen Verzicht auf bestimmte Nährstoffe den goldenen Weg zur Gewichtsreduktion gefunden zu haben, irrt gewaltig. Spätestens kurz nach der erfolgreichen Beendigung der Diät werden die Pfunde Schritt für Schritt zurückkehren. Um Sie auf den richtigen Weg zur Gewichtsreduktion zu bringen, präsentieren wir Ihnen daher nun unsere 3 Wahrheiten über das Abnehmen:

1. Gewichtsreduktion ohne Sport funktioniert nicht

Jeder ernstzunehmende Ernährungsberater und Abnehm-Coach dieses Planeten wird das bestätigen. Ohne jegliche zusätzliche körperliche Aktivität lässt es sich nicht nachhaltig abnehmen. Eine dauerhafte Gewichtsreduktion funktioniert nur im Zusammenspiel von Sport und gesunder Ernährung. Die Rechnung dabei ist auch nicht wirklich schwer zu machen. Körperliche Ertüchtigung, in welcher Form auch immer ausgeübt, veranlasst den Stoffwechsel dazu, Energie zu verbrauchen, die vorher durch Nahrung aufgenommen wurde. Doch gerade übergewichtige Menschen tun sich oft schwer damit, in ihren Tagesablauf sportliche Aktivitäten fest einzubauen. Hier gilt: langsam anfangen. Es bringt nichts, sich aus einem Impuls heraus in einem teuren Fitnessstudio anzumelden und dort dann ganz schnell an den viel zu anspruchsvollen Hantelbänken zu kapitulieren. Um abzunehmen, muss man nicht zum Marathonläufer werden oder Tag und Nacht auf dem Spinningrad verbringen.

Für wirksames und dauerhaftes Abnehmen empfiehlt es sich, in kleinen Schritten zu beginnen und dann nach und nach die Spannungskurve anzuheben bis man auf einem persönlich angemessenen Aktivitätslevel angekommen ist. Zum Anfang empfehlen sich die sogenannten ‘gleitenden Sportarten’, wie zum Beispiel Nordic-Walking, Schwimmen, Langlauf oder Radfahren. Diese hebeln die Schwerkraft am besten aus, schonen so die strapazierten Gelenke und erleichtern den Einstieg. Auch einfache Übungen zur Muskelanspannung, die zum Beispiel auf dem Bauch bzw. Rücken liegend durchgeführt werden, bieten sich an. Hier gilt jedoch: Erst eine Beratung vom Physiotherapeuten oder Trainer einholen! Nicht jeder Körper ist für alle Übungen gemacht. Der wirklich wichtigste Faktor bleibt jedoch die Regelmäßigkeit. Nur wer es schafft, Sport zu einem regelmäßigen Bestandteil seines Tagesablaufes zu machen, wird dauerhaft positive Ergebnisse erhalten. Sport bringt zudem einen weitere wichtigen Vorteile mit sich: Sie stärken Ihren Herz-Kreislauf, mindern Ihr Diabetesrisiko und tun etwas Gutes für Ihre geistige Gesundheit. Und der gelegentliche Schokoriegel lässt so sich schnell und einfach wieder abarbeiten.

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2. Ernährungsumstellung statt Radikal-Diät

Wie bereits eingangs erwähnt, ist es die besonders nutzlose Praxis von themenspezifischen Diäten, sich auf bestimmte Nahrungsmittel zu konzentrieren. Heute ist es die Kartoffeldiät mit den 12 besten Rezepten für den Sommer, morgen ist es die Kohlsuppen-Kur, bei der man innerhalb von nur 3 Wochen des ausschließlichen Kohlsuppen-Genuss sage und schreibe 8 Kilo abnehmen wird. Alles was man tun muss ist die Zeitschrift zu kaufen und sich genau an die Vorhaben zu halten. Für den Körper sind solche plötzlichen radikalen Umstellungen übrigens keine Freude. Sich auf einmal lediglich auf ein Nahrungsmittel zu beschränken macht für permanente Gewichtsreduktion so viel Sinn wie der Versuch, durch das Kauen von massenweisen Nikotinkaugummis, um dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören. Das Verlangen nach den fehlenden Suchtmitteln – im Falle der Ernährung ganz klar der Zucker (darauf wird im nächsten Punkt ausführlich eingegangen) – mag für einen gewissen Zeitraum unterdrückt werden können. Spätestens jedoch nach Beendigung der jeweiligen Diät holt sich der Körper seinen Fix zurück und das Spiel beginnt von neuem. Dann heist es: Herzlich Willkommen im der Diäten-Dauerschleife, in der Millionen von Menschen festhängen und an der ein ganzer Markt reichlich mitverdient.

Um sein Gewicht durch Diät langfristig zu reduzieren und auch zu halten gelten ähnliche Grundregeln wie beim Sport. Nachhaltig anstatt plötzlich sollte die Ernährung umgestellt werden. Am besten so: Dokumentieren Sie Ihren tägliche Nahrungszufuhr über einen Zeitraum von etwa 2 Wochen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Ihnen auffallen, dass Sie sehr viele Kohlenhydrate zu sich nehmen und auch gern zwischen den klassischen drei Mahlzeiten zu einem Snack greifen. Während Kohlenhydrate ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung sind, sollte man seinen Energiehaushalt am besten morgens und ggf. mittags damit auffüllen. Zudem ist darauf zu achten, die richtigen Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Das heist zum Beispiel: Schwarz- und Vollkornbrot anstatt Toast, Weißbrot und Brötchen. Selber kochen anstatt Tiefkühlkost zu verzehren. Bei den Snacks sollten Obst, fettarme Joghurts u.ä. die Süßwaren und Kartoffelchips ersetzen. Wenig sinnvoll ist es, zu versuchen, auf bestimmte Nahrungsmittel gänzlich zu verzichten. Das führt nur dazu, dass Sie schneller rückfällig werden und die Nahrungsumstellung wieder aufgeben. Hier heist die Devise: Genießen in Maßen.

3. Zucker – der süße Feind des Abnehmens

Zwar ist das Thema Zucker Teil der Ernährungsumstellung, sein Stellenwert für die Gewichtsreduktion verdient ihm jedoch einen eigenen Punkt. Zucker, egal in welcher Form, ist faktisch überall in unserem Essen enthalten und dient als wichtiger Energielieferant. Warum dann auf Zucker verzichten? Essentiell wichtig für die Gewichtsreduktion ist es, den eigenen Zuckerkonsum zu kontrollieren und den richtigen Zucker zu sich zu nehmen. So enthalten zum Beispiel die sogenannten Softdrinks ebenso wie ziemlich alle Fast-Food-Produkte (darunter fallen neben der Curry-Wurst und dem Hamburger auch Tüten- und Dosengerichte und Tiefkühlprodukte) Unmengen an raffiniertem Zucker (bzw. Fructose-Glucose-Sirup). Dieser macht dick, erhöht das Diabetes-Risiko und hat zudem noch den Nachteil dass er, vor allem in flüssiger Form konsumiert, das Sättigungsgefühl aushebelt und somit das Gehirn austrickst. Mann kann also immer weiter konsumieren ohne satt zu werden. Selbst bei vermeintlich herzhaften Nahrungsmitteln aus der Fastfood-Ecke kommen große Mengen Zucker zum Einsatz. In Verbindung mit dem hohen Salzgehalt verleitet uns das Essen dann dazu, immer mehr zu verspeisen.

Was ist also zu tun um den eigenen Zuckerkonsum auf ein gesundes Level zu bekommen? Erstens: Trinken Sie anders! Ersetzen sie Softdrinks, Fruchtsaftgetränke und Eistees durch Wasser, leichte Schorlen und frische Säfte. Zweitens: Kochen Sie selbst, anstatt Vorgekochtes zu verzehren. Drittens: Ersetzen Sie raffinierten Zucker und Süßstoffe durch braunen- und Fruchtzucker. Der ist gesünder und weniger schädlich. Viertens: Löschen Sie die Worte ‘McDonalds’, ‘Döner Kebap’ und ‘Currywurst’ aus Ihrem Gehirn.

Die oben aufgeführten Punkte geben Ihnen hoffentlich einen etwas frischeren ersten Einblick in das Thema nachhaltige Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung und Bewegung. Wer ernsthaft vorhat, Gewicht zu verlieren, jedoch auf professionelle Hilfe zurückgreifen möchte, sollte sich an einen der zahlreichen in unserem Branchenverzeichnis vertretenen Profis für Ernährung und Gewichtsabnahme wenden. Dort erhalten Sie das ideale Coaching und die beste Betreuung um Ihre Ziele zu erreichen. Viel Erfolg!

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2 Antworten zu “Gewichtsreduktion – 3 Wahrheiten über das Abnehmen”

  1. Lina sagt:

    Meiner Meinung nach, sollte man nicht auf alles verzichten, sondern sich selber einen Essensplan schreiben und auch kochen was man selber gerne ißt. Man soll essen wenn man Hunger hat, und nicht essen weil einem langweilig ist oder es so gut schmeckt, dass man sich vollstopft:) . einmal die woche sollte man sich auch süssigkeiten (kuchen, eis etc) gönnen, denn der Körper braucht das auch mal.
    Bewegung ist eigentlich das A und O zur Gewichsabnahme, auch faule Leute (so wie ich) können das. Es gibt so viele Hometrainer, die man sich kaufen kann , die einem entsprechen und spass machen auch nicht überanstrengen. Man ahnt ja nicht was 10 minuten am Tag auf dem Hometrainer, für Erfolge bringen :)

  2. MANUELA249 sagt:

    HABE ALLES DURCH,NICHTS WAR VON DAUER.
    FANGE BEI DIR SELBST AN, ABNEHMEN FÄNGT MIT DEINEM UMFELD AN. BIST DU ZUFRIEDEN? BERUF? PARTNER?
    ICH HABE ETWAS GEÄNDERT UND IN 8 MONTEN 60KG ABGENOMMEN. OHNE SPORT,OHNE DIÄT-ES GEHT

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