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Ein guter Tipp kann oft Gold wert sein

Wiesbadener Kurier

Weiterbildung: mit dem richtigen Wissen in neue Lebensabschnitte.

Geschrieben von Daniela Greve

Bildung ist wichtig, denn je mehr wir wissen, desto größer sind unsere Möglichkeiten etwas zu erreichen. Heutzutage sprechen wir oft von der Idee des lebenslangen Lernens und das bedeutet, dass Bildung eine Art Prozess geworden ist, der uns in allen Lebensabschnitten begleitet. Von der klassischen Nachhilfe für Schüler bis zur Sprachreise für Senioren, für jeden gibt es etwas, dass uns weiterbringt und das Leben bereichert.

Jeder Lebensabschnitt bedeutet auch neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten und neue Pläne. Um diese umzusetzen, bedarf es einer ständigen Entwicklung und Reflexion darüber, wer man eigentlich ist, wo man hin will und wie man das erreichen kann. Dies sind Grundsatzfragen, die sich gar nicht so leicht von selber beantworten lassen. Es ist daher wichtig, sich immer wieder mit der Familie und guten Freunden darüber zu beraten wo man gerade steht. Manchmal braucht man aber auch Beratung von jemandem, der unabhängig und neutral die eigene Situation betrachten kann und dabei behilflich ist, Entscheidungen für den weiteren Bildungsweg zu treffen. In jeder Stadt gibt es daher zahlreiche Bildungsangebote, die uns weiterbringen und vor allem Spaß machen sollen.

Nach der Schule: Ausbildung oder Studium

Wer die Schule erfolgreich hinter sich gebracht hat, der muss sich entscheiden, wie es weitergeht. Oft ist das viel leichter gesagt als getan und vielen jungen Leuten fällt es schwer sich zu entscheiden, ob sie eine Ausbildung oder ein Studium anstreben sollen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Ausbildung eher praktisch und ein Studium eher theoretisch angelegt ist. Die Vorteile einer Ausbildung sind, dass man direkt in das Berufsleben einsteigt und auch schon anfängt Geld zu verdienen. Eine Ausbildung ist daher in der Regel auch viel leichter zu finanzieren. Allerdings hat man mit einem abgeschlossenen Studium oft höhere Aufstiegschancen und zudem gibt es Berufe für die man einen akademischen Grad braucht. Wer die praktische mit der theoretischen Arbeit verbinden möchte, für den kommt eventuell ein duales Studium in Frage, jedoch sind die Plätze für diese Form der Weiterbildung rar. Eins steht jedoch fest. Nach der Schule muss eine Karriereplanung her und im Mittelpunkt steht die große Frage: Was soll ich bloß werden?

Wer eine ungefähre Vorstellung davon hat, was er gerne beruflich machen möchte, sich aber noch nicht hundertprozentig sicher ist, der sollte erst mal ein Praktikum oder Ferienjob in der Branche machen. Dadurch erkennt man am besten, ob einem die Arbeit wirklich gefällt oder ob man doch nach etwas anderem suchen sollte. Wer noch völlig auf dem Schlauch steht, dem kann es helfen eine Berufsberatung zu konsultieren, um herauszufinden in welche Branche die eigenen Interessen und Fähigkeiten am besten passen. Manchmal kann es aber auch ratsam sein, nach der Schule erst mal etwas Abstand zu gewinnen. Viele junge Menschen nehmen sich heutzutage etwas mehr Zeit für die Karriereplanung und engagieren sich im Zuge eines freiwilligen Dienstes. Dies kann im In- und Ausland gemacht werden und hilft vielen jungen Menschen sich zu erfahren und selbst zu finden.

Während des Berufslebens: durch Schulungen auf dem neuesten Stand bleiben

Wer bereits im Berufsleben steht, der kann sich mit Hilfe von Fortbildungen oder im Zuge einer Mitarbeiterschulung weiterqualifizieren und dadurch die Karriereleiter weiter nach oben klettern. Den meisten Unternehmen ist das sogenannte „Humankapital“ sehr wichtig und deswegen werden solche Schulungen bzw. ein Lehrgang auch oft finanziert. Es gibt verschiedene Arten von Fortbildungen, die dem Mitarbeiter weitere Qualifikationen ermöglichen und damit den Lebenslauf aufwerten. Damit hat man natürlich nicht nur größere Chancen auf dem heutzutage so unsicheren Arbeitsmarkt, sondern man kann die neu erworbenen Kompetenzen auch direkt im Unternehmen anwenden. Das heißt also, ein Arbeitgeber profitiert auf lange Sicht davon, wenn er seinen Mitarbeitern regelmäßige Weiterbildung ermöglicht. Es gibt interne und externe Möglichkeiten die Mitarbeiter zu schulen. Ein Arbeitgeber muss also abwägen, was besser ist, einen Trainer einzuladen oder die Mitarbeiter zu einem Kurs zu schicken. Dies hängt oft von der Größe des Unternehmens und der Anzahl der Mitarbeiter ab.

Eins ist jedoch nicht von der Hand zu weisen: Eine berufliche Fortbildung nützt sowohl Arbeitnehmern, als auch Arbeitgebern. Die Mitarbeiter sind nicht nur motiviert, sondern bringen auch neue, kreative Ideen ins Unternehmen und steigern damit die Produktivität im Ganzen. Was viele gar nicht wissen, ist dass es in Deutschland den sogenannten Bildungsurlaub gibt und dass viele Arbeitnehmer einen rechtlichen Anspruch darauf haben. Ein Bildungsurlaub hat nichts mit einem Erholungsurlaub zu tun, sondern es geht darum, dass man für eine gewisse Zeit von der Arbeit freigestellt wird, damit man Neues lernt. Ob Sie Anspruch auf eine solche Maßnahme der Weiterbildung haben, hängt davon ab, in welchem Bundesland Sie arbeiten.

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Neuer Abschnitt: Langeweile und Unzufriedenheit im Job

Nicht selten passiert es, dass man jahrelang einen Beruf ausübt und irgendwann damit nicht mehr zufrieden ist. Man fühlt sich unterfordert, überflüssig oder ist schlichtweg gelangweilt von dem, was man tagtäglich macht. Manche Menschen müssen den alten Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Bevor es zu einem Burnout kommt, empfiehlt es sich nach einer geeigneten Umschulung zu suchen. Vielleicht möchten Sie sich aber auch innerhalb ihres Berufes weiterentwickeln, dann profitieren Sie von einem neuen Abschluss, den Sie zum Beispiel per Abendschule oder Fernstudium erreichen können. Die Gründe für einen Arbeitsplatzwechsel oder Weiterbildung sind so vielfältig, wie die Berufslandschaft selbst, doch eins bleibt immer gleich: Wer nach vielen Jahren einen Wechsel anstrebt, dem fällt es ganz besonders schwer, sich neu zu erfinden. Diese Form der Neuorientierung ist anders als bei Schulabgängern. Denn Menschen, die schon jahrelang gearbeitet haben, haben eine ganz andere Sicht auf die Dinge und haben auch schon ein sehr breites Spektrum an Fähigkeiten gesammelt. Das Problem ist hier oft, dass sich diese Menschen darüber gar nicht bewusst sind, denn schließlich empfinden sie ihre tägliche Arbeit als völlig „normal“ und „nichts besonderes“.

Wer sich nach jahrelanger Tätigkeit festgefahren fühlt und nicht so richtig weiß, wie und wo er anfangen soll, dem kann ein Coaching helfen. Wie bei Schulabgängern kann es auch bei Berufstätigen sehr sinnvoll sein, sich eine Auszeit bzw. ein sogenanntes Sabbatjahr zu nehmen. Ein Sabbatjahr ist eine drei bis zwölfmonatige Auszeit vom Job, die mit dem Arbeitgeber so vereinbart wird, dass man nach dieser Auszeit wieder in dort einsteigen kann. Dies ist besonders sinnvoll für Menschen, die das Gefühl haben, dass sie sich in ihrem Leben mal für eine Weile auf etwas anderes konzentrieren müssen. Dies kann eine Weltreise, ein Hausbau, ein Klosterbesuch oder aber auch die Pflege eines geliebten Menschen sein. Eine Auszeit kann einerseits dabei helfen einem Burnout vorzubeugen oder aber dabei helfen sich darüber klar zu werden, was man will und wie man es erreichen will. Wer diese Zeit nutzen möchte um Klarheit über sich selbst zu bekommen, der sollte sich in jedem Fall eine geeignete Unterstützung suchen.

Persönliche Entwicklung: Weiterbildung auch im privaten Bereich

Nicht nur die berufliche, sondern auch die private Aus- und Weiterbildung ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Menschen, die Spaß am Lernen haben und sich ständig weiterentwickeln wollen bzw. nach Selbstverwirklichung streben, die haben Spaß an einer Vielfalt von Kursen und Seminaren, die sich unter dem Begriff Erwachsenenbildung zusammenfassen lassen. Das Angebot reicht von Sprachschulen und Volkshochschulen bis hin zu Gesangsschulen, Tanzschulen oder Kochschulen. Der persönlichen Weiterbildung sind keine Grenzen gesetzt, denn hier geht es darum, dass man seine Hobbies und Interessen vertieft. Dadurch lernt man nicht nur viel neues, sondern dazu auch noch neue Leute kennen, mit denen Sie ihre Interessen teilen und neue Freundschaften bereichern das Leben.

Weiterbildung: Ein Leben lang

Lebenslanges Lernen muss nicht zwangsläufig etwas mit Schule und formellem Lernen zu tun haben, sondern macht Spaß und bereichert das Leben. Wer es schafft das eigene Vergnügen mit einer Weiterbildung zu verbinden, der wird das Gefühl haben, dass man auf dem richtigen Weg der Selbstverwirklichung ist. Jedoch ist nicht jeder Kurse auch qualitativ hochwertig und deswegen sollten Sie sich gut informieren, bevor Sie viel Geld für eine Fortbildung bezahlen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, was es für Aus- und Weiterbildungsangebote in Ihrer Nähe gibt, hilft Ihnen zum Beispiel KennstDuEinen.de. Hier erfahren Sie nicht nur, was es für Möglichkeiten in Ihrer Nähe gibt, sondern erfahren direkt etwas über die Qualität.

Bildquelle

„Schriftrolle“ © 2006 Mary Love / pixelio.de


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