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Ein guter Tipp kann oft Gold wert sein

Wiesbadener Kurier

Umzug – Checkliste für Wohnungsübergabe, Transport & Einzug

Geschrieben von Anne Garske

Der Umzug – Eine Checkliste für die Planung

Wir alle kennen es. Spätestens, als wir das Elternhaus verlassen und uns in die weite Welt gestürzt haben, machten wir es das erste Mal. Und nein, es wird nicht besser, im Gegenteil:

Es wird jedes Mal schlimmer, jedes Mal stressiger und jedes Mal nerviger. Das Umziehen, Wohnung wechseln, Lebensabschnitt beenden, das Elend hat viele Namen.

Jedes Mal heißt es: Sieben Sachen packen, in einen Karton werfen und von einem Ort zum anderen bringen. Neuer Arbeitsweg, neue Nachbarschaft, neues Alles.

Natürlich hat ein Umzug auch sein Gutes. Die neue Wohnung oder sogar das neue Haus sind meist viel schöner als das alte Heim, vielleicht hat man neue Arbeit oder zieht endlich mit dem Partner zusammen. Bei all der Vorfreude bleibt jedoch der Umzugsstress, egal, wie schön das Ziel ist.

Um den Umzug so stressfrei und gemütlich wie möglich zu gestalten, gibt es ein einfaches Zauberwort: Planung.

Wird von Anfang an alles anhand einer Checkliste abgehakt, kann kaum etwas schiefgehen und man kann sich, bei großzügiger Zeitplanung, ein wenig zurücklehnen und muss nicht immer das Gefühl haben, irgendetwas übersehen zu haben. Gerade bei einem Umzug in eine andere Stadt oder sogar ein neues Land kann die richtige Planung Gold wert sein.

Was muss also vorher alles beachtet werden?
Gehen wir einen Umzug Schritt für Schritt durch:

Die richtige Wohnung

Das neue Heim muss in große Fußstapfen treten, denn die meisten Menschen wollen sich in allen Lebensbereichen verbessern, wenn sie schon mal eine Änderung vornehmen.

Achten Sie also darauf, dass die Wohnung ganz genau Ihren Vorstellungen entspricht und prüfen Sie folgende Punkte:

  • Passen die Möbel hinein?
  • Ist der Arbeits- oder Schulweg zu lang?
  • Muss eine Ablösesumme für eventuelle Möbel bezahlt werden?
  • Und sehr wichtig: wie ist der Zustand der Wohnung?
  • Sind Löcher in den Fliesen?
  • Wo ist der Waschmaschinenanschluss, der Fernsehanschluss, die Steckdosen?

Achten Sie auf jedes Detail, und wenn es noch so klein ist, denn Sie werden die nächsten Jahre dort zubringen und müssen mit den Macken der Wohnung langwierig leben können. Auch die Heizung spielt eine zentrale Rolle, denn in den Kosten unterscheiden sich Gas, Öl oder Fernwärme sehr.

Die Wohnungsübergabe

Ist die richtige Wohnung gefunden, achten Sie ganz genau darauf, dass jeder noch so kleiner Mangel im Übergabeprotokoll vermerkt ist, denn die Rechnung kommt zum Schluss: Wenn Sie eines Tages ausziehen und die zwanzig Löcher in den Fliesen nicht im Protokoll vermerkt waren, kann es sein, dass Sie für die Löcher verantwortlich gemacht werden.

Prüfen Sie daher genau:

  • Ist der Boden Kratzer- und Dreckfrei?
  • Sind Heizungen, Fenster oder Türen vergilbt?
  • Sind Löcher in den Wänden?
  • Sind die Fensterbretter verschmutzt? Funktionieren alle Fenster, Balkontüren und Wohnungstüren einwandfrei oder klemmt etwas?

All das wird eines Tages mit der Lupe nachgeprüft, also seien Sie ruhig kleinkariert, die Vermieter sind es später ebenfalls.

Lassen Sie nichts durchgehen und achten Sie darauf, dass alles genau notiert wird. Auch bei der alten Wohnung müssen Sie darauf achten, dass alles sauber ist, die Wände weiß (oder sauber in heller Wohnfarbe gestrichen) die Löcher zugespachtelt und dass alles, was bei Übergabe funktioniert hat, auch jetzt funktioniert. Schreiben Sie sowohl in der neuen, als auch in der alten Wohnung die Zählerstände ab von Strom, Gas, Wasser warm und kalt.

Der Umzug geht los…

…oder lieber auch noch nicht, denn:

  • Haben Sie den alten Mietvertrag fristgerecht und per Einschreiben gekündigt?
  • Sind Sie verpflichtet, einen Nachmieter zu suchen?
  • Was soll in der alten Wohnung bleiben und wie viel Geld möchten Sie dafür noch haben? Sprechen Sie das mit Ver- oder Nachmieter ab.
  • Müssen für die sperrigen Möbel Handwerker bestellt werden?

Denken Sie auch daran frühzeitig, um keine böse Überraschung zu erleben. Klären Sie, wann Sie Ihre Kaution zurückbekommen, machen Sie mit dem Vermieter einen Termin für die Wohnungsbegehung und –übergabe aus, erledigen Sie vorher die Schönheitsreparaturen.

Haben Sie überhaupt Zeit? Beantragen Sie ein paar Tage Urlaub, ein “Hau-Ruck” Umzug am Wochenende zerrt extrem an den sowieso schon gestressten Nerven und vergrößert das Fehlerpotenzial.

Mieten Sie daher ein Umzugsunternehmen, eine herkömmliche Spedition oder eine spezialisierte Möbelspedition oder ein Transportunternehmen, vergleichen Sie Angebote und lassen Sie sich den erteilten Auftrag noch einmal schriftlich bestätigen, fragen Sie außerdem Freunde, ob sie Zeit haben.

Dies alles sind Dinge, die vorher bedacht und erledigt werden müssen, damit am Tag des Umzugs alles reibungslos funktioniert.

Vielleicht haben Sie Glück mit der neuen Hausverwaltung und können schon eine oder zwei Wochen vorher in die neue Wohnung? Dann nutzen Sie die Chance und renovieren Sie schon jetzt, damit wenigstens ein oder zwei Zimmer bezugsfertig sind und Sie nicht in einem heillosen Chaos landen. Streichen Sie die Wände, gestalten Sie den Boden, säubern Sie Bad und Küche, damit Sie am Abend des Umzugs nur noch das Bett aufbauen müssen, um den wohlverdienten Schlaf zu bekommen.

Suchen Sie jetzt nach einem gut bewerteten Umzugsunternehmen aus Ihrer Nähe!

Geben Sie einfach „Umzug“ und eine Ortsbezeichnung in das Formular ein.

Kurz vor dem Umzug

Kurz vor dem großen Tag können dann die letzten Schritte unternommen werden: Babysitter für die Kinder besorgen, die Haustiere irgendwo unterbringen und die Hilfsmittel holen. Kartons, Filzschreiber zur Kartonbeschriftung, Abdeckpapier, Packdecken, Papier zum Einwickeln von leicht Zerbrechlichem, Tragegurte und eine Sackkarre.

Für alles, das keinen Platz im neuen Heim hat, organisieren Sie den Abtransport, also entweder den Sperrmüll, einen Müllsack oder verkaufen Sie gut erhaltene Dinge auf dem Flohmarkt.

Beauftragen Sie bei der Post einen Nachsendeservice, damit Briefe an Sie an die neue Wohnung gesendet werden. Geben Sie auch Ihrem Telefonanbieter frühzeitig Bescheid, damit keine allzu große Lücke entsteht und Sie sofort wieder erreichbar sind.

Nun geht es in die heiße Phase: Alles wird in Umzugskartons verpackt, ausgemistet und verstaut. Achten Sie darauf, einen Extrakarton für den sofortigen Eigenbedarf zu packen. Darin sollten sich Dinge wie eine Zahnbürste, Wechselsachen, Verpflegung und wichtige Medikamente befinden, alles Dinge, die man nicht gern lange suchen möchte und in den ersten Tagen brauchen wird. Auch Werkzeuge sollten bereit stehen, wenn man die ersten Schränke schon mal auseinanderbaut.

Reservieren Sie sich einen großen Parkplatz vor der Haustür der neuen und alten Wohnung, um sich lange Wege und hupende Fahrzeugkolonnen hinter dem Lkw zu ersparen. Einen Tag vor dem Umzug sollten Sie auch noch einmal einkaufen gehen, um die Verpflegung der Helfer zu gewährleisten – oder ein Handy mit eingespeicherter Nummer des Pizzadienstes in der Tasche haben.

Geschafft: Nach dem Umzug
Wenn es vollbracht ist, geht der eigentliche Stress erst richtig los. Die alte Wohnung muss fertig renoviert und übergeben werden, die neue Adresse muss an die Bank, alle Vertragspartner mit Einzugsermächtigung und Daueraufträgen, die Krankenkasse und Versicherung gegeben werden.

Arbeitgeber, Schule, Ärzte, GEZ, sie alle wollen informiert werden und der Telefonmarathon kann beginnen – wenn der Telefonanbieter denn schon den neuen Anschluss freigeschalten hat. Denken Sie auch daran, Ablesetermine für Wasser, Strom, Gas und Heizung zu beantragen.

Außerdem stehen nun die Behördengänge an: Melden Sie sich spätestens acht Tage nach dem Umzug im Einwohnermeldeamt um und schauen Sie auch in der Kfz-Stelle vorbei, um auch das Auto umzumelden – nicht nur, wenn Sie in eine neue Stadt ziehen, denn selbst, wenn Sie ins Nachbarhaus einziehen, muss das gemeldet werden. Kostenpunkt dabei sind etwa zwanzig Euro, bei geändertem Nummernschild noch einmal dreißig dazu.

Weitere Ämter: Finanzamt, Arbeitsamt, eventuell das BaFöG-Amt und Kreiswehrersatzamt müssen ebenfalls abgeklappert werden, damit jeder weiß, dass Sie nun woanders wohnen.

Jeder Umzug ist eine kleine Geburt, jedes Mal ist man froh, es geschafft zu haben und schwört sich, es nie wieder zu tun, doch das ist leichter gesagt als getan. Erstellen Sie sich also eine Checkliste, denn wer schon mal im Kopf umgezogen ist und alles bedacht hat, kann dem eigentlichen Umzug entspannt entgegen sehen – Stress wird es zwar immer sein, aber dann wenigstens geordneter Stress. Und für eine gute Einweihungsparty nimmt man doch so einiges in Kauf. Selbst einen Umzug…

Bildquellen:

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2 Antworten zu “Umzug – Checkliste für Wohnungsübergabe, Transport & Einzug”

  1. News Prinz sagt:

    Umzug mit einem LKW…

    Wenn ein großer Umzug ansteht oder vielleicht Schweres zu transportieren ist, reicht ein gewöhnliches Fahrzeug oftmals selten aus. Die Stühle und Kartons sind wirklich ziemlich groß und ein kleines Auto bietet für diese Zwecke einfach nicht den Platz. …

  2. Thematik24 sagt:

    Umzug leicht gemacht…

    Wenn ein großer Umzug ansteht oder vielleicht Schweres zu transportieren ist, reicht ein gewöhnliches Fahrzeug oftmals selten aus. Die Stühle und Kartons sind wirklich ziemlich groß und ein kleines Auto bietet für diese Zwecke einfach nicht den Platz. …

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