Der Frühling steht unmittelbar bevor und es wird langsam aber sicher Zeit für eine gestalterischen Neuanfang im Haus, bzw. der eigenen Wohnung? Ein neues Apartment wird gerade bezogen und man will sich nicht mit dem muffigen Teppichboden des Vormieters abfinden? All dies sind perfekte Gründe, eine Fußbodenrenovierung in Erwägung zu ziehen. Fakt ist, reine Teppich- bzw. PVC-Böden sind heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Oft findet man sie noch in Gebäuden aus den 50er Jahren, in denen aus Kostengründen auf hochwertigere Böden verzichtet wurde. Fakt ist auch, dass ein guter Parkett- oder Laminatboden die eigenen vier Wände deutlich aufwerten kann. Nicht nur optisch, sondern auch rein gefühlsmäßig macht ein Holzboden doch einiges her. Zudem lassen sich Parkett und Laminat viel einfacher und schneller reinigen als andere Böden und behalten keinen Staub und Dreck zurück, was vor allem für Allergiker sicherlich ein wichtiges Argument darstellt.
Was hält einen also noch davon ab, den Fachmann zu konsultieren und sich beraten zu lassen? Oft ist es die unbegründete Scheu vor den befürchteten Kosten und dem zu großen Arbeitsaufwand, die viele davor zurückschrecken lässt, eine Renovierung anzugehen. Aber bevor wir diese Vorurteile beseitigen, setzen wir uns erst einmal etwas näher mit der Materie auseinander und klären wichtige Fragen zu Material, Technik und Funktionsweise von Parkett und Laminat und wägen die Vor- und Nachteile von eigener Verlegung und Hilfe durch Fachbetriebe für Parkett- und Bodenbelagsarbeiten.
Parkett oder Laminat? Unterschiede, Vorzüge und Verwendungszwecke
Nicht immer ersichtlich ist die notwendige Unterscheidung zwischen Laminat- und Parkettböden, sehen sie sich doch oft täuschend ähnlich. So werden beide Begriffe nicht selten synonym verwendet, was beim Kauf eines Fußbodens im Fachmarkt zu Verwirrung führen kann. Beide sind jedoch eigentlich grundverschieden und lassen sich anhand ihrer Zusammensetzung und Funktionsweise klar von einander trennen.
Laminat setzt sich aus hölzernen Spanplatten oder Holzfaserplatten zusammen. Seine Oberfläche wird mit einer bedruckten Dekorschicht verziert und schließlich mit hoch strapazierfähigen Lack versiegelt. Eine optional vorhandene Trittschalldämmung am Boden des Laminats isoliert zudem Lärm durch Trittgeräusche. Das angewandte Herstellungsverfahren aus günstigen Materialien macht Laminat äußerst preiswert und somit erschwinglicher für Mieter oder Vermieter. Seine Oberfläche aus Kunststoff macht es weiterhin pflegeleichter und strapazierfähiger als seinen edleren Bruder, dem Parkett.
Mit Laminat als günstigem, robusten und vielseitigem “Ersatz” für richtiges Parkett stellt sich nun die Frage, ob es denn überhaupt notwendig ist, die Verlegung eines echten Parkettbodens in Erwägung zu ziehen. Was spricht für eigentlich noch für den Boden aus Echtholz? Allen voran ist Parkett vollständig aus natürlichen Stoffen zusammengesetzt. Meist bilden drei geklebte Schichten Holz die Grundlage des Bodens, wobei für die oberste Schicht, den sichtbaren Bereich, edle, fein strukturierte Hölzer verwendet werden, die jedem Raum einen besonderen Charakter verleihen. Inzwischen gibt es natürlich auch Laminat in jeder erdenklichen Holzoptik. Das Gefühl, echtes edles Holz unter den Füßen zu spüren, kann jedoch kein Laminat der Welt ersetzen. Ein Echtholzboden in der Wohnung sorgt zudem für eine aktive Wärme- und Feuchtigkeitszirkulation und trägt zu einem besseren Wohnklima bei. Edle Hölzer haben selbstredend ihren Preis und so ist es nicht verwunderlich, dass man mit exklusiven Hölzern bestückte Böden in nur in wenigen Haushalten finden wird.
Suchen Sie jetzt nach gut bewerteten Fachmännern zum Thema Parkett und Laminat!
Geben Sie einfach „Parkett“ und eine Ortsbezeichnung in das Formular ein.
Der richtige Boden für den richtigen Zweck
Bisher ist sicherlich klar geworden, dass es bei der Wahl zwischen den beiden Bodenbelägen keinen haushohen Gewinner gibt. Während Laminat mit Preis und Robustheit punktet, holt Parkett bei Qualität, Exklusivität und Charakter wieder auf. Parkett ist durch seine hölzerne Oberfläche zwar leichter zu beschädigen, kann jedoch durch ein Abschleifen immer wieder erneuert werden. Laminat dagegen ist weitaus widerstandsfähiger als Parkett, was für Familien und Gewerbe sicherlich von Vorteil ist. Kommt es jedoch zu größeren Beschädigungen durch Kratzer oder tiefe Narben, sind diese, anders als bei Echtholz, nicht mehr zu korrigieren. Als ideale Zwischenlösung bietet sich ein Mix der beiden Beläge für verschiedene Räume an. Während man die Küche und das Kinderzimmer vorzugsweise mit Laminat verlegen sollte, kann man sich für Schlaf- und Wohnzimmer die Ästhetik eines Parkettbodens gönnen.
Installation: Selbst verlegen oder Fachmann beauftragen?
Hat man sich schließlich eingehend informiert und beraten lassen und sich seinen Wunschboden ausgesucht, bleibt die Frage nach der Installation des Bodens zu klären. Moderne Laminate und Parkette versprechen einfachesVerlegung mit Hilfe der sogenannten Klicktechnik. Vorher noch eine Schallkaschierung ausgelegt und das Puzzlespiel kann beginnen. Leider sind jedoch die wenigsten Räume völlig gerade geschnitten und so kommt es schnell zu Lücken und größeren Freiflächen. Diese müssen mit speziell zugeschnittenen Teilen gefüllt werden, was das Puzzeln dann etwas verkompliziert. Auch bei der Installation der Sockelleisten an den Wänden ist Genauigkeit und gute Planung wichtig um Mehrkosten und erhöhten Zeitaufwand.
Wer sich selber nicht als handwerklich begabt einschätzt und sich zudem sich eventuellen Ärger und die Arbeit ersparen will, sollte auf Qualität und Erfahrung setzen und diesen Job lieber dem Fachmann überlassen. Ein Fachmann für Bodenbeläge, der auch schon bei der Produktauswahl umfangreich und kompetent berät, steht mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe bereit. Bei der Suche wird unser Branchenportal Ihnen behilflich sein können. Vor allem bei der Verlegung hochwertiger Holzböden sollte man keine Kompromisse eingehen und auf den Fachmann vertrauen.
Bildquellen:
Schemmi/pixelio.de
Siegbert Ringer/pixelio.de
Paul-Georg Meister/pixelio.de
Rainer Sturm/pixelio.de

In Ihrem Beitrag schreiben Sie das die beiden Bodenbeläge sich gut reinigen lassen und deshalb gut für Allergiker wären. Sie erwähnen aber nicht das sich Laminatböden und auch lackierte Parkettböden elektrostatisch aufladen und deswegen den Staub verstärkt anziehen. Wirklich sinnvoll sind hier nur mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelte Holzböden. Außerdem ist ein Laminatboden zwar billig aber nicht preiswert! Wie Sie ja selbst schreiben läßt sich ein Laminatboden nicht renovieren. Die Lebensdauer ist also auf jeden Fall kürzer als die eines Holzparkettbodens. Zweimal Laminat gekauft, entsorgt (können erhebliche Entsorgungskosten sein, ist im Prinzip Sondermüll, also auch unsere Umwelt belastend) und wieder verlegt ist mit Sicherheit nicht günstiger! Fazit: was auf den ersten Blick günstig erscheint sieht bei näherer Betrachtung ganz anders aus.